Posts Tagged ‘Beate Zschäpe’

Die RAF-Strategie der Zschäpe-Anwälte

November 9, 2015

In Anbetracht der tollen Karrieresprünge, die Schily und Ströbele hinlegten, verwundert es nicht, dass die Zschäpe-Verteidiger die RAF-Star-Anwälte imitieren wollten.

Schweigen war für die RAF oberstes Gebot, zumal es aktive Genossen außerhalb Stammheims gab. Dass es sich bei der RAF um eine Terrororganisation gehandelt hatte, war sowieso unumstritten.

Die (von der RAF vorgegebene) Strategie der sympathisierenden Anwälte war es daher, die Verbrechen der RAF als politische Handlungen zu rechtfertigen, das Verfahren als politisch motiviert anzuprangern und sonst so wenig wie möglich mit der Schweine-Justiz zu kooperieren.

Bei Zschäpe gibt es keine Genossen, die geschützt werden müssen. Es steht auch nicht einmal fest, ob sie wirklich ein aktiver Teil der Uwes war.

Zschäpes Anwälte handelten mit ihrer RAF-Strategie also klar zum Nachteil ihrer Mandantin, die im Gegensatz zu den RAF-Terroristen aus nachvollziehbaren Gründen sprechen wollte.

Eine aktive Mittäterschaft bei den Morden könnte sie wohl mit ziemlicher Leichtigkeit abstreiten, im schlimmsten Fall könnte man ihr wohl eine Mitwisserschaft nachweisen.

Das einzige Argument, sie als vollwertige Mittäterin anzusehen, ist ihr Schweigen.

Wenn die Angeklagten sich selbst für Schweigen entscheiden, muss der Rechtsstaat damit leben.

Dass Anwälte einer Mandantin eine Schweige-Strategie aufzwingen, obwohl gerade in diesem Fall Aufklärung von höchstem Interesse wäre, ist zumindest standeswidrig.

Dass das Gericht die Anwälte dabei auch noch unterstützt hat, ist sogar ein absoluter Justiz-Skandal.

Wem nützt Zschäpes Schweigen?

Juli 22, 2014

Auf Pflichtverteidiger waren die RAF-Terroristen nicht angewiesen.

Die RAF zu verteidigen, war für die jungen linken Star-Anwälte eine prestigeträchtige Angelegenheit.

Die Anwälte identifizierten sich mit den Zielen der RAF, weswegen ein Teil selbst zu Terroristen wurde.

Die Schlaueren wählten den „Marsch durch die Institutionen“ und waren dabei höchst erfolgreich.

Es ist daher kein Wunder, dass sich Zschäpes Pflichtverteidiger bei ihrer Strategie an den berühmten RAF-Star-Anwälten orientierten.

Für Zschäpe ist die Schweige-Strategie jedoch völlig untauglich.

Bei den RAF-Prozessen stand die Mitgliedschaft der Täter außer Frage. Es  ging es nicht darum, die einzelnen Angeklagten, sondern die gesamte RAF-Organisation zu verteidigen. Zahlreiche noch nicht inhaftierte Mitglieder konnten dadurch geschützt werden.

Zschäpes Verteidiger müssen das Gericht hingegen davon überzeugen, dass es gar keine NSU-Organisation gab, sondern nur die Uwes.

Zschäpe belastet sich durch ihr Schweigen selbst und schützt eine Organisation, die es wohl nie wirklich gab.

Zschäpes Brieffreunde

Mai 7, 2013

Nach dem norwegischen Massenmörder versucht nun auch Deutschlands oberster Verschwörungstheoretiker, eine Brieffreundschaft zur internierten Volksgenossin anzuregen:

Liebe Beate Zschäpe,

ich habe Angst, dass Sie das Gefängnis nicht mehr lebend verlassen werden. Ihre Münchner Zelle könnte Ihre Todeszelle werden, auch wenn die Todesstrafe bei uns abgeschafft ist. Die Gefahr ist am größten, wenn die TV-Kameras, die zu Prozessbeginn auf Sie gerichtet waren, abgeschaltet sind. Wenn keiner mehr hinschaut.

(more…)

Zschäpes linker Fürsprecher

Mai 5, 2013

Zufällig heute im österreichischen “Standard” gelesen: Zum ersten Mal muss sich ein deutsches Gericht mit den mutmaßlichen Morden einer rechtsextremen Terrorzelle befassen. Als deren Kopf gilt Beate Zschäpe (38).

(pi.news)

Obwohl es keine Hinweise auf eine Beteiligung Beate Zschäpes bei den Morden der Uwes gibt, erklären die Medien das Mörder-Liebchen zum Kopf einer Terrororganisation.

Wie würden die Medien wohl berichten, wenn es sich bei Frau Zschäpe um das Liebchen eines linksradikalen Mörders gehandelt hätte?

(more…)

Die Beate Zschäpe der Boston-Bomber?

April 21, 2013

EXCLUSIVE: ‚Our hearts are sickened by the horror he inflicted‘: Shocked family of All-American girl who converted to Islam to marry Boston bomber say tragedy proves ‚we never really knew him‘

(Daily Mail)

Während man bei Nazis wissen muss, mit wem man sich einlässt, gilt bei Islamisten (wie früher bei Linksradikalen) die Unschuldsvermutung.

Daher wird das Islamisten-Liebchen im Gegensatz zum Nazi-Liebchen mit keiner Strafverfolgung rechnen müssen.

Dass die bösen Boulevard-Medien die unschuldige Frau ins Licht der Öffentlichkeit zerren mussten, wird bestimmt einen neuen „Heinrich Böll“ zu einer neuen „Katharina Blum“ inspirieren.

„Die verlorene Ehre der Beate Zschäpe“

November 18, 2012

Heinrich Böll hatte eine Terroristen-Unterstützerin zum Opfer der bösen Springer-Presse stilisiert.

Pi.news hat mit Frau Zschäpe Ähnliches vor.

Dummerweise ist Frau Zschäpe eine reale Person, deren Rolle man nicht wie bei einer Romanfigur selbst festlegen kann.

Wenn es um Propaganda geht, waren Linksradikale schon immer schlauer als Rechtsradikale, so sehr sich die Kewils auch bemühen, ihren linken Cousins nachzueifern.


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