Archive for Mai 2021

Monopol der Internet-Druckereien

Mai 5, 2021

Trump bleibt also dauerhaft von Facebook verbannt. Facebook ist nicht einfach eine Zeitung, die natürlich selbst bestimmen dürfte, welche Beiträge bei ihr veröffentlicht werden. Facebook ist so etwas wie eine der Weltdruckereien des Internets. Das Monopol der Druckereien nur noch politisch genehmen Personen zur Verfügung zu stellen, stellt einen schweren Machtmissbrauch dar.

Russland wurde unterstellt, die US-Wahlen in den sozialen Medien manipuliert zu haben. Tatsächlich war es der tiefe US-Staat, der die Macht hatte, die Internet-Druckereien bei der eigenen Wahl zu so etwas zu zwingen. Was der tiefe Staat im eigenen Land durchgesetzt hat, kann er von seinen Druckereien natürlich um so leichter auch gegen andere unliebsame Staaten einfordern.

Die weißrussischen Medien sind zwar wohl ähnlich einseitig wie CNN, Washington Post und NY Times. Immerhin können Oppositionelle in Weißrussland Facebook, Twitter und Youtube nützen. Davon können unliebsame westliche Politiker nur noch träumen. Wer die Macht hat, politische Gegner willkürlich von allen Plattformen zu verbannen, braucht sie nicht nicht wie der altmodische Diktator Lukaschenko einzusperren, um sie klein zu halten.

Corona in Brennpunkten gelandet

Mai 4, 2021

Wer hätte das gedacht? Lässt man täglich 50 Flieger aus dem Corona-Brennpunkt Türkei (Istanbul hatte Inzidenz von 800) landen, steigen doch tatsächlich auch in deutschen Brennpunkten die Corona-Zahlen.

In Hahnwald gab es tagelang keine Neuninfektionen, die Inzidenz lag bei 0 – während im Norden der Rheinmetropole, im Stadtteil Chorweiler, die 7-Tage-Inzidenz auf bis zu 543 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner kletterte. 

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident und CDU-Chef Armin Laschet hat nun einer Bitte von Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker stattgegeben, dass der Impfstoff dort ab sofort stärker, unter Aufhebung der bisherigen Reihenfolge eingesetzt werden darf. 

Ein Armutsforscher fürchtet durch Corona noch tiefere Gräben. Butterwege hat 2017 für die Linke für das Amt des Bundespräsidenten kandidiert, er ist einer der bekanntesten Armutsforscher Deutschlands, jahrzehntelang hat er an der Universität Köln gelehrt.

Armutsforscher Butterwegge vermisst aber die Debatte dahinter. Egal ob Köln oder Berlin, sagt er: „Städtebaulich ist das ja eine Katastrophe. Da sind Leute, die haben große Villengrundstücke. Und auf der anderen Seite ballen sich die Leute immer mehr in abgehängten Hochhaus-Stadtteilen.

(Tagesspiegel)

An den Zuständen in den Brennpunkten (die seit Jahrzehnten von diversen Linken regiert werden), sind natürlich die bösen Nichtlinken schuld.

Auch wenn der linke Armutsprofessor von „Villenbesitzern“ redet, sind damit die spießigen, deutschen Proleten gemeint, die sich BILD-lesend und CDU-wählend für ihre geschmacklosen, kleinen Häuschen abgeschuftet haben, statt bei der linken Weltrevolution mitzumachen. Deswegen soll das alte Proletariat auch endlich ausgetauscht werden.

Die CDU hat ihre Schuldigkeit getan

Mai 2, 2021

Wie erklärt man die aktuellen Umfrageergebnisse, die den großen grünen Sieg prophezeihen?

Ich sehe es an meinem liberal-bürgerlichen Milieu. Meine bürgerlichen Freunde sind dem TV und anderen „seriösen Medien“ hörig und sind nach der permanenten Gehirnwäsche grünlinker als ich es als größter Linker im Freundeskreis vor 25 Jahren war. Vorgebracht werden von meinen guten bürgerlichen Freunden Argumente, die ich vor 25 Jahren bei Diskussionen (damals noch zu Recht) als Linker selbst benützte.

Die heute vorgebrachten Pro-Migrations-Argumente stammen tatsächlich immer noch fast ausschließlich aus den 80ern und 90ern. Meine bürgerlichen Freunde wollen, wie vor 25 Jahren kein Haider sein, auch wenn sich die Welt seitdem in manchen Dingen ziemlich weitergedreht hat. Dass es heute keine „Nachbarn in Not“ sind, sondern die islamischen „Schutzsuchenden“ über 10 sichere Länder einreisen, obwohl ihnen auch sehr reiche islamische Länder in der Nachbarschaft zur Verfügung stünden, wird ignoriert, wie es von den guten Medien, die sie ihr ganzes Leben konsumiert haben, eben vorgegeben wird. Die gutlinken Medien nehmen den braven Bürgern das eigenständige Denken ab.

Wenn man statt den bösen sozialen Medien weiterhin den guten seriösen Medien vertraut, wird aus einem für afrikanische Migranten organisierten Shuttle-Service zwischen libyschen Schleppern und deutschen Migrations-Organisationen eine heldenhafte „Seenotrettung“ von „Geflüchteten“. Freunde, die (technisch) intelligenter als ich wären, erklären mir den Klimawandel mit nachgeplapperten unwissenschaftlichen Greta-Argumenten, wie dass die Folgen der Erderwärmung schon an den Migrationsströmen erkennbar wären, obwohl die Krisenregionen von Nigeria bis Bangladesch wohl eine viel entscheidendere Gemeinsamkeit als das Klima haben. Aus dem politisch unkorrekten Islam-Problem wird ein politisch korrektes Klima-Problem gemacht.

Am wirksamsten ist jedoch die Nazi-Stigmatisierung, die in Deutschland noch viel stärker als in Österreich wirkt. Dass die Deutschen (Gott sei Dank) keine Nazis mehr sein wollen, wird beinhart ausgenützt, indem man die einzige Opposition zum Merkelismus als Nazi-Position brandmarkt und damit die braven Bürger abschreckt.

In Österreich wurde trotz der oben genannten Haider-Vorbehalte 2017 die türkisblaue Alternative zum Merkel-Kurs von 65% gewählt. Bei der Migrations-Linie gab es sogar Zustimmungsraten von 80%. Nicht weil die Österreicher so rechts wären, sondern weil es vernünftige Argumente gegen den Merkel-Kurs gab.

Die Deutschen denken in den entscheidenden Themen wohl kaum anders als die Österreicher. Die „German Angst“, als hässlicher Nazi dazustehen, wirkt jedoch bis in die Wahlkabine und sorgt dafür, dass eine von weiten Teilen der Bevölkerung gewünschte politische Linie nicht mehr als 15% bekommen kann.

Die Stigmatisierung führt dazu, dass ein großer Teil der konservativen Wähler sich von der Demokratie abwendet und zuhause bleibt. Aber wehe die Wähler bekommen wie beim Brexit dann doch einmal die Chance dem politmedialen Establishment, Nein zu sagen.