Profitgier oder rücksichtloser Idealismus schädlicher?

Von Impfgegnern kommt zwar oft der Vorwurf der Profitgier der Pharma-Industrie. Impfen und Virenforschung ist jedoch eher ein Bereich für Idealisten. Das große Geld ist in der Regel eher mit Medikamenten gegen chronische Erkrankungen zu machen.

Die Geschichte von Wolf Szmuness, der in den späten 70ern eine experimentelle Impfreihe gegen Hepatitis B an 1078 Homosexuellen durchgepeitscht hatte, zeugt von einem idealistisch und gut gemeinten Einsatz, der jedoch möglicherweise zur größten epidemiologischen Katastrophe des 20. Jahrhunderts geführt hatte.

Wolf Szmuness war ein überaus kompetenter und tüchtiger Forscher, der mit Sicherheit nicht aus Profitgier enorme Risken auf sich genommen hatte. Im Lauf seiner Versuchsreihe hatte er befürchtet, als Verbrecher hinter Gittern zu landen.

Was something wrong with the vaccine, possibly contamination? This was no theoretical fear, contamination having been suspected. In one vaccine batch made by the National Institutes of Health, though never in Merck’s. His instinct was to stop the trial.

His fears were totally understandable. It would have been calamitous had the trial stopped: the particular vaccine could never be used again, for it would have the reputation of causing disease. Worse, its reputation would cloak all future hepatitis B vaccines and progress might be set back by a decade. Yet, if Szmuness allowed the trial to proceed, people might die, he would be branded a murderer, and there was, he feared, a real possibility that he would be jailed.

(Quest for the Killers – June Goodfield)

Dabei hatte er es sicher nicht für den Profit getan. Epidemien und Impfungen sind ein Bereich für besessene Idealisten. Das große Geld macht man mit Medikamenten für chronische Erkrankungen wie Cholesterin, Diabetes, Bluthochdruck.

Szmuness wollte etwas Großes für die Menschheit leisten und nahm dabei große Risken in Kauf bzw. sah nur noch das große Ziel, die Welt von einem großen Übel zu befreien, auch wenn damit möglicherweise noch ein größeres Übel in die Welt gesetzt werden sollte.

Das Buch erklärt auch, warum die Homosexuellen-Verbände nicht offensiver nach der Verantwortung der HBV-Studie fragten. Sie waren in die HBV-Studie stark eingebunden worden, hatten sich mit den Zielen sehr stark identifiziert und selbst sehr offensiv bei ihren Leuten dafür geworben.

Letztlich waren die möglichen Opfer selbst zu Komplizen gemacht worden. Szmuness starb 1982 an einem Lungentumor. Mich würde es nicht wundern, wenn er den Impfstoff auch an sich selbst ausgetestet hätte.

So sehe ich es auch bei Soros, Gates und Bezos, die als profitgierige kapitalistische Unternehmer tolle Produkte und Wohlstand geschaffen haben, aber als Weltverbesserer brandgefährlichen Mist produzieren.

6 Antworten to “Profitgier oder rücksichtloser Idealismus schädlicher?”

  1. Benjamin Goldstein Says:

    Welches Produkt hat Soros noch gleich auf den Markt gebracht?

  2. Olaf Says:

    Den medizinisch-globalen Komplex hatte Eisenhower noch nicht auf dem Schirm.
    Wieso wird die Herkunft des Labor-Virus Covid so verschleiert?
    Normalerweise müsste es doch Entschädigungsforderungen hageln.
    Ich denke nicht, dass die Mächtigen die Wahrheit sagen und das sie was Gutes im Sinn haben.

    • aron2201sperber Says:

      wäre Covid aus einem russischen Labor entfleucht, würde es Klagen, wenn nicht gleich Raketen hageln.

      aber China hat schließlich den Biden-Clan gut geschmiert. Außerdem wäre ohne Covid kaum die Rettung der US-Demokratie vor der demokratischen Wahl Trumps möglich gewesen.

      wenn eine Sache so gute Folgen hatte, braucht man nicht zu klagen oder nach den Verursachern forschen.

  3. aron2201sperber Says:

    in Haiti gab es in den 70ern ein großes US-Plasma-Center, um die US-Nachfrage zu befriedigen, zumal US-Spender oft drogensüchtig waren und das Blut daher Hepatitis-verseucht war.

    wäre HIV tatsächlich schon in den 70ern in Haiti verbreitet gewesen, wäre HIV mit hoher Wahrscheinlichkeit über diese Plasma-Lieferungen in die USA gelangt und hätte Hämophile zu den ersten US-amerikanischen HIV-Opfern gemacht.

    der Artikel ist auch aufschlussreich über das angebliche „Expertentum“ der Haitianer:

    „Some 80 to 90 per cent of the people here are illiterate and are either unemployed or underemployed. Because of their extreme poverty they have medical problems of their own. The prevailing diseases include tuberculosis, tetanus, gastrointestinal diseases and malnutrition.“

  4. Haiti als Sündenbock für HBV-Impfexperiment? | Aron Sperber Says:

    […] angesehen und mitgetragen. Sie waren so zu Komplizen gemacht worden, die nicht wagten, die gute Sache, für die sie sich gemeinsam mit den netten Doktoren engagiert hatten, in Frage zu […]

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