Posts Tagged ‘Iran’

Wo das Verständnis eines IS-Verstehers endet

April 3, 2015

Jürgen Todenhöfer hat für alle Bösewichte dieser Welt furchtbar viel Verständnis.

Er war schon bei Diktatoren, Taliban, Mullahs und selbstverständlich war es ihm auch ein besonders großes Anliegen, die Befindlichkeiten der IS-Terroristen persönlich zu erkunden.

Doch bei Netanyahu hört sich die Freundschaft auf:

Der Kernsatz des vom obersten iranischen Führer Ali Chamenei abgesegneten Verhandlungs-Vorschlags lautete: “Iran will Frieden mit den USA.” Irgendwann gab es dann erste Geheimgespräche. In Oman. Und jetzt hoffentlich Frieden. Das ist 1000mal besser als jeder verdammte Krieg, Herr Netanjahu! Euer JT

PS: Israel hat sich in den letzten Jahrzehnten heimlich hunderte Atomwaffen zugelegt. Dass jetzt ausgerechnet Netanjahu am lautesten gegen die Einigung von Lausanne schießt, zeigt, dass einigen westlichen Politikern auch die letzten Reste politischer Moral abhanden gekommen sind.

Hodi

Wenn so ein Deal von einem Todenhöfer bejubelt wird, ist es ein sicheres Zeichen, dass es sich um einen sehr gefährlichen Deal für Israel handelt.

Todenhöfer ist zwar nicht wirklich Mainstream, seine Ignoranz gegenüber der Bedrohung, die eine iranische Bombe für Israel darstellt, teilen allerdings viele Deutsche.

Ausgerechnet eine Nation von Atomhysterikern, die wegen eines Erdbebens in Japan auf eine Form von Energiegewinnung (auf die sie dringend angewiesen wäre) verzichten will, hat mit dem iranischen Atomprogramm kein Problem, obwohl der Iran in einem Erdbebengebiet liegt und nicht im Geringsten auf Atomenergie angewiesen ist.

Alle wissen ganz genau, dass es bei Irans Atomprogramm eben nicht um Energiegewinnung, sondern um etwas ganz Anderes geht.

Auch Todenhöfer verzichtet nicht, darauf hinzuweisen, dass sich Israel schließlich auch Atombomben zugelegt habe.

Bei den Verstehern des iranischen Atmoprogramms wird der Bedrohte zum Aggressor gemacht: Nicht die Mullahs würden Israel aus ideologischen Gründen vernichten wollen, sondern Israel sei aus ideologischen Gründen gegen den “gemäßigten Iran”, weswegen sich die Iraner mit einer Atombombe vor einem Regime-Wechsel schützen müssten.

Ein demokratischer Iran wäre zwar tatsächlich wünschenswert – besonders für die Iraner.

Gerade Israel würde jedoch jedes iranische Regime akzeptieren, das bereit wäre, in Frieden mit Israel zu leben.

Nicht die Israelis haben eine Anti-Iran-Obsession, sondern die Mullahs hegen eine Anti-Israel-Obsession.

Würden die Mullahs die Vernichtung Israels aus ihrer Staatsdoktrin streichen, würde dies der “Israel-Lobby” als “Regime-Wechsel“ wohl völlig ausreichen.

Gottesstaat muss mit Satan kooperieren

November 21, 2014

„Die Schadenfreude der Hardliner bei einem Scheitern wäre grenzenlos“, sagt ein Politologe in Teheran. Seiner Einschätzung nach wäre ein Scheitern im Atomstreit „der Anfang vom Ende der gesamten Reformwelle“. Besonders Rouhanis Versöhnungskurs mit dem Westen, auch mit dem Erzfeind USA, wäre dann endgültig gescheitert. Im Gegenzug wäre Israels Standpunkt, dass Diplomatie mit dem Iran keinen Sinn habe, endgültig bestätigt, so der Politologe.

(ORF)

Wie üblich wird der Bedrohte zum Aggressor gemacht: Nicht die Mullahs würden Israel aus ideologischen Gründen vernichten wollen, sondern Israel hätte aus ideologischen Gründen gar kein Interesse an einem “gemäßigten Iran”.

Ein demokratischer Iran wäre zwar tatsächlich wünschenswert – insbesondere für die Iraner.

Gerade Israel würde jedoch jedes iranische Regime, das bereit wäre, in Frieden mit Israel zu leben, akzeptieren.

„Das wäre für uns dann die schlechteste Option“, sagt der westliche Diplomat. Dann würde es neben der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) im Nachbarland Irak „gleich um die Ecke eine Hardliner-Regierung geben“. Besonders im Kampf gegen den IS könnte Teheran in der jetzigen politischen Konstellation ein nützlicher Verbündeter sein. Dessen sind sich auch die Republikaner in den USA bewusst, so der Diplomat.

Tatsächlich handelt es sich beim iranischen Gottesstaat um ein Hardliner-Regime, auch wenn man der Welt die Rouhani-Regierung gerade als ein etwas zivilisierteres Aushängeschild präsentiert.

In seiner jugendlichen Sturm und Drang-Phase ist jedoch der neue sunnitische Gottesstaat, der aus dem syrischen Bürgerkrieg hervorgegangen ist, für den in die Jahre gekommenen schiitischen Gottesstaat eine unmittelbare Bedrohung.

Dem iranischen Gottesstaat wird daher so oder so gar nichts anderes übrig bleiben, als bei der Eindämmung des sunnitischen Gottesstaates mit seinen satanischen Erzfeinden zu kooperieren.

Daher ist es gerade jetzt völlig unnötig, dem iranischen Gottesstaat zu den Mitteln zu verhelfen, mit denen er seine Allmachts-Phantasien in die Realität umsetzen könnte.

Der alte und der junge Gottesstaat

September 17, 2014

Dieser Konflikt trat am Montag vor der Konferenz der Anti-IS-Allianz deutlich zu Tage. „Wir wurden vom amerikanischen Botschafter im Irak kontaktiert und gefragt, ob auch wir an ihrer Koalition gegen IS teilnehmen wollen. Als ich über dieses Ansinnen informiert wurde, habe ich Nein gesagt“, erklärte Chamenei.

(ORF)

Die Mullahs wollen also wie Putin lieber “Geopolitik” betreiben, statt sich an der Bekämpfung von IS zu beteiligen.

Ein junger sunnitischer Gottesstaat in seiner “Sturm und Drang”-Phase stellt jedoch gerade für den in die Jahre gekommenen schiitischen Gottesstaat ein unkalkulierbares Risiko dar.

Die Mullahs sollen es richten?

Juni 18, 2014

SPD-Außenpolitiker Mützenich mahnte, bisherige Konstellationen der Zusammenarbeit zu überdenken. “Wir dürfen die Rolle Irans nicht unterschätzen. Der Westen muss bereit sein, enger mit Teheran zusammenzuarbeiten und Iran als wichtigen Akteur in der Region anzuerkennen”, forderte Mützenich. “Hier ist die gesamte Region gefordert, eine politische Lösung zu finden. Staaten wie Saudi-Arabien oder die Türkei müssen dafür sorgen, den ungehinderten Strom an Waffen einzudämmen. Nur ein regionalpolitischer Ansatz kann eine Eskalation verhindern”, fügte er hinzu.

(Spiegel)

Der Terror im Irak ist das Ergebnis des Versagens in Syrien, wo man den Kampf gegen Assad den Dschihadisten ueberlassen hat.

Im Gegensatz zu Gaddafi und Saddam hätte Assad wohl kaum bis zum bitteren Ende gekämpft.

Wäre der iranische und russische Einfluss auf Assad nicht so strak gewesen und der Wille des Westens nicht so schwach, könnte die Familie Assad schon längst in einem angenehmen Exil verweilen und Syrien und dem Irak wäre ein äußerst blutiger Bürgerkrieg erspart geblieben.

Erst hat man sich einen schwachen amerikanischen Präsidenten wie Obama gewünscht.

Nun will man sich einem islamistischen Regime, das wesentlich zur Eskalation der Gewalt beigetragen hat, an den Hals werfen.

Russland, Iran, China haben vielleicht Grund, über die Schwäche des Westens zu feixen.

Wir Europäer werden hingegen wie beim Balkankrieg die Folgen der amerikanischen Führungsschwäche in Form von weiteren Flüchtlingsströmen aus der Krisenregion sehr unangenehm zu spüren bekommen.

Energiewende am Ende?

März 27, 2014

Angela Merkel deutet eine mögliche Abkehr von russischen Gaslieferungen an. Es werde eine “neue Betrachtung der gesamten Energiepolitik” geben, sagte die Bundeskanzlerin. Kanadas Premierminister Harper bietet sich bereits als Lieferant an.

(Spiegel)

Hoffentlich führt diese Neubewertung zu mehr Energie-Realismus.

Durch die deutsche Fukushima-Berichterstattung wurde das Ende der deutschen Kernkraft eingeleitet, obwohl keiner der 20.000 Toten durch Strahlung ums Leben kam.

Unsere Energie müssen wir wegen der “Energiewende” von Putins Demokratur und von den Atom-Mullahs beziehen.

Dieselben Medien, die uns dazu gebracht haben, unsere eigenen tatsächlich ungefährlichen Atomkraftwerke abzuschalten, verteidigen das Atomprogramm der Mullahs als “friedlich”.

Deutschland kauft dann vom Iran Gas, wodurch die Mullahs wiederum ihr Atomprogramm finanzieren können, wobei der Iran im Gegensatz zu Deutschland tatsächlich in einem gefährlichen Erdbebengebiet liegt, und der Iran im Gegensatz zu Deutschland auf Atomstrom absolut nicht angewiesen wäre.

Eine dämlichere Form von Globalisierung ist kaum vorstellbar.

Hauptsache kein Fukushima

November 25, 2013

Dass es beim iranischen Atomprogramm nicht um Energiegewinnung, sondern um Aufrüstung geht, bestreitet nicht einmal der Spiegel:

Doch trotz aller Strafmaßnahmen baute Teheran stur und heimlich sein Atomprogramm weiter aus.

Über kurz oder lang wird Iran eine Atombombe bauen können. Die Frage ist, ob Teheran das tatsächlich will – oder es bei der Fähigkeit dazu belässt.

(Spiegel)

Bei Augstein & Co. wird jedoch der Bedrohte zum Aggressor gemacht: Nicht die Mullahs würden Israel aus ideologischen Gründen vernichten wollen, sondern Israel sei aus ideologischen Gründen gegen den gemäßigten Iran, weswegen sich die gemäßigten Iraner mit einer Atombombe vor einem Regime-Wechsel schützen müssten.

Ein demokratischer Iran wäre zwar tatsächlich wünschenswert – insbesondere für die Iraner.

Gerade Israel würde jedoch jedes iranische Regime, das bereit wäre, in Frieden mit Israel zu leben, akzeptieren.

Nicht die Israelis haben eine Anti-Iran-Obsession, sondern die Mullahs eine Antizionismus-Obsession.

Würden die Mullahs die Vernichtung Israels aus ihrer Staatsdoktrin streichen, würde dies der “Israel-Lobby” als “Regime-Wechsel“ wohl völlig ausreichen.

Würde es jedoch nicht um eine Atombombe für den Frieden, sondern tatsächlich nur um die friedliche Nutzung von Kernenergie gehen, würden gerade in Deutschland alle Alarmglocken hysterisch schrillen, zumal der Iran wie Fukushima in einem Erdbebengebiet liegt.

Eine Atombombe in den Händen der Mullahs sei ein kalkulierbares Risiko.

Die Beherrschung der Kernenergie traut man hingegen nicht einmal den eigenen deutschen Technikern zu, obwohl Deutschland im Gegensatz zum Iran und Japan nicht einmal in einem Erdbebengebiet liegt.

Warum es immer die Zionisten sein müssen

November 19, 2013

Beirut – Bei einem Anschlag auf die iranische Botschaft im Libanon sind mindestens 23 Menschen ums Leben gekommen und mehr als 140 weitere verletzt worden.

Irans Botschafter Ghadanfar Rukn Abadi machte in einer ersten Stellungnahme “zionistische Agenten” für die Tat verantwortlich.

(Spiegel)

Warum muss es unbedingt ein “zionistischer Agent” gewesen sein?

Wenn man nicht die Zionisten als Sündenböcke hätte, müsste man sich womöglich eingestehen, dass Muslime heute in erster Linie von Muslimen im Namen des Islam massakriert werden.

Der Anschlag ereignete sich einen Tag bevor Iran und die sogenannten P5+1-Staaten in Genf die Verhandlungen um das iranische Atomprogramm wieder aufnehmen. Zuletzt hatten sich beide Seiten im Nuklearkonflikt angenähert.

Was will uns der Spiegel damit sagen?

Soll der Anschlag dem Iran bei den Atomverhandlungen etwa schaden?

Der Weihnachtsmann und der Grinch

Oktober 7, 2013

Wo Rohani wirbt, predigt Netanjahu. Er, ein israelischer Premier, glaubt die Iraner daran erinnern zu müssen, was an ihrem politischen System alles auszusetzen sei – die undemokratischen Wahlen, die Unfreiheit, die grausame Unterdrückung der Proteste 2009. Und dann passiert es.

“Das iranische Volk würde Blue Jeans tragen”

“Ich glaube, wenn es nach dem Willen des iranischen Volkes gehen würde, würden sie Blue Jeans tragen, sie hätten westliche Musik und freie Wahlen”, sagt der israelische Premierminister. Der fatale Satz ist hier zu sehen.

(Spiegel)

Der Iran liegt zwar wie Japan in einem Erdbebengebiet und der Iran ist im Gegensatz zu Japan und Deutschland auf Atomenergie absolut nicht angewiesen, trotzdem glauben die größten Atomhysteriker der Welt dem iranischen Weihnachtsmann, wenn er für die Friedlichkeit des iranischen Atomprogramms wirbt.

Der israelische Grinch, der mit seinen Predigten das friedliche Weihnachtsfest verderben will, bekommt hingegen sein Fett ab.

Die deutschen Iran-Friedens-Experten hatten gegen die Sanktionen gewettert, deren Wirkungslosigkeit sie prophezeiten.

Die Werbeoffensive des Mullah-Regimes, um die Sanktionen loszuwerden, beweist wohl eher das Gegenteil.

Augsteins unbelegtes Gerede

August 27, 2013

Dabei hatte schon Ahmadinedschads Vorgänger Chatami 2003 versucht, den kalten iranisch-amerikanischen Krieg zu beenden: Damals war die Rede davon, das iranische Atomprogramm zum Teil einer großen Verhandlungslösung zu machen. Es war die Rede davon, dass Iran Israel seine Anerkennung gewähren und Hisbollah und Hamas seine Unterstützung entziehen wolle. Aber die damalige Bush-Regierung winkte ab – die Amerikaner haben an einem gemäßigten Iran kein Interesse. Sie wollen den Regimewechsel.

(Jakob Augstein – Spiegel)

“Damals war die Rede davon” ist wohl keine sehr seriöse Quelle: Tatsächlich war nie die Rede davon, dass die Mullahs bereit gewesen wären, die von Augstein aufgezählten Maßnahmen in Erwägung zu ziehen.

Würden die Mullahs die Vernichtung Israels aus ihrer Staatsdoktrin streichen, würde dies der “Israel-Lobby” als “Regimewechsel“ wohl völlig ausreichen.

Bei Augstein wird jedoch der Bedrohte zum Aggressor gemacht: Nicht die Mullahs würden Israel aus ideologischen Gründen vernichten wollen, sondern Israel und Bush hätten aus ideologischen Gründen gar kein Interesse an einem “gemäßigten Iran”.

Ein demokratischer Iran wäre zwar tatsächlich wünschenswert – insbesondere für die Iraner.

Gerade Israel würde jedoch jedes iranische Regime, das bereit wäre, in Frieden mit Israel zu leben, akzeptieren.

Der Superiraner mit dem Torkette-Syndrom

Juli 18, 2013

Wenn man sieht, womit die iranische Opposition beschäftigt ist, wundert es mich nicht, dass die Mullahs das Land seit über 30 Jahren relativ ungestört beherrschen können:

Zum Schluss aber soll es noch was zu lachen geben, und zwar bei unserem allseits beliebten Freund und Dummblogger Arschon Spermoid. Darin beklagt sich unser Super-Ösi über Edward Snowden, den er nicht als Helden anerkennen möchte. Was hier interessant ist, ist, dass es zwischen PI-News und anderen irrelevanten Blogs von solchen Idioten kaum Unterschiede gibt. Der Aron meint ein Superfreund von Amerika zu sein, indem er Snowden verurteilt. Das verlinkte Kommentar aber offenbart, dass diese Gestalten, die hysterisch die USA-Flagge schwingen, noch nicht einmal die Verfassung dieses Landes kennen, dem sie angeblich zujubeln. Was auch nicht weiter verwunderlich ist, denn wir haben es hier mit dem geistigen Prekariat zu tun, das übrigens genauso auf den american viewer zutrifft, wie auch auf dem anderen Idioten, der bei Facebook über Fussball schreibt. Diese ungebildeten Idioten haben einen inzestuösen Kreis gebildet, wo sie sich gegenseitig die Eier schaukeln. Bezeichnend ist aber, dass selbst der American viewer keine Ahnung von der Verfassung seines eigenen Landes hat und dementsprechend seinem Kumpel Arschon nicht helfen konnte. So gesehen wird jeder nachvollziehen können, dass hier auf dem Blog die amerikanische Idee hochgehalten wird und nicht etwa blind die Politik eines Landes. Nicht so aber bei Arschon und anderen. Denn das monarchistisch-christlichen Erbe steckt diesen Leuten tief in den Knochen und Intellektuelle sind sie nun einmal nicht, von der Idee der Demokratie haben sie keine Ahnung, also machen sie sich eben zum Cheerleader der Obama-Administration. Der Arschon übrigens auch noch als Fan der diebischen P&P-Torks.

(Tangsir)


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