Posts Tagged ‘Bommi Baumann’

Der Schwarzer Peter des Roten Terrors

März 13, 2013

Die meisten 68er, die sich mit der Geschichte des linken Terrors auseinandersetzen, versuchen den Schwarzen Peter für den roten Terror einem gewissen Peter Urbach zuzuschieben.

Peter Urbach hatte für den Verfassungschutz gespitzelt und wesentlich zur Verhaftung von Andreas Baader beigetragen. 1971 hatte er als Kronzeuge in einem Prozess gegen Horst Mahler ausgesagt.

Wenn man den Wikipedia-Beitrag zu Peter Urbach liest, könnte man meinen, es habe sich um den Hauptverantwortlichen für den deutschen Terror gehandelt. Als Kronzeuge gegen Peter Urbach, der die 68er mit Waffen, Molotow-Cocktails und Bomben versorgt haben soll, wird stets der Terrorist Bommi Baumann von der „Bewegung 2. Juni“ zitiert.

Tatsache ist allerdings, dass zum Zeitpunkt als der rote Terror der „Bewegung 2. Juni“ und der RAF losging, Peter Urbachs „Agenten-Tätigkeit“ durch den Prozess und zahlreiche Artikel im Spiegel längst hinlänglich bekannt war.

Dass Urbach ein „Agent“ des Verfassungsschutz war, hatte die roten Terroristen jedoch nicht davon abgehalten, mit ihrem Werk zu beginnen.

Was die Terroristen der „Bewegung 2. Juni“ hingegen zum damaligen Zeitpunkt noch nicht wissen konnten, war, dass der am 2. Juni ermordete Märtyrer der 68er-Bewegung von einem Stasi-Agenten umgebracht worden war.

Ebenso waren sie sich damals wahrscheinlich nicht im Klaren, dass es sich auch bei Horst Mahler um einen Stasi-Agenten und bei Giangiacomo Feltrinelli, in dessen INFI-Institut sie die Terror-Theorie gelernt hatten, und Wadi Haddad, in dessen Ausbildungslagern ihnen das Terror-Handwerk beigebracht worden war, um KGB-Agenten handelte.

Ein „Stasi-Agent“, zumindest nach den Maßstäben, nach denen man den Informanten Peter Urbach zum „Agenten“ erklärt, war übrigens auch Bommi Baumann (Deckname: „Anarchist„), welcher der Stasi nachweislich umfassende Informationen über seine Terrorgenossen geliefert hatte.

Ob sich die roten Terroristen bei Kenntnis der Stasi- und KGB-Verwicklungen ihrer Anführer trotzdem zu ihrem Tun motivieren hätten lassen, sei dahingestellt.

Zumindest wäre es dann wohl nicht so leicht gewesen, „Solidarität“ bei weiten Teilen der „friedlichen 68er“ zu erhalten, ohne welche der rote Terror wohl nur ein sehr kurzlebiges Phänomen geblieben wäre

Opfer und Täter in trauter Zweisamkeit

Mai 4, 2012

Bubacks Vater wurde nicht Opfer eines Einzeltäters, sondern einer wahnwitzigen Organisation, deren Mitglieder bis zum heutigen Tag keine Reue (zu der es gehören würde, die näheren Umstände ihrer Verbrechen aufzuklären) gezeigt haben.

Im  Becker-Prozess wurde vom RAF-Terroristen Stefan Wisniewski auch die längst bekannte NSDAP-Mitgliedschaft des ermordeten Generalbundesanwaltes noch einmal hervorgekramt.

Trotzdem hat Bubacks Sohn mit den Tätern seinen Frieden geschlossen:

Buback und der RAF-Terrorist Bommi Baumann in trauter Zweisamkeit

(ab 6:25)

Warum will Buback ausgerechnet jene Terroristin, die später mit dem Verfassungsschutz kooperiert haben dürfte und von den anderen Mitgliedern der Organisation, die seinen Vater ermorden ließ, daher als Verräterin angesehen wird, als Schuldige sehen?

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