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Ziegler und sein „Gaddafi-Menschenrechtspreis“

März 1, 2011

Selbst Jean Ziegler will nun auf einmal nichts mehr mit Gaddafi und seinem Menschenrechtspreis zu tun haben…

Schweizer Prediger als Krisengewinnler

November 20, 2008

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Zitate

  • „Die Weltlandwirtschaft könnte problemlos 12 Milliarden Menschen ernähren. Das heißt, ein Kind, das heute an Hunger stirbt, wird ermordet.“ (aus: We Feed the World)
  • „Heute stirbt […] alle sieben Sekunden ein Kind unter zehn Jahren an Hunger oder an mit Unterernährung verknüpften Krankheiten (aus „Wie kommt der Hunger in die Welt“). Im Jahr 2005 hat der Hunger mehr Menschen getötet als alle in diesem Jahr geführten Kriege zusammen.“ (aus: Das Imperium der Schande, S. 102)
  • „In diesem Augenblick habe ich mir geschworen, nie mehr – nicht einmal rein zufällig – auf der Seite der Henker zu stehen.“ (aus: Wie herrlich, Schweizer zu sein; im Kontext des im Kongo gesehenen Elends, Piper, 1993, S. 137)
  • „Wenn sie unterwegs sind, haben sie…immer ihre Laptops und ihre schematisierten Modellanalysen dabei. Sie wohnen in Luxushotels, halten sich in jedem Schuldnerland nicht länger als einige Tage auf und treffen nur mit ausgewählten Führungspersonen zusammen, wenn möglich solche, die in den USA studiert haben.“ (Jean Ziegler über den Realitätsverlust der Beamten des IWF in seinem Buch Die neuen Herrscher der Welt)
  • „Es kommt nicht darauf an, den Menschen der Dritten Welt mehr zu geben, sondern ihnen weniger zu stehlen“ (Ziegler, J; Das Imperium der Schande, Pantheon Verlag 2005)

Die urbanen Gesellschaften geben sich aufgeklärt. Die gläubigen Amis werden (wenig) milde belächelt.

Doch auch bei uns scheint das Bedürfnis nach Predigern einigermaßen stark ausgeprägt zu sein. In den letzten Jahren war die Weltklimareligion sehr en vogue.

Mit der Finanzkrise kommen Kapitalismus-Ankläger wie Jean Ziegler wieder stärker zum Zug.

Komplexe Themen wie die Welternährung werden in banalen Stehsätzen abgehandelt.

Jean Ziegler will nie wieder „auf der Seite der Henker“ stehen.

Diese sind bei Jean Ziegler nicht etwa totalitäre Regime, sondern das „Imperium der Schande“, welches es nicht schafft die Welt zu ernähren, sich aber „schamlos am Hunger der Welt bereichert“.

Dass die größten Hungersnöte des 20. Jahrhunderts durch glorreiche „antiimperialistische“ Projekte ausgelöst worden waren, ist dem großen Welternährungsexperten der UNO scheinbar nicht bekannt.