Archive for the ‘Uncategorized’ Category

Putin und die Prawda zu MH17

September 28, 2016

Versehentliche Abschüsse von Passagiermaschinen sind nicht nur den Russen passiert:

http://de.wikipedia.org/wiki/Korean-Air-Lines-Flug_007

http://de.wikipedia.org/wiki/Iran-Air-Flug_655

Die Fehler zugegeben haben jedoch immer nur die USA.

Putin hat voll die sowjetische Prawda-Mentalität übernommen.

Prawda

Bei einer russischen Untersuchung kann nie eine Wahrheit herauskommen, die politisch nicht opportun ist.

Solange es die Möglichkeit gibt, eine Sache zu leugnen und die Ermittlungen zu verschleiern, wird man es tun. Man rechtfertigt dies vor sich selbst, indem man seinen Gegnern unterstellt, sie würden in so einer Situation genauso handeln.

Wenn die USA ihre Urheberschaft zu 9/11 oder den Mord an JFK vertuscht hätten, dürfe das Russland auch bei MH17.

Im Westen ist die Schuldfrage umstritten, obwohl es aufgrund der Absturzstelle im Rebellengebiet und der Vorgeschichte (zwei abgeschossen ukranische Transportmaschinen) starke Hinweise auf einen Abschuss durch eine Flugabwehrrakete der Rebellen gab.

In Russland ist die Schuld der Gegenseite hingegen unumstritten. 99 % der Russen glauben fest daran, dass es die Ukraine und des Westen waren, egal welche Beweise vom Westen präsentiert werden. Das russische Volk ist mit der Prawda aufgewachsen und sie haben dazu ein ähnliches Verhältnis wie ihr Präsident.

Deutsche Putin-Fans halten die russischen Medien für die Wahrheit, weil sie dort ihre Ansichten bestätigt sehen. Dass ihre eigene Dissidenz von der Mainstream-Meinung in einem Putin-System nicht geduldet werden würde, übersehen die Putin-Fans.

 

Friedensmarsch in den Russenarsch

September 23, 2016

Gabriel ruft zu Protesten gegen USA und Russland auf

„Wo ist der Aufstand gegen den Krieg in Syrien?“ Nach SPIEGEL-Informationen überlegt SPD-Chef Sigmar Gabriel, ob nicht die eigene Parteizentrale Friedensdemos organisieren könnte.

(SPON)

Friedensmärsche gehören nur zur (früher von der DDR geförderten) Protest-Kultur der BRD, wenn sie gegen die USA gerichtet sind. Daran konnte auch der Zusammenbruch des Kommunismus nichts ändern.

Beim Kampf um Aleppo ist allerdings ohnehin Assad das geringere Übel – so wie es bei Stalingrad Stalin war.

Freilich hätte es für Syrien bessere Lösungen mit weniger Toten und weniger Flüchtlingen geben können. Die USA hätten als immer noch stärkste Militärmacht der Welt mit einem entschiedenen Einschreiten am Anfang des Konflikts vielleicht erfolgreich sein können.

Das hätte allerdings bedeutet, dass die Muslimbrüder bei demokratischen Wahlen in Syrien an die Macht gekommen wären. Gedankt hätten es die hochmütigen Muslimbrüder den USA wohl kaum – sowie auch die Schiiten im Irak antiwestlich eingestellt blieben.  Russland wäre wegen Assad noch beleidigter gewesen als bei Saddam – und Obama hätte die Friedens-Agenda seiner linken Wähler verraten.

Letztlich musste es daher so kommen, wie es kommen musste. Wenn man nicht bereit ist, den Undank der Welt auszuhalten, sollte man allerdings auch aufhören, hehre Ziele (wie die Durchsetzung einer Flugverbotszone) zu postulieren.

Stattdessen sollte man sich mit dem geringeren Übel (Assad und Putin) abfinden, um das wesentlich schlimmere Übel gemeinsam zu bekämpfen. Das sind in Syrien die Dschihadisten (nicht nur der IS) und der islamistische Sultan.

Erdogan ist bereit, seine Muslimbrüder in Aleppo zu opfern, um von Putin freie Hand für die Vernichtung der Kurden zu erhalten.

Putin ist leider skrupellos genug, um Erdogans Angebot anzunehmen, wenn ihm der Westen in Aleppo nicht entgegenkommt.

Obwohl Erdogan in den russischen Staats-Medien als IS-Unterstützer Nummer 1 dargestellt worden war, verbreitet man heute Erdogans Propaganda gegen die Kurden:

Die Hälfte der Waffen, die die USA vor drei Tagen an die syrischen Kurden geliefert haben, ist IS-Kämpfern in die Hände gefallen, wie der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan in New York mitteilte.

(Sputnik)

German Angst und Araberglauben

September 22, 2016

Wenn es um barbarische Invasionen geht, sind die Nachfahren der Germanen ziemlich tollkühn. Merkels Zaubertrank ist der Glauben an das eigene Schaffen.

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Wie die Gallier von Majestix haben Merkels Germanen jedoch auch gewisse Ängste:

Unten schlägt ihnen das Waldsterben aufs Gemüt und oben das Ozonloch. Und immer wieder Freihandelsabkommen, Gentechnik und Chemie; Kapitalismus, Turbokapitalismus und Neoliberalismus und weiße Männer im Allgemeinen und Donald Trump im Besonderen und Elektroschrott in Ghana und Handystrahlung daheim und Rindfleisch auf der ganzen Welt. Wie sollen sie das alles verkraften, ohne durchzudrehen? Neuerdings wollen die Ängstler den Menschen verbieten, Kinder zu bekommen, und der Erde wollen sie verbieten, wärmer zu werden. Eigentlich haben sie vor allem Angst, außer vor Moslems und Mutti.

Kurioserweise machen sich die German Ängstler gerne über die vermeintliche Angst der anderen lustig. Die fürchteten sich vor dem Islam und den Fremden und den Terroristen, lästern die Ängstler und können es angeblich gar nicht fassen, daß ausgerechnet jene am meisten Angst hätten, die überhaupt nicht in der Nachbarschaft von Moslems lebten.

Logisch ist das alles nicht. Müssen Mecklenburger, in deren Bundesland wenig Mohammedaner frömmeln, allen Ernstes die Ausbreitung einer hinterwäldlerischen Gewaltreligion begrüßen? Natürlich nicht. Man kann auch Antifaschist sein, ohne in Nazideutschland gelebt zu haben, und man muß nicht in der DDR großgeworden sein, um den Kommunismus abzulehnen.

Was die Ablehnung des Araberglaubens mit Angst zu tun hat? Wenig. Ich zum Beispiel habe überhaupt keine Angst vor dem Islam. Ich finde zwar, daß jeder nach seiner Fasson glücklich werden sollte, aber ich mag diese Religion nicht besonders. Ich mag keine Burkas, kein Alkoholverbot, kein Kopfabschneiden. Ich finde Auspeitschen nicht gut und Handabhacken und Kinderehen auch nicht. Ich möchte nicht fünfmal am Tag auf dem Boden herumrutschen und den Hintern in die Höhe strecken und einem Fabelwesen namens Allah huldigen.

(Thilo Thielke – Achse des Guten)

Asterix Comic Himmel

Der antikapitalistische Kapitalist

September 20, 2016

George Soros hat von der freien Marktwirtschaft profitiert. In den USA hatte er trotz seiner Herkunft als kleiner jüdischer Auswanderer aus Ungarn alle Chancen gehabt und diese auch genützt.

Daher läge der Gedanke nahe, dass er das System, das gut für ihn war, auch anderen zugute kommen lassen wollte:

Erstens habe ich Soros einst als netten, vertrauenswürdig wirkenden Menschen kennengelernt. Zweitens hatte ich anfangs geglaubt, er würde primär in Osteuropa antikommunistische, prowestliche, rechtsstaatliche und marktwirtschaftsorientierte Initiativen fördern (das Gegenteil hat sich jetzt als richtig herausgestellt).

(Andreas Unterberger)

Der Kapitalismus hat nicht den Anspruch, gut zu sein, auch wenn er in der Praxis viel Gutes schafft.

George Soros ist jedoch ein Kapitalist, der gut sein will. Er schafft damit in der Praxis viel Böses – genauso wie andere Ideologien, die behauptet hatten, die Welt verbessern zu wollen:

 

  • Soros hat viele Gruppen unterstützt, die sich einseitig als Klimapanikmacher engagiert haben.
  • Er hat viele Gruppen unterstützt, die von Griechenland bis Israel die illegale Migration fördern: Das gilt sowohl für Pro-Völkerwanderungsparteien wie auch für Gruppen, deren Aktivitäten sehr nahe an Schlepperei herankommen.
  • Er fördert in Osteuropa Initiativen, die gegen die jetzigen Regierungen arbeiten.
  • Er unterstützt „Occupy Wall Street“, eine linksradikale Gruppe, die mit auch rechtswidrigen Methoden antimarktwirtschaftliche Ziele verfolgt.
  • Er unterstützt viele Gruppen, die sich für Schwulenehe oder (derzeit nur in den USA) Unisex-Toiletten einsetzen.
  • Er unterstützt „Black Lives Matter“, eine Gruppe, die – durchaus erfolgreich – das Ansehen und die Motivation der bisher sehr angesehenen amerikanischen Polizei unterminiert hat, und die hinter einigen Polizistenmorden stecken dürfte.
  • Er ist besonders aktiv, wenn es darum geht, Israel als rassistisch und illegitim zu porträtieren.

Die Zusammenfassung aller so unterschiedlichen und vielfältigen Soros-Initiativen in der „Jerusalem Post“:

„Sie alle schwächen die Fähigkeiten nationaler und lokaler Behörden in westlichen Demokratien, die Gesetze und Werte ihrer Nationen und Gemeinschaften aufrechtzuerhalten. Sie alle wollen die freien Märkte behindern, gleichgültig ob es dabei um finanzielle oder ideologische oder politische oder wissenschaftliche geht. Sie geben dabei vor, im Namen von Demokratie, Menschenrechten, Wirtschaft, rassischer und sexueller Gerechtigkeit und anderen erhabenen Ausdrücken zu agieren. In anderen Worten: Ihr Ziel ist, die westlichen Demokratien zu unterminieren, es den Regierungen unmöglich zu machen, die Ordnung aufrechtzuerhalten, und es der jeweiligen Gesellschaft unmöglich zu machen, ihre eigene Identität und eigenen Werte zu bewahren.“

Muslimbrüder: integriert oder intrigant?

September 20, 2016

Muslimbrüder präsentieren sich als dezent verschleierte „gemäßigte“ Islamisten, die auch gerne den Demokratie-Zug benützen, um an ihre Ziele zu gelangen.

Statt wie die Salafisten ihrer Aufnahmegesellschaft gleich den Dschihad zu erklären, integrieren sich Muslimbrüder scheinbar in die westliche Demokratie.

Bildergebnis für erdogan zeichen muslimbrüder

(Erdogan mit dem Handzeichen der Muslimbruderschaft)

Auch Mohammed musste sich in seiner Anfangszeit in Mekka von seiner angenehmeren Seite zeigen. Hätte er sich gleich wie später in Medina benommen, wäre er wohl mit einem nassen Fetzen aus der Stadt gejagt worden. Solange man sich nicht in einer offenen kriegerischen Konfrontation wie Mohammed in Medina oder heute die Sunniten in Syrien befindet, bietet der gemäßigte Mekka-Modus den Muslimbrüdern wesentliche Vorteile.

Man kann in Mekka-Modus Bündnisse mit europäischen Linken schließen und deren sozialdemokratische Parteien problemlos unterwandern. Überhaupt ist der dezente Verschleierung viel besser geeignet, die Aufnahmegesellschaften nicht wie mit einer Burka gleich in Panik zu versetzen.

Muslimbrüder distanzieren sich zwar vom „unislamischen IS“, faktisch ergreifen sie jedoch stets Partei für ihre Brüder im Kampf-Modus, die nach der Narrative der Muslimbrüder immer das Opfer „westlicher Angriffe gegen Muslime“ seien. Genauso wird auch die Burka von den dezent verschleierten Schwestern stets verteidigt.

Trotz aller äußeren Unterschiede zwischen Muslimbrüdern und Salafisten gibt es nämlich nur einen Islam.

Egal wie lange Islamisten im gemäßigten Mekka-Modus bleiben, so endet der Koran immer in Medina. In der Türkei findet gerade der Übergang vom Mekka-Islam zum Medina-Islam statt, und auch in Ägypten wäre die Demokratie für die Muslimbrüder lediglich eine Station auf dem Weg zu einem islamischen Staat gewesen.

Islamoholiker

September 19, 2016

Die Fata Morgana von „Wir schaffen das“ zieht weiter Menschen an, die gar keine große Motivation haben, es selbst zu schaffen.

So schlecht die Migranten aus den islamischen Ländern für den europäischen Arbeitsmarkt qualifiziert sind, so gut harmonieren sie mit ihren kinderreichen Familien mit unserem Sozialstaat:

Familie

Würde man arbeitslosen Alkoholikern anbieten, in einem fremden Land unter Bezahlung eines vielfachen Einkommens ihr gewohntes Leben fortzusetzen, würden sie dieses Angebot ebenfalls gerne annehmen.

Ohne unmittelbare negative Konsequenzen würden Therapieangebote bei den importierten Alkoholikern wohl kaum auf großes Interesse stoßen. Die meisten Alkoholiker empfinden sich selbst nicht als krank und werden daher auch keinen Grund sehen, freiwillig ihren Lebensstil aufzugeben.

Obwohl die importierten Islamoholiker von unseren Transfer-Zahlungen leben, werden sie uns auf lange Sicht nicht dankbar sein, sondern sich von uns gedemütigt fühlen. Das gilt besonders für ihre Kinder, die erleben müssen, wie die eigenen Eltern ein würdeloses Schmarotzerdasein fristen müssen. Sie sind die ideale Beute für Seelenfänger, die ihnen durch den radikalen Islam die Wiedererlangung ihrer Würde versprechen.

Nazis von heute und Alternativen von gestern

September 18, 2016

Ich habe die „Identitären“ Nazis genannt. Man muss mit dem Wort vorsichtig sein. Es sind nicht alle, die eine andere Meinung haben, Nazis. Aber hier trifft es zu. Diese Leute predigen weder Eroberungskrieg noch Judenmord. Ihre Ideologie heißt „Ethnopluralismus“. Jedes Volk hat ein Recht auf seinen eigenen Raum – und soll da auch bitte bleiben.

(Jakob Augstein, 2016)

„Wir müssen eine weitere Zuwanderung aus fremden Kulturen unterbinden“. Als Mittel gegen die Überalterung komme Zuwanderung nicht in Frage. „Die Zuwanderung von Menschen aus dem Osten Anatoliens oder aus Schwarzafrika löst das Problem nicht, schaffte nur ein zusätzliches dickes Problem.“

(Helmut Schmidt, 2005)

Manche unserer Gegner können es sich nicht verkneifen, uns in der Zuwanderungsdiskussion in die rechtsextreme Ecke zu rücken, nur weil wir im Zusammenhang mit der Zuwanderung auf die Gefahr von Parallelgesellschaften aufmerksam machen. Das, liebe Freunde, ist der Gipfel der Verlogenheit, und eine solche Scheinheiligkeit wird vor den Menschen wir ein Kartenhaus in sich zusammenbrechen. Deshalb werden wir auch weiter eine geregelte Steuerung und Begrenzung von Zuwanderung fordern.

(Angela Merkel, 2003)

Rundfunk bleibt Rotfunk

September 17, 2016

Werner Reichel hat wieder einmal einen sehr bissigen und sehr treffenden Beitrag über den österreichischen Rotfunk verfasst:

Ein guter Tag für den Rotfunk

Armin Wolf kommentiert via Twitter die Bestellung der neuen ORF-Direktoren:

Die ÖVP „beansprucht“ im ORF die Kompetenzen für Personal? (…)  Die Septemberhitze ist offenbar doch ein Problem.“ 

Huch, die ÖVP! Sobald ein Posten im Staatsfunk mit einem Halb- oder Nichtlinken besetzt werden könnte, bekommt Wolf offenbar Hitzewallungen. Unabhängigkeit bedeutet für ihn und seine Genossen die linke Vorherrschaft in den Chefetagen und Redaktionen der staatlichen Rundfunkanstalt. Die Bewohner und Hüter dieser linken Meinungswüste reagieren auf jedes noch so kleine bürgerliche oder konservative Pflänzchen allergisch, was zu kuriosen und verwirrten Äußerungen führen kann:

„Jeden Tag beweisen ORF-JournalistInnen mit ihrer Arbeit ihre Unabhängigkeit. Aber diese Kuhhändel an der Spitze ruinieren das Image“, zwitschert Wolf. Humor hat er zumindest. Der ORF steht ungefähr so für Unabhängigkeit und ausgewogene Berichterstattung, wie C&A für Haute Couture oder Möbelix für elegantes Design. Wirklich niemand in Österreich – außer vielleicht die von ihrem volkspädagogischen Auftrag beseelten ORF-Journalisten – glaubt ernsthaft, dass der Staatsfunk mit Ausnahme der Wettervorschau ausgewogen und neutral berichtet.

Schuld am grottigen ORF-Image sind nicht die mutigen und stets um Objektivität bemühten Journalisten á la Wolf, nein:

Diese politische Feilscherei rund um dieses großartige Unternehmen ist derart unwürdig, dass man alle fünf Jahre verzweifeln möchte.“

Alle fünf Jahre könnte eventuell ein Nichtlinker ins ORF-Direktorium gewählt werden. Es ist zum Verzweifeln. Und was in Österreich schon alles als „Unternehmen“ durchgeht. Aber okay, auch Bundeskanzler Christian Kern gilt ja beim ORF als Mann der „Wirtschaft“.

Doch die Aufregung bei Wolf hat sich schnell wieder gelegt. Die Befürchtung, ein bürgerlicher Fremdkörper könnte die linke Harmonie im ORF stören, hat sich als unbegründet erwiesen. Die SPÖ hat bei den politischen Feilschereien wie so oft die ÖVP über den Tisch gezogen. Das ORF-Direktorium ist sogar noch weiter nach links gerückt, die „Unabhängigkeit“ bleibt damit gewahrt.

Die Werktätigen in der Rundfunk-Kolchose können aufatmen. „Doch kein so übler Tag für den ORF“, schreibt Wolf zufrieden. Jetzt kann er trotz spätsommerlicher Hitze wieder beruhigt schlafen. Im Gegensatz zu den düpierten ÖVP-Leuten. Einige von ihnen sinnen nun auf Rache. Sie wollen den Rotfunk auf einen einzigen öffentlich-rechtlichen Kanal zusammenschrumpfen und die Rundfunkgebühren senken. Auch wenn das Motiv fragwürdig ist, die Idee ist ausgezeichnet. Im digitalen Zeitalter braucht außer Sozialisten und Gutmenschen ohnehin niemand mehr solche ideologisch kontaminierten Rundfunkdinosaurier. Aber wie so oft wird es bei der ÖVP bei einer Ankündigung bleiben.

(Werner Reichel – ORF-Watch)

Ohne Daʿwa kein IS

September 16, 2016

Ausgerechnet diejenigen, die dem Westen mangelnden Realismus im Umgang mit arabischen Despoten wie Saddam oder Assad vorhalten, spielen bei den Saudi-Barbaren die Moralaposteln.

Besonders gerne werden unsere Waffenverkäufe an die Saudi-Barbaren angeprangert, so als ob der IS oder andere Dschihadisten mit deutschen Panzern herumfahren würden.

Was man hingegen viel zu wenig anprangert, ist die saudische Finanzierung von Daʿwa, ein Hobby, das die Saudis den Wahabiten zugestehen, damit sie im eigenen Land Ruhe geben und stattdessen andere Länder terrorisieren:

Heiliger Sankt Florian / Verschon‘ mein Haus / Zünd‘ andre an!

Das ist zwar mies von den Saudis, wir sind allerdings selbst schuld, wenn wir dem Treiben der Salafisten im Namen der Religionsfreiheit tatenlos zusehen.

Es läge an uns, Burkaverbote und andere Maßnahmen gegen die Salafisten zu erlassen.

Wer den IS in Syrien bekämpfen will, sollte damit zuerst vor der eigenen Haustüre beginnen.

Dabei ist es nicht einmal die Saudische Regierung, die sich für die Burka in Europa stark macht, sondern es sind die europäischen Progressiven, die Reaktionäre nicht erkennen können, wenn sie nicht weiß und christlich sind.

Neben unseren eigenen Linken setzen sich aber auch die schein-gemäßigten Islamisten von der Muslimbruderschaft stets für die Burka ein, weil sie die bösen Burka-Salafisten brauchen, um Europa als „die guten Muslime“ islamisieren zu können.

Es ist natürlich auch mies von den Saudi-Barbaren, keine Flüchtlinge aus der arabischen Welt aufzunehmen.

Trotzdem hatte Riad Merkel keinen Befehl zur Aufnahme von Millionen Moslems erteilt.

Nicht Riad, sondern Merkel und Mekka sind das Problem:

„Oh Allah, schenke Sieg, Ehre und Macht unsere Brüdern den Dschihadisten im Jemen, in Syrien, im Irak, auf der ganzen Welt. Laß sie triumphieren über die verräterischen Juden, die bösartigen Christen und die unzuverlässigen Heuchler.“

(Abdurrahman ibn Abdulaziz as-Sudais, Imam der heiligen Moschee von Mekka, 2015)

Da der Islam im säkularen Europa jedoch heilig ist und „zu Deutschland gehört“, darf immer nur Riad und nie das heilige Mekka kritisiert werden.

Enteignet Augstein

September 15, 2016

Wenn man einen Heuchler wie Augstein als „Heuchler“ bezeichnet, wird man schnell zum „Hitler“:

Da rief ein Mann im Saal „Heuchler“, und plötzlich skandierte ein Chor immer wieder dieses Wort: „Heuchler.“

Zwei Reihen im Publikum erhoben sich, Schilder wurden gereckt, Fäuste geballt, Parolen gebrüllt. Aber das waren lauter nett aussehende, adrette junge Leute. Sie hielten ordentlich ihre Schilder. Sie brüllten ordentlich. Und als man sie des Saales verwies, gingen sie ordentlich davon. Darf ich vorstellen: die „Identitäre Bewegung“, unsere neuen Nazis.

(Jakob Augstein – SPON)

Die neuen Nazis ließen sich also ordentlich des Saales verweisen, ohne ihren politischen Gegnern gleich die Gesichter zu brechen.

Erdige linke Nazis halten sich hingegen an die traditionellen braunen Methoden:

Der rheinland-pfälzische AfD-Fraktionschef Uwe Junge muss nach einem Angriff vor rund zwei Wochen am Gesicht operiert werden. Eine Jochbeinfraktur sei erst bei einer zweiten Untersuchung im Bundeswehrzentralkrankenhaus in Koblenz festgestellt worden.

Laut Polizei schlug ihm ein Angreifer mit der Faust ins Gesicht und trat nach ihm. Junge erlitt je ein Hämatom (Bluterguss) unter einem Auge und an einem Schienbein.

(Focus)

Augstein fühlt sich als verfolgtes Opfer, weil seine Medienmacht in einem Essay kritisiert worden war und seine Radio-Sendung durch einen friedlichen Protest gestört worden war.

Margot Käßmann und ich selbst waren nicht durch Zufall das Ziel der Aktion.

Am Ende aber läuft es schlicht auf die Ausschaltung des Gegners hinaus – vor allem die Ausschaltung der unabhängigen Medien.

Wie war das noch schnell bei Springer?

Nachdem der Versuch, die Redaktionen im Hochhaus zu stürmen, gescheitert ist, beginnen Demonstranten, Steine auf die gläserne Fassade der Eingangshalle sowie die Fenster der unteren Stockwerke zu werfen. Schnell sind die stabilen Scheiben zertrümmert. Einige Dutzend Demonstranten schmeißen mit den Pflastersteinen, andere reichen ihnen weitere „Munition“ zu.

Während an der Eingangshalle das Glas splittert und die Springer-Angestellten hinter Gästesesseln Schutz suchen, verlagert sich das Interesse der Demonstranten auf die andere Seite des großen Verlagsgebäudes: die Druckerei. Heute darf keine Springer-Zeitung ausgeliefert werden, lautet die Parole, die nun von Mund zu Mund weiter gegeben wird. Michael Müller sieht, wie ein Demonstrant mit wutverzerrtem Gesicht eine Fensterscheibe im Druckereigebäude eintritt; wenig später fliegen Steine und brennende Fackeln hinein. Mehrfach müssen Drucker in dieser Nacht mit Feuerlöschern verhindern, dass die gewaltigen Papierrollen, die hier liegen, in Flammen aufgehen. Eine Brandfackel fliegt in einen offenen Behälter mit petroleumgetränkten Putzlappen. Geistesgegenwärtig greift ein Arbeiter sofort ein – und verhindert damit eine verheerende Explosion.

(Die Welt)

 

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