Posts Tagged ‘Dutschke’

Saigon und West-Berlin

Mai 1, 2015

Zwar erlitten die Vietcong bei ihrer Tet-Offensive derartig schwere Verluste, dass sie laut General Võ Nguyên Giáp in den nächsten 4 Jahren zu keinen größeren Operationen mehr fähig gewesen wären.

Propagandistisch konnte man die militärische Niederlage jedoch in einen Sieg umwandeln.

Als entscheidend erwies sich die Offensive in Hinblick auf die öffentliche Meinung in den USA. Durch die geschilderten Eindrücke des teilweise panikartigen Rückzuges amerikanischer Einheiten, die verlustreichen, brutalen und intensiven Kämpfe und vor allem auch den Angriff auf die amerikanische Botschaft setzte sich der Eindruck eines verlorenen und sinnlos gewordenen Krieges weiter durch.

Ab 1969 begann der Abzug der US-Truppen aus Südvietnam. 1973 hatten sämtliche Kampfverbände das Land verlassen.

Woran die kommunistischen Aggressoren in Südkorea gescheitert waren, konnten die Kommunisten Nordvietnams nun erfolgreich umsetzen.

1975 marschierte das kommunistische Nordvietnam ungestört in das (zumindest relativ freiere) Südvietnam ein.

Dass sich ausgerechnet im ebenfalls von kommunistischer Aggression bedrohten West-Berlin die Studenten mit den Aggressoren solidarisierten, zeugt von der Dummheit der 68er-Generation:

Idiot oder Agent?

März 8, 2015

„Zerschlagt die NATO!“ Zum 75. Geburtstag von Rudi Dutschke

Rudi Dutsche hätte heute, am 07. März, seinen 75. Geburtstag begangen. COMPACT ehrt Dutschke mit einem Porträt, das ihn als Kämpfer für die nationale und soziale Befreiung des Volkes zeigt. Als linken Patrioten, der zum Hauptfeind der US-Besatzer wurde.

(COMPACT)

Im Gegensatz zu den Morden an heutigen russischen Oppositionellen führte der Anschlag auf Dutschke gleich einmal zu einem Pogrom gegen die Springer Medien, was voll den Wünschen der DDR entsprach.

Wäre Dutschke bei dem Anschlag gestorben, wäre er wohl endgültig zum Jesus der deutschen Revoluzzer geworden.

So behielt jedoch Benno Ohnesorg seine Rolle als oberster Märtyrer. Mittlerweile weiß man, für wen Ohnesorgs Mörder wirklich arbeitete.

Der DDR-Flüchtling Dutschke wollte ausgerechnet im vom Ostblock umzingelten West-Berlin eine freie Räte-Republik gründen.

Wie lange die dann tatsächlich frei geblieben wäre, kann man sich leicht ausrechnen, wenn man auf die Ereignisse des Prager Frühlings von 1968 blickt.

Dutschke war also entweder ein Vollidiot oder ein Agent.

Vermutlich war er zwar für seine Aufgabe von der Stasi geschult und geführt worden – ich glaube aber auch, dass man ihm eine gewisse Freiheit und damit die Illusion der Unabhängigkeit ließ – als reiner Agent hätte er sich nie so ins Zeug gelegt, und der Cheguevarismus-Zauber hätte nicht funktioniert.

Dutschke Stasi