Todenhöfers gewählte Führer

Juni 3, 2015

Hoden

Liebe Freunde, ich kann den Protest der jungen Ägypterin von heute verstehen. Es gibt nur einen demokratisch korrekt gewählten ägyptischen Präsidenten.

Al Sisi verriet die Revolution, die die Diktatur beenden wollte. Al Sisi verriet Gaza. In Rafah sperrte er das letzte Mauseloch zur Freiheit zu. Er ist ein schlimmer Feind Palästinas.

Die Revolution aber wird weitergehen. Muslimbrüder und echte Demokraten lassen sich durch solche Rückschläge nicht unterkriegen. Die USA werden eines Tages feststellen, dass man zwar manche ägyptische Präsidenten kaufen kann, aber nicht das ägyptische Volk. Alles Gute, liebe Ägypter!

Euer JT

Töter

Nichts als die Prawda

Juni 2, 2015

Offenbar ist die Abschuss-These, die bei Putins deutschen Fans am beliebtesten war, nicht mehr haltbar.

Statt des ukrainischen Jets war es jetzt eben eine ukrainische BUK-Rakete:

Auf der heutigen Pressekonferenz des BUK-Herstellers Almaz-Antey, hat dieser bekannt gegeben, dass ihren Recherchen und Analysen zu Folge eine BUK-Rakete vom Typ 9M38-M1 den Flug MH17 zum Absturz brachte. Der BUK-Hersteller betonte, dass dieser Typ nicht vom russischen Militär genutzt wird, jedoch noch immer von der ukrainischen Armee.

(RT Deutsch)

Ein Glück, dass Putin so flexible technische Experten bei der Hand hat, die ihm von der Jet-These bis zur BUK-Rakete sofort stets unumstößlich versichern können, wer es war.

Noch besser als seine technischen Experten sind nur seine Journalisten:

Welche Frage haben russische Journalisten zu stellen, wenn russische Experten beim Manipulieren von Satelliten-Fotos erwischt werden?

MH17-Absturz: Wo bleiben US-Satellitenfotos?

Die eigenen unmanipulierten Satellitenfotos eignen sich offenbar nicht besonders, um die eigene Prawda zu stützen.

Prawda

Wie der IS Assad verhübscht

Juni 1, 2015

Follath sondert im Spiegel wieder seinen üblichen Fallout (© Broder) ab:

Du bist ein Muslim. Das ist schlecht, ganz schlecht. Uns in Europa hat ohnehin die Mitleids-Müdigkeit gepackt, dieses ewige Drama im Mittelmeer, schon da mag man ja gar nicht mehr hinschauen. Dabei gehören die Menschen, die da aus dem Nahen Osten fliehen, noch zu unserem sogenannten christlich-jüdischen Kulturkreis, wenigstens am Rande. Aber Muslime sind verdächtig, potenzielle Terroristen. Als Opfer nicht vorgesehen. Und der Golf von Bengalen, wo ihr mit euren Schiffen herumdümpelt, der ist dann doch ziemlich weit weg.

Es ist ja auch nicht so, dass sich eure Landsleute um euch kümmern. Die Regierung von Burma, auf deren Staatsgebiet deine Eltern gelebt haben, betrachtet euch als Fremdkörper und gibt euch nicht einmal Papiere – ihr gehört alle nach Bangladesch, behauptet sie. Sie verfolgen euch, treiben euch aufs Meer hinaus. Ob denn keiner die Mächtigen von Burma dazu bringen könnte, ihre unmenschliche Politik zu korrigieren, haben manche deiner Rohingya-Verwandten gefragt. Doch, könnten wir in den USA und Westeuropa schon. Aber gerade weil sich diese Regierung dem Westen angenähert hat, weil sie Wahlen veranstaltet und sich von Pekings Expansionsbestrebungen distanziert, wollen wir das nicht.

(Spiegel)

Follath himmelt zwar die aufstrebenden BRIC-Staaten an und verachtet Burmas Annäherung an den Westen.

Für die Aufnahme von Muslimen soll natürlich trotzdem der niedergehende Westen zuständig sein.

Muslime stellen zwar die mit Abstand größte Gruppe unter den Asylwerbern in Europa dar.

In den allermeisten Fällen sind jene Muslime vor innerislamischen Konflikten auf der Flucht.

Die von Nicht-Muslimen verfolgte Minderheit aus Burma sind die absolute Ausnahme, die jedoch von Follath zur Regel erklärt wird.

Der Islam macht zwar auch Muslime zu Opfern, er sorgt jedoch damit gleichzeitig für seine ständige Weiterverbreitung.

Muslime flüchten am liebsten in den Westen, der Islam wird jedoch in die Aufnahmeländer mitgenommen, denn schuld an allen islamischen Konflikten ist natürlich nie der Islam, sondern immer der Westen.

Wenn es darum geht, den Westen für den IS verantwortlich zu machen, sind Linksradikale, Rechtsradikale und Islamisten einer Meinung.

Linksradikale (wie Follath) machen den Westen für den IS verantwortlich, um Asyl für alle einzufordern.

Rechtsradikale (wie Jürgen Elsässer) machen den Westen verantwortlich, um Asyl für alle abzulehnen, da man sich selbst nicht zum Westen zählt.

Islamisten nützt dies natürlich am meisten, da man durch den IS die eigene Ideologie in den Westen einschleppen kann.

Neben dem IS schauen alle anderen Islamisten gemäßigt aus – und von Assad bis zu den Muslimbrüdern muss man unsere erklärten Feinde auch noch als geringeres Übel ansehen.

Tatsächlich ist jedoch gerade bei der eingewanderten islamischen Jugend die unmäßige IS-Variante besonders populär, auch wenn sie laut unseren Islam-Verstehern nichts mit dem Islam zu tun haben soll.

Islam braucht keine Aufklärung

Mai 31, 2015

Terror-Chef Al-Bagdadi hat Muslime aller Welt zu den Waffen gerufen. Nicht nur der gesunde Menschenverstand hält davon ab, ihm zu folgen, sondern auch islamische Quellen.

Die “Scharia” will, dass Muslime nicht lügen, nicht stehlen, gütig gegenüber der gesamten Schöpfung sind, dass sie keine Unruhe stiften, niemanden diskriminieren.

Der Islam braucht auch keine Aufklärung. Das ist nichts weiter als ein uraltes Ressentiment eines sich selbst überhöhenden Westens.

(Tahir Chaudry – Die Zeit)

Tahir Chaudry

Ankara will Jerusalem erobern

Mai 31, 2015

»Die Al-Aqsa-Moschee [der Tempelberg] ist auf ewig unser – und Allah ist mein Zeuge und die Geschichte wird zeigen, dass sie auf ewig unser sein wird.«

Türkei

Nachdem er geschworen hatte, Jerusalem zurückzuerobern, wenn er gewählt werde, betonte Davutoğlu, sein Land könne »kein Freund oder Verbündeter derjenigen sein, die die Al-Aqsa-Moschee mit ihren Stiefeln entweihen« und bezog sich dabei auf Israelis, die Demonstrationen verhindern mussten. Damit beschuldigt Davutoğlu Israel, den Tempelberg zu entweihen, denn dem Islam zufolge begeht jeder, der heiligen Boden anders als barfuss betritt, eine Abscheulichkeit.

(Audiatur-Online)

Der Kampf gegen Israel ist so ziemlich das einzige, worauf sich Islamisten einigen können.

Ohne Israel müsste man sich eingestehen, dass Muslime heute in erster Linie von anderen Muslimen im Namen des Islam tyrannisiert werden.

Obwohl die Türkei einen Wirtschafts-Boom erlebt, und die Golfstaaten in Petro-Dollars schwimmen, bevorzugen es Muslime trotz aller beklagten “Islamophobie”, sich in Europa humanitär versorgen zu lassen.

Solidarisch ist man in der islamischen Welt nur beim Antizionismus und bei der Verbreitung der islamistischen Ideologie.

Nur im Dialüg mit dem Westen verurteilt man den Antisemitismus, der “genauso schlimm wie die Islamophobie” sei.

Als “Juden von heute” getarnt, verbreitet man die eigene antisemitische Ideologie nach Europa.

Wurde Springer doch noch enteignet?

Mai 28, 2015

Ein Geheimdienstbericht zur Lage in Syrien aus 2012, der die Situation treffend analysiert und eindringlich vor den Gefahren durch die Djihadisten für den Irak warnt, wird von Todenhöfer als “DAS WOLLTEN DIE AMIS GENAU SO” interpretiert.

Leider folgen nicht nur notorische Antiamerikaner wie Todenhöfer jener Interpretation, sondern auch scheinbar seriöse Medien wie “Die Welt” übernehmen die Lesart des “britischen Enthüllungsjournalisten” Nafeez Ahmed, offenbar ohne den Bericht (der gerademal 7 Seiten umfasst) selbst gelesen zu haben:

Nahmen die USA den IS-Aufstieg billigend in Kauf?

Wurde Springer am Ende doch noch enteignet?

Dass die Regierung Obama trotz klarer Hinweise auf die Entstehung eines Djihadisten-Staates nicht stärker die säkularen Kräfte der FSA unterstützt hat, ist tatsächlich ein Skandal. Doch gerade Todenhöfer hätte sich wohl am meisten über die (notwendige) Einmischung beklagt.

Todenhöfers IS-Triumph

Mai 25, 2015

Todenhöfer verfällt in sein Hoden-tötendes Triumphgeheul gegen die USA, weil der IS (der mit dem Islam natürlich nix zu tun hat) endlich wieder auf dem Vormarsch ist:

Liebe Freunde, vor Wochen behaupteten die USA, mit dem IS gehe es bergab. Er habe 25% seiner Gebiete verloren. Ich habe vor dieser gefährlichen Lüge gewarnt. Jetzt hat der IS Ramadi, Palmyra sowie die größte irakische Öl-Raffinerie Baidschi überrannt. Die strategische Stadt Al Baghdadi ist umzingelt. Lügt die US-Führung oder ist sie ahnungslos? Oder beides?

(Jürgen Todenhöfer, 24.05.2015)

Erst behauptete der selbsternannte “Irak-Kenner”, dass der Irak gar nicht vom IS überrannt worden sei, sondern von einer “säkularen Koalition” namens “FNPI”:

Herr Todenhöfer, Bagdad bereitet sich auf den Angriff der Dschihadisten vor, heißt es. Wer steckt hinter diesem völlig überraschenden Vormarsch?

Eine Fehleinschätzung von Politikern und Medien, die den Irak nicht kennen. Die Terrororganisation Isis spielt nur scheinbar die alles überragende Rolle. Der Aufstand wird in Wirklichkeit überwiegend vom FNPI getragen, dem „Nationalen, Panarabischen und Islamischen Widerstand“ des Irak. Das ist eine säkulare Koalition mehrerer Gruppen, die schon mit großem Erfolg gegen die US-Armee gekämpft haben. Dieser irakische Widerstand, bei dem ich 2007 im umkämpften Ramadi eine Woche verbrachte, ist von den USA jahrelang systematisch totgeschwiegen worden, obwohl er ihr Hauptfeind war. Er hat sie letztlich aus dem Irak vertrieben.

(Frankfurter Rundschau, 17.06.2014)

Dann war er auf Besuch beim IS und schwärmt seitdem von der Unbesiegbarkeit seiner Gastgeber, deren Existenz er zuvor bestritten hatte.

Marx is Murx

Mai 24, 2015

In Wien wird bald eine marxistisch-islamische Realsatire aufgeführt:

Marx

Da die Proletarier der westlichen Welt sich als unwillig erwiesen haben, den linken Vordenkern zu folgen, waren Marxisten stets auf auf der Suche nach einem passenderen Proletariat, auch wenn gerade das islamische Proletariat fest in konservativen Händen ist.

Würden die linksprogressiven Denker ihr Gesellschaftsbild der islamischen Straße predigen, müssten sie mit ihrer spontanen Steinigung rechnen.

Solange Islamisten in der Minderheit sind, lassen sie sich von den nützlichen linken Idioten jedoch gerne betüteln.

Ist man in der Mehrheit, werden die linken Idioten mit ihren progressiven Ansichten schnell wieder entsorgt.

Putins Gesetz für Putins westliche Mitarbeiter

Mai 24, 2015

Präsident Wladimir Putin hatte das umstrittene Gesetz am Samstag unterzeichnet. Danach können russische Behörden internationale Nichtregierungsorganisationen (NGO) ohne Vorwarnung auf eine schwarze Liste setzen. Das Gesetz droht Bürgern, die sich mit solchen “unerwünschten Organisationen” einlassen, mit hohen Geldstrafen oder sogar bis zu sechs Jahren Gefängnis. Bereits 2012 hatte die Duma ein umstrittenes Gesetz verabschiedet, nach dem von außerhalb Russlands finanzierte NGOs zu “ausländischen Agenten” erklärt werden können.

(Spiegel)

Putin finanziert im Westen Kreml-Propagandisten.

Würde man Putins Gesetz auf Putins westliche Mitarbeiter anwenden, würde Putins westlichen Fans vielleicht wieder bewusst werden, welchen Wert die Freiheit hat.

Nur die Kritik am Westen ist in Putins Reich genauso frei wie im Westen.

Für Kritik gegen das eigene Regime wird man hingegen nach wie vor in den Gulag gesteckt (wenn man nicht gleich ermordet wird).

Augsteins eigene Geister

Mai 23, 2015

Lucke, der brave Volkswirt aus Hamburg, will also mit den Ausländerfeinden und Islamophoben nichts zu tun haben, mit den Deutschnationalen und den Schwulenhassern. Er ist einfach nur gegen den Euro. Aber wie schon so mancher vor ihm mag er jetzt klagen:
Herr, die Not ist groß
Die ich rief, die Geister,
Werd ich nun nicht los.

(Augstein, am 21.05.2015 um 14:49)

Am gleichen Abend war Augstein dann allerdings noch bei Maybritt Illner eingeladen:

Fassungslosigkeit in der Runde. Fahimi fällt das Gesicht auf den Tisch. Jakob Augstein leidet sichtlich körperliche Qualen, verzieht und knetet seinen Mund. Bei Illner stürzen Welten ein. “Irgendetwas stimmt hier nicht”, sagt Augstein mit unüberhörbarem Sarkasmus. “Sie sind nicht gegen Moslems und Herr Lucke ist nicht rechts.”

(RP-Online)

Dass der neue Geist der ehemaligen Pegida-Fratze sich weitgehend mit Augsteins eigenem Geist deckt, war Augstein wohl etwas peinlich.

Rechts von Pegida ist Legida – und Legida verwendet erstaunlich viele linke Versatzstücke wie Antiamerikanismus und altlinke Verschwörungstheorien.

Und so spiegelten die Ungeister, die Augstein Lucke zuschreiben wollte, auf einmal den eigenen Ungeist wider.


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