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Die Stasi und der Startschuss zum Terror

Februar 18, 2015

Berlin – 47 Jahre nach dem gewaltsamen Tod des Berliner Studenten Benno Ohnesorg durch eine Polizeikugel ist dessen Todesschütze, Karl-Heinz Kurras, gestorben.

2009 kam dann heraus, dass Kurras neben seinem Polizeijob jahrelang für das DDR-Ministerium für Staatssicherheit spioniert hatte: Als Inoffizieller Mitarbeiter (IM) „Otto Bohl“ lieferte er Interna aus dem Westberliner Polizeiapparat an seine Führungsoffiziere im Osten.

Der damals aufgekommene Verdacht, Kurras könne den Studenten Ohnesorg womöglich im Auftrag Ostberlins getötet haben, um die Bundesrepublik zu destabilisieren, konnte bis heute nicht erhärtet werden.

(Spiegel)

Ob die Stasi einen expliziten Auftrag gegeben hatte, ließ sich zwar aus der Aktenlage nachträglich nicht mehr nachweisen.

Dass sie Ohnesorgs Tod für eine die westdeutschen Studenten radikalisierende Kampagne genutzt hatte, steht außer Zweifel:

Bei vollem Bewußtsein, dass es sich bei Kurras um ihren eigenen Mann gehandelt hatte, verfolgte die Stasi höchst erfolgreich eine “Strategie der Spannung”.

Kein Wunder, dass man bei der Anprangerung einer angeblichen “Strategie der Spannung” durch westliche Geheimdienste stets so viel Phantasie zeigte:

Offenbar hatte man damit genug “praktische Erfahrungen”.

Theorie und Praxis der „Strategie der Spannung“

Januar 24, 2012

Kurras wurde von den westdeutschen Behörden „geschützt“, weil es ursprünglich keinen Grund zur Vermutung gab, er habe absichtlich gemordet.

Dazu hätte es sich schon um einen Stasi-Agenten handeln müssen, der absichtlich „Spannung“ provozieren wollte.

Genau das, was später in linken Medienkampagnen immer wieder über angebliche westliche Agenten-Verschwörungen behauptet wurde.

Dass man Kurras trotz der neuen Erkenntnisse so billig davonkommen lässt, zeugt von der mangenden Bereitschaft, die eigene politische Vergangenheit aufzuarbeiten.

Dabei geht es weniger um die Stasi-Vergangenheit.

Der ganze 68er Mythos, der viele der heute Mächtigen entscheidend geprägt hatte, stünde womöglich auf dem Spiel gestanden.

Ob die Stasi einen expliziten Auftrag gegeben hatte, lässt sich zwar aus der Aktenlage nicht mehr nachweisen.

Dass sie Ohnesorgs Tod für eine die westdeutschen Studenten radikalisierende Kampagne genutzt hatte, die durch von ihr finanzierte und gesteuerte Medien wie „Konkret“ und linke Studentenorganisationen umgesetzt wurde, steht außer Zweifel:

http://www.amazon.de/Kommunismus-Spass-Ulrike-Meinhof-Konkret/dp/3434506004

Bei vollem Bewußtsein, dass es sich bei Kurras um ihren eigenen Mann gehandelt hatte, verfolgte die Stasi höchst erfolgreich eine „Strategie der Spannung“.

Kein Wunder, dass man bei der Anprangerung einer angeblichen „Strategie der Spannung“ durch westliche Geheimdienste stets so viel Phantasie zeigte:

Offenbar hatte man damit genug „praktische Erfahrungen“.