Familie ins Sozialsystem nachgeholt

Die 14-Jährige durfte keine Freundschaften pflegen und nur in Begleitung der Eltern oder ihrer Geschwister nach draußen. Sie wurde gezwungen, ein Kopftuch zu tragen. Und sie wehrte sich gegen eine vom Vater bereits beschlossene Zwangsheirat im Ausland. War das ihr Todesurteil?

Die Geschichte der Familie: Sie stammt aus Afghanistan, der Vater verließ 2009 seine Heimat, „weil ich dort gefährliche politische Feinde hatte“. Herr S., was war früher Ihr Beruf? „Taxifahrer.“ Arbeitet er hier? „Ja, ganz am Anfang, sechs Monate in einem Hotel, als Tellerwäscher. Dann wurde ich schwer krank. In meinen Ohren ist dauernd ein Rauschen und mein Kopf tut weh.“ 2013 gelang dem Mann  offiziell gilt er in Österreich als „schutzbedürftig“ , seine Frau und seine sieben Kinder zu sich zu holen.

(Kronen Zeitung)

Einheimische und legale Migranten müssen für  Familienangehörige, die sie nachholen wollen, ein ausreichendes Familieneinkommen nachweisen (damit eine Zuwanderung ins Sozialsystem verhindert wird).

Bei Asylanten würde es jedoch gegen das „Recht auf Familienleben“ (Art. 8 EMRK) verstoßen, solche herzlosen Hürden für den Familiennachzug aufzustellen, weswegen der in Afghanistan „politisch verfolgte“ Taxi-Fahrer  seine Familie nachholen durfte (vermutlich aus Pakistan, wo auch der afghanische Taxifahrer wahrscheinlich schon lange ungefährdet gelebt hatte) .

Das Recht auf Familienleben von Asylanten wird nach geltender Rechtslage gleichheitswidrig höher gestellt als das Familienleben von Österreichern, EU-Bürgern und anderen legalen Migranten, bei denen die verlangte Erfüllung der Voraussetzungen für die Familienzusammenführung eben keinen Eingriff in die EMRK darstellt.

So schlecht die Migranten aus den Asyl-Ländern für den europäischen Arbeitsmarkt qualifiziert sind, so gut harmonieren sie mit ihren kinderreichen Familien mit unserem Wohlfahrtsstaat.

Die Leistungen sind vor allem deshalb so grotesk hoch, weil neben der staatlichen Mindestsicherung auch weitere Leistungen wie die Familienbeihilfe und das Pflegegeld zusätzlich ausbezahlt werden.

Obwohl diese Familien von unseren üppigen Transfer-Zahlungen leben, werden sie uns nicht dankbar sein, sondern sich von uns gedemütigt fühlen.

Das gilt besonders für die Kinder, die erleben müssen, wie die eigenen Eltern ein würdeloses Schmarotzerdasein fristen müssen.

Den Verlust ihrer Würde kompensieren insbesondere junge Männer durch einen besonders radikalen Islam und einen übersteigerten Ehrbegriff, der zu Ehrenmorden führt.

Dieses Überwachungsfoto zeigt Bakhti und Hikmatullah H. kurz vor dem Mord in einer U-Bahn-Station. (Bild: Andi Schiel)


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