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Geistige und biologische Väter des „jungen“ Antisemitismus

Mai 20, 2009

Die Provokation von Mauthausen lässt sich leicht in ein gewohntes Schema einordnen:

Jungwähler-Idol HC Strache:

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Jungwähler:

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Beim Auschwitz-Skandal greift das klassische Muster nicht so ganz:

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Der Vater des jungen Antisemiten – optisch ein esoterisch angehauchter, schöngeistiger 68er (inkl. Migrationshintergrund) – steht für eine etwas andere, leider aber auch weit verbreitete Form von Antisemitismus.

Viktor Miloserdov widerspricht diesem Ablauf der Ereignisse vehement. Vielmehr sei im Laufe eines Vortags des „MORAH“-Reiseleiters am Tag der verfrühten Abreise der Satz gefallen: „Israel hat bisher die Römer, die Deutschen und Perser überlebt und wird auch die Palästinenser überdauern, da diese Länder keine Kultur haben.“ Ein Albertgassen-Schüler iranischer Abstammung hätte sich diese Aussage nicht gefallen lassen wollen, was nur verständlich sei, erzählt der Cellist weiter. „Daraufhin folgte eine ruhige Diskussion darüber, warum so etwas überhaupt gesagt wird und als das Gespräch vorbei war, sind die Schüler zum darauf folgenden Zeitzeugengespräch aufgebrochen“. Dort wäre ihnen dann verkündet worden, dass sie aufgrund einer angeblichen „Alle Juden gehören vergast“-Aussage als Kollektivstrafe zurück ins Hotel geschickt werden.

Der Sohn war also eigentlich das Opfer – auch der Kühengruss ein „Ethno“-Zeichen, das er von befreundeten Tschetniks – pardon – Serben aufgeschnappt hatte.

HC Strache behauptete allerdings auch, nur 3 Biere bestellt zu haben:

P.S. Halte nichts von drakonischen Strafen für Jugendliche. Es sollte jedoch genau analysiert werden, was bzw. wer sie zu solchen Aktionen motiviert.

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