Posts Tagged ‘Frankreich’

Neo-Realismus bei Frankreichs Linken

April 1, 2014

Im Alltag der Peripherie bildet Valls seine Grundsätze. Er steht zur Abgrenzung gegenüber illegalen Einwanderern oder krimineller Subkultur – und wird daher bald im rechten ideologischen Spektrum der Partei verortet. Doch Valls scheut sich nicht, gegen den Strom zu schwimmen. 2005 stimmt er zunächst gegen die EU-Verfassung, er rügt sozialistische Errungenschaften wie die 35-Stunden-Woche oder wendet sich gar gegen die Verrentung mit 60 Jahren. Überzeugung oder taktisches Geschick? Die politisch unkorrekten Einlassungen bescheren ihm landesweite Bekanntschaft.

(Spiegel)

Allmählich scheinen sogar Frankreichs Linke zu begreifen, dass sie mit ihren linken Illusionen Le Pen den Weg ebnen.

EU-Kommissare können es sich hingegen erlauben, die Realität weiter zu ignorieren, zumal sie sich keiner Wahl stellen müssen.

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Nach der EU

Mai 7, 2012

Die Reichen im eigenen Land kann man bis zu einem gewissen Maß schröpfen.

Ganze Staaten werden sich jedoch nicht ewig maßlos schröpfen lassen.

Wenn noch mehr Wähler dem griechischen oder französischen Beispiel folgen, wird es mittelfristig keine EU mehr geben.

Auf den Trümmern einer gescheiterten sozialtechnokratischen EU werden wohl neue alte Staaten entstehen.

Ungarn ist bereits dort angelangt, wo man vor dem 2. Weltkrieg war.

„Nach der EU“ wird wohl leider „vor der EU“ sein.

Faschismus war im alten Europa nicht die Ausnahme, sondern die Regel.

Nur die wohlhabendsten Staaten werden sich die Demokratie noch leisten wollen.

Frankreich hat leider gerade die Grundlagen dafür gelegt, nicht dazu zu gehören.

Der Jubel über rote Karten ist daher äußerst kurzsichtig.

Diskriminiert Sarkozy die Roma?

August 28, 2010

Wie alle anderen EU-Bürger dürfen bulgarische und rumänische Roma ihren Wohnsitz innerhalb der EU frei wählen. Es steht ihnen daher frei, sich in Frankreich eine Arbeit zu suchen, eine Wohnung zu mieten und ihre Kinder zur Schule zu schicken.

Die Errichtung illegaler Siedlungen und die Erwirtschaftung des Lebensunterhalts durch illegale Aktivitäten werden jedoch nicht vom EU-Recht auf Freizügigkeit abgedeckt.

Wer meint, den Roma stehe – anders als allen anderen EU-Bürgern – das Recht zu, illegale Siedlungen zu errichten, diskriminiert die Roma.

Positive Diskriminierung mag zwar am Anfang angenehm sein – letztlich trägt sie dazu bei, aus den in Osteuropa diskriminierten Menschen in ganz Europa diskriminierte Menschen machen.