Posts Tagged ‘Karl-Heinz Kurras’

Theorie und Praxis der „Strategie der Spannung“

Januar 24, 2012

Kurras wurde von den westdeutschen Behörden „geschützt“, weil es ursprünglich keinen Grund zur Vermutung gab, er habe absichtlich gemordet.

Dazu hätte es sich schon um einen Stasi-Agenten handeln müssen, der absichtlich „Spannung“ provozieren wollte.

Genau das, was später in linken Medienkampagnen immer wieder über angebliche westliche Agenten-Verschwörungen behauptet wurde.

Dass man Kurras trotz der neuen Erkenntnisse so billig davonkommen lässt, zeugt von der mangenden Bereitschaft, die eigene politische Vergangenheit aufzuarbeiten.

Dabei geht es weniger um die Stasi-Vergangenheit.

Der ganze 68er Mythos, der viele der heute Mächtigen entscheidend geprägt hatte, stünde womöglich auf dem Spiel gestanden.

Ob die Stasi einen expliziten Auftrag gegeben hatte, lässt sich zwar aus der Aktenlage nicht mehr nachweisen.

Dass sie Ohnesorgs Tod für eine die westdeutschen Studenten radikalisierende Kampagne genutzt hatte, die durch von ihr finanzierte und gesteuerte Medien wie „Konkret“ und linke Studentenorganisationen umgesetzt wurde, steht außer Zweifel:

http://www.amazon.de/Kommunismus-Spass-Ulrike-Meinhof-Konkret/dp/3434506004

Bei vollem Bewußtsein, dass es sich bei Kurras um ihren eigenen Mann gehandelt hatte, verfolgte die Stasi höchst erfolgreich eine „Strategie der Spannung“.

Kein Wunder, dass man bei der Anprangerung einer angeblichen „Strategie der Spannung“ durch westliche Geheimdienste stets so viel Phantasie zeigte:

Offenbar hatte man damit genug „praktische Erfahrungen“.

Werbeanzeigen

Ein linker Agent feixt über den Rechtsstaat

Mai 26, 2009

0,1020,883529,00

Eine neue juristische Untersuchung des Falls Benno Ohnesorg fürchtet Kurras offenbar nicht: „Niemand, auch der Staatsanwalt nicht, wird glauben, dass ich einen Mord begangen habe.“ Er sei „rechtskräftig freigesprochen“ worden, so der Rentner. „Fertig.“

Karl-Heinz Kurras verhöhnt die deutsche Justiz, vor der er sich auch früher schon nicht gefürchtet hatte.

Trotz der DDR-Propaganda wusste er genau, dass es sich eben doch um einen Rechtsstaat handelte, der selbst Staatsfeinde nicht grausam verfolgte, und schon gar nicht um einen Polizeistaat, der den Bürgern hinterherspionierte.

Die „Staatssicherheit“ war schließlich einer der wenigen Disziplinen, in der die totalitäre DDR der BRD naturgemäß überlegen war.

Auch die RAF-Terroristen hatten keine Angst vor den Repressionen eines angeblichen „Polizeistaats“.

Sie gaben zwar gerne vor, „Hitler“ zu bekämpfen – wußten aber genau, dass es ein „Hitler“ war, der sich skrupelhaft an das Grundgesetz hielt und auf Grund der historischen Schuld stark zu schlechtem Gewissen neigte.

Sympathisierende Anwälte, die den Rechtsstaat bis zum Äußersten und oft noch weiter ausreizten, waren von Anfang an ein wichtiger Teil der „Bewegung“:

Zuerst Horst Mahler – danach der besonders miese Klaus Croissant, durch den etliche Sympathisanten erst zu Terroristen wurden.

Und selbstverständlich die etwas feineren Herren, die sich nicht selbst  die Hände schmutzig machten und später bemerkenswerte Karrieren im angeprangerten „Unrechtsstaat“ machten.

Die autoaggressiven Handlungen der inhaftierten Baader-Meinhof Bande erfolgten keineswegs aus Verzweiflung über die staatlichen Maßnahmen (auch wenn es den Anwälten erstaunlich gut gelungen war, das Bild eines, die „politischen Gefangenen“ folternden  und sogar mordenden Staates zu verbreiten), sondern aus Frustration, dass der verhasste Staat nicht vor ihrem Größenwahn in die Knie gegangen war.