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Old Hodenhand

Juli 21, 2012

In den 80ern war Hodentöter Deutschlands größter Lobbyist für eine stärkere Parteinahme des Westens im Afghanistankrieg:

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13511246.html

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-14321646.html

Karl May bereiste die Welten seiner edlen Wilden nur in seiner eigenen Phantasie.

Todenhöfer war zwar real in Afghanistan – und doch sind seine Geschichten von tiefer Irrealität geprägt.

Er ist begeistert vom Kampf der “edlen Wilden”, solange dieser “rein” und nicht von “westlicher Einmischung” befleckt ist.

Was seine edlen Wilden so treiben, wenn sie die Macht übernommen haben, blendet er aus, da es seine Karl May-Idylle zerstören würde.

In den 80er Jahren gefiel er sich als „Abrechner mit dem Zeitgeist“:

„Wenn Pinochets Polizist Pepe den Berufs-Revoluzzer Rinaldo schräg anschaut, leidet 15.000 Kilometer entfernt automatisch unser Bundespoet Günter Grass“ (147)

„In erster Linie strömen in unser Land Schein- und Wirtschafts-Asylanten, ‚ was für ein Land nicht akzeptabel ist, das bis unter den Dachfirst überfüllt ist“ (155)

Wer jedoch heute etwas gegen seine „edlen Wilden“ sagt, bekommt es mit „Old Hodenhand“ zu tun:

Jürgen Todenhöfer: „Sarrazin ist ein Hassprediger“