Posts Tagged ‘Islamismus’

Die „freiwillig“ verschleierten „Schwestern“

Juli 18, 2010

Nicht alle muslimischen Frauen werden zum Tragen des Schleiers gezwungen.

Viele junge Kopftuchträgerinnen haben sogar unverschleierte Mütter.

Sowie sich junge Menschen piercen oder tätowieren lassen, um sich eine eigene Identität zu verschaffen, ist der Schleier für junge Muslima eine Möglichkeit zur Identitätsstiftung in einer als bedrohlich und feindselig wahrgenommenen Welt.

Sobald sich jedoch die „Brüder“ – mit Hilfe der freiwillig verschleierten „Schwestern“ – durchgesetzt haben, ist es ganz schnell vorbei mit der „Freiwilligkeit“, wie man überall beobachten kann, wo die Islamisten bereits an die Macht gekommen sind (Iran, Taliban-Afghanistan, Gaza) oder zumindest die Gesellschaft dominieren (Saudi-Arabien, Ägypten, Pakistan, Türkei, Kreuzberg)

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Als Transvestit oder Terrorist in Pakistan?

Juni 22, 2010

Deutscher Islamist in Pakistan festgenommen.

Eine echte Freundin

Februar 23, 2009

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In Ägypten ist Anhängern der Ideologie des Friedens wieder einmal ein sinnloser Mord geglückt – eine gute Gelegenheit für Gudrun Harrer, ihren „Freunden“ ein wenig auf die Finger zu klopfen. Natürlich nicht den islamistischen, sondern den israelischen.

Das Attenat selbst wird zu einem eher spontanen Akt „ohne Logistik und Mastermind“ heruntergespielt – Die Attentäter seien zwar „Extremisten“ aber deren Motive schon verständlich:

Vor allem sind es jedoch die jüngsten regionalpolitischen Katastrophen, die Spuren hinterlassen. Wobei Ägypten da nicht nur die eigenen, sondern auch fremde Rechnungen bezahlt, unter anderem soeben eine innenpolitische israelische.

Und nun stagniert auch das Ringen um den Waffenstillstand zwischen Hamas und Israel, um den sich Ägypten auch um seiner selbst willen bemüht. Aus dem Wutausbruch des israelischen Unterhändlers Amos Gilad lässt sich schließen, dass Israels Premier Ehud Olmert Kairo gegenüber eine nicht abgesprochene Kehrtwende durchführte, als er den Waffenstillstand wieder mit der Freilassung des israelischen Soldaten Gilad Shalits verknüpfte.

Olmert mag, kurz vor seinem Abtreten, seine eigenen innenpolitischen Überlegungen haben. Amos Gilad wurde entlassen, das israelisch-ägyptische Gesprächsklima ist ernstlich beschädigt und die Chancen auf einen Waffenstillstand auch. Und die Angst vor instabilen Zeiten steigt. (Gudrun Harrer/DER STANDARD, Printausgabe, 24.2.2009)

Islamhetze und Islamismus-Unterstützung kein Gegensatz

Februar 7, 2009

Trotz Antisemitismus unterhielt Hitler gute Beziehungen zu Semiten aus der arabischen Welt

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Später unterstützte Haider den Baathisten Saddam Hussein. Baathismus ist die arabische Version vom Nationalen Sozialismus.

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Während man die Muslime aus Europa schleunigst wieder entfernen möchte, unterstützt man heute militante Islamisten, sofern sie im eigenen Revier bleiben und den gemeinsamen Feind bekämpfen:

Klassisches Beispiel FPÖ:

Daham statt Islam – Kampagne:

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Susanne Winter bezeichnete in ihrer Rede vom 13. Jänner 2008 den Propheten Mohammed als „Kinderschänder“, der den Koran „im Rahmen von epileptischen Anfällen geschrieben“ habe und wurde dafür strafgerichtlich verurteilt.

Mölzer zum EU Beitritt der Türkei:

„Die Türkei ist religiös und kulturell kein europäisches Land, sondern in den Traditionen des Morgenlandes verhaftet. Die von der EU geforderten Reformen beschränken sich auf Absichtserklärungen der Türkei, und die Lage der ethnischen und religiösen Minderheiten ist durch vielfältige Diskriminierungen im Alltag geprägt“

Doch in der Ferne unterstützt man die rechtsextremen Seelenverwandten:

Mölzer zur Hamas:

Sofern sie sich vom Terror distanziert, sehr wohl als Gesprächs- und Verhandlungspartner in Frage käme. „Schließlich ist die Hamas im Jänner 2006 eindeutig als stärkste Partei aus den demokratischen Wahlen in den palästinensischen Autonomiegebieten hervorgegangen. Wenn die Hamas daher aus grundsätzlichen Erwägungen als Verhandlungspartner ausgeschlossen wird, dann wird dies die westliche Demokratie in den Augen unzähliger Araber diskreditieren“, schloss der freiheitliche Europaparlamentarier.

Strache zum Mullah-Regime:

Bundesparteiobmann HC Strache sprach sich massiv gegen die von Wirtschaftsminister Bartenstein geforderte und von der EU-Kommission diskutierte Ausgrenzung des Iran in wirtschaftspolitischen Belangen aus, wie etwa bei der Beteiligung am Nabucco-Pipeline Projekt. Mit der Pipeline sollte Gas aus dem kaspischen Raum nach Europa transportiert werden.

Aktuellstes Beispiel Pius Bruderschaft:

Der Distriktsobere der deutschen Piusbruderschaft (SSPX), Franz Schmidberger, hat den islamischen Propheten Mohammed als Kinderschänder bezeichnet.

Bischof Williamson spricht hingegen in Ahmadinejad Manier dem Judenstaat die Legitimation ab:

Das waren alles Lügen, Lügen, Lügen! Die Juden erfanden den Holocaust, damit wir demütig auf Knien ihren neuen Staat Israel genehmigen.

(Sherbrooke, 1989)

Nur die Spitze des Eisbergs

Januar 28, 2009

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In einer im Falter veröffentlichten Umfrage wurden Islamlehrer zu ihrer demokratischen Einstellung befragt. Das Ergebnis der Studie hat in Österreich einigermaßen Aufregung verursacht. (außer bei der SPÖ, die ihre potenziellen Wähler scheinbar nicht verärgern will)

Etwa 22 % der Befragten hielten Islam und Demokratie für unvereinbar. Angesichts undemokratischer Traditionen in Österreichs eigener Parteienlandschaft wäre das Ergebnis eigentlich nicht so tragisch.

Von den Wortführern der islamischen Gesellschaft wurden die geäußerten Ansichten auch umgehend als Privatmeinungen verharmlost.

Leider stellen jene 22 %, welche die Demokratie offen ablehen, nur die Spitze eines islamistischen, undemokratischen Eisbergs dar.

AKP Islamisten aus der Türkei sind durchaus bereit, ein Stück des demokratischen Wegs zu gehen, um den säkularen Staat auf friedliche und nicht unbedingt fundamentalistische Art und Weise abzuschaffen.

Ebenso sehen sich die iranischen Ölmullahs als Demokraten. Wahlen fänden schließlich auch bei ihnen statt. Die islamische Demokratie sei im Gegensatz zur westlichen Demokratie nur nicht von Zionisten unterwandert.

Bei den 22 % dürfte es sich daher wirklich nur um die von Saudi Arabien entsandten, fundamentalistischen Anhänger wahabitischer Lehren handeln.

Vergessen wir nicht, dass sich die DDR mit dem Wort „Demokratisch“ in ihrem Namen schmückte – nicht anders als die aktuelle Version der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei, die heute als Nationaldemokratische Partei auftritt.

„Eigentlich die besseren Menschen“

Januar 3, 2009

Der Islam fordert von den Menschen unmenschliche Dinge. Trotzdem sind die meisten Muslime anständig. Das Christentum würde eigentlich humanes Verhalten fordern, trotzdem haben Christen im Namen Jesu entsetzliche Verbrechen wie die Hexenverfolgung begangen.

Daher sind Muslime für Barino „eigentlich die besseren Menschen“.

Barino ist im Alter von 18 Jahren zum Islam konvertiert und hat sich die folgenden Jahre intensiv mit seiner neuen Religion auseinandergesetzt, bis er vor 2 Jahren wieder zum Christentum konvertierte.

Die Einblicke, die er uns jetzt liefert, sind deswegen so bedeutend, weil sie einen völlig anderen Islam betreffen als den, mit dem sich etwa Orientalisten oder akademische Islamwissenschaftler beschäftigen.

Er selbst spricht dabei meistens von „Menschen, die den Islam ernst nehmen“

Es ist gleichzeitig ein sehr alter Islam: ein Islam der Quellen, der Hadithe – am Leben des Propheten Mohammed soll die richtige Auslegung des Islams gelernt werden.

Und gleichzeitig auch ein sehr neuer Islam:

Obwohl die Menschen zu früheren Zeiten wesentlich gläubiger waren als in der heutigen Zeit, war der Zugang zu den Quellen der Religion stark eingeschränkt.

Nur ein winziger Bruchteil der christlichen Bevölkerung Europas konnte überhaupt lesen und die Messen wurden in lateinischer Sprache mit dem Rücken zur Gemeinde vorgetragen.

Um ein guter gläubiger Christ zu sein, reichte es zu wissen, dass Jesus der Sohn Gottes ist und sich kreuzigen ließ, um das Leid der Menschheit auf sich zu nehmen.

Zahlreiche Generationen von Christen haben brav Kirchen erbaut, Gottesdienste besucht, ohne sich tiefer mit den Quellen ihrer Religion zu beschäftigen.

Ähnlich ist es wohl auch in der islamischen Welt zugegangen.

Die Religion wurde als Ritual gelebt, das dazu diente den Zusammenhalt der Gesellschaft zu festigen. Diese Rituale ähneln sich in allen Gesellschaften.

Die 3 Weltreligionen haben ähnliche Regeln und Rituale – sowohl Christentum als auch Islam berufen sich auf die Propheten des alten Testaments – und teilen eine gemeinsame Geschichte – mit gegenseitiger Beeinflussung.

Um ein gläubiger Muslim zu sein, war es völlig ausreichend, die Grundsätze der 5 Säulen des Islams einzuhalten. Genauso wie ein gläubiger Christ keineswegs über tiefe Bibelkenntnisse zu verfügen brauchte.

Es ist jener Islam, den Orientalisten und Islamwissenschaftler sich zu ihrem Forschungsgegenstand gemacht haben:

Eine faszinierende Kultur, die zeitweise unserer christlichen Kultur sogar an Wissen und Entwicklung überlegen war.

Eine Zivilisation, die bereit war, fremde Errungenschaften  zu übernehmen und weiterzuentwickeln – eine Eigenschaft, die auch unsere Zivilsation groß gemacht hat.

Der Islam, den Barino kennengelernt hat, ist ein neuer Islam, der die alten Quellen ernst nimmt.

Zur Zeit der Reformation hat das Christentum ähnliche Entwicklungen durchgemacht.

Auch Luther wollte zu einer puren Lehre zurückkehren.

Insbesondere durch die Bibelübersetzung in die deutsche Sprache wurde die christliche Religion in ihrer puren Bedeutung erstmals einer Vielzahl von Menschen zugänglich gemacht.

Islamisten folgen möglichst getreu dem Vorbild des Propheten und nicht, wie sich das Orientalisten (und wir alle) wünschen würden, dem herkömmlichen Volksislam, der Judentum, Christentum und letztlich jeder Religion ähnlich ist.

Es ist leider genau dieser Islam, der starken Zulauf hat, und es ist dieser Islam, der mit der aufgeklärten Welt zusammenprallt.

Daher sind die Einblicke, die uns Barino liefert um ein vielfaches wertvoller als die irgendwelcher Orientalisten und Islamwissenschaftler.

Die islamische Kultur hat große Dinge hervorgebracht.

Leider begnügen sich die Islamisten nicht damit, ihren Propheten als Mythos zu sehen.

Also sind auch wir gezwungen, uns mit Mohammed und seinen Lehren zu beschäftigen, um zu erfahren, womit wir es zu tun haben.

The Third Jihad

Oktober 20, 2008

Trailor zum neuen Film der Obsession Macher:

hier kann man eine 30 Minuten Version gratis anschauen bzw. die volle Version bestellen.

Menschenrecht auf Kopftuchtragen in der Schule?

Oktober 16, 2008

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„Barhäuptige Lehrerinnen“, „schockierte Eltern“ und ein „gesetzwidriges Verbot, das kein Einzelfall sei“, sind der Stoff aus dem diese Spiegel Kopftuch Story gemacht ist.

In einem „Blackout“ hatte sich der Rektor einer Realschule erdreistet, die bestehende Kleiderordnung der Schule konsequent einzufordern. Und das, obwohl dem Vater einer Schülerin versichert worden war, dass das Kopftuch kein Problem sei.

Dieses Verbot verstößt nach Ansicht des Autors gegen das Grundrecht auf Religionsfreiheit. In Frankreich und der Türkei gebe es zwar derartige Verbote. Frankreich sei aber eben eine laizistische Republik (Deutschland etwa nicht?) und überhaupt gebe es seit dem Verbot viele Probleme.

Der europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat bereits 2004 festgestellt, dass ein Kopftuchverbot an Schulen nicht den Grundsatz auf Religionsfreiheit verletzt.

Die Große Kammer des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte hat am 10. November 2005 das Verbot als vereinbar mit der Europäoschen Menschenrechtskonvention angesehen. Sie bestätigte damit das Urteil der ersten Kammer des Gerichts, das am 28. Juni 2004 die Beschwerde einer türkischen Medizinstudentin abwies. Es stelle keine Verletzung des Grundsatzes der Religionsfreiheit dar, wenn einer Studentin mit Kopftuch der Zugang zu einer öffentlichen Hochschule untersagt werde. Die Richter stuften die Kopfbedeckung als Symbol einer „extremistischen Bewegung“ ein. Die Türkei verfolge mit dem Verbot das Ziel, bürgerliche Freiheitsrechte zu schützen und die öffentliche Ordnung aufrechtzuerhalten.

Es wäre auch völlig realitätswidrig zu behaupten, dass es in Frankreich oder der Türkei keine Religionsfreiheit gäbe. Sowohl in Frankreich als auch in der Türkei wird Religion in einem wesentlich stärkeren Ausmaß praktiziert als in Deutschland. Das Grundrecht auf Religionsfreiheit ist vielmehr gerade in den Ländern stark eingeschränkt, wo eine Mehrheit der Frauen freiwillig – oder auch nicht – das Kopftuch trägt. Die Frage, ob es ein Menschenrecht darauf gibt, das Kopftuch in der Schule tragen zu dürfen, sollte hiermit eigentlich geklärt sein.

Das Recht auf Verschleierung, das in Deutschlands Schulen gewährt wird, ist daher ein politisch durchgesetztes Recht und kein Grundrecht.

Insgesamt stellt sich der Spiegelautor vehement hinter die politische Forderung des Rechts auf Verschleierung und damit auf Kollektivierung bzw. Spaltung der Gesellschaft.

Danke, Ralph Giordano

September 17, 2008

Erklärung zum „Anti-Islamisierungskongreß“ von „Pro Köln“ am 19./20. September 2008 in Köln

Am 19. und 20. September 2008 wird sich die Creme des Euro-Faschismus, die rechte Politcamorra des Alten Kontinents unter dem Motto „Islamisierung und Türkisierung in Deutschland stoppen“ in Köln zu einem sogenannten „Anti-Islamisierungskongreß“ zusammenrotten. Unter den Angekündigten soll sich auch Jean Marie Le Pen befinden, internationale Galionsfigur der Unbelehrbaren. Schirmherr und Organisator ist die vom Verfassungsschutz beobachtete angebräunte Geschichtsnachhut „Pro Köln“,
die sich in ihrem aktuellen Flyer auf meine Kritik an Moschee und Islam bezieht. Da dies der zweite Mißbrauch ist, wiederhole ich meine öffentliche Reaktion auf den ersten Versuch: „`Pro Köln´ ist die zeitgenössische Variante des Nationalsozialismus, die, wenn sie könnte, wie sie wollte, mich in eine Gaskammer stecken würde.“

Mit dem besten Gewissen von der Welt erweitere ich diese Charakteristik auf alle anderen Teilnehmer des faschistischen Großspektakels – bekennende Antisemiten, die das historische Auschwitz leugnen, gleichzeitig aber ein fiktives androhen.

„Anti-Islamisierungskongreß“? Ein Etikettenschwindel,, eine Mogelpackung! Gibt es doch zahlreiche Parallelen und Wesensverwandtschaften zwischen Rechtsextremen und islamischer Orthodoxie – in der reaktionär-patriarchalischen Familienmoral, der Verachtung von Frauen, der Ablehnung des aufgeklärten Individuums, vor allem aber in dem speziellen Haß auf Juden und dem gemeinsamen Ziel: die Zerstörung des demokratischen Verfassungsstaates. „Pro Köln“ und ihr Euro-Import wollen keine andere, sie wollen gar keine Republik.

Wer also demonstriert hier gegen wen?

Den Veranstaltern des „Anti-Islamisierungskongreßes“ geht es nicht darum, die menschenrechtswidrigen und antidemokratischen Lehren und Praktiken des Islam anzuprangern, sondern muslimische Einwanderer pauschal als Kriminelle zu denunzieren. Es ist der Versuch, begründete islamkritische Haltungen der Bevölkerung für die rassistischen Motive des Rechtspopulismus auszubeuten.

Deshalb klar und unmißverständlich: In dem Kampf gegen den Terrorismus im Namen Allahs und gegen eine schleichende Islamisierung ist der Euro-Faschismus kein Bundesgenosse, sondern der eingeborene Feind der historisch und politisch berechtigten Islamkritik. Diese Kritik stellt nicht die Muslime unter Generalverdacht, scheut aber auch schmerzende Wahrheiten nicht. Dabei hat es die Ehre der Mehrheitsgesellschaft zu sein, sich schützend vor Minderheiten zu stellen, wann und wo immer sie von rassistischen Gewalttätern attackiert werden.

Setzen wir deshalb den Etikettenschwindlern im Gewande von „Anti-Islamisten“ unsere bürgerliche Courage entgegen, die wachsame Humanität des Alltags. Und enttarnen wir die „Vaterlandsliebe“ der angeblichen Patrioten aus allen Ecken Europas als das, was sie ist – der Haß auf die Vaterländer der anderen.

Es gibt aber auch noch eine zweite Mogelpackung.

Befinden sich doch unter denen, die sich da mit dem Motto „Wir stellen uns quer“ lautstark gegen den „Kongreß“ engagieren, zahlreiche Leute, die Kritik an der islamischen Herrschaftsstruktur, am Koran oder am Bau von Moscheen notorisch als „rassistisch“ oder „islamophob“ diffamieren. Leute, die sich sofort wegducken, wenn es gilt, Front zu machen gegen den Alltag der Unterdrückung, der Abschottung und Ausgrenzung von Frauen in den Parallelgesellschaften, gegen den Skandal von Zwangsehen und die unsägliche Perversion der „Ehrenmorde“. Für diese deutschen „Umarmer“, Multikulti-Illusionisten, Gutmenschen vom Dienst, xenophilen Einäugigen und professionellen Beschwichtigungsdogmatiker ist das Spektakel der Euro-Faschisten nur eine weitere Gelegenheit, sich in ihrer unkritischen Islamophilie zu sonnen. Und das mit dem copyright auf das niederträchtigste aller niederträchtigen Totschlagargumente der political correctness: „Wer solche Kritik übt, der macht die Sache der Nazis von heute.“

Deshalb sind auch sie keine Bundesgenossen in der großen Auseinandersetzung zwischen dem judäo-christlichen und dem islamischen Kulturkreis, künftiges Problem Nr. 1 der deutschen Innenpolitik und ein Konflikt, bei dem es weit über den Streit um sakrale Großbauten hinaus um europäische Selbstbehauptung geht: Nicht die Moschee, der Islam ist das Problem!
In dieser Auseinandersetzung bleiben Grundgesetz und Demokratie die großen Leuchttürme humaner Orientierung. Was sie bescheinen, ist nicht verhandelbar.

Ich aber werde trotz aller Einschüchterungsversuche von deutscher und muslimischer Seite auch weiterhin gegen das angehen, was mich auf meine alten Tage das Fürchten lehren will – den militanten Islam, den einheimischen Rassismus und die Politkatastrophe der „political correctness“.

Und das, wie bisher, an der Seite so tapferer Muslima wie Necla Kelek, Seyran Ates, Mina Ahadi und Ayaan Hirsi Ali.

AKP doch nicht verboten – große Erleichterung im ORF

Juli 30, 2008

Ernst Gelegs, Korrespondent des gebührenpflichtigen Staatssenders ORF, durfte heute über ein „freudiges Ereignis“ für die türkische Demokratie berichten:

Die „islamisch-konservative“ Partei (sprich das türkische Äquivalent von ÖVP, CDU,…) ist vom türkischen Verfassungsgericht doch nicht verboten worden.

Der ORF als Schutzpatron „religiöser Konservativer“?

Wer könnte jemals behaupten, dass der ORF uns nicht regelmäßig vor „zu religiösen Politikern“ warnt?

Beispielsweise vor den Evangelikalen in den USA, deren Abgesandter George W. Bush ist.

Natürlich findet ein kritischer Sender wie der ORF daher auch mahnende Worte:

Ein bisschen Schuld seien die AKP Politiker am Verbotsverfahren auch gewesen, denn als streng religiöse Muslime hätten sie sich ja sehr wohl mehr Islam in der Türkei gewünscht…

…wie die ÖVP, die sich auch mehr praktiziertes Christentum wünschen würde.

…dafür kann man nicht sein.

Die AKP habe jedoch laut eigenen Angaben dem Islamismus abgeschworen.

Kopftücher werden auch bei uns am Land von pittoresken Bauersfrauen getragen.

Außerdem sei es für junge selbstbewusste Muslima ein Zeichen von Eigenständigkeit und Widerstand gegen den alles verschlingenden westlichen Kulturimperialismus…

…dagegen kann man nicht sein.