Vienna Pride wichtiger als Affenpocken?

Die Pandemie hat die LGBTIQ-Community besonders getroffen. Der Vienna Pride kommt daher heuer eine besondere Bedeutung zu – und auch die Regenbogenparade zieht wieder um den Ring, heuer erstmals wieder in voller Größe und mit Fahrzeugen.

(ORF)

Obwohl die Gay Pride in Gran Canaria als Ansteckungsherd für die in Europa plötzlich aufgetretene Häufung von Affenpockenfällen angesehen wird, erwähnt der ORF jenen Umstand bei der Ankündigung der Vienna Pride mit keinem Wort.

Für den verantwortungslosen Ski-Tourismus in Ischgl und blaue Corona-Partys (Pizza-Essen zu viert) hatten die Lockdown-Fetischisten des ORF keine Gnade gekannt. Im Zweifel musste stets das gesamte Land zugesperrt und am besten auch gleich zwangsgeimpft werden.

Bei den neu aufgetreten Affenpocken liegt in London bereits ein Kind in der Intensivstation. Man braucht zwar deswegen nicht in Panik zu verfallen und in einen neuen General-Lockdown zu gehen. Vorübergehend auf Risikoverhalten zu verzichten und zumindest die Besucher einer Gay Pride vor einer möglichen Ansteckung durch Gelegenheitssex zu warnen, wäre jedoch das Minimum an Verantwortungsbewußtsein.

Wenn es jedoch darum geht, ein politisch liebsames Ereignis nicht durch die Benennung unangenehmer Tatsachen zu verderben, ist die Bedrohung der Allgemeinheit durch eine Pandemie auf einmal doch nicht so wichtig.

3 Antworten to “Vienna Pride wichtiger als Affenpocken?”

  1. aron2201sperber Says:

    Indem man eine Risikogruppe vor unangenehmen Realitäten schont, tut man ihr nichts Gutes. Auch wenn die Affenpocken in der Regel kein Drama sein sollten, so sind die 3 Wochen vermutlich wesentlich unangenehmer als eine durchschnittliche Covid-Erkrankung. Und leicht vermeidbar, indem man zumindest ein paar Wochen auf Gelegenheitssex verzichtet.

    den Regenbogen-Aktivisten geht es jedoch nicht um den einzelnen Homosexuellen, sondern um Politik. Das was auch bei AIDS so, als Regenbogen-Aktivisten sich in New York und San Francisco an einem mediznischen Experiment gegen Hepatitis beteiligt hatten und jenes Experiment nicht in Frage gestellt werden durfte, auch wenn viele einzelne Schwule nachher mit einer extrem stigmatisierenden „Selbst schuld“-Krankheit dastanden, und die skrupelhafte Untersuchung eines Zusammenhanges mehr als gerechtfertigt gewesen wäre.

  2. Benjamin Goldstein Says:

    Mich würde nicht wundern, wenn das Virus aus einem russischen Labor käme. Es könnte aber natürlich auch einfach von Affen kommen.

  3. aron2201sperber Says:

    Orwellsche Schwurbelei, warum Homosexuelle „selbstverständlich keine Risikogruppe“ wären:

    „Zu einer nennenswerten Zahl von Ansteckungen dürfte es bei Gay-Pride-Partys gekommen sein, darunter bei der „Maspalomas Gay Pride“ auf Gran Canaria vom 5. bis 15. Mai mit rund 80.000 Besuchern. Um Missverständnissen vorzubeugen: Homosexuelle Männer stellen selbstverständlich keine Risikogruppe dar. Entscheidend für eine Ansteckung ist sehr enger respektive Hautkontakt, sodass Großveranstaltungen grundsätzlich als Quelle für Übertragungen infrage kommen.“

    https://www.profil.at/wissenschaft/warum-das-affenpocken-virus-keine-pandemie-ausloesen-wird/402023427

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