Posts Tagged ‘Bush’

Oliver Stones „W.“

Januar 19, 2009

Oliver Stone ist zweifellos ein brillanter Regisseur. Filme wie Wallstreet, Natural Born Killers und natürlich JFK Tatort Dallas haben das amerikanische Kino der letzten 30 Jahre geprägt.

Mit JKF Tatort Dallas gelang es Oliver Stone mehr als nur cineastische Geschichte zu schreiben. Der Film schrieb die Geschichte tatsächlich neu – die heutige Sichtweise auf das Attentat auf Präsindent Kennedy wurde zu einem großen Teil von seinem Film geprägt.

Oliver Stone hat für den Film fiktives Material mit Originalmaterial zusammengemischt. Diese halbdokumentarische Form suggeriert eine hohe Authentizität.

Auf diese Problematik angesprochen, sagte Oliver Stone, das Publikum sei intelligent genug zu wissen, dass es sich nur um einen fiktiven Film handle.

In zahlreichen Berichten und Dokumentationen wurden Fehler und Unwahrheiten des Films aufgezeigt. Gegen die Narrative des Erfolgsfilms kommen diese jedoch kaum an.

In späteren Jahren hat sich Oliver Stone ebenfalls an historischen Themen versucht.

Er verfilmete die Leben der zwei unbeliebten republikanischen Präsidenten Richard Nixon und George W. Bush. Deren Werdegang ist hinlänglich bekannt. So blieb wenig Raum für Fiktionen, und die Filme halten sich relativ streng an historische Fakten.

Oliver Stone ist jedoch in erster Linie ein brillanter Drehbuchautor. Ohne Vermischung von Realität mit seinen spannenden Fiktionen blieb besonders sein Nixon Film recht farblos.

Alles was er gegen Bush aufzubieten hatte, wussten Bush Gegner ohnehin schon in allen Details. Nichts was er ihm unterstellen konnte, ist Bush nicht schon unterstellt worden.

Dass Bush dumm ist, wissen wir spätestens seit der Fernsehserie unmittelbar zu Beginn seiner Amtszeit. Vom Alkohol- und Kokainmißbrauch seit Pinks Nr 1 Hit, Michael Moores Oskar gekröntes Machwerk hat uns über den Rest aufgeklärt.

So blieb für einen typischen Oliver Stone Film nicht viel über:

Der Bush Film zeichnet Bushs Karriere in überraschend fairer und unspekulativer Weise nach. Gerade deswegen wird der Film wohl kaum als großer cineastischer Erfolg in die Geschichte eingehen.

Letzte Pressekonferenz des vielgehassten US Präsidenten

Januar 16, 2009

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Die Bush Administration hat ihre Fehler gemacht:

z.B. das Waterboarding: das Menschenrecht auf Schutz vor Folter hätte niemals in Frage gestellt werden dürfen.

z.B. Guantanamo: die Jihadisten, die sich in Afghanistan aufhielten, hätte man, nachdem man sowieso in Afghanistan bleiben musste, genauso gut dort in ein Gefängnis stecken können, und sich so die Guantanamo Leier erspart.

z.B die radikale Entbaathifizierung: hier wäre wohl mehr Pragmatismus angebracht gewesen.

Die Absetzung der Taliban Irren und des Saddam Regimes waren jedoch mutige und richtige Schritte.

Würde es nach dem UN Sicherheitsrat gehen, könnten sich alle Saddams dieser Welt in Sicherheit wiegen.

George W. Bush stellte als scheinbar dümmlicher, erzreligiöser Cowboy aus Texas für die Intelligenzia auf beiden Seiten des Atlantiks das ideale Feindbild dar. Er schien dem Klischee des blöden Amis, der Austria nicht von Australia auseinanderhalten kann, perfekt zu entsprechen. Auch weniger intellektuelle Zeitgenossen erfreuten sich daher bald daran, auf den mächtigsten Mann der Welt höhnisch herabblicken zu dürfen. Ich erinnere mich, als in den frühen 90er Jahren ein Kabarettist, Sohn eines Universitätsprofessors, einen Fußballer mit recht billigen Schmähs verarschte und dabei gerade beim „einfachen“ Publikum besonders gut ankam.

Anstatt sich über den arroganten Snob zu ärgern, freute man sich, dass diesmal wer anderer vorgeführt wurde. Ähnliche Mechanismen wurden wohl auch beim Bush Bahing in Gang gesetzt.

Für eine abschließende Beurteilung ist es noch zu früh. Möglicherweise wir die Geschichte den vielgehassten Präsidenten etwas milder beurteilen.


Irak endlich wieder ein Thema

Dezember 16, 2008

Fand die Schuh Episode eigentlich witzig – Bush hat cool reagiert.

http://www.kroma.no/2008/bushgame/

Jetzt gehen mir unsere Journalisten, die sich an der in der arabischen Welt nach der Tat herrschenden Euphorie erfreuen, schon schwer auf die Nerven.

Wenn nicht mehr von Morderfolgen des „Widerstands“berichtet werden kann, dann zumindest von einer tapferen Aktion gegen Bush.

Der Rückgang der Gewalt und die Fortschritte im Irak sind als Thema wohl auch wirklich zu langweilig.

Klüger als der mächtigste Mann der Welt!

Oktober 2, 2008

George W. Bush gab vielen Menschen das erhebende Gefühl, klüger als der mächtigste Mann der Welt zu sein.

Bei diesen Menschen wird Bushs Abgang eine Leere hinterlassen, die höchstes Sarah Palin füllen könnte.

Wird Obama gewählt, muss der Bush Hasser sein Ego damit trösten, dass der Präsident dann genauso machtlos (wie man selbst) wäre, weil in den rassistischen USA in diesem Fall sofort ein Schattenkabinett aus CIA und Illuminaten wieder die Kontrolle übernehmen würde.