Posts Tagged ‘Marc Pitzke’

Pitzkes Holocaustvergleich

November 26, 2015

Dass die Republikaner einen Vergleich der muslimischen Flüchtlinge mit den Opfern des Holocausts entschieden ablehnen, passt Pitzke natürlich gar nicht:

Insgesamt ließen die USA am Ende zwar rund 130.000 Juden zu, die vor dem Holocaust flohen. Doch erst nach langem Zögern – und Tragödien wie der Odyssee der „St. Louis“: Der deutsche Dampfer irrte 1939 mit 906 jüdischen Flüchtlingen an Bord über Kuba bis zur US-Küste, wurde dort aber abgewiesen und musste nach Europa zurückkehren. Mehr als 250 Passagiere wurden dort später ermordet.

Wiederholt sich die Geschichte? Die Republikaner lehnen den Vergleich mit dem Holocaust entschieden ab, und auch Trump weigerte sich neulich, diese Frage zu beantworten.

(Marc Pitzke – SPON)

Im Gegensatz zu den Juden von damals haben Muslime heute über 50 Staaten mit islamischer Mehrheit zur Verfügung, wo sie Schutz vor Verfolgung finden könnten (wenn auch nicht mit den gleichen Asyl-Leistungen wie in Europa oder Amerika).

Muslime werden zwar durch Konflikte in der Islamischen Welt zu Flüchtlingen.

Niemand muss jedoch Verfolgung fürchten, nur weil er Moslem ist.

Während es bei den verfolgten Juden ums blanke Überleben ging, geht es bei den muslimischen Flüchtlingen um die Abholung der besten Leistungen.

Falls sich die Geschichte tatsächlich wiederholen sollte, stellt Israel für Juden eine Überlebensfrage dar.

Deswegen ist der Judenstaat für Juden nach wie vor so wichtig, was linke deutsche Ignoranten wie Pitzke jedoch nicht nachvollziehen können.

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Im privilegierten Ghetto

August 20, 2014

Eine stille Wut brodelte in Malcolm. Friedlicher Bürgerrechtsaktivismus, befand er am Morgen unserer Abfahrt, sei gescheitert: „Vielleicht ist es Zeit, dass wir Afroamerikaner uns rächen.“ Meine fast beiläufige, lahme Reaktion: Gewalt ist keine Antwort.

Worauf mein Partner erst recht hochging. Er sprach von „White Privilege“, von weißer Ignoranz und Arroganz, nannte meine Reaktion abschätzig, verständnislos, billig.

Ich war entsetzt über das Etikett „White Privilege“, hatte das noch nie gehört, nicht auf mich bezogen. Wo die USA doch seit Jahrzehnten meine Wahlheimat sind und ich mich gerne für „farbenblind“ halte – in meiner Überheblichkeit. Der Vorwurf der Ignoranz schien mir abschätzig.

(Marc Pitzke)

Doch dann passiert das Unerhörte, das Pitzke schlagartig zu seinem Glauben an die Weiße Schuld zurückführt:

Sein schwarzer Freund kassiert von einem weißen Polizisten einen Strafzettel wegen eines Verkehrsdelikts.

Zufall? Bedeutungslos? Was für mich eine banale Verkehrskontrolle war, war für meinen Partner eine persönliche Verletzung, die gleichzeitig tief in die Geschichte hineinführt. Ähnlich wie der Fall Michael Brown: Ferguson ist, wie er mir später erklärte, das Spiegelbild seines eigenen Traumas. Jener „alltäglichen Furcht“ vor dem wahllosen „death by cop“, die alle Afroamerikaner verfolgt.

Das Risiko, einem Cop zum Opfer zu fallen ist zwar in der Realität wesentlich geringer als das Risiko, von einem schwarzen Bruder ermordet zu werden.

Erst recht, wenn man in einem schwarzen Ghetto wie Ferguson mit seinem weißen Boy-Friend unterwegs ist.

Wenn man im privilegierten New Yorker Schwulen-Ghetto lebt, gehen einem jedoch leicht die Relationen verloren.

Schwindende Panikmacher

Mai 9, 2014

Starker Tobak – und doch im Trend: Amerikas schwindende weiße Mehrheit begehrt auf gegen die gesellschaftlichen Umwälzungen, die sich nicht zuletzt in den Ergebnissen der vergangenen Präsidentschaftswahlen offenbart haben.

(Spiegel)

Wer behauptet, dass die europäische Mehrheit schwinde, wird von Pitzke & Co. gerne als „rassistischer Panikmacher“ hingestellt.

Sobald die „gesellschaftlichen Umwälzungen“ wie in den USA zur Realität geworden sind, werden die ehemaligen „Panikmacher“ für ihr „Schwinden“ auch noch verhöhnt.

Egal wen die Amerikaner zum Präsidenten wählen, sie bleiben im „Alltag“ immer die schlimmsten „Rassisten“:

Auch ignoriert Fortgang den oft noch fest institutionalisierten Rassismus in Wirtschaft, Gesellschaft und Justiz. „Ertappte“ oder offene Rassisten dienen da nur als groteske Medien-Sideshows: NBA-Teamchef Donald Sterling, Südstaaten-Starköchin Paula Deen, der von „Negern“ faselnde Rancher Cliven Bundy.

Im Alltag zeigt sich Rassismus überall.

Hat irgendeine Privatperson in irgendeinem Privatgespräch irgendetwas Politisch Unkorrektes gesagt, wird es gleich als Beweis für den Alltags-Rassismus einer ganzen Bevölkerungsgruppe gewertet.

Wenn es um “Rassismus” geht, werden auch private Gedanken und Gespräche zu Verbrechen, die entsprechend geahndet werden müssen.

Allerdings nur wenn es sich bei den Tätern um „Weiße“, am besten „Rancher“ oder „Starköchinnen aus den Südstaaten“ handelt.

„Ideologische Gerechtigkeit“

März 28, 2012

Allein das zeigt, wie sehr die Tragödie Amerika inzwischen gespalten hat. Auf der einen Seite: Martins „Anhänger“ – meist Demokraten und Linke. Auf der anderen Seite: Zimmermans „Verteidiger“ – meist Republikaner und Rechte. Als sei Gerechtigkeit eine Frage der politischen Einstellung, eine Frage von rechts oder links.

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,824173,00.html

So als ob sich Marc Pitzke in seiner eigenen Berichterstattung aus diesem Spiel heraushalten würde…