Posts Tagged ‘Brzezinski’

Die Rückkehr der „Friedens-Präsidenten“

Mai 29, 2012

Wie es sich für einen Friedensnobelpreisträger geziemt, wird Obama nicht in den syrischen Bürgerkrieg militärisch eingreifen.

Stattdessen wird er die Rebellen mit schönen Worten und wohl auch mit Waffen unterstützen.

Genauso hatte es auch sein Vorgänger als Präsident und Friedensnobelpreisträger gehalten.

Unter Jimmy Carter wurden die Mudschaheddin im Kampf gegen die Sowjetunion unterstützt.

Ohne sich selbst die Hände schmutzig zu machen, wollte man den Sowjets ein eigenes Vietnam bescheren.

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Der Weltschachspieler und seine Bauern

Februar 14, 2010

Verschwörungstheoretiker sehen in dieser Aufnahme von 1980 den Beweis dafür, dass Osama Bin Laden zumindest bis zum 11.09.2001 ein CIA-Agent gewesen sein soll – und es sich bei 9/11 daher um einen Inside Job  gehandelt habe.

Unabhängig davon, ob es sich bei dem bärtigen Mann auf dem Foto tatsächlich um Osama Bin Laden handelt, bestreitet ohnehin niemand, dass die USA die afghanischen Mujahideen bei ihrem Kampf gegen die Sowjets unterstützt hatten – und der spätere Terrorpate Osama Bin Laden auf Seiten der Mujahideen in den afghanischen Jihad gezogen war.

Der große Welterklärer Peter Scholl Latour weist auf diesen Umstand gerne hin, wenn er gegen den Afghanistan-Einsatz wettert…

…ganz so, als ob die Unterstützung der Mujahideen und die Absetzung der Taliban ein und dieselbe Politik wäre.

Doch wer ist eigentlich jener Herr, der den bärtigen Mann über den korrekten Waffengebrauch instruiert?

Ein böser Neocon?

Tatsächlich war Zbigniew Brzezinski einer der größten Kritiker der Bush-Administration.

Die iranische Bombe sei laut dem Weltschachspieler nicht gefährlicher als die israelische und seine Unterstützung der afghanischen Jihadisten bereue er keineswegs:

Erstens sehe er im Islam keine Bedrohung und außerdem habe seine schlaue Politikzum Untergang der Sowjetunion geführt“.

Die historische Realität schaut freilich etwas anders aus:

Sein Plan, durch die Entfachung des Jihads die muslimischen Teilrepubliken der Sowjetunion zum Revoluzzern anzustiften, scheiterte vollkommen. Selbst in Afghanistan hielt sich das kommunistische Regime auch nach dem Ende der Sowjetunion für weitere 3 Jahre an der Macht. Der Fall der Sowjetunion führte zwar später wohl zum Scheitern des kommunistischen Regimes in Afghanistan – aber nicht der Fall des kommunistischen Regimes in Afghanistan zum Scheitern der Sowjetunion.

Die Sowjetunion verschwand auch ohne islamistischen Jihad – doch der islamistische Jihad stellt heute in praktisch allen Ländern, in denen Muslime leben, ein schweres Problem dar, auch wenn es sich bei den Jihadisten nach Ansicht des Weltschachspielers offenbar nur um vernachläßigbare, ungefährliche Bauern handle.

Jimmy Carter hat wohl nicht zuletzt aufgrund seiner von Brzezinski geprägten Außenpolitik 1980 eine historische Wahlniederlage erlitten. Der Einfluß des Weltschachspielers blieb jedoch trotzdem groß.

In Bosnien setzte die Clinton-Administration erneut auf Brzezinskis Rezepte und benutzte wieder Jihadisten (bzw ließ sich von ihnen benutzen) und auch in Tschetschenien, wo der 2. Krieg durch einen von Islamisten durchgeführten Überfall auf die Nachbarrepublik Dagestan eingeleitet worden war, könnte er seine Finger im Spiel gehabt haben.

Obamas Berater

August 4, 2008

Dass die Amerikaner die Mudschaheddin unterstützt haben, weil sie einen gemeinsamen Feind hatten, ist hinlänglich bekannt.

Dass diese feige Afghanistan Politik, bei der man andere für sich kämpfen lassen wollte unter Jimmy Carter eingeleitet wurde, wird gerne vergessen.

Auch Saddam, der ursprünglich Verbündeter der UdSSR war, wurde bei seinem Krieg (um Öl) vom friedliebenden Carter unterstützt, nachdem sich die davor wohlwollend betrachtete iranische Revolution als nicht so ganz berechenbar herausgestellt hatte. (Stichwort Geiselnahme)

Carters außenpolitischer Berater Brzezinski hat jetzt bei Obama angeheuert und ist der Ansicht, dass eine iranische A-Bombe nicht gefährlicher ist als die israelische.

Dahinter steckt wohl kaum Zuneigung zum Mullah Staat, sondern die Hoffnung auf dessen Vernichtung.

Dass Israel und Millionen iranischer Bürger dabei mit drauf gehen könnten, wird von diesem zynischen Taktiker des kalten Krieges billigend in Kauf genommen.