Archive for the ‘Italien’ Category

Hexenprozess endet ohne Hexe

März 27, 2015

Dieses Urteil ist endgültig: Das oberste italienische Gericht hat Amanda Knox und ihren früheren Freund Raffaele Sollecito vom Mord an der britischen Austauschstudentin Meredith Kercher freigesprochen.

Auf dem Körpers des Opfers wurden nur die DNA-Spuren des Vergewaltigers gefunden.

Dass es sich bei dem Vergewaltiger dann wohl auch um den Mörder handelt, liegt in so einem Fall wohl nahe.

Nicht so in Italien, wo sich ein verbohrter Staatsanwalt bereits auf eine Verschwörungstheorie festgelegt hatte. Dank unkritischer Medien konnte er die Öffentlichkeit (und mich leider auch) zunächst sehr erfolgreich von der Schuldigkeit des “Engels mit Eisaugen” überzeugen.

Mignini

(Staatsanwalt Mignini und sein Team)

Es folgte ein kafkaesker Prozess-Marathon mit Verurteilungen, Freisprüchen, Aufhebung der Freisprüche, Verurteilungen.

In Anbetracht der Unberechenbarkeit der italienischen war das Urteil des Höchstgerichts keineswegs eine Selbstverständlichkeit.

Beim letzten Prozess-Durchgang war es ja ausgerechnet das Höchstgericht gewesen, welches die gut begründeten Freisprüche des Berufungsgerichts wieder aufgehoben hatte.

Eine besonders tragische Rolle spielte die Familie des Opfers, die sich völlig mit der Sache der Staatsanwaltschaft identifiziert zu haben schien.

Man kann sich dies vielleicht damit erklären, dass die Familie das Gefühl hatte, die Staatsanwaltschaft habe sich außerordentlich engagiert, indem sie alles versucht hätte, um ein besonders perfides Mordkomplott gegen die Tochter aufzudecken.

Für dieses bedingungslose Engagement ist man dankbar, auch wenn es wohl kaum zur Aufklärung des Mordfalles beigetragen hatte.

Im Gegenteil:

Aufgrund der Verschwörungstheorie der Staatsanwaltschaft ist der Vergewaltiger und (mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit) Mörder der Tochter mit einer äußerst milden Strafe von 16 Jahren davongekommen.

Dass der Vergewaltiger unmittelbar vor der Tat wegen mehreren Einbruchsdiebstählen – zweimal davon mit einem Messer bewaffnet – von der Polizei festgenommen worden war, jedoch von der italienischen Justiz wieder laufengelassen worden war, ist ein Aspekt, der in der ganzen Diskussion viel zu wenig vorkam.

Hexenprozess geht ohne Hexe zu Ende

März 25, 2015

Das oberste Gericht Italiens wollte heute entscheiden, ob die Verurteilung von Amanda Knox (27) und Sollecito zu langen Haftstrafen wegen Mordes Bestand hat.

Das Urteil soll allerdings erst am Freitag fallen. So soll der Verteidigung und der Staatsanwaltschaft mehr Zeit eingeräumt werden, ihre Argumente vorzubringen, sagte Gerichtspräsident Gennaro Marasca in Rom.

Für Amanda Knox ist der kafkaeske Prozess-Albtraum mittlerweile zwar zu Ende (sofern sie nicht so verrückt ist, nach Italien zu fahren).

Für ihren italienischen “Komplizen” kann es allerdings in Anbetracht der Unberechenbarkeit der italienischen Justiz noch richtig eng werden.

Beim letzten Prozess-Durchgang war es ja ausgerechnet das Höchstgericht gewesen, welches die gut begründeten Freisprüche wieder aufgehoben hatte.

Obwohl keine DNA-Spuren der angeblichen Mörder (Amanda Knox und Raffaele Sollecito) an der Leiche gefunden worden waren, sondern nur jene des Vergewaltigers, hielt die Staatsanwaltschaft an ihrer Theorie fest, dass der Mord das Werk eines “Engels mit Eisaugen” gewesen sein musste: Amanda Knox habe den “armen Schwarzen” zur Vergewaltigung und ihren italienischen Liebhaber (den sie gerademal eine Woche kannte) zum Mord angestiftet.

Die Sex-Hexe hatte also nicht nur die beiden Männer (die sich zuvor nie gesehen hatten) zur gemeinsamen Tat verleitet, sondern sie hatte auch die bemerkenswerte Fähigkeit, die (unsichtbaren) DNA-Spuren vom Körper des Opfers wegzuzaubern.

Der Vergewaltiger war übrigens unmittelbar vor der Tat wegen Einbruchsdiebstählen – zweimal davon mit einem Messer bewaffnet – von der Polizei festgenommen worden.

Doch die italienische Justiz hielt es nicht für nötig, ihn deswegen einzusperren.

Offenbar mussten die italienischen Gefängnisplätze für wichtigere Fälle reserviert werden:

z.B. für zwei unbescholtene Studenten, die gerade im Begriff waren, bei einem teuflischen Komplott eine Mitbewohnerin zu ermorden und dabei einen “armen Schwarzen” als willenlosen Gehilfen zu missbrauchen.

Ein schönes Beispiel für den umgekehrten Rassismus einer perversen Justiz.

Italiens Unterwerfung

Februar 18, 2015

Wien/Rom. „Dies ist eine Botschaft an die Nation des Kreuzes“, ruft der Henker mit dem blutigen Messer in der Hand. „Früher habt ihr uns auf einem syrischen Hügel gesehen, jetzt stehen wir südlich von Rom. Und das werden wir nach Gottes Willen erobern.“ Dann hält die Kamera auf das Blut der 21 soeben enthaupteten koptischen Christen, das an diesem libyschen Strand langsam ins Mittelmeer fließt.

45 Jahre lang hatten die Italiener versucht, sich dem Ostblock zu unterwerfen. Insbesondere Italiens Intelligenzija wählte geschlossen die Moskau-treue PCI.

Doch auch das christdemokratische Establishment war nicht viel besser: tatsächlich hatte auch schon Gaddafi Italien höchst erfolgreich unterwandert.

Zu Berlusconis Zeiten bedeutete dies lediglich ein paar peinliche, aber harmlose Bussi-Bussi-Auftritte zwischen den Bunga-Bunga-Kumpanen.

In den 70er und 80er-Jahren war Gaddafi jedoch der größte Terrorpate seiner Zeit.

Selbst wenn sich Gaddafis Terror gegen das eigene Land richtete, stellte sich das christdemokratische Establishment schützend vor Gaddafi, um sich nicht die Tangenten-Geschäfte mit Gaddafis Öl zu verderben.

Bis zum heutigen Tag gilt Gaddafi in Italien nicht als Täter, sondern als Opfer der bösen Amerikaner.

Keine Nation hätte sich ihre Unterwerfung durch den Islam mehr verdient als die undankbaren USA-Hasser aus Italien.

Mare Monstrum

November 8, 2014

“Mare nostrum” wurde das Programm getauft, “unser Meer”, wie schon die Römer der Antike die Gewässer rund um ihr Land nannten. Es sei die Pflicht Italiens, Menschenleben zu retten, sagte Regierungschef Matteo Renzi, “wir dürfen nicht erlauben, dass das Mittelmeer zu einem Friedhof wird”.

Doch jetzt ist bald Schluss damit. “Mare nostrum” ist zu teuer und politisch vielerorts längst zur Belastung geworden.

Das ist ja keineswegs nur in Italien so, sondern in weiten Teilen Europas verbreitet. Gerade erst hat der britische Premierminister David Cameron verkündet, sein Land werde die “Aktivitäten zur Suche und Rettung” von Schiffbrüchigen im Mittelmeer nicht unterstützen. Das ermutige nur immer mehr Migranten “zu der gefährlichen Reise” und führe so “zu neuen tragischen und unnötigen Todesfällen”.

(Spiegel)

Auch wenn sich der Spiegel darüber empört, hat Cameron natürlich völlig recht:

“Gut gemeint” ist leider oft das Gegenteil von gut.

Wie aus 20 Verunglückten 500 Ermordete wurden

September 25, 2014

Am 13. September 2014 berichteten italienische Medien von einer Rettungsaktion durch den Frachter “Pegasus”, der zwei Schiffbrüchige geborgen hatte, die mit etwa 30 weiteren Personen in maltesischen Gewässern verunglückt waren .

Bei einer danach gestarteten Suchaktion wurden 9 weitere Menschen gerettet.

Bereits am 13. September wurde auch schon darauf hingewiesen, dass sich die Gerüchte von 400 Toten als unhaltbar herausgestellt hätten.

Tatsächlich dürfte es etwa 20 Verunglückte gegeben haben und von einem vorsätzlichen Mord war überhaupt keine Rede.

Zwischen dem 13. September und dem 15. September dürfte jedoch einer der Geretteten an die “Internationale Organisation für Migration” geraten sein, welche die Horrorgeschichte der 400 Toten wieder aufgriff und daraus 500 vorsätzlich Ermordete machte.

Den Opfern des Unglücks ist kein Vorwurf zu machen: sie hatten lediglich das erzählt, was die IOM gerne hören wollte.

Allein der Spiegel berichtete danach in mindestens 5 Beiträgen von den 500 Ermordeten.

Ohne jeglichen kritischen Widerspruch konnte die IOM 20 Verunglückte zu einem 500-fachen Massenmord, für den natürlich die “Festung Europa” verantwortlich wäre, hochmanipulieren.

Traumland für Erpresser

September 17, 2014

Ein italienischer Minister hat es erstmals offen zugegeben: Italien hat für die Freilassung entführter Geiseln Lösegeld bezahlt.

Das ist allerdings keine Spezialität der neuen Regierung: 2004 wurden zwei italienische NGO-Mitarbeiterinnen im Irak entführt. Nachdem die zwei NGO-Mitarbeiterinnen ihre Entführer ausführlich gelobt hatten:

“Wir sind mit großem Respekt behandelt worden, alles ist gut verlaufen”, sagte Pari zu wartenden Journalisten. Ihre Entführer seien “religiöse Menschen gewesen, die uns die Grundsätze des Islam lehrten und uns am Ende sogar um Entschuldigung baten”

(news)

…bedankte sich ihre NGO immerhin auch “trotz aller politischen Differenzen” sogar bei der Regierung Berlusconi:

Am selben Abend flogen die beiden nach Italien, wo eine ganze Nation – in der drei Wochen lang ein Klima der »nationalen Einheit« herrschte – jubelnd auf ihre »Friedensengel« wartete. Und wie es zu jedem Happy End gehört, bedankten sich erst mal alle bei allen: die beiden Entführten beim »italienischen Volk«, der islamischen Community in Italien und den vielen Vertretern der »arabischen Welt«, die sich für ihre Freilassung eingesetzt hatten; die NGO »Eine Brücke für …« bedankte sich »trotz allem, was uns politisch trennt«, bei der Regierung Berlusconi.

(Jungle World)

Mit jeder Zahlung von Lösegeld motiviert man die Terroristen zu weiteren Erpressungen.

Italien hatte in der 70er-Jahren eigentlich genug Erfahrungen gemacht, um diese Lektion zu lernen. Als Aldo Moro von den Roten Brigaden entführt worden war, forderte er seine Parteifreunde dazu auf, ebenfalls auf die Forderungen der Erpresser einzugehen, wie er es selbst zuvor – insbesondere bei palästinensischen Terroristen – selbst getan hatte.

Man kann seinen Kumpanen Cossiga und Andreotti zwar vieles vorwerfen.

Dass sie trotz der Notlage ihres Parteifreundes hart geblieben waren, um die Entführungs-Spirale endlich zu stoppen, war eine ihrer wenigen verantwortungsbewussten Taten als Politiker.

In Deutschland musste die Regierung bei der Entführung Schleyers die gleiche Situation durchstehen. Für Moros Ermordung wurden in Italien jedoch nicht die Täter verantwortlich gemacht.

Stattdessen wurde der Christdemokrat bzw. “Faschist” in weiterer Folge zu einer linken Ikone stilisiert, der von seinen rechten Parteigenossen aus dem Weg geräumt worden sei, um den “Historischen Kompromiss” zwischen Christdemokraten und Kommunisten zu verhindern.

Ausbeutung der Opferangehörigen

März 25, 2014

Absturztheorie erzürnt Opferangehörige

Die Nachricht der malaysischen Regierung, das vermisste Passagierflugzeug der Malaysia Airlines sei in den Indischen Ozean gestürzt, hat bei den Angehörigen Entsetzen und Wut ausgelöst. In einer Stellungnahmen bezeichneten die Familien die Regierung in Kuala Lumpur als „Mörder“ und warfen ihr vor, „die Wahrheit zu verschleiern, verheimlichen und vertuschen“. Bei einem Protestmarsch auf die malaysische Botschaft in Peking entlud sich am Dienstag die aufgestaute Wut.

(ORF)

Die Angehörigen verbrachten zwei Wochen in quälender Ungewissheit.

Nun wurde ihr Hoffen durch eine böse Nachricht beendet.

Es ist menschlich, nicht auf diejenigen wütend zu sein, die einem falsche Hoffnungen gemacht haben, sondern auf diejenigen, die sie zerstört haben.

Die kollektive Trauer und Wut macht Opferangehörige anfällig für Manipulationen.

Eine Verschwörung gegen die geliebten Angehörigen aufzudecken, ist befriedigender, als sich mit einem tragischen Unfall abzufinden.

Eine besonders starke Tradition hat die Instrumentalisierung von Opferangehörigen in Italien.

Bei der gerichtlichen Aufarbeitung des Ustica-Falles spielte der Angehörigen-Verband eine entscheidende Rolle.

Obwohl nach jahrzehntelangen Strafprozessen festgestellt worden war, dass es für die Raketentheorie keine Beweise gebe, gelang es den Opferangehörigen beim Zivilgericht ihre Ansicht durchzusetzen.

In der Regel?

März 16, 2014

So erhellend die Erkenntnisse der beiden letzten Tage sind, eine der großen Fragen in Bezug auf das Verschwinden von Flug MH370 wurde auch bei der Pressekonferenz am Sonntag nicht erörtert: Warum nämlich die Boeing 777-200 nach Abbruch des Funkkontakts umkehren, malaysisches Gebiet überfliegen und dabei vom Radar des Militärs erfasst werden konnte – und trotzdem nichts geschah.

Die gängige Reaktion nämlich auf das Eindringen eines nicht identifizierten Flugzeugs, wie es Flug MH370 nach Abschalten des Transponders und des ACARS war, ist massiv: In der Regel steigen binnen Minuten Kampfjets auf, um den Eindringling abzufangen.

(Spiegel)

Solche Ereignisse sind nun einmal nicht die Regel.

Selbst das Pentagon konnte trotz höchster Alarmbereitschaft nicht geschützt werden.

Dem Militär ein Fehlverhalten vorzuwerfen, ist natürlich immer das Leichteste.

Inkompetente Journalisten werden dann auf einmal zu großen Experten für Radar und Kampfjets.

Bleibt zu hoffen, dass Malaysias Luftwaffe nicht dasselbe Schicksal wie Italiens “Aeronautica Militare” erleidet.

Jahrzehntelang prozessierte Italiens Justiz gegen die Generäle der italienischen Luftwaffe, denen man vorwarf, einen angeblichen Nato-Luftkrieg verschleiert zu haben, der zum Absturz einer italienischen Passagier-Maschine über der Mittelmeerinsel Ustica geführt haben solle.

Zu Unrecht verarmte Schönheit?

Februar 5, 2014

Bella Italia glaubt endlich die geniale Lösung für ihre finanziellen Probleme gefunden zu haben:

Italien will von den internationalen Ratingagenturen Standard & Poor’s, Moody’s und Fitch eine Entschädigung von 234 Mrd. Euro für die Herabstufung des Rating im Jahr 2011 verlangen.

Der italienische Rechnungshof erklärte, dass die Ratingsagenturen bei dem Downgrade nicht den hohen Wert des historischen, kulturellen und künstlerischen Erbes Italiens berücksichtigt hätten, was eine Grundlage seiner wirtschaftlichen Kraft darstelle. Standard & Poor ́s bestätigte laut dem Blatt die Klage des Rechnungshofes erhalten zu haben.

Wie die Anleger die Kreditwürdigkeit eines Landes, das offenbar jeglichen Realitätssinn verloren hat, beurteilen werden, sei dahingestellt.

Opferinstrumentalisierung in der italienischen Justiz

Januar 31, 2014

Der Vergewaltiger und Mörder von Meredith Kercher war unmittelbar vor der Tat wegen mehreren Einbruchsdiebstählen – zweimal davon mit einem Messer bewaffnet – von der Polizei festgenommen worden, jedoch von der italienischen Justiz wieder freigelassen worden.

Wäre er in Untersuchungshaft gesessen, wie es sich für einen überführten bewaffneten Einbrecher gehört hätte, wäre es wohl gar nicht zum Fall Kercher gekommen.

Die Familie von Meredith Kercher müsste eigentlich eine Stinkwut auf die italienische Justiz haben.

Stattdessen scheint sie sich jedoch völlig mit der Sache der Staatsanwaltschaft identifiziert zu haben.

Man kann sich dies vielleicht damit erklären, dass die Familie das Gefühl hatte, die Staatsanwaltschaft habe sich für ihre Tochter außerordentlich engagiert, indem sie alles versucht hatte, um ein besonders perfides Mordkomplott aufzudecken.

Für das bedingungslose Engagement ist man dankbar, auch wenn es wohl kaum zur Aufklärung des Mordfalles beigetragen hatte.

Im Gegenteil:

Aufgrund der Verschwörungstheorie der Staatsanwaltschaft ist der Vergewaltiger und Mörder der Tochter auch noch mit einer äußerst milden Strafe davongekommen.

Gerade in Italien hat das Instrumentalisieren von Opferangehörigen eine lange Tradition.

In Italien gelang es linken Beamten nach ungeklärten Terroranschlägen die Angehörigen der Opfer politisch zu instrumentalisieren, indem sie den Eindruck vermittelten, dass sie als einzige auf Seiten der Opfer stünden, während die Täter von einer bösen, rechten Verschwörung geschützt wären.

Auch der Buback-Prozess, bei dem der Sohn eine staatliche Verschwörung nachzuweisen versuchte, wies ähnliche Mechanismen auf.


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