Archive for the ‘Qualitätsjournalismus’ Category

Rechtsruck als Vorbote des linken Endsiegs?

März 30, 2012

Straches FPÖ liegt in aktuellen Umfragen in Führung.

Österreichs marxistischer Paradejournalist will sich jedoch weiterhin lieber mit der „verkommenen und unkultivierten Mitte“ auseinandersetzen:

Die Demokratie zu verteidigen, gilt es ebenso – wahrscheinlich jedoch weniger gegen einen Vormarsch der Rechten als gegen die Indolenz und Verkommenheit, gegen den haltlosen Opportunismus und die Unkultiviertheit der politischen Mitte.

http://www.profil.at/articles/1211/572/322325/georg-hoffmann-ostenhof-der-rechtsruck

Statt Vetreter der Mitte – wie den Sozialdemokraten Sarrazin, den Konservativen Sarkozy oder den Liberalen Wilders – ständig in die rechtsextreme Ecke zu stellen, sollte man lieber froh sein, dass in jenen Ländern im Gegensatz zu Österreich keine (in weiten Teilen) tatsächlich rechtsextreme Partei zu einem wesentlichen politischen Machtfaktor geworden ist.

Die „Gefahr von rechts“ wird von den linken Meinungsmachern jedoch nur solange beschworen, solange man damit der politischen Mitte ein schlechtes Gewissen einreden kann.

Sobald tatsächlich ein gefährlicher Rechtsruck droht, redet man sich ein, dass darauf als Gegenreaktion bald der ersehnte Linksruck folgen werde.

Darauf hatten schon die Genossen der KPD fest vertraut:

Auf dem 12. Parteitag der KPD im Juni 1929 polemisierte Thälmann gegen die deutsche Sozialdemokratie „als den aktivsten Vorkämpfer des deutschen Imperialismus und seiner Kriegspolitik gegen die Sowjetunion“.

Dagegen bezeichnete die KPD-Führung den Nationalsozialismus noch wenige Monate vor dessen Machtübernahme öffentlich als lediglich sekundäre Randerscheinung in der Endphase der kapitalistischen Entwicklung.

http://de.wikipedia.org/wiki/Kommunistische_Partei_Deutschlands

Immerhin hatten die deutschen Genossen nach 12 bitteren Jahren dann doch noch ihren Anteil abbekommen.

Die iranischen Genossen warten hingegen immer noch darauf, für ihre revolutionären Mühen entlohnt zu werden:

https://aron2201sperber.wordpress.com/2009/02/17/georg-hoffmann-ostenhof-und-die-demokratische-volksrevolution/

„Ideologische Gerechtigkeit“

März 28, 2012

Allein das zeigt, wie sehr die Tragödie Amerika inzwischen gespalten hat. Auf der einen Seite: Martins „Anhänger“ – meist Demokraten und Linke. Auf der anderen Seite: Zimmermans „Verteidiger“ – meist Republikaner und Rechte. Als sei Gerechtigkeit eine Frage der politischen Einstellung, eine Frage von rechts oder links.

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,824173,00.html

So als ob sich Marc Pitzke in seiner eigenen Berichterstattung aus diesem Spiel heraushalten würde…

Gestern: „Brandstifter“ – Heute: „Nutznießer“

März 21, 2012

Gestern wurde Sarkozy als geistiger „Brandstifter“ eines möglicherweise rechtsextremen Anschlags angeprangert.

Nachdem sich die Theorie des „Brandstifters“ heute nicht mehr aufrecht erhalten lässt, wird Sarkozy von demselben „Standard“-Journalisten zum „Nutznießer“ der Anschläge erklärt.

Hätte irgendein rechter Journalist die Unverschämtheit besessen, die norwegischen Sozialisten als Nutznießer des Breivik-Dramas oder den Grünen Cem Özdemir als Profiteur des NSU-Terrors darzustellen?

Gegen rechte Politiker dürfen sich linksextreme Schmierfinken jedoch alles herausnehmen.

Presseförderung für „Schall und Rauch“?

März 12, 2012

Der Forum-Meute bekam vom „Standard“ heute ein besonders feines Leckerli serviert:

http://derstandard.at/1331207124455/Immer-mehr-Zweifel-an-Einzeltaeter-Theorie

War es wirklich ein durchdrehender Einzeltäter, der im Süden Afghanistans bei einem Amoklauf 16 Zivilisten tötete? Oder war es in Wahrheit ein „Kill-Team“ der US-Spezialkräfte, das schlafende Kinder und Frauen massakrierte?

„Das ist viel Arbeit für einen einzelnen Schützen“, meinte der US-Kriegsreporter Michael Yon, in den 1980er-Jahren selbst bei den US-Spezialkräften. „Etwas an der Story ist sehr faul.“

Die Soldaten hätten gelacht, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters einen Nachbarn: „Sie waren alle betrunken und schossen wild um sich.“ Ein anderer Augenzeuge meinte: „Sie gossen Chemikalien über die Leichen und verbrannten sie.“ Ein Fotograf der Agentur AP berichtete Gleiches.

„Der Standard“ hat sich in seiner Berichterstattung endgültig seiner Forum-Meute angepasst und ist auf demselben Niveau eines „Schall und Rauch“-Blogs gelandet.

11 Millionen Euro Presseförderung wurden vom Steuerzahler bezahlt, um diese Form von Journalismus zu kultivieren:

http://www.oe24.at/oesterreich/politik/wolfgangfellner/Das-sagt-Oesterreich/58715720

Mors tua – vita mea

März 11, 2012

Für die Japaner, die durch den Tsunami 20.000 Menschen verloren haben, ist heute ein Trauertag.

Für die deutsche Anti-Atombewegung ist es hingegen ein Feiertag, da durch die deutsche Fukushima-Berichterstattung das Ende der deutschen Kernkraft eingeleitet werden konnte…

…auch wenn keiner der 20.000 Toten durch Strahlung ums Leben kam:

http://americanviewer.wordpress.com/2011/12/18/wie-viele-strahlentote-gab-es-in-fukushima-frau-maischberger/

Unsere Energie werden wir in Zukunft von Putins Demokratur und von den Atom-Mullahs beziehen.

Dieselben Medien, die uns dazu gebracht haben, unsere eigenen tatsächlich ungefährlichen Atomkraftwerke abzuschalten, verteidigen das Atomprogramm der Mullahs als „friedlich“.

Deutschland kauft dann vom Iran Gas, wodurch die Mullahs wiederum ihr Atomprogramm finanzieren können…

…wobei der Iran im Gegensatz zu Deutschland in einem gefährlichen Erdbebengebiet liegt, und der Iran im Gegensatz zu Deuschland auf Atomstrom absolut nicht angewiesen wäre.

Obwohl mir keine dämlichere und gefährlichere Form von „Globalisierung“ einfällt, glaube ich kaum, dass deswegen viele „Globalisierungsgegner“ auf die Straße gehen werden:

https://aron2201sperber.wordpress.com/2012/01/27/die-antiimperialistische-friedensbombe/

Was der Spiegel zu beachten hätte

März 6, 2012

…jedoch weiterhin nicht beachten wird, da der Spiegel der Spiegel ist:

Sicher ist aber auch, dass eine unparteiische Berichterstattung gewisse Unterschiede zwischen Israel und Iran zu beachten hat.

Dazu gehört erstens der Umstand, dass die Mullahs ihre Abenteuer der eigenen Bevölkerung diktatorisch aufzwingen, während sich Israels Regierung demokratisch legitimiert.

Dazu gehört zweitens die Tatsache, dass nicht Israel Iran, sondern dass die Islamische Republik Israel auslöschen will.

Drittens kann Teheran zur Begründung seines Israelhasses weder einen Territorialkonflikt noch ein Flüchtlingsproblem oder eine Sicherheitsgefährdung vorweisen. Die Sehnsucht der iranischen Machthaber, Israel zu vernichten, ist antisemitisch motiviert.

Viertens aber zeichnet sich der antisemitische Krieg durch eine Besonderheit aus: Er will nicht das Verhalten von Juden verändern oder ihnen Reichtümer und Ländereien wegnehmen, wie das in Kriegen sonst der Fall zu sein pflegt – er will sie vernichten.

http://www.matthiaskuentzel.de/contents/welches-problem-hat-der-spiegel-mit-israel

Über die Reihenfolge könnte man vielleicht streiten.

Nicht jedoch über die Inhalte.

„Manchmal richtige Verschwörungstheorien“

Februar 23, 2012

Über “Verschwörungstheorien, die auch wahr sein können”:

http://derstandard.at/1329870014306/Wissenschafter-Eine-Verschwoerungstheorie-kann-auch-wahr-sein

(more…)

„Der Fisch stinkt vom Kopfe her“

Februar 22, 2012

Gudrun Harrer, Außenressort-Chefin des „Standard“, verursacht mir mit ihren Verharmlosungen des politischen Islam regelmäßig schwere Übelkeit:

https://aron2201sperber.wordpress.com/2011/10/26/islamisten-ohne-lizenz-zur-islamisierung/

Jedes mal, wenn ich im Zusammenhang mit den iranischen Islamisten das Wort „Konservative“ lese, könnte ich kotzen:

http://derstandard.at/1329870043644/Parlamentswahlen-Richtungswahl-unter-Konservativen

Im „Standard“ und anderen „Qualitätsmedien“ werden demokratische israelische oder amerikanische Politiker, die rechts der Mitte stehen, stets als „Ultrakonservative“ oder „Erzkonservative“ betitelt, während iranische oder türkische Islamisten zu biederen CDUlern verniedlicht werden:

http://derstandard.at/1328507501849/Santorum-und-Romney-beschwoeren-ultrakonservative-Werte

„Politically Incorrect“ wird von den „Qualitätsmedien“ gerne vorgehalten, im Kommentarbereich ausländerfeindliche Hetze zu verbreiten.

Die Verantwortung für den Kommentarbereich sollte für ein „Qualitätsmedium“ umso mehr gelten.

Zumindest ein Teil der Standard-Redaktion dürfte sich allerdings mit den im Standard-Kommentarbereich geäußerten Meinungen durchaus identifizieren, da es gerade Pro-Mullah-Regime oder 9/11-Truther Postings besonders leicht durch die strenge Kommentar-Kontrolle schaffen.

Der Fisch fängt eben vom Kopf an zu stinken:

Politisch korrekte Nichtberichterstattung

Februar 20, 2012

Bregenz – Rund um ein Pop-Konzert im Bregenzer Festspielhaus ist es am Samstagabend zu mehreren Schlägereien zwischen Betrunkenen gekommen. Die tätlichen Auseinandersetzungen gingen so weit, dass der Veranstalter die Afterparty kurz nach Mitternacht abbrach. Nur durch einen Polizeieinsatz hätten gröbere Ausschreitungen verhindert werden können, teilte die Sicherheitsdirektion mit. Zwei Personen wurden verletzt.

Das Konzert auf der Werkstattbühne wurde von rund 3.000 Personen besucht. Zunächst entbrannte auf dem Vorplatz des Festspielhauses eine Schlägerei, bei der bereits die Polizei eingreifen musste. Als während der Afterparty sowohl im Festspielgebäude als auch erneut auf dem Vorplatz mehrere Auseinandersetzungen ausgetragen wurden, beendete der Veranstalter die Party.

Als die Leute das Festspielhaus verließen, kam es im Gedränge erneut zu Pöbeleien zwischen betrunkenen Konzertbesuchern. Durch das Eingreifen der Polizei wurde aber eine Eskalation der Situation verhindert. (APA)

Wieder so eine „Schlägerei zwischen Betrunkenen“?

https://aron2201sperber.wordpress.com/2012/01/30/eine-unislamische-tat/

Diese zusätzliche Information mussten sich die Leser selbst recherchieren:

Samstag, 18.02.2012

Beginn: 21:30 Uhr
 
Murat Boz, türkischer Popsänger geboren am 7. März 1980 in Zonguldak an der türkischen Schwarzmeerküste.
 

„Hitlers und Merkels Vabanquespiel“

Februar 10, 2012

Klein Augstein vergleicht Merkels Auftritt bei Sarkozy mit Hitlers „Vabanquespiel“:

Die deutsche Politik sollte für solche Spiele berüchtigt werden, von Friedrich über Bismarck zu Wilhelm und Hitler: Vabanque, es gilt die Bank, alles oder nichts. Merkel ist auch so eine Spielerin.

Die „Pastorentochter“ Merkel betreibe ein „gefährliches Eiferertum der Vernunft“:

Die Pastorentochter Merkel bleibt unbeirrt in ihrem Glauben: Schulden kommen von Schuld und verlangen nach Opfern. Dass solcher Schulden-Kapitalismus mehr mit Religion zu tun hat als mit Ökonomie, kommt im englischen Wort „redeem“ noch besser zur Geltung: Einlösen und erlösen. Merkel zeigt, dass auch Pragmatiker Fundamentalisten sein können und dass es ein gefährliches Eiferertum der Vernunft gibt. Merkel, so viel ist sicher, ist keine konservative Kanzlerin. Sie ist eine Radikale.

Sarkozy, der „Katholik mit jüdischen Wurzeln“, sei hingegen ein „nicht ernst zu nehmender Hans Rosenthal der französischen Politik“:

Ausgerechnet Sarkozy, ein Katholik mit jüdischen Wurzeln, ermöglicht den protestantischen Rigorismus der Pastorentochter aus der brandenburgischen Steppe. Ausgerechnet Sarkozy, über den sich die deutschen Zeitungen nicht genug in Spott ergehen konnten und gegenüber den das diplomatische Berlin beinahe alle Zurückhaltung fahren ließ. Sarkozy, das war mal die Botschaft vom Werderschen Markt, sei eine Art Hans Rosenthal der französischen Politik und ungefähr genauso ernst zu nehmen.

Mehr zu Augstein bei „American Viewer“:

http://americanviewer.wordpress.com/2012/01/28/show-me-some-ostrealo/


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