Posts Tagged ‘Iran’

Augsteins unbelegtes Gerede

August 27, 2013

Dabei hatte schon Ahmadinedschads Vorgänger Chatami 2003 versucht, den kalten iranisch-amerikanischen Krieg zu beenden: Damals war die Rede davon, das iranische Atomprogramm zum Teil einer großen Verhandlungslösung zu machen. Es war die Rede davon, dass Iran Israel seine Anerkennung gewähren und Hisbollah und Hamas seine Unterstützung entziehen wolle. Aber die damalige Bush-Regierung winkte ab – die Amerikaner haben an einem gemäßigten Iran kein Interesse. Sie wollen den Regimewechsel.

(Jakob Augstein – Spiegel)

„Damals war die Rede davon“ ist wohl keine sehr seriöse Quelle: Tatsächlich war nie die Rede davon, dass die Mullahs bereit gewesen wären, die von Augstein aufgezählten Maßnahmen in Erwägung zu ziehen.

Würden die Mullahs die Vernichtung Israels aus ihrer Staatsdoktrin streichen, würde dies der „Israel-Lobby“ als „Regimewechsel“ wohl völlig ausreichen.

Bei Augstein wird jedoch der Bedrohte zum Aggressor gemacht: Nicht die Mullahs würden Israel aus ideologischen Gründen vernichten wollen, sondern Israel und Bush hätten aus ideologischen Gründen gar kein Interesse an einem „gemäßigten Iran“.

Ein demokratischer Iran wäre zwar tatsächlich wünschenswert – insbesondere für die Iraner.

Gerade Israel würde jedoch jedes iranische Regime, das bereit wäre, in Frieden mit Israel zu leben, akzeptieren.

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Der Superiraner mit dem Torkette-Syndrom

Juli 18, 2013

Wenn man sieht, womit die iranische Opposition beschäftigt ist, wundert es mich nicht, dass die Mullahs das Land seit über 30 Jahren relativ ungestört beherrschen können:

Zum Schluss aber soll es noch was zu lachen geben, und zwar bei unserem allseits beliebten Freund und Dummblogger Arschon Spermoid. Darin beklagt sich unser Super-Ösi über Edward Snowden, den er nicht als Helden anerkennen möchte. Was hier interessant ist, ist, dass es zwischen PI-News und anderen irrelevanten Blogs von solchen Idioten kaum Unterschiede gibt. Der Aron meint ein Superfreund von Amerika zu sein, indem er Snowden verurteilt. Das verlinkte Kommentar aber offenbart, dass diese Gestalten, die hysterisch die USA-Flagge schwingen, noch nicht einmal die Verfassung dieses Landes kennen, dem sie angeblich zujubeln. Was auch nicht weiter verwunderlich ist, denn wir haben es hier mit dem geistigen Prekariat zu tun, das übrigens genauso auf den american viewer zutrifft, wie auch auf dem anderen Idioten, der bei Facebook über Fussball schreibt. Diese ungebildeten Idioten haben einen inzestuösen Kreis gebildet, wo sie sich gegenseitig die Eier schaukeln. Bezeichnend ist aber, dass selbst der American viewer keine Ahnung von der Verfassung seines eigenen Landes hat und dementsprechend seinem Kumpel Arschon nicht helfen konnte. So gesehen wird jeder nachvollziehen können, dass hier auf dem Blog die amerikanische Idee hochgehalten wird und nicht etwa blind die Politik eines Landes. Nicht so aber bei Arschon und anderen. Denn das monarchistisch-christlichen Erbe steckt diesen Leuten tief in den Knochen und Intellektuelle sind sie nun einmal nicht, von der Idee der Demokratie haben sie keine Ahnung, also machen sie sich eben zum Cheerleader der Obama-Administration. Der Arschon übrigens auch noch als Fan der diebischen P&P-Torks.

(Tangsir)

Ulrike Meinhofs iranischer Genosse

Februar 9, 2013

Mitte der 60iger Jahre geriet Bahman Nirumand nach der Gründung der militanten marxistisch-leninistischen Terrorgruppe “Goruhe Kadreh“, die als Stadtguerilla in den iranischen Städten dienen und den Antiimperialistischen Kampf im Iran aufnehmen sollte, in Konflikt mit dem Shah-Regime und flüchtete nach Deutschland. Er ist ein Anti-Iraner und geistiger Brandstifter der ersten Stunde. Dieses wertlose Buch war Vorlage für viele Zeitungsartikel über den Iran. Gerne wird dieser Verräter auch heute noch von ZDF und ARD zu Politdiskussionen eingeladen und dort erlaubt sich dieser Anti-Iraner für die Exiliraner in Deutschland zu sprechen.

(Parse und Parse)

Während Nirumand den Schah bedingungslos verteufelt hatte, verharmlost der angebliche Dissident das heutige Regime mit fast der gleichen propagandistischen Energie.

Dass Bahman Nirumand von seinen alten 68er-Genossen immer noch hofiert wird, ist keine Überraschung.

Warum der von mir sehr geschätzte Christian Ortner Werbung für seine Propaganda macht, kann ich nicht verstehen.

Ulrike Meinhofs Genosse hatte durch seine Propaganda gegen den Schah wesentlich zur Radikalisierung der deutschen 68er-Bewegung beigetragen. Die tödlichen Schüsse eines Polizisten (der sich nunmehr als Stasi-Agent entpuppt hat) auf einen Demonstranten bei einer Anti-Schah-Demo wurden als Rechtfertigung für den Beginn des linksradikalen Terrors herangezogen.

1968 beabsichtigte Nirumand zusammen mit seinem Freund Rudi Dutschke einen AFN-Sendemast zu sprengen, was u. a. an der Verweigerung der Unterstützung durch ihren Saarbrücker Genossen Franz Josef Degenhardt scheiterte.

Das von ihm 1967 verfasste Werk Persien, Modell eines Entwicklungslandes oder die Diktatur der Freien Welt und die darin enthaltene Propaganda waren der geistige Boden für den Sturz des Schah.

1979 kehrte er noch vor der Gründung der Islamischen Republik in den Iran zurück.

In seiner Analyse hatte er sich, was den Willen zur Macht der Mullahs betraf, allerdings schwer verschätzt.

Als die iranische Revolution begann, ihre marxistischen Kinder zu fressen, flüchtete jedoch keiner der kleinen Antiimperialisten in einen sozialistischen Bruderstaat, sondern man bevorzugte als Exil den imperialistischen Westen, wo auch schon oft die eigenen (bürgerlichen) Eltern warteten.

Nach dreijährigem Aufenthalt im Iran ging Nirumand zunächst nach Paris, da man ihm die Einreise in die Bundesrepublik zunächst verweigerte, und anschließend wieder nach Berlin.

Im westlichen Exil haben viele alte iranische Marxisten – zumindest aus der Ferne – ihren Frieden mit dem Regime geschlossen. Es ist allerdings auch leicht, die antiimperialistischen Ideale hochzuhalten, indem man sich der sozialistischen oder islamistischen Realität durch ein Exil im bösen Westen entzieht.

Irans Intelligenzija und ihr Mossadegh-Mythos

November 9, 2012

Der Mossadegh-Mythos besagt, dass die iranische Demokratie durch einen „Umsturz von außen“ für immer und ewig verpfuscht worden sei. Jener Mythos ermöglicht es der iranischen Intelligenzija, die Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte bei Khomeinis antiimperialistischer Revolution zu vermeiden.

Die iranische Intelligenzija hatte sich 1979 Khomeinis antiimperialistischer Revolution angeschlossen und so einem Regime zur Macht verholfen, das in jeder Hinsicht schlimmer als das Schah-Regime war.

Wäre jedoch Mossadegh 1953 nicht abgesetzt worden, wäre der Iran eine wunderbare Demokratie, und man wäre gar nicht in die Verlegenheit geraten, jenen Fehler zu begehen.

Nach heutiger Sicht wird jener Staatsstreich der CIA zugeschrieben, welche durch die Operation Ajax die Absetzung Mossadeghs unterstützt hatte. Die Entmachtung eines demokratisch legitimierten Politikers zugunsten einer Diktatur war mit Sicherheit kein Ruhmesblatt der US-Außenpolitik. Die Angst im kalten Krieg ein weiteres Land an die Kommunisten zu verlieren, verschuldete jenen Sündenfall. Entscheidend für das Gelingen des Staatsstreichs war jedoch in erster Linie die aktive Beteiligung der persischen Elite. Möglicherweise wäre die Absetzung Mossadeghs auch ohne CIA Hilfe (in der Höhe von 1 Million Dollar) erfolgreich durchgeführt worden.

Auch im damaligen Iran studierten wohl vornehmlich Kinder aus der Mittel- und Oberschicht. Bei der iranischen Intelligenzija, die sich seit jeher über den Sturz Mossadeghs beklagt, handelt es sich zum größten Teil um die Kinder der Elite, die Mossadegh selbst abgesetzt hatte.

Als die iranische Revolution begann, ihre marxistischen Kinder zu fressen, floh keiner von den kleinen Antiimperialisten in einen sozialistischen Bruderstaat, sondern man bevorzugte als Exil den imperialistischen Westen, wo auch schon oft die eigenen Eltern warteten.

Im westlichen Exil haben viele alte iranische Marxisten – zumindest aus der Ferne – ihren Frieden mit dem Regime geschlossen. Es ist allerdings auch leicht, die antiimperialistischen Ideale hochzuhalten, indem man sich der sozialistischen oder islamistischen Realität durch ein Exil im bösen Westen entzieht.

Was du heute kannst besorgen…

September 29, 2012

Welchen Grund sollte Israel haben, den Iran anzugreifen, ohne vom Iran bedroht zu sein?

Israel grenzt nicht an den Iran und kann sich weder Landgewinne noch einen Regime-Change erwarten, da ein Angriff die Iraner sogar eher hinter das Regime scharen würde.

Der einzige Grund, warum sich der Iran vor einem israelischen Angriff berechtigte Sorgen machen muss, besteht in seiner atomaren Aufrüstung, welche der Iran nicht dazu braucht, um Israel vor einem Angriff abzuschrecken, sondern um mit Israel militärisch auf gleiche Augenhöhe zu kommen, was wiederum die Grundvoraussetzung für die Umsetzung der stets beschworenen Ziele wäre:

Die Risken eines Angriffs sind den Israelis wohlbewußt.

Dazu braucht es keine „Freunde„, die Israel ständig darüber belehren.

Die Israelis sollten das tun, was notwendig für ihre Sicherheit ist, ohne auf die Ratschläge ihrer europäischen „Freunde“ zu hören.

Denn die Ratschläge der europäischen „Freunde“ werden auch die Mullahs nicht davon abhalten, ihre Ziele zu verfolgen, sobald sie einmal dazu in der Lage  sind.

Was du heute kannst besorgen

September 18, 2012

Welchen Grund sollte Israel haben, den Iran anzugreifen, ohne vom Iran bedroht zu sein?

Israel grenzt nicht an den Iran und kann sich weder Landgewinne noch einen Regime-Change erwarten, da ein Angriff die Iraner sogar eher hinter das Regime scharen würde.

Nicht die Israelis haben eine Iran-Obsession, sondern die Mullahs eine Israel-Obsession.

Der einzige Grund, warum sich der Iran vor einem israelischen Angriff berechtigte Sorgen machen muss, besteht in seiner atomaren Aufrüstung, welche der Iran nicht dazu braucht, um Israel vor einem Angriff abzuschrecken, sondern um mit Israel militärisch auf gleiche Augenhöhe zu kommen, was wiederum die Grundvoraussetzung für die Umsetzung der stets beschworenen Ziele wäre:

Die Risken eines Angriffs sind den Israelis wohlbewußt.

Dazu braucht es keine „Freunde“, die Israel ständig darüber belehren.

Die Israelis sollten das tun, was richtig für ihre Sicherheit ist, ohne auf die Ratschläge ihrer europäischen „Freunde“ zu hören.

Denn die Ratschläge der europäischen „Freunde“ werden auch die Mullahs nicht davon abhalten, ihre Ziele zu verfolgen, sobald sie einmal dazu in der Lage  sind.

Europas Botschaften an den Iran

September 12, 2012

Botschaften an Israel werden vor allem in Teheran gehört, das daraus seine Rückschlüsse zieht. Sie werden als Signal aufgenommen, dass man ohnedies mit dem Bombenbasteln fortfahren könne. Daher sind die ständigen öffentlichen Warnungen an Israel, auf einen Präventivschlag gegen Iran zu verzichten, gefährlich und kriegsfördernd. Denn selbst wenn man der Meinung wäre, Israel solle der Fertigstellung der iranischen Bombe tatenlos zusehen, wäre es klug und die einzige friedenstiftende Politik gewesen, das niemals öffentlich zu sagen. Was aber etwa ein Herr Westerwelle ständig tut.

An der Dummheit und Gefährlichkeit der europäischen Nahostpolitik ändert auch der Umstand nichts, dass auch die amerikanische Politik zunehmend solche gefährlichen Signale der Unsicherheit aussendet. Diese sind aber derzeit wenigstens durch den Wahlkampf erklärlich, in dem man sich keinesfalls durch einen israelischen Präventivschlag mit all seinen ungewissen und gefährlichen Konsequenzen stören lassen will.

Aber es steht außer Zweifel, dass eine iranische Bombe noch viel gefährlicher ist als ein zweifellos ebenfalls hochriskanter israelischer Präventivschlag.

(Andreas Unterberger)

Gelassene Atomhysteriker

August 12, 2012

Der Iran liegt wie Japan in einem Erdbebengebiet und ist gerade dabei, ein (angeblich friedliches) Atomprogramm aufzuziehen.

Trotzdem hält sich die sonst übliche Hysterie der Atomkraftgegner in Grenzen.

Woher kommt jene Gelassenheit? 

Atomkraftgegner sind gleichzeitig auch große Friedensexperten.

Beim iranischen Programm gehe es eben nicht um die verwerfliche Atomnutzung, sondern um eine Atombombe für den Frieden.

Claus folgt Claus nach Teheran

März 31, 2012

Erst stattete Claus Peymann dem vom „Krieg bedrohten Land“ einen Solidaritätsbesuch ab:

In einem vom Krieg bedrohten Land ein Anti-Kriegsstück wie die MUTTER COURAGE von Brecht zu spielen, hat eine besondere Bedeutung. In einer Welt, die sich lange schon in einer neuen Form des Kalten Krieges befindet und in der bedrohlich die Waffen gegeneinander aufgestellt sind, muss die Kunst, müssen die Künstler, müssen die Theaterleute Grenzen überschreiten. Unsere Sprache ist für alle verständlich und wir zeigen Menschen – und keine Feindbilder.

http://www.nachtkritik.de/index.php?option=com_content&task=view&id=995

Die beim Besuch beobachteten Darstellungen von „Juden mit großen Hakennasen“ fand er zwar ein wenig „erschreckend“, umso mehr Verständnis zeigte er jedoch für die antiamerikanischen Parolen:

Ein Pulk umringt einen Mann mit einem Benzinkanister und einer israelischen Flagge. Flammen lodern auf und in einer beißenden Rußwolke verschwindet das weiße Tuch mit dem himmelblauen Davidstern. Die Menge johlt. Makbar Israel! Makbar Amrika! In der iranischen Hauptstadt wird der 29. Jahrestag der islamischen Revolution gefeiert. Am Straßenrand stehen Claus Peymann und einige Mitarbeiter seines Berliner Ensembles. Sie wollen einen Eindruck von jenem Land bekommen, in das sie für ein paar Tage gekommen sind, um Theater zu spielen, „bevor es von den Bomben zerstört wird“, wie Peymann es sagt. Ihre Gefühle sind gemischt. Die antisemitischen Parolen findet Claus Peymann ebenso erschreckend wie die Darstellung von Juden mit großen Hakennasen. Für die antiamerikanischen Parolen hat er mehr Verständnis, „denn mit Bush können Sie mich auch ums Haus jagen“, wie er später sagt.

http://www.berliner-zeitung.de/archiv/claus-peymann-gastiert-mit-dem-berliner-ensemble-in-teheran–der-zensor-ist-wachsam–das-publikum-begeistert–der-intendant-gereizt-der-verbotene-pistolenschuss,10810590,10538914.html

Nun ließ sich der ZDF-Journalist Claus Kleber von Ahmadinejad „interviewen“:

http://iranbato.wordpress.com/2012/03/26/ahmadinejad-interviewt-claus-kleber/

Auch wenn es diesmal keinen Bush mehr gab, gegen den man sich mit den Gastgebern solidarisieren konnte, dürften die Mullahs mit dem Besuch aus Deutschland sehr zufrieden gewesen sein.

Wieder wurden nicht diejenigen als Aggressoren dargestellt, die ein anderes Land vernichten wollen, sondern diejenigen, die sich gegen ihre Vernichtung zur Wehr setzen müssen.

Verhöhn den Jud als Nazi

März 6, 2012

Der Standard weiß, was seiner “israelkritischen” Forum-Meute gefällt:

http://derstandard.at/1330390472944/Atomstreit-mit-Iran-Obama-will-friedliche-Loesung-Netanyahu-nicht-laenger-warten

Hermine Berg:
 
die hand ein bisschen weniger steil nach oben

herr netanyahu. dann folgen sicher bald alle in den totalen krieg.

Pe Sa:
 
Das Bild vom Neti erinnert mich an wen, müsst nur noch spiegelverkehrt sein …
genauso führt sich der Atomwaffenbesitzer Netanyahu gerade auf, vor was hat er Angst ? dass nicht mehr Isreal da unten alle rundherum terrorisieren kann weil sie eh wissen dass die andern keine Atomwaffen haben ?
Davon abgesehn kann ich mir nicht vorstelln dass der Iran es schafft in den nächsten 10-15 Jahren Atomraketen von nennenswerter Reichweite herzustellen (außer China, USA, Israel, Frankreich, Russland, oder eine andere Atommacht hilft ihnen dabei …)