Archive for the ‘Naher und Mittlerer Osten’ Category

Wüster Prinz und edler Emir?

Oktober 8, 2018

Wenn in Deutschland ein totgprügelter oder totgestochener Körper gefunden wird, vergisst der Spiegel nie auf die „Mutmaßlichkeit“ eines „vermeintlichen“ Verbrechens hinzuweisen. Und regelmäßig entpuppten sich die mutmaßlichen Morde als Herzversagen oder Selbstmord.

Wenn hingegen in der Türkei ein saudischer Staatsbürger verschwindet, pfleift man auf den Konjunktiv. Bevor noch eine Leiche gefunden wird, hat man den Schuldigen im „wüsten Sohn“ gefunden:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/jamal-khashoggi-und-saudi-arabien-mohammed-bin-salman-ist-ein-gefaehrlicher-mann-a-1232133.html

Dies ist nicht der erste Artikel, in dem vom Spiegel Saudi-Bashing betrieben wird:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/heiko-maas-saudi-arabien-feiert-diplomatischen-sieg-ueber-deutschland-a-1230162.html

http://www.spiegel.de/politik/ausland/saudi-arabien-mohammed-bin-salman-duldet-keine-kritik-a-1221844.html

http://www.spiegel.de/politik/ausland/katar-trotzt-der-blockade-durch-saudi-arabien-a-1211213.html

Unsere Saudi-Barbaren sind zwar keine lupenreinen Demokraten. Das sind unsere anderen Verbündeten vom Golf und bei VW allerdings auch nicht. Katar ist genauso eine Diktatur wie Saudi-Arabien. Trotzdem sind die Spiegel-Artikel über den Emir in der Regel ausgesprochen wohlwollend:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/katar-will-in-deutschland-zehn-milliarden-euro-investieren-a-1227126.html

http://www.spiegel.de/politik/ausland/katar-wie-die-usa-tuerkei-und-grossbritannien-das-emirat-militaerisch-nutzen-a-1225292.html

http://www.spiegel.de/politik/ausland/katar-trotzt-der-blockade-durch-saudi-arabien-a-1211213.html

Katar ist den Saudis bei der Propaganda haushoch überlegen, da man sich nicht nur auf Al-Jazeera verlässt, sondern auch auf westliche Medien setzt, wie man an den Spiegel-Beiträgen beobachten kann.

In den USA ist vor allem die „traditionsreiche“ Washington Post zum Sprachrohr Katars und der Muslimbruderschaft verkommen.

Das mutmaßliche Mordopfer war als Journalist keine große Nummer. Seinen Posten bei der Washington Post bekam der alte Reisegefährte von Osama Bin Laden nicht als Journalist, sondern als Muslimbruder.

Das Bündnis der Katar-Herrscher mit der Muslimbruderschaft ist verlogener und für uns noch toxischer als das alte Bündnis zwischen Saudis und Wahabiten.

Ähnliches Foto

 

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Osmanische Fahnen für EU-Politiker

September 6, 2018

Selbst der Tagesschau ist diesmal einmal aufgefallen, dass zum deutschen Staatsbesuch nur türkische Fahnen aufgestellt waren:

Allerdings stellte Cavusoglu klar, dass die Türkei keine Bedingungen akzeptieren werde: „Bei der Normalisierung kann es keine Bedingungen und auch kein Feilschen geben“, sagte er nach dem Treffen mit Maas. Auch waren während eines Fototermins mit Erdogan und Maas keine deutschen Fahnen, sondern nur türkische Fahnen im Hintergrund drapiert.

Tatsächlich war dies auch bei allen Merkel-Besuchen in Erdogans Protzi-Palast nie anders:

Bildergebnis für merkel erdogan

Bildergebnis für merkel erdogan fahnen

Aber auch andere europäische Spitzenpolitiker wurden vom EU-Beitrittskandidaten ähnlich respektlos behandelt:

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Putin und andere Despoten werden vom EU-Beitrittskandidaten hingegen mit dem üblichen Respekt behandelt:

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Erdogan überlässt bei seinen Fahnen-Inszenierungen nichts dem Zufall. Die zweite türkische Fahne, die auf allen Bildern mit den Europäern statt der eigenen Landesfahne aufgestellt ist, hat stets das gleiche Wappen, das auch in der Mitte aller Bilder jeweils groß zu sehen ist. Dabei handelt es sich um eine Mischung aus dem Osmanischen Wappen (großer Stern) und der EU-Sterne rundherum:

Bildergebnis für osmanisches wappen

Ähnliches Foto

Erdogan behandelt europäische Staaten schon wie seine osmanischen Kolonien. Der EU will er beitreten, um sie zum Teil seines Osmanischen Reiches zu machen.

Warum lassen wir uns das von Erdogan bieten?

Weil blöde Europäer glauben, dass Erdogan für uns Millionen Syrer aufgenommen hätte.

Dabei hat Erdogan jene Millionen „Flüchtlinge“ nicht aufgenommen, sondern nach Europa geschleust. Wir zahlen Erdogan daher Milliarden für Flüchtlinge, die wir längst selbst versorgen.

Kein Wunder, dass der bauernschlaue Erdogan vor leichtgläubigen Tölpeln, die sich von ihm so leicht betrügen und ausnützen lassen, wenig Respekt hat.

Erdogan zockt mit UNO die EU ab

September 6, 2018

Hasnain Kazim lässt in einem Nebensatz die Katze aus dem Sack:

Die Debatte verlief wohltuend unaufgeregt, aber bemerkenswert oberflächlich. Mit keinem Wort wurde darauf eingegangen, dass in der syrischen Stadt Idlib eine Offensive der Truppen des syrischen Machthabers Baschar al-Assads möglicherweise eine neue Flucht von Millionen von Menschen auslösen wird – in Richtung Türkei und weiter nach Europa. Sollte es so weit kommen, wird die Türkei den Preis für ihre Politik deutlich erhöhen können.

(SPON)

Ja genau, Erdogan könnte den Preis für seine Politik dank einer drohenden Flüchtlingswelle deutlich erhöhen und das ist der Grund, warum der bankrotte Spieler Erdogan alles tut, um dieses Szenario an die Wand zu malen.

Dazu kolportiert die Türkei schon seit geraumer Zeit völlig überzogene Zahlen zu den in Idlib aufhältigen Zivilisten (2,9 Millionen), welche von den westlichen Medien völlig unkritisch übernommen werden. Da die Zahlen von der Türkei jedoch ständig erhöht werden (3,5 Millionen laut Außenminister Cavasoglu) können unsere Medien trotz ihres Wohlwollens bei den türkischen Aktualisierungen nicht ständig mithalten und sind etwas hinten nach.

Idlib wird von Al-Qaida-Terroristen beherrscht. Selbst wenn man davon ausgeht, dass keiner der ursprünglich 1,5 Millionen Einwohner von Idlib selbst vor Al-Qaida geflüchtet ist, müssten laut Türkei über 2 Millionen ausgerechnet in einem von Al-Qaida und anderen Jihadisten beherrschten Gebiet Syriens Schutz gesucht haben.

Wer ausgerechnet zu Al-Qaida zieht, wird wohl auch zu Al-Qaida (rund 15.000 Kämpfer) gehören. Selbst wenn man die Familien sehr großzügig schätzt, werden es kaum mehr als 150.000 sein.

Bestätigt werden die türkischen Zahlen von der UNO, welche die getürkten Zahlen deckt, weil sie dabei mitverdient.

Ähnlich wie die UNRWA, die mit einem Riesenapparat in einer Vielzahl arabischer Länder Generationen von arabischen „Flüchtlingen“ (auf Kosten der USA) versorgte, hat sich die UNO auch in der Türkei und im syrischen Grenzgebiet zur Türkei (auf Kosten der EU) zu einem florierenden Wirtschaftszweig (mit hauptsächlich türkischen Unternehmern und Angestellten) entwickelt.

 

Bildergebnis für turkey syrian refugees map

Daher hat die regionale UNO (zu 90% ein türkisches Unternehmen) wenig Interesse daran, Erdogans Zahlen nach unten zu korrigieren.

Weil die UNO bei naiven Europäern immer noch im Ruf steht, überstaatlich und daher unparteiisch zu sein, gibt sich die EU damit zufrieden, dass die türkischen Behauptungen von der türkischen UNO bestätigt werden, obwohl sie aufgrund ihrer wirtschaftlichen Interessen zu einer objektiven Kontrolle nicht geeignet sein kann.

Von den EU-Millarden ging der größte Teil an türkische Ministerien (ca. 1 Milliarde). Ein etwas kleinerer, aber immer noch enormer Anteil ging an die türkische UNO und andere mit dem türkischen Staat „ausgezeichnet kooperierende“ NGOs .

Relativ bescheiden nimmt sich dagegen die Finanzierung des Vorzeige-Projekts der EU aus. Mit der ESSN-Card wurden angeblich eine Million besonders bedürftiger Syrer mit regelmäßigen Geld-Überweisungen versorgt, wofür 300 Millionen zur Verfügung standen.

Kizilay kart is a debit card in which a monthly grant to refugees in Turkey.

Wenn man weiß, wie viele Identitäten ein Anis Amri in Deutschland annehmen konnte, kann man sich vorstellen, welche Möglichkeiten man in der Türkei mit so einem System hat, wo keine Fingerabdrücke abgenommen werden, und das Land auch schon vor der Flüchtlingskrise im Korruptions-Ranking weit oben rangierte.

Aber die EU lässt sich unter Führung der deutschen Herren-Gutmenschen lieber komplett von Erdogan über den Tisch ziehen, statt selbst ihre Außengrenzen (für einen Bruchteil des Geldes) zu schützen, wie es die bösen Ungarn, Italiener und Ösis einfordern.

Getürkte Zahlen

August 30, 2018

Der Uno-Syrienvermittler Staffan de Mistura vermutet in der Provinz etwa 10.000 Mitglieder der Terrororganisationen al-Nusra und al-Qaida.

Die Terroristen müssten zwar bekämpft und besiegt werden, aber nicht auf Kosten der 2,9 Millionen Zivilisten in der Provinz, mahnte de Mistura.

Al-Qaida beherrscht laut Berichten renomierter Medien den Großteil von Idlib.

Wie sollen 10.000 Mann ein Gebiet beherrschen, indem sich auch andere (von der Türkei und Katar) hochgerüstete Milizen (mit etwa 30.000 Mann) auch die türkische Armee (mit 3.000 Mann) aufhalten?

Wie soll so eine kleine Truppe dann auch noch 2,9 Millionen Zivilisten versorgen?

Warum wird die Zahl der Al-Qaida-Terroristen so untertrieben?

Warum wird die Zahl der in Al-Qaidas Herrschaftsgebiet Geflüchteten so übertrieben?

Die Zahlen werden getürkt, weil es den Interessen der Türkei dient.

Die Türkei will einen Angriff auf ihre Jihadisten in Idlib verhindern. Dafür soll die Zahl der Al-Qaida-Terroristen so niedrig wie möglich sein und die Zahl der gefährdeten Zivilisten soll so hoch wie möglich sein.

Falls das Maximalziel eines Nichtangriffs der Assad-Truppen nicht erreicht wird, kann sich die Türkei von der UNO bitten lassen, ihre Grenzen für die „Millionen Syrer“, welche angeblich von Assad bedroht werden, zu öffnen.

Wenn Bilder von Flüchtlings-Massen (dafür reichen ein paar tausend) an der türkischen Grenze veröffentlicht werden, kann man Europa vielleicht wieder einen moralischen Imperativ für eine neue Flüchtlingswelle aufschwatzen.

Damit könnte der bankrotte Spieler weitere Milliardenzahlungen für einen neuen Flüchtlings-Deal und die angebliche Versorgung zusätzlicher Millionen Syrer von Europa erpressen.

Beim türkischen Außenminister sind aus den angeblichen 2,9 Millionen bereits 3,5 Millionen Zivilisten in Idlib geworden:

“Where will some 3.5 million civilians go to?” Cavusoglu said on Friday.

(Reuters)

Die Türken wissen, dass ihre getürkten Zahlen nie von Europa hinterfragt werden, und man daher fast beliebig hoch bluffen kann.

Wird Mutti Erdogan retten?

August 13, 2018

Erdogan war es gewöhnt, westlichen Führern auf den Kopf zu scheißen. So konnte er es sich erlauben, deutsche Journalisten als Terroristen zu verhaften, um sie dann als Geiseln für seine politischen und finanziellen Forderungen auslösen zu lassen.

Erdogan durfte ohne negative Konsequenzen mit Hamas-Terroristen posieren, den türkischen Nazi-Gruß zeigen und sich gleichzeitig als Rassismus-Opfer aufspielen, während er Angehörige der eigenen kurdischen Minderheit rassistisch als Terroristen diffamierte und verfolgte.

Bildergebnis für erogan wolf

Dabei hätte eine deutsche Führung noch wesentlich mehr als Trump in der Hand gehabt, um Erdogan auf den Boden zu holen.

Deutschland zahlt jährlich Milliarden an Hartz IV Euros an türkische Staatsbürger. Die Schnittmenge von Erdogan-Wählern und deutschen Sozialhilfe-Empfängern dürfte es bei einer normalen deutschen Regierung eigentlich nicht geben, und der Diktatürk müsste den Sold für seine „Gläubigen“ selbst bezahlen.

Erdogan hat Europa auch nicht vor den Flüchtlingen gerettet, sondern er hat sie bis zur Schließung der Balkanroute zu uns geschleust (fast 2 Millionen von 2014 bis 2016).

Merkel hat den Schleuser zum Türsteher der EU ernannt. Für die Unterbringung von Millionen „Syrern“ (die schon längst zu uns weitergereist sind und daher von uns selbst versorgt werden) lässt Merkel die EU Milliarden an Schutzgeld an Erdogan überweisen, wobei Erdogan natürlich ständig mit einer neuen Flüchtlingskrise drohnen kann, solange die Tür offiziell von ihm bewacht wird.

Mutti und eine neue Flüchtlingskrise sind wohl auch die letzte Karte, die Erdogan jetzt noch ausspielen könnte. Wenn es gelingt, die Balkanroute aufzuweichen und eine neue Invasion in Gang zu bringen, kann er Mutti und die EU-Kuh noch einmal ordentlich melken und sich über die selbst verschuldete Währungskrise retten.

Die deutschen Medien stehen auf jeden Fall schon wieder bereit, um Mutti  wieder einen neuen moralischen Imperativ aufzuschatzen, mit dem Erdogan Europa wieder Millionen Flüchtlinge und sich selbst Milliarden Euros bescheren könnte:

Das nächste Ziel von Syriens Machthaber ist Idlib. Fällt der letzte Zufluchtsort für Baschar al-Assads Gegner, hat das Regime gesiegt – mit Folgen auch für Europa.

Das Problem ist: Syrerinnen und Syrer aus Idlib will keiner haben. Die Türkei nicht – sie hat schon 3,5 Millionen Syrer aufgenommen.

All diese Aktivisten fürchten sowohl das Regime als auch die Dschihadisten. Verschiedene Rebellengruppen bemühen sich inzwischen um eine Isolierung von HTS, um dem Terrorimage entgegenzuwirken. Doch diese Distanzierung von HTS wird Assads Vormarsch nicht aufhalten. Schließlich geht es dem syrischen Präsidenten nicht um den Kampf gegen dschihadistischen Terror – dieser ist ihm viel zu nützlich – sondern um die Auslöschung alles Illoyalen.

Aus Angst, deutsche Entwicklungsgelder könnten bei Al-Kaida-Anhängern landen, stoppte die Bundesregierung 2017 fast die gesamte Projekthilfe für Idlib. Warum Deutschland langjährige syrische Partner gegenüber Dschihadisten im Stich lässt, wenn man sie schon nicht vor den Bomben Assads schützen will, kann in Berlin keiner überzeugend erklären.

Drei Millionen Syrer stehen auf Fahndungslisten des Regimes, weil sie den Aufstand unterstützt haben, darunter viele Geflüchtete. Die meisten Syrer werden deshalb bis auf Weiteres in Deutschland und anderen EU-Ländern bleiben.

(Die Zeit)

Was geht die US-Botschaft in Israel Europas Medien und Politiker an?

Dezember 6, 2017

Die einhellige Empörung unserer Medien über Trumps Ankündigung, eine amerikanische Botschaft in die Hauptstadt eines verbündeten Landes zu verlegen, übertrifft sogar die übliche antiamerikanische Hetze von islamischen Medien wie Al-Jazeera, und auch die Äußerungen unserer Politiker stehen den Tiraden des Diktatürk kaum nach.

Seit wann dürfen souveräne Staaten nicht selbst entscheiden, wo sie ihre Botschaften in anderen souveränen Staaten errichten dürfen?

Unsere Medien scheinen sich der Sichtweise des islamischen Mobs völlig unterworfen zu haben, und beschwören förmlich den heiligen Zorn der islamischen Straße gegen den großen und den kleinen Satan.

Muslime waren jedoch auch schon furchtbar zornig, als es noch keine US-Botschaft in Jerusalem gab. Wegen Israel würden Muslime so oder so immer Stress machen, da es eine der ganz wenigen Sachen ist, bei denen man sich in der islamischen Welt einig sein kann (der Hass auf den Westen gehört auch dazu).

Abgesehen von Israel, den Rohingyas und der „Islamophobie“ des Westens (wo die eigenen Brüder komischerweise lieber Asyl suchen als in der eigenen islamischen Welt) gibt es trotz der gemeinsamen Religion mehr Trennendes (Sunniten gegen Schiiten, Muslimbrüder gegen Salafisten, Sultan gegen Scheich, Kalif gegen Emir,…) als Verbindendes.

Was Muslime von Gewalt-Exzessen wegen angeblicher Kränkungen abhält, sind nicht irgendwelche Zugeständnisse, sondern klare Zeichen der Stärke.

Putin hat es auch nicht geschadet, gegen den Willen der (sunnitischen) Mehrheit der islamischen Welt in Syrien für Assad einzugreifen. Der Diktatürk hat zwar kurzfristig getobt, hat sich jedoch bald mit den von Putin geschaffenen Fakten abgefunden. Genauso haben sich auch Katar und Saudi-Barbarien mit Putin als starken Mann arrangiert.

Es stachelt Muslime hingegen zu Gewalt an, wenn sie sehen, dass ihre Gewalt Eindruck macht und sich ihre Gegner der Gewalt bereitwillig unterwerfen.

Bildergebnis für knesset

Wer ist schuld an Idlibistan?

August 25, 2017

Al-Bajusch machte für die Entwicklung auch die USA beziehungsweise den Westen verantwortlich. „Die Machtübernahme von HTS geschah unter den Augen der internationalen Gemeinschaft“, klagt er. „Sie hat keinen Finger gerührt.“

Die Darstellung entspricht allerdings nicht den Tatsachen. Denn der Eroberung der Provinz vor zwei Jahren ging die Gründung des Rebellenbündnisses Jaysh al Fateh („Armee der Eroberer“) voraus, das bereits damals schon von Al-Kaida dominiert wurde. Die tatkräftig von der Türkei unterstützte Offensive der Dschihadisten war vor allem dank moderner US-Panzerabwehrraketen von Erfolg gekrönt.

(RT)

Für die Türken ist die USA an Al-Qaida in Idlib schuld, weil sie keinen Finger für die von der Türkei unterstützen Dschihadisten gerührt hätte.

Für die Russen ist die USA an Al-Qaida in Idlib schuld, weil sie dieselben Dschihadisten zu stark unterstützt hätte.

In den Schuldzuweisungen gegen die USA sind Russen und Türken zwar Brüder im Geiste. Mehr gemeinsame Interessen werden Putin und Erdogan allerdings kaum finden.

Erdogan würde zwar seine Dschihadisten in Idlib opfern, wenn ihm Putin dafür freie Hand gegen die Kurden ließe.

Putin ist jedoch auf Erdogan kaum mehr angewiesen und hat daher wenig Grund, für Erdogan einen offenen Konflikt gegen die einzigen echten Verbündeten der USA zu riskieren.

Dass in Idlib die schlimmsten Dschihadisten herrschen, ist für Assad und Putin gar nicht so schlecht, da sie so bei Angriffen aus Idlib freie Hand zum Niederbomben haben.

Erdogan kann sich mit Al-Qaida in Idlib seinen Euphrat-Schild hingegen in die Haare schmieren.

Erdogans Hassliebe zu Hitler

März 5, 2017

„Deutschland, du hast in keinster Weise ein Verhältnis zur Demokratie und du solltest wissen, dass deine derzeitigen Handlungen nichts anders sind als das, was in der Nazi-Zeit getan wurde“.

„Wenn ich will, komme ich morgen. Ich komme und wenn ihr mich nicht hereinlasst oder mich nicht sprechen lasst, dann werde ich einen Aufstand machen.“

(Erdogan, am 05.03.2017)

Seit wann findet Erdogan Nazis plötzlich schlecht?

Am 01.01.2016 hatte Erdogan Hitlers Präsidialsystem ausdrücklich gelobt:

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat das präsidentielle System Hitler-Deutschlands gelobt. Das Regime Adolf Hitlers sei beispielhaft „effizient“ gewesen, wurde Erdogan heute in türkischen Medien zitiert.

(ORF)

Hitlers Kampf gegen die Juden ist für Erdogan sowohl im Kampf gegen die kurdische Minderheit als auch gegen den Judenstaat das große Vorbild.

(Edogan mit dem Führer der Hamas, welche in ihrem Partei-Programm die Vernichtung des Judenstaates anstrebt)

Erdogans Drohung mit einem Aufstand in Deutschland ist ein echter Tabu-Bruch.

Es reicht daher nicht, Erdogan Wahlkampfauftritte zu verbieten. Es müssen auch seine „Soldaten“ des Landes verwiesen werden, bevor Erdogan mit ihnen seine Drohungen in die Realität umsetzen kann.

 

Die Lügen des Diktatürk

Februar 20, 2017

Wir lassen uns vom großen Diktatürk die größten Lügen auftischen:

a) bei den Asylzahlen – wir zahlen den Türken für 3,5 Millionen Syrer Milliarden Euro, obwohl die meisten von ihnen wohl längst in die EU weitergereist sind.

b) beim Krieg gegen den IS – dort verwendet die Türkei syrische Rebellen, die laut Türkei zur FSA gehören, aber nach wie vor mit dem IS-Finger posieren:

Das erklärt auch, warum Erdogan und seine syrischen Rebellen es noch immer nicht geschafft haben, ein paar Kuhdörfer vom IS einzunehmen.

Gegen die eigenen Leute kämpft man natürlich nicht besonders motiviert.

Barbaren brauchen Bastarde

Januar 16, 2017

Trump vertritt zum Irak-Krieg Thesen, die alle USA-Kritiker entzücken dürften:

Trump bezeichnete den Irak-Krieg als möglicherweise schlechteste Entscheidung in der Geschichte der USA. „Wir haben da etwas entfesselt – das war, wie Steine in ein Bienennest zu schmeißen“, sagte er. „Und nun ist es einer der größten Schlamassel aller Zeiten.“

(Tagesspiegel)

Wie fehlerfrei Trump auf Terroranschläge in der Dimension von 9/11 reagieren würde, werden wir hoffentlich nie erleben.

Dabei übersieht Trump auch, dass der Syrische Bürgerkrieg und die Ausbreitung des IS Schlamassel sind, die nicht in der Bush-Ära, sondern mitten in der Obama-Ära der amerikanischen Nichteinmischung entstanden waren.

Trotzdem halte auch ich die damalige Interventionspolitik im Irak für einen Fehler.

Bushs und Blairs Projekt eines demokratischen Vorzeige-Staates statt der üblichen Diktaturen war wohl viel zu ambitioniert. In der Region wird man leider wohl noch lange mit Bastards wie Assad oder den Saudi-Barbaren leben müssen.

Dass ausgerechnet viele Deutsche den Irak-Krieg als große moralische Verfehlung des Westens anprangerten, war angesichts der eigenen Erfahrungen mit der amerikanischen Befreiung von einer unmenschlichen Diktatur ungerecht.

Hätte es im Irak mit Demokratie und Freiheit wie in der BRD funktioniert, wäre es für die Iraker wohl nicht das Schlechteste gewesen, selbst wenn die USA dabei auch ihren eigenen “bösen” Profit herausgeschlagen hätten.

Auch wenn ich den Krieg nicht begonnen hätte, erhoffte ich daher stets einen Erfolg der westlichen Intervention (so wie ich jetzt auch hoffe, dass Putin gegen die Islamisten siegt).

Obwohl man hier viele Jahre (auch als Linker) mit Demokratie und Freiheit gut gelebt hatte, wünschten viele den Irakern und den USA von Anfang an alles Schlechte und waren schadenfroh über jeden toten amerikanischen Soldaten und jeden durch Terror getöteten irakischen Zivilisten, weil tote Zivilisten ebenfalls der USA als Malus angerechnet werden konnten.

Dass Trump, der selbst ein Lieblings-Feindbild deutscher Medien ist, bei BILD das alte Lieblings-Feindbild der deutschen Journaille anpatzt, spricht nicht für seinen Charakter.

Klar hätte man nach 9/11 schlauer vorgehen können als Bush. Die Taliban und Al-Qaida hätte man durch Vergeltungsschläge aus der Luft bestrafen können, ohne dabei einen einzigen amerikanischen Soldaten opfern zu müssen.

Statt Saddam abzusetzen, hätte man ihn wieder zum “eigenen Bastard” machen können (wie man es übrigens auch mit Gaddafi gemacht hatte) und die Bekämpfung der Dschihadisten-Monster an ihn auslagern können.

Vor 15 Jahren hatte man jedoch leider noch die idealistische Idee, dass auch Muslime trotz ihrer Diktaturen und Tyranneien wie die Deutschen oder die Japaner lieber in Demokratie und Freiheit leben wollen.

Heute weiß man, dass die Demokratie-Bemühungen ein Fehler waren, da Araber entweder durch barbarische, aber wenigstens säkulare Bastarde wie Saddams, Assads, Gaddafis in Schach gehalten werden müssen oder ihre noch schlimmere islamische Mullah-, Taliban-, IS-Barbarei errichten.

Allerdings müsste man dann auch so abgeklärt sein, barbarische Araber nicht in unsere demokratische freie Welt zu importieren, zumal wir hier (noch) keine Saddams haben, die dafür sorgen, dass ihre islamische Barbarei unter Kontrolle gehalten wird.

Trump sieht die Politik der Einmischung in barbarische Angelegenheiten als Fehler an, er betrachtet es jedoch konsequenterweise auch als Fehler, Barbaren ins eigene Land zu holen, wie es Merkel getan hat.

Wir Europäer sehen in Arabern zwar edle Wilde, die man nicht mit Demokratie behelligen darf. Gleichzeitig glauben wir jedoch, dass die islamische Massenzuwanderung für unsere eigene Demokratie eine tolle Bereicherung wäre.