Posts Tagged ‘Beresowski’

Das Ende eines russischen Kriegsgegners

März 24, 2013

Soros bezeichnete seinen ehemaligen Geschäftspartner Beresowski, der gestern im Londoner Exil verstarb, als „Raubtierkapitalisten“.

Fleischfresser, die Vegetarismus predigen, sind mir suspekt. Der antikapitalistische Kapitalist George Soros gehört für mich genau in jene Kategorie.

Beresowski mag (wie Soros) ein Raubtierkapitalist gewesen sein. In Putins Ungnade fiel er jedoch nicht als Raubtierkapitalist, sondern als Gegner der Kriegspolitik seines Präsidenten. Ein Recht, das sich der amerikanische Oligarch Soros bei Bush (so wie alle anderen amerikanischen Gegner des Irak-Kriegs) ganz selbstverständlich herausnehmen durfte.

Dass Beresowski mit seiner Opposition gegen Putin die gemeinsamen Investments ruinierte, konnte der kapitalistische Philantrop dem „Raubtierkapitalisten“ nie verzeihen, auch wenn der Krieg gegen Tschetschenien in jeder Hinsicht ungerechter und grausamer war als der Krieg gegen Saddam.

Beim Irak-Krieg wurde immerhin ein mieser Diktator abgesetzt, um ihn (zumindest nach Plan) durch eine demokratische souveräne Regierung zu ersetzen.

Der Tschetschenien-Krieg war hingegen ein reiner Eroberungskrieg, bei dem die demokratische Regierung abgesetzt wurde, um die souveräne Republik wieder ins Russische Imperium einzugliedern.

Zwar hatte Tschetschenien ein Problem mit Dschihadisten, die im ersten Krieg ins Land eingesickert waren und von Tschetschenien aus im gesamten Nordkaukasus ein Kalifat errichten wollten. Die tschetschenische Regierung von Maschadow versuchte jedoch selbst verzweifelt, jene Islamisten zu bekämpfen. Statt die demokratischen Kräfte Tschetscheniens dabei zu unterstützten, führte Putin einen Krieg gegen sie.

Eine ähnliche Taktik will man auch in Syrien anwenden:

Alle demokratischen Kräfte ausschalten, um sich dann als einzige Alternative zu den Islamisten zu präsentieren.

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Der gute Kapitalist und das Raubtier

Oktober 15, 2012

Fleischfresser, die Vegetarismus predigen, sind mir suspekt. Der antikapitalistische Kapitalist George Soros gehört für mich genau in jene Kategorie.

Soros zeigt gerne mit dem Finger auf die „russischen Raubtierkapitalisten“ und insbesondere auf seinen ehemaligen Geschäftspartner Beresowski.

Beresowski mag (wie Soros) ein Raubtierkapitalist sein. In Putins Ungnade fiel er jedoch nicht als Raubtierkapitalist, sondern als Gegner der Kriegspolitik seines Präsidenten. Ein Recht, das sich der amerikanische Oligarch Soros bei Bush übrigens ganz selbstverständlich herausnehmen durfte.

Beim Irak-Krieg wurde immerhin ein mieser Diktator abgesetzt, um ihn (zumindest nach Plan) durch eine demokratische souveräne Regierung zu ersetzen.

Der Tschetschenien-Krieg war hingegen ein reiner Eroberungskrieg, bei dem die demokratische Regierung abgesetzt wurde, um die souveräne Republik wieder ins Russische Imperium einzugliedern.

Zwar hatte Tschetschenien ein Problem mit Dschihadisten, die im ersten Krieg ins Land eingesickert waren und von Tschetschenien aus im gesamten Nordkaukasus ein Kalifat errichten wollten. Die tschetschenische Regierung von Maschadow versuchte jedoch selbst verzweifelt, jene Islamisten zu bekämpfen. Statt die demokratischen Kräfte Tschetscheniens dabei zu unterstützten, führte Putin einen Krieg gegen sie.

Eine ähnliche Taktik will man auch in Syrien anwenden:

Alle demokratischen Kräfte ausschalten, um sich dann als einzige Alternative zu den Islamisten zu präsentieren.