Posts Tagged ‘Holocaustleugnung’

Sollten falsche Ansichten strafbar sein?

Dezember 22, 2011

Die Meinungsfreiheit gilt zu Recht als eines der höchsten Güter unseres politischen Systems.

Selbst die Holocaustleugung (die wohl widerlichste Art der Geschichtsverfälschung) wird in den USA und GB daher vom Recht auf Meinungsfreiheit umfasst.

Auch wer den Genozid an den Armeniern leugnet, sollte als Ignorant geächtet, aber nicht für seine falsche Ansicht bestraft werden. 

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,805311,00.html

Dabei steht es jedoch Erdogan & Co wohl am wenigsten zu, das Recht auf Meinungsfreiheit einzufordern.

Während man in den USA der eigenen Regierung ungestraft vorwerfen darf, für das schlimmste Verbrechen der amerikanischen Geschichte verantwortlich zu sein, werden türkische Journalisten, welche die offizielle Version der „Ergenekon-Verschwörung“ in Zweifel ziehen, vom AKP-Regime gerichtlich verfolgt.

https://aron2201sperber.wordpress.com/2011/11/22/vorbild-erdogan/

Indem man – wenn auch aus noch so hehren Motiven – das Recht auf Meinungsfreiheit einschränkt, stellt man sich auf dieselbe Stufe eines Erdogans.

Die in Deutschland strafbare Holocaustleugnung bietet Ahmadinejad die Möglichkeit „den Westen“ als „doppelmoralisch“ darzustellen.

Wenn man betrachtet, wie unterschiedlich die verschiedenen Holocaustleugner behandelt werden, hat er sogar Recht:

https://aron2201sperber.wordpress.com/2011/11/29/leugner-der-holocaustleugnung/

Auch wenn es sich dabei nicht um den „Westen“, sondern lediglich um Deutschland und Österreich handelt.

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Die ambivalenten Entnazifizierer

September 23, 2011

Was ist eigentlich das Gefährliche an der Leugnung des Kapitalverbrechens der jüngeren Menschheitsgeschichte?

Durch die Holocaustleugnung – aber auch durch die Relativierung – wird der moralische Kilometer-Zähler wieder zurückgedreht.

Wenn er wieder auf Null steht, und es keinen Holocaust gegeben hat, gibt es auch weniger Bereitschaft, zukünftige Verbrechen ähnlicher Art zu verhindern.

Eine wesentliche Grundvoraussetzung, die totalitäre Regime für die Umsetzung eines neuen Holocausts bräuchten.

In Österreich und Deutschland ist die Strafbarkeit der Holocaust-Leugnung ein praktisches Mittel, um Ewiggestrige zu überführen, weswegen die 68er als selbternannte Entnazifizierer Deutschlands und Österreichs die strenge Bestrafung befürworten.

Wenn hingegen der iranische Präsident Mahmud Ahmadinejad den Holocaust leugnet, beschwichtigen uns die 68er-Nazijäger, obwohl die Mullahs wohl viel eher dazu in der Lage wären, einen neuen Holocaust zu veranstalten als ein paar Ewiggestrige in Deutschland oder Österreich.