Archive for the ‘Antisemitismus’ Category

Reizwort Silberstein

September 30, 2017

Antisemitismus hat in Österreich eine lange Geschichte. Wiener Antisemiten hatten den jungen Hitler geprägt. Antisemitische Ressentiments waren in der österreichischen Politik und Gesellschaft zumindest bis zum Ende des letzten Jahrhunderts noch sehr präsent.

Der einheimische Antisemitismus hat sich in Österreich (im Gegensatz zum importierten Judenhass) allerdings stetig gebessert.

Juden gibt es heute in allen österreichischen Parteien. Dass ein jüdischer Name in Österreich wieder zu einem Reizwort wurde, ist weder die Schuld der Österreicher noch der Juden.

Es ist die Schuld eines israelischen Mannes und einer österreichischen Partei.

Als Jude in einem Land mit der Geschichte Österreichs mit antisemitischen Verschwörungstheorien herumzuspielen, nur damit irgendwelche Genossen vielleicht doch eine vorprogrammierte Niederlage abwenden können, ist unfassbar:

Noch perfider ist die Seite „Die Wahrheit über Sebastian Kurz“, die den Eindruck erwecken sollte, von Freiheitlichen gestaltet worden zu sein. Weil sich Dirty Campaigning auch immer negativ auf den Absender auswirkt, versuchte man hier, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: Kurz wird in ein schlechtes Licht gerückt – und die FPÖ soll verlieren, weil potenzielle Wähler das Anpatzen des anderen Kandidaten nicht goutieren. Auf dieser Facebook-Seite wird mit harten Bandagen gearbeitet. So wurde etwa die Behauptung verbreitet, dass der US-Investor George Soros mit Millionen hinter der Liste Kurz stehe. Soros ist Feindbild der extremen Rechten, die glaubt, dass Soros ein Anführer der jüdischen Weltverschwörung sei.

(Die Presse)

Bildergebnis für kern israelische firma

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Antisemiten aller Länder, vereinigt euch!

Dezember 10, 2016

Deutsche Proleten lesen lieber die Bild als den Spiegel oder gar den Freitag.

Linke Vordenker wie Augstein sind daher vom deutschen Proletariat enttäuscht und stets auf der Suche nach einem neuen Proletariat, das sich vielleicht zur Weltrevolution anstiften ließe.

Ausgerechnet ein CDU-Mann hat, was Linke wie Augstein heiß begehren: ein eigenes deutsches, aber gleichzeitig doch wunderbar exotisches Proletariat.

Augstein: Ich finde es paradox, dass jemand wie Todenhöfer – 76 Jahre alt, Politiker unter Kohl gewesen – so eine riesige Fangemeinde im Internet hat.

taz: Knapp 700.000 Fans hat er bei Facebook. Erhoffen Sie sich auch, unter denen neue Leser zu gewinnen?

Augstein: Natürlich. Dem Freitag geht es zwar gut, wir wachsen. Trotzdem ist Todenhöfer für uns ein Gewinn.

(taz)

Der linke Augstein spitzt schon seit langem auf das islamische Proletariat. Dank der Vereinigung mit dem CDU-Islamisten Todenhöfer könnte ihm endlich der Zugriff gelingen.

Todenhöfer hat so viele islamische Proletarier als Fans, weil er ihnen eine Rolle als Opfer des Westens im Allgemeinen und der Juden im Besonderen bescheinigt.

Besonders gut kann Todenhöfer bei seinen Fans mit Bildern von Gaza-Kindern für Stimmung sorgen:

Bildergebnis für todenhöfer gaza kinder bilder

Selbst die Einnahmen aus seiner IS-Propaganda gehen laut seinen eigenen Angaben an die Kinder von Gaza (als Opfer der ewigen Juden).

Entsprechend ist die Stimmung gegen Juden auf Todenhöfers Seite aufgeheizt.

Da Muslime für Augstein jedoch ohnehin „die Juden von heute“ sind, ist es nicht so wichtig, was sie über die echten Juden so denken:

Wer starke Nerven hat, sollte sich im Netz umhören. Es ist wie ein Streifzug durch die Spelunken, Clubs und Kontore der Dreißigerjahre. Was man damals über die Juden zu wissen glaubte, weiß man heute über die Muslime. Der Muslim ist alles, was der Europäer nicht ist: fanatisch, lüstern, brutal und intolerant. Der „Andere“, das war früher der Jude.

Heute ist es der Muslim. Jede Berichterstattung über muslimische Migranten sollte das berücksichtigen.

(Jakob Augstein – SPON)

Augsteins Judenknacks

Januar 19, 2016

Angela Merkels Flüchtlingspolitik hat viele Gegner. Vor allem in ihrer eigenen Partei.

Aber Merkels Gegner haben ein Problem: Wie erklären sie, dass so viele Deutsche seit dem vergangenen Sommer so viel Zeit und Kraft und Liebe in die Sorge um die Flüchtlinge stecken? Ganz einfach: Die haben einen „Judenknacks“.

(SPON – Jakob Augstein)

Kein einziger CDU-Politiker hat seine Kritik an Merkels Kurs mit einer derartigen Behauptung verbunden.

Tatsächlich ist der „Judenknacks“ seit 1968 eine linke Domäne.

Buchdeckel „

Als Verbündeter des Westens wurde Israel von der Stasi-gesteuerten APO dem imperialistischen Lager zugerechnet.

Seitdem zögerten die von ihrem „Judenknacks“ befreiten, selbst ernannten Entnazifizierer Deutschlands nicht, den Judenstaat ebenfalls als Nazi anzuprangern.

Dass der „Judenknacks“ mittlerweile auch wieder Eingang ins deutsche rechte Lager gefunden hat, liegt zu einem großen Teil daran, dass ehemalige Linksradikale wie Horst Mahler ins rechtsextreme Lager übergewechselt sind und ihre linken Imperialismus-Theorien dorthin mitgenommen haben.

Während eine geistige Kontinuität zwischen alter Rechten und Bewegungen wie Pegida kaum nachzuweisen ist, musste selbst Augstein empört feststellen, dass eine Pegida-Sprecherin bei einer gemeinsamen TV-Diskussion ähnliche Theorien wie er selbst vertrat.

Nicht umsonst gilt der ehemalige Kommunist Jürgen Elsässer, der bis vor wenigen Jahren noch für Augsteins Freitag geschrieben hatte, als einer der wichtigsten Ideologen der neuen (antisemitischen) Rechten.

Die Vorstellung, dass sich die deutsche Regierung aufgrund ihres „Judenknacks“ von „Tel Aviv und Washington“ steuern ließe, ist Wasser auf den Mühlen der altlinken und neurechten Antisemiten.

Dass Augstein genau jenen Antisemitismus bedient, zeigt, wie wohlverdient Augsteins Platzierung unter den aktuellen Top-Antisemiten ist.

Vor wem Frankreichs Juden flüchten

Dezember 8, 2015

Eine besonders dreiste Verdrehung der Tatsachen will der Spiegel mit Beate Klarsfeld als Kronzeugin präsentieren:

Nach dem Erfolg des rechtsextremen Front National (FN) bei den Regionalwahlen in Frankreich fühlt sich Beate Klarsfeld an die letzten Jahre der Weimarer Republik erinnert. „Wir haben ein bisschen Angst, dass 1933 vergleichbar wird mit 2017 hier in Frankreich und Marine Le Pen Präsidentin werden kann“, sagte die Journalistin und Nazijägerin im Deutschlandfunk.

„Mit einer Marine Le Pen als Präsidentin würden wir wahrscheinlich wie viele Juden Frankreich verlassen müssen.“

Bereits in den vergangenen Jahren ist die Zahl der Juden, die das Land für immer verlassen, drastisch gestiegen. Im vergangenen Jahr siedelten mehr als 5000 französische Juden nach Israel über.

Beate Klarsfeld: "Wir haben ein bisschen Angst, dass 1933 vergleichbar wird mit 2017"

(SPON)

Selbst in der SZ kann man nachlesen, vor wem die französischen Juden heute aus Frankreich flüchten müssen:

Vor einem Treffen mit Frankreichs Präsident Hollande sorgt der Präsident des Dachverbandes der Juden in Frankreich für Diskussionen.

„Alle Gewalttaten werden heute von jungen Muslimen begangen“, sagte Roger Cukierman in einem Radio-Interview. Über die Vorsitzende des rechtsextremen Front National, Marine Le Pen, sagte Cukierman, ihr sei „persönlich nichts vorzuwerfen“.

(SZ)

Die Stasi-Tante Beate geht gerne mit dem Schicksal der toten Juden hausieren.

Wie sehr ihr das Schicksal der lebenden Juden an ihrem linken Arsch vorbeigeht, hat sie wieder einmal eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Kein linkes Problem mit islamischem Judenhass

Dezember 7, 2015

Die offizielle Linie der AfD hat kein Problem mit Israel – warum auch: So rechts wie die deutschen Rechtspopulisten ist die Regierung von Benjamin Netanyahu allemal.

(Jakob Augstein – SPON)

Die offizielle Linie von Augstein hat kein Problem mit dem importierten Judenhass – warum auch: so antisemitisch wie die deutschen Linkspopulisten ist die Mehrheit der importierten Muslime allemal.

Offenherzig konnte die heutige AfD-Chefin Frauke Petry im August 2014 bekennen: „Die AfD ist ganz klar gegen Antisemitismus, vor allem auch gegen den neu importierten Antisemitismus in Deutschland.“

Offenherzig hatte sich der Spiegel-Erbe und Freitag-Eigentümer immer wieder zur islamischen Massenzuwanderung bekannt.

Ein Bekenntnis gegen den islamischen Judenhass suchte man bei Augstein jedoch stets vergeblich.

Das Geschäft mit dem importierten Judenhass

Dezember 2, 2015

Der Schwarze Kanal: Importierter Judenhass

Von manchen wird die Willkommenskultur als Versöhnungswerk zwischen Muslimen und Christen gefeiert. Schade nur, dass die Juden dabei außen vor sind. Wir sollten nicht unterschätzen, wie weit der Antisemitismus unter arabischen Flüchtlingen reicht.

(Jan Fleischhauer – SPON)

Der importierte Judenhass wurde auch schon von einheimischen Anbietern wie Jürgen Todenhöfer als Geschäftsfeld entdeckt:

Gaza

Jürgen Todenhöfer bedient mit seinen von Gaza-Kinder-Blut getränkten Beiträgen genau jenen Antisemitismus, wegen dem Juden in Europa wieder Opfer von rassistischer Gewalt werden.

2014 fanden die meisten Übergriffe im Rahmen von Anti-Israel-Kundgebungen statt, welche regelmäßig zu Pogromen gegen Juden ausarteten:

25. April Berlin: Ein junger Israeli wird in Kreuzberg von sechs Palästinensern angegriffen und krankenhausreif geschlagen.

12. Juli Frankfurt am Main: Pro-palästinensische Aktivisten rufen bei einer Demonstration antisemitische Parolen wie „Kindermörder Israel“ über den Lautsprecher der Polizei aus.
Bochum, Dortmund, Gelsenkirchen, München: Bei Demonstrationen ist der Ruf „Kindermörder Israel“ oder „Hamas, Hamas, Juden ins Gas“ zu hören.

17. Juli 2014 Berlin: „Jude, Jude, feiges Schwein, komm heraus und kämpf allein“, rufen pro-palästinensische Demonstranten in Berlin. In den folgenden Tagen kommt es zu mehreren Vorfällen in der Hauptstadt. Ein Mann wird angegriffen, weil er eine Kippa trägt. Ein Imam predigt in einer Neuköllner Moschee: „Oh Allah, vernichte die zionistischen Juden.“ Der Zentralrat der Juden u.a. erstatten Anzeige wegen Volksverhetzung. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

18. Juli: Essen: Im Anschluss an eine pro-palästinensische Demonstration der Linksjugend Solid Ruhr greifen deren Teilnehmer eine pro-israelische Kundgebung mit Flaschen, Steinen und Böllern an. Sie rufen „Scheiß Jude, brenn“. Am selben Tag gibt es 14 Festnahmen wegen des Verdachts auf Aktionen gegen die Alte Synagoge Essen. Inzwischen hat die Polizei 66 Ermittlungsverfahren eingeleitet.

19./20. Juli Berlin: Bei einer pro-palästinensischen Demonstration wird ein isarelisches Ehepaar, das zufällig den Weg kreuzt, massiv bedroht und muss von der Polizei geschützt werden. Die Demonstranten rufen: „Nazimörder Israel!“, „Scheiß Juden, wir kriegen Euch!“ und „Wir bringen euch um!“

24. Juli Berlin: Ein 19-Jähriger wird auf dem Weg zur Synagoge in der Passauer Straße von einem Unbekannten mit der Faust geschlagen. Seine Brille fällt zu Boden und geht kaputt. Das Opfer trug eine Kippa.

25. Juli Berlin: Auf der Demo zum Al Quds Tag rufen pro-palästinensische Demonstranten die Parole „Israel vergasen“, auch „Sieg Heil“-Rufe werden vernommen.

29. Juli Wuppertal: Molotow Cocktails werden auf die Barmer Synagoge geworfen. Mittlerweile sitzen drei Tatverdächtige in Untersuchungshaft.

Frankfurt a. M.: Ein Unbekannter droht am Telefon damit, 30 Frankfurter Juden zu ermorden, sollte seiner Familie in Gaza etwas passieren.

(Zentralrat der Juden)

Für die Folgen des von ihm selbst befeuerten Antisemitismus findet Todenhöfer natürlich andere Schuldige:

95 Prozent aller antisemitischem Übergriffe kommen von Rechtsextremen.

Wenn sich irgendwelche einheimische Extremisten auf Anti-Israel-Demos herumtreiben, so handelt es sich jedoch fast immer um Linksextreme.

Die heutigen Konventionen für Judenhass

November 11, 2015

Verwendet man die richtigen Codes, darf man Juden alles unterstellen, was einem gerade einfällt (9/11, NSU, IS,…), ohne sich dafür als „glühenden Antisemiten“ bezeichnen lassen zu müssen:

Die Publizistin Jutta Ditfurth zieht vor das Bundesverfassungsgericht.

Grund ist die Ende Oktober ergangene Weigerung des Oberlandesgerichts München (OLG), ein in niedrigerer Instanz gefälltes Urteil, wonach Ditfurth den neurechten Publizisten Jürgen Elsässer nicht als »glühenden Antisemiten« bezeichnen darf, zu überprüfen.

Die Formulierung, dass Elsässer ein »glühender Antisemit« ist, darf sie allerdings bei Androhung von 250.000 Euro Strafe oder sechs Monaten Ordnungshaft nicht mehr wiederholen.

(Jüdische Allgemeine)

Israelkritik gehört heute gerade in den allerbesten Kreisen zum guten Ton.

Höchstens ein Broder darf es sich erlauben, einen Augstein für seine salonfähigen Diffamierungen ungestraft als „Salon-Antisemiten“ zu bezeichnen.

Wenn man sich nicht an die heutigen Konventionen für Judenhass hält, schaut es jedoch schlecht aus:

Nationalratspräsidentin Doris Bures (SPÖ) beauftragt am Montag die Parlamentsdirektion, die Postings auf der Facebook-Seite der FPÖ-Abgeordneten Susanne Winter, die ihr den Vorwurf des Gutheißens von antisemitischen Äußerungen eingetragen haben, der Staatsanwaltschaft mit dem Ersuchen um weitere strafrechtliche Prüfung zu übermitteln.

(ORF)

Hätte Frau Winter statt den „Zionistischen Geld Juden“ die Formulierung „Zionistischen Mossad Rothschilds“ verwendet, hätte sie gute Chancen gehabt, alle erfolgreich zu verklagen, die sie als „glühende Antisemitin“ bezeichnet hätten.

So muss sie hingegen mit ihrer eigenen strafrechtlichen Verurteilung rechnen.

Frau Winter könnte höchstens behaupten, sie habe ihre Theorien über die „Zionistischen Geld Juden“ aus einer türkischen Zeitung aufgeschnappt.

Dann wäre es nämlich gemäß der österreichischen Justiz straffrei.

Der ignorierte Judenhass

November 8, 2015

Angesprochen auf die Strenge, mit der die Causa Susanne Winter behoben wurde (sofortiger Parteiausschluss), meinte Strache erneut: „Antisemitismus hat in der FPÖ keinen Platz“.

Daraufhin startete der Parteiobmann eine Brandrede wider den Judenhass – unter Erwähnung des radikalen Islamismus. „Da geht es nicht um Kalkül, sondern um felsenfeste Überzeugung, dass Juden in Wien, in Österreich, nie wieder Angst haben müssen. Da haben wir alle eine Verantwortung egal woher der Antisemitismus kommt.“

(Kurier)

„Brandrede“ meint der Kurier natürlich sarkastisch.

In einer Zeit, in der Juden mitten in Europa wieder zu Opfern von antisemitischen Übergriffen werden, ein Bekenntnis gegen den Judenhass mit Sarkasmus zu quittieren, ist zynisch.

Linke Journalisten geraten in Aufruhr, wenn der Judenhass von der FPÖ kommt.

Den Judenhass, der mit dem Islam importiert wird, ignoriert man hingegen gerne, auch wenn er die wesentlich realere Bedrohung für Europas Juden darstellt.

Die heutigen Konventionen für Judenhass

November 2, 2015

Frau Winter sieht sich selbst natürlich gar nicht als Antisemitin:

Ich danke allen Menschen, die mir glauben, dass ich mit Antisemitismus so gar nix am Hut habe

Juden seien sogar ihre “Freunde”, sie hat ja auch nicht alle Juden, sondern nur “Zionistische Geld Juden” kritisiert.

Iran

(Ahmadinejad mit seinen nicht-zionistischen, armen jüdischen Freunden)

Was bei Ahmadinejad oder Erdogan durchgeht, wird bei einer österreichischen Rechten natürlich nicht so einfach geschluckt.

Antisemiten, die keinen Kultur-Bonus genießen, müssen eben ein bisschen besser aufpassen, wie sie ihre Botschaften etwas zeitgemäßer verpacken.

Hätte sie statt den „Zionistischen Geld Juden“ der Formulierung „Zionistischen Mossad Rothschilds“ zugestimmt, hätte sie sogar gute Chancen gehabt, alle erfolgreich zu verklagen, die sie als „glühende Antisemitin“ bezeichnet hätten.

Verwendet man die richtigen Codes, darf man Juden auch im heutigen politisch-überkorrekten Deutschland alles unterstellen, was einem gerade einfällt (9/11, NSU, IS,…).

Israelkritik gehört gerade in den allerbesten Kreisen zum guten Ton.

Höchstens ein Broder darf es sich erlauben, einen Augstein für seine salonfähigen Diffamierungen ungestraft als „Antisemiten“ zu bezeichnen.

Wenn man sich nicht an die heutigen Konventionen für Judenhass hält, schaut es jedoch schlecht aus:

Nationalratspräsidentin Doris Bures (SPÖ) beauftragt am Montag die Parlamentsdirektion, die Postings auf der Facebook-Seite der FPÖ-Abgeordneten Susanne Winter, die ihr den Vorwurf des Gutheißens von antisemitischen Äußerungen eingetragen haben, der Staatsanwaltschaft mit dem Ersuchen um weitere strafrechtliche Prüfung zu übermitteln.

(ORF)

Frau Winter könnte höchstens behaupten, sie habe ihre Theorien aus einer türkischen Zeitung aufgeschnappt.

Dann wäre es nämlich gemäß der österreichischen Justiz straffrei.

Wo der Antisemitismus seinen Platz hat

November 1, 2015

FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl bezeichnete Winters Posting als „absolut inakzeptabel“:

Das Posting auf Susanne Winters Facebookseite, in dem antisemitische Aussagen offenbar von ihr persönlich positiv beurteilt wurden, ist genauso absolut inakzeptabel wie jener Eintrag, auf den sich die getätigte Zustimmung bezieht.

In der FPÖ ist kein Platz für Antisemitismus“.

(Standard)

Bei Linken und Islamisten gibt es für solche Verschwörungstheorien hingegen jede Menge Platz:

„Die Zionistischen Geld – Juden Weltweit sind das Problem. Europa und Deutschland im speziellen bekommt nun von den Zionistischen Juden und speziell von den Reichen Zionistischen Juden in den USA die Quittung für Jahrhundertelange Judenverfolgung in Europa. Europa und im Besonderen Deutschland sollen nach dem Willen der zionistischen Juden als wirtschaftliche Konkurenz gegenüber den USA ein für alle mal ausgeschaltet werden“

Wenn Linke solche Thesen vertreten, werden sie jedoch als „Kapitalismus-Kritik“ interpretiert.

Bei Islamisten tut man solche Aussagen als „kulturelle Eigenheit“ ab, oder man überhört sie einfach ganz.

So kommt es, dass man den Antisemiten Erdogan immer noch als Verbündeten akzeptiert und die noch antisemitischeren Mullahs als neue Partner umwirbt.