Posts Tagged ‘Erdogan’

Krim als Tempelberg, Moscheeberg auf Kuba

Dezember 6, 2014

Neulich schwelgte Putin in seiner Ansprache in pathetischem Nationalstolz und erklärt die Krim zum Tempelberg seiner russischen Religion, während Erdogan sich gar mit der islamischen Entdeckung Amerikas brüstete.

Beide schwärmen von ihrer Größe und Unabhängigkeit und sehen sich als Opfer des neidischen Westens, der ihre Großartigkeit nicht anerkennen will.

Weder Putin noch Erdogan sind jedoch dazu bereit, der Ausbreitung des Islamistischen Terrors etwas entgegenzusetzen, zumal sie nur an ihrem eigenen Machtanspruch interessiert sind.

Im Übrigen sind jedoch auf lange Sicht gerade Russland und die Türkei vom Islamistischen Irrsinn selbst bedroht, was sie jedoch aus kurzsichtigen Beweggründen ignorieren.

Elsässers Erweckungserlebnis

Dezember 6, 2014

Das Thema Zuwanderung. Man kann dafür oder dagegen sein, aber man sollte einen Hintergrund nie aus den Augen lassen: Die Amerikaner führen Rohstoffkriege, und die hinterlassen natürlich Spuren, in Afrika, im Nahen Osten, wo auch immer. Diese Schneisen der Verwüstung lösen Flüchtlingsströme aus. Wir schicken Organisationen wie Cap Anamur hin und nehmen die Opfer der amerikanischen Kriege in Massen auf, in ganz Europa: Denen geht es ja so schlecht! Warum geht es denen so schlecht?

Weil die Amerikaner unbedingt dort eine ihrer vielen Revolutionen anzetteln wollten.

(Ulfkotte bei Elsässer)

Dabei war es gerade Jürgen Elsässer, der die arabische Revolution bejubelt hatte (zumindest solange sie sich gegen Verbündete des Westens gerichtet hatte):

Hoch lebe die arabische Revolution

Obama ist genau der schwache amerikanische Präsident, den sich Elsässer und andere Amerika-Hasser gewünscht hatten.

Elässer bezeichnete 9/11 als sein antiamerikanisches Erweckungserlebnis (davor sei er nach eigener Einschätzung ein Mainstream-Linker gewesen).

Ein derartig irrationaler Hass wird durch amerikanische Schwäche natürlich nicht besänftig, sondern sie macht “Appetit auf mehr“.

Putin konnte in Syrien seinen Willen durchsetzen und seinen Bastard Assad an der Macht halten.

Unter Linken wie Elässer und Rechten wie Ulfkotte wird Putin als das neue Vorbild gefeiert, der sich über die Mühen von Demokratie und EU hinwegsetzen könne.

Putins ökonomisches Erfolgsmodell beruht allerdings lediglich auf einem hohen Ölpreis. Ebenso gut könnte man sich auch Länder wie Katar oder Saudi-Arabien zum Vorbild nehmen.

Und es sind Putins geopolitische Erfolge gegen den Westen, die dazu geführt haben, dass Syrien in ein Bürgerkrieg-Chaos versunken ist, das auch auf den Irak übergeschwappt ist, und zur Etablierung eines neuen Taliban-Staates geführt hat.

Subjektiv war die Welt unter Bush im Kriegs-Chaos (laut Elsässer und Ulkotte nur um sich die Rohstoffe zu holen und natürlich nicht um einen miesen Diktator und notorischen Aggressor wie Saddam oder die Taliban-Barbaren abzusetzen).

Objektiv waren die Asylzahlen 2008 am Ende der Bush-Ära jedoch so niedrig wie nie:

http://de.statista.com/statistik/daten/studie/76095/umfrage/asylantraege-insgesamt-in-deutschland-seit-1995/

Um den islamischen Extremismus, der von Nigeria bis nach Indonesien zu Krieg, Terror und Vertreibung führt, in die Schranken zu weisen, sind narzisstische Zaren und Sultane wenig hilfreich. Europa müsste stattdessen selbst Verantwortung übernehmen oder zumindest bei den nächsten US-Wahlen auf einen neuen Sheriff hoffen.

Im Übrigen müssten Putin, Erdogan und die Golfstaaten auch bei der Aufnahme von Flüchtlingen in die Pflicht genommen werden.

Russland und Katar können sich die Austragung der Fussball-WM leisten, sollen sie gefälligst auch einmal bei humanitären Krisen Verantwortung übernehmen.

Islamische Narrenfreiheit

November 28, 2014

Wegen Verhetzung musste sich am Freitag ein 18-Jähriger vor dem Landesgericht Feldkirch verantworten. Er hat u.a. auf der Facebook-Seite von Außenminister Sebastian Kurz antisemitische Postings veröffentlicht. Der Bregenzer wurde freigsprochen.

Er bereue die Postings (u.a. „Die Scheiß-Israelis sollen für alles büßen, wir wären bereit“) und werde so etwas nie wieder machen, so der 18-Jährige vor Gericht. Er habe sich dazu hinreißen lassen, da er als türkischstämmiger Österreicher viel türkisches Fernsehen schaue und dort die Kriege in Palästina dramatisch dargestellt würden. Ihm hätten die Kriegsopfer, vor allem die Kinder, leid getan.

(ORF)

Verhetzung ist also in Österreich nicht strafbar, wenn sie vom Konsum türkischer Medien herrührt.

Einerseits will man den Verhetzungs-Paragraphen verschärfen, andererseits lässt man sowieso alles durchgehen, wenn es sich um ein kulturbedingtes Phänomen handelt.

Daher wird Erdogan seine “Soldaten” auch weiterhin ungestört verhetzen können:

Istanbul – Der türkische Präsidenten Recep Tayyip Erdogan hat eine Brandrede gegen den Westen und prowestliche Türken gehalten: Die Fremden hätten es nur auf das Geld der Muslime abgesehen, zitierte ihn die türkische Zeitung “Hürriyet”. “Glaubt mir, sie mögen uns nicht”, sagte er.

“Sie sehen wie Freunde aus, aber sie wollen uns tot sehen, sie mögen es, unsere Kinder sterben zu sehen”, fügte Erdogan beim Treffen der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (COMCEC) in Istanbul hinzu. Die Ausländer hätten es auf Öl, Gold, Diamanten und die billigen Arbeitskräfte in der islamischen Welt abgesehen.

(Spiegel)

Wer auf die islamische Realität hinweist, wird jedoch als islamophober Hetzer die volle Härte des Gesetzes zu spüren bekommen.

Schließlich habe der IS nichts mit dem Islam zu tun.

Türkische Wechselwähler

August 12, 2014

Bei den türkischen Wahlen wird der Islamist “Islamisch-Konservative” Erdogan gewählt:

Recep Tayyip Erdogan hat am Sonntag die Wahl zum türkischen Präsidenten für sich entschieden. In Wien erhielt er 81,4 Prozent der insgesamt 6.179 gültigen Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag österreichweit aber nur bei neun Prozent.

(ORF)

Bei den österreichischen Wahlen wählen die konservativen Türken auf einmal “progressiv”:

Die fortschrittliche SPÖ ist nun einmal die Partei, mit der die islamische Unterwanderung am besten voranschreiten kann.

Die niedrige Wahlbeteiligung lässt sich vielleicht damit erklären, dass viele der in Österreich wahlberechtigten Türken illegal beide Staatsbürgerschaften besitzen:

Doppel-Staatsbürgerschaften sind in Österreich in der Regel nicht erlaubt. Dennoch machen zehntausende Türken von der illegalen Möglichkeit Gebrauch, sich nach der Bewilligung der österreichischen Staatsbürgerschaft die türkische zurückzuholen.

(Presse)

…was dann doch einige davon abgeschreckt haben dürfte, sowohl SPÖ als auch AKP zu wählen.

Muss man Erdogan gratulieren?

August 10, 2014

Mit absoluter Mehrheit haben die Türken Premierminister Erdogan zum neuen Präsidenten gewählt. Auch künftig will er das Land nach seinen islamisch-konservativen Vorstellungen formen.

(Spiegel)

Wie auf Kommando wird der Islamist Erdogan in allen wichtigen deutschsprachigen Medien zum “Islamisch-Konservativen” verharmlost.

Das AKP-Kopftuch mag zwar “gemäßigter” als die Burka oder der Tschador sein – die Ideologie ist allerdings dieselbe.

Bemerkenswert sind auch die Reaktionen im Kommentarbereich:

objektive_betrachtung heute, 20:12 Uhr
Jeder muss den Willen des Volkes akzeptieren. Auch das ist Demokratie. In diesem Sinne, mein Glückwunsch.
3. In Ordnung
rosenrot367 heute, 20:19 Uhr
Wenn jeder zweite Wähler Erdogan wählt, dann ist an diesem Sieg nicht zu rütteln. Wenn 52% der Türken seinen Stil mögen – ist doch voll in Ordnung, dass sie einen Präsidenten Erdogan bekommen! Wir sollten nicht immer von unserem
4.
Mac_Beth heute, 20:22 Uhr
Sehe ich ähnlich. Man sollte die Meinung der Türken respektieren. Mir ist nur wichtig, dass wir unserem eigenen Wertesystem treu bleiben.

Während man in Europa einen permanenten “Kampf gegen Rechts” führen zu müssen glaubt, ruft man dazu auf, die “demokratische Entscheidung” der Türken zu respektieren.

Islamische Doppelmoral

Juli 17, 2014

Der türkische Verein UETD Austria (Vereinigung europäischer demokratischer Türken), der vor Kurzem den türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdoğan nach Wien eingeladen hat, sorgt wieder für Aufregung. Am Sonntag ist eine Großdemonstration für Palästina mit 10.000 Aktivisten geplant.

Deren Vertreter, Abdurrahman Karayazili, ist empört: “Antisemitische Aussagen haben bei uns keinen Platz, es geht um den Frieden auf der Welt.” Die Demonstration sei “keine türkische, sondern es werden auch Österreicher, Bosnier oder Araber erwartet, jeder ist willkommen. Uns geht es um die Menschen, die bombardiert werden.”

(Kurier)

Die Erdogan-Fans empören sich über Israel.

Wie würde Erdogan wohl an Israels Stelle reagieren?

Die türkische Armee hat ihre Angriffe auf Stellungen der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) im Südosten des Landes und im Nordirak fortgesetzt. Die türkische Armee greife mutmaßliche PKK-Stellungen auf beiden Seiten der Grenze an. Das berichtete ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP. Nach Angaben der Tageszeitung “Hürriyet” wurden seit Donnerstag mehr als 50 Kurden-Rebellen getötet.

Mit dem Militäreinsatz reagiert die Türkei auf PKK-Angriffe, bei denen Anfang der Woche in der Provinzhauptstadt Hakkari nahe der Grenze zum Irak 24 türkische Soldaten getötet und 18 weitere verletzt worden waren.

Es waren die zweitschwersten Verluste der türkischen Armee, seitdem die PKK im Jahr 1984 den bewaffneten Kampf gegen Ankara aufgenommen hatte. Staatschef Abdullah Gül hatte daraufhin “schreckliche Rache” angekündigt. Die türkische Armee flog zunächst Luftangriffe. Am Donnerstag begann sie einen Einsatz mit Bodentruppen.

(Die Welt, 22.10.2011)

Wo war die Solidarität mit den “bombardierten Menschen”, als Erdogan Kurdistan bombardieren ließ?

Der “Antizionismus” ist so ziemlich das Einzige, worauf sich Islamisten einigen können.

Wenn sie nicht Israel als gemeinsames Feindbild hätten, müssten sie sich eingestehen, dass Muslime heute in erster Linie von Muslimen im Namen des Islam tyrannisiert werden.

Im Dialüg mit dem Westen wird der eigene Antisemitismus natürlich abgestritten, obwohl er ein grundlegender Bestandteil der eigenen Ideologie ist.

Alltagsantizionismus

Mai 16, 2014

Am Eingang zum Supermarkt stellen sich mehrere Menschen Erdogan in den Weg. Unter ihnen sind eine Frau, die schnell zur Seite gezogen wird, sowie ein junger Mann in einem blauen T-Shirt. Erdogan packt den Jungen mit seiner linken Hand im Nacken und brüllt ihn an: “Warum rennst du weg, du israelische Brut?”, sagt Erdogan offenbar. Anschließend lässt der Politiker den Mann los und versetzt ihm einen leichten Schlag mit der linken Hand.

(Spiegel)

Wenn in den USA irgendeine Privatperson in irgendeinem Privatgespräch irgendetwas Politisch Unkorrektes sagt, wird es gleich als Beweis für den Alltagsrassismus einer gesamten ethnischen Bevölkerungsgruppe herangezogen.

Wenn hingegen der türkische Regierungs-Chef “Israeli” als Schimpfwort benützt, kommt der Spiegel nicht auf die Idee, von Rassismus zu sprechen.

Dabei gehört es voll zum türkischen Alltag, sich gegenseitig als Jude zu beschimpfen. Auch Erdogan wird von seinen politischen Gegnern gerne als “Zionist” bezeichnet.

Nur im Dialüg mit dem Westen vertauscht man die Rollen:

Dann verurteilt man den Antisemitismus, der “genauso schlimm wie die Islamophobie” sei.

Um die eigene antisemitische Ideologie ungestört nach Europa zu exportieren, stellt man sich selbst als die neuen Juden dar.

Der Sultan schickt Soldaten aus

Mai 13, 2013

Am Samstag wurde auf der Facebook-Seite “Die wahre Religion” dieses Foto veröffentlicht, das Suat Kilic (Bildmitte), türkischer Minister für Jugend und Sport, bei einem Treffen mit dem Kölner Salafisten-Chef und Hartz-IV-Betrüger Abou Nagie (2.v.r.) und anderen islamischen Hasspredigern zeigt.

(gefunden bei pi.news)

Möchtegern-Sultan Erdogan schickt gerne “Soldaten” aus und lässt “Bajonette” in Europa errichten:

“Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind. Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unserer Helme und die Gläubigen unsere Soldaten.” 

Wenn sich seine “Soldaten” dann wie in Syrien festrennen und den Terror zurück in die Türkei tragen, schreit er nach der UNO:

Aber das Attentat zeige, „wie ein Funke zum Flächenbrand wird, wenn die internationale Gemeinschaft schweigt und der UNO-Sicherheitsrat nicht handelt“. Schließlich seien „nicht nur die chemischen Waffen“ eine Überschreitung der „roten Linie“, sondern auch die von syrischen Streitkräften verübten „Massaker“

Es stellt sich gerade heraus, dass der Möchtegern-Sultan außer großen Sprüchen über seine “Bajonette und Soldaten” und Drohungen gegen Israel nicht viel draufhat und mit der Situation an den eigenen Grenzen heillos überfordert ist.

Sultan Erdogans Grenzen

Mai 12, 2013

Erdogan hatte sich gerne als Anführer der islamischen Welt, die sich nicht vom Westen bevormunden lassen wolle, aufgespielt.

Nun hat die islamische Welt die westliche (Nicht-)Führung, die sie sich nach den bösen Bush-Jahren so gewünscht hatte.

Man soll aufpassen, was man sich wünscht, denn es könnte in Erfüllung gehen.

Es stellt sich nämlich gerade heraus, dass der Möchtegern-Sultan außer großen Sprüchen über seine “Bajonette und Soldaten” und Drohungen gegen Israel nicht viel draufhat und mit der Situation an den eigenen Grenzen heillos überfordert ist.

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Elsässers Phantome

April 9, 2013

Ergenekon-Phantom und NSU-Phantom

Zwei parallele Prozesse in der Türkei und Deutschland sollen die Macht der Globalisten zementieren. Von Jürgen Elsässer, Chefredakteur COMPACT

Nicht nur der NSU-Prozess in Deutschland, Start nächste Woche, ist ein Jahrhundert-Prozess. Noch wichtiger ist das Ergenekon-Verfahren in der Türkei, und in vielem vergleichbar. Doch während sich das Erdogan-Regime den Mund zerreisst, weil in München keine Prozessplätze für türkische Medien reserviert sind, lässt es im eigenen Land die demokratische Öffentlichkeit beim Ergenekon-Prozess verprügeln und einschüchtern. Und vielleicht noch schlimmer: Kaum ein deutsches Medium nimmt Notiz davon!

Solange Erdogan als antiimperialistischer Verbündeter angesehen wurde, störte es Jürgen Elsässer nicht, dass in der Türkei tausende Menschen wegen eines “Phantoms” verfolgt wurden.

Ergenekon ist ein Phantom…

…sowie Gladio ein Phantom war.

Das Gladio-Phantom wurde den Italienern von Andreotti präsentiert, um von Italiens echten Skandalen abzulenken.

Der NSU ist kein Phantom, sondern eine reale, rechtsradikale Mörderbande.

Jürgen Elsässer versucht jedoch diese Mörderbande zu einem Phantom aufzubauschen, das “schlimmer als die RAF” gewesen sein solle und das natürlich auch Teil der großen Gladio-Verschwörung sei.

Dass der NSU von finsteren Mächten (CIA, Mossad,…) geschaffen worden wäre, um die “Macht der Globalisten” zu zementieren, glaubt wohl nicht einmal die NPD, welche die einzige politische Kraft ist, der die NSU-Sache eventuell ein wenig geschadet haben dürfte.


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