Posts Tagged ‘MH370’

Perth statt Peking?

Juli 30, 2015

Wäre das MH370 Richtung Südpol unterwegs gewesen – wie ursprünglich angenommen – wäre ein technisches Problem die wahrscheinlichste Ursache gewesen.

Nun verdichten sich jedoch die Hinweise, dass das Flugzeug viel weiter nördlich und somit vor Australien abgestürzt sein dürfte:

Was bleibt also an Erkenntnissen? Bestenfalls ließe sich ein Teil des bisherigen Suchgebiets ausschließen, sagt Ozeanograf van Sebille. Trümmerteile aus dem südlichen Ende der bisher untersuchten Zone würden sich nach Osten bewegen – und damit keinesfalls nach La Réunion driften.

(Spiegel)

Meeresströmung

Jene Position könnte eher für eine Entführung sprechen.

Immer wieder wurden Flugzeuge von den eigenen Piloten entführt:

Eine Boeing 767-300 der Ethiopian Airlines ist heute Morgen entführt worden. Die Maschine musste um 6.05 Uhr auf dem Flughafen Genf landen. Wie die Genfer Behörden an einer Medienkonferenz mitteilen, handelt es sich beim Luftpiraten um den Co-Piloten der Maschine. Der Äthiopier mit Jahrgang 1983 soll in der Schweiz um politisches Asyl ersucht haben.

(Tagesanzeiger)

Wäre auch dieses Mal einer der Piloten der Entführer gewesen, wäre die Entführung wahrscheinlich wie in ähnlichen Fällen glimpflich verlaufen.

Dass die Entführung mit einem Absturz endete, deutet daraufhin, dass nicht die Piloten, sondern Glücksritter die Regie geführt haben könnten.

In der Maschine befanden sich zwei Iraner, die mit gestohlenen Pässen auf Asylsuche waren:

Iraner MH370

Es stellte sich zwar bald heraus, dass es sich bei den Iranern wohl nicht um Terroristen handelte.

Terror ist jedoch nicht das einzige Motiv, um ein Flugzeug zu entführen.

Über Malaysia und China nach Europa zu gelangen, hätte für Iraner, die visumsfrei in die Türkei reisen können, wenig Sinn ergeben, zumal sie mit ihren gestohlenen Pässen spätestens bei der Ankunft in Amsterdam, wenn nicht sogar schon in Peking aufgeflogen wären.

Was die Türkei für Europa ist, ist Malaysia für Australien: ein ideales Sprungbrett für die illegale Einreise.

Natürlich ist es ziemlich irrational, ein Flugzeug zu entführen, wenn eine jahrelange Haftstrafe oder gar ein Flugzeugabsturz droht.

Glücksritter sind jedoch oft bereit, ein völlig unverhältnismäßig hohes Risiko einzugehen, um in ihr El Dorado zu gelangen.

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Faule Journalisten, fleißige Debunker

November 17, 2014

Zeigt ein westliches Satellitenbild den Abschuss von Flug MH17 durch einen Kampfjet? Tut es nicht, sagen Experten. Tatsächlich ist das Foto eine plumpe Fälschung – umso bemerkenswerter, wie es zur globalen Nachricht werden konnte.

(Spiegel)

Ich halte es für extrem wichtig, die Absturzursachen von MH17 und MH370 aufzuklären.

Wenn dies nicht gelingt, werden Verschwörungstheoretiker ihre „Truth“, die sie ja nicht beweisen müssen, als „Wahrheit“ etablieren können.

Allerdings reicht Aufklärung allein nicht aus, sondern es muss auch dafür gesorgt werden, dass die Wahrheit eindeutig über irgendwelchen „Wahrheiten“ steht.

Bei der Ermordung von JFK steht heute trotz Warren-Report die „Wahrheit“ eines linken Hollywood-Heinis im Vordergrund.

Und diese Entwicklung könnte es auch bei 9/11 geben, wenn man den Truthern das Feld überlässt.

Es genügt nicht, über Verschwörungstheoretiker lediglich die Nase zu rümpfen (worauf sich die meisten arrivierten Journalisten beschränken), sondern man muss den Theorien etwas entgegensetzen.

Deswegen ist die Arbeit der Debunker, die sich mit den Verschwörungstheorien auseinandersetzen, so wichtig.

Ustica-Szenario für Flug MH370

Mai 20, 2014

Unter dem Titel „Flight MH370 – The Mystery“ stellt der US-Autor Nigel Cawthorne nach einem Bericht der „Daily Mail“ die Behauptung auf, die Maschine sei bei einem gemeinsamen Trainingsmanöver der amerikanischen und thailändischen Armee über dem südchinesischen Meer aus Versehen abgeschossen worden.

(Focus)

Der Autor greift das Ustica-Szenario auf.

Auch bei Ustica gab es keine Beweise für einen Abschuss durch wen auch immer.

Allerdings war der mit dem Fall betraute Richter fest von der Theorie eines Luftkampfes überzeugt und ordnete sämtliche Fakten seiner faszinierenden Theorie unter.

Als das Wrack schließlich geborgen wurde, konnte von einem internationalen Sachverständigen-Team kein Hinweis auf einen Abschuss festgestellt werden. Stattdessen wurde eine Bombe als wahrscheinlichste Ursache angesehen.

Richter Priore glaubte jedoch trotzdem weiter an seine Theorie und feuerte seine Sachverständigen, um sie mit Sachverständigen zu ersetzen, die willig waren, seine These zu stützen.

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Perth statt Peking?

April 12, 2014

Wäre das Flugzeug in Richtung Südpol unterwegs gewesen, wie die ursprünglich angenommene Absturzstelle vermuten ließ, wäre ein technisches Problem die wahrscheinlichste Ursache gewesen.

Nun verdichten sich jedoch gerade die Hinweise, dass das Flugzeug Richtung Australien unterwegs war:

Suchgebiet 12. April

Jenes Ziel spräche eher für eine Entführung.

Immer wieder wurden Flugzeuge von den eigenen Piloten entführt:

Eine Boeing 767-300 der Ethiopian Airlines ist heute Morgen entführt worden. Die Maschine musste um 6.05 Uhr auf dem Flughafen Genf landen. Wie die Genfer Behörden an einer Medienkonferenz mitteilen, handelt es sich beim Luftpiraten um den Co-Piloten der Maschine. Der Äthiopier mit Jahrgang 1983 soll in der Schweiz um politisches Asyl ersucht haben.

(Tagesanzeiger)

Wäre auch dieses Mal einer der Piloten der Entführer gewesen, wäre die Entführung wahrscheinlich wie in ähnlichen Fällen glimpflich verlaufen.

Dass die Entführung mit einem Absturz endete, deutet daraufhin, dass nicht die Piloten, sondern Glücksritter die Regie führten.

In der Maschine befanden sich zwei Iraner, die mit gestohlenen Pässen auf Asylsuche waren.

Es stellte sich zwar bald heraus, dass es sich bei den Iranern wohl nicht um Terroristen handelte.

Terror ist jedoch nicht das einzige Motiv, um ein Flugzeug zu entführen.

Über Malaysia und China nach Europa zu gelangen, hätte für Iraner, die visumsfrei in die Türkei reisen können, wenig Sinn ergeben, zumal sie mit ihren gestohlenen Pässen spätestens bei der Ankunft in Amsterdam, wenn nicht sogar schon in Peking aufgeflogen wären.

Was die Türkei für Europa ist, ist Malaysia für Australien: ein ideales Sprungbrett für die illegale Einreise.

Natürlich ist es ziemlich irrational, ein Flugzeug zu entführen, wenn eine jahrelange Haftstrafe oder gar ein Flugzeugabsturz droht.

Glücksritter sind jedoch oft bereit, ein völlig unverhältnismäßig hohes Risiko einzugehen, um in ihr El Dorado zu gelangen.

Sprungbrett Malaysia

April 7, 2014

Wäre das Flugzeug in Richtung Südpol unterwegs gewesen, wie die ursprünglich angenommene Absturzstelle vermuten ließ, wäre ein technisches Problem die wahrscheinlichste Ursache gewesen.

Nun verdichten sich jedoch gerade die Hinweise, dass das Flugzeug Richtung Australien unterwegs war.

Jenes Ziel spräche für eine Entführung.

Immer wieder wurden Flugzeuge von den eigenen Piloten entführt:

Eine Boeing 767-300 der Ethiopian Airlines ist heute Morgen entführt worden. Die Maschine musste um 6.05 Uhr auf dem Flughafen Genf landen. Wie die Genfer Behörden an einer Medienkonferenz mitteilen, handelt es sich beim Luftpiraten um den Co-Piloten der Maschine. Der Äthiopier mit Jahrgang 1983 soll in der Schweiz um politisches Asyl ersucht haben.

(Tagesanzeiger)

Wäre auch dieses Mal einer der Piloten der Entführer gewesen, wäre die Entführung wahrscheinlich wie in ähnlichen Fällen glimpflich verlaufen.

Dass die Entführung mit einem Absturz endete, deutet daraufhin, dass nicht die Piloten, sondern Glücksritter die Regie führten.

In der Maschine befanden sich zwei Iraner, die mit gestohlenen Pässen auf Asylsuche waren.

Über Malaysia und China nach Europa zu gelangen, hätte für Iraner, die visumsfrei in die Türkei reisen können, wenig Sinn ergeben.

Was die Türkei für Europa ist, ist Malaysia für Australien: ein ideales Sprungbrett für die illegale Einreise.

Natürlich ist es ziemlich irrational, ein Flugzeug zu entführen, wenn eine jahrelange Haftstrafe oder gar der Absturz droht.

Glücksritter sind jedoch oft bereit, ein völlig unverhältnismäßig hohes Risiko einzugehen, um ins El Dorado zu gelangen.

 

Flieger nach Australien entführt?

April 7, 2014

Warum die beiden iranischen Migranten nach China flogen, wenn sie angeblich nach Deutschland wollten, war mir von Anfang an unklar.

Je mehr Grenzen man mit gestohlenen Dokumenten überquert, desto größer ist wohl auch das Risiko, dabei erwischt zu werden.

Mittlerweile scheint es, dass der Flieger Richtung Australien unterwegs gewesen sein dürfte.

Vor Kurzem in der Schweiz:

Eine Boeing 767-300 der Ethiopian Airlines ist heute Morgen entführt worden. Die Maschine musste um 6.05 Uhr auf dem Flughafen Genf landen. Wie die Genfer Behörden an einer Medienkonferenz mitteilen, handelt es sich beim Luftpiraten um den Co-Piloten der Maschine. Der Äthiopier mit Jahrgang 1983 soll in der Schweiz um politisches Asyl ersucht haben.

(Tagesanzeiger)

Vor Kurzem in Australien:

Australiens Außenminister Bob Carr hatte gesagt, dass die Zahl der Wirtschaftsflüchtlinge insbesondere aus dem Iran und Sri Lanka zugenommen habe. Indonesiens Regierung sagte kürzlich zu, die Visabestimmungen für Iraner zu verschärfen. Bisher brauchen sie kein Visum, um in das südostasiatische Land zu reisen.

(Zeit)

Ausbeutung der Opferangehörigen

März 25, 2014

Absturztheorie erzürnt Opferangehörige

Die Nachricht der malaysischen Regierung, das vermisste Passagierflugzeug der Malaysia Airlines sei in den Indischen Ozean gestürzt, hat bei den Angehörigen Entsetzen und Wut ausgelöst. In einer Stellungnahmen bezeichneten die Familien die Regierung in Kuala Lumpur als „Mörder“ und warfen ihr vor, „die Wahrheit zu verschleiern, verheimlichen und vertuschen“. Bei einem Protestmarsch auf die malaysische Botschaft in Peking entlud sich am Dienstag die aufgestaute Wut.

(ORF)

Die Angehörigen verbrachten zwei Wochen in quälender Ungewissheit.

Nun wurde ihr Hoffen durch eine böse Nachricht beendet.

Es ist menschlich, nicht auf diejenigen wütend zu sein, die einem falsche Hoffnungen gemacht haben, sondern auf diejenigen, die sie zerstört haben.

Die kollektive Trauer und Wut macht Opferangehörige anfällig für Manipulationen.

Eine Verschwörung gegen die geliebten Angehörigen aufzudecken, ist befriedigender, als sich mit einem tragischen Unfall abzufinden.

Eine besonders starke Tradition hat die Instrumentalisierung von Opferangehörigen in Italien.

Bei der gerichtlichen Aufarbeitung des Ustica-Falles spielte der Angehörigen-Verband eine entscheidende Rolle.

Obwohl nach jahrzehntelangen Strafprozessen festgestellt worden war, dass es für die Raketentheorie keine Beweise gebe, gelang es den Opferangehörigen beim Zivilgericht ihre Ansicht durchzusetzen.

In der Regel?

März 16, 2014

So erhellend die Erkenntnisse der beiden letzten Tage sind, eine der großen Fragen in Bezug auf das Verschwinden von Flug MH370 wurde auch bei der Pressekonferenz am Sonntag nicht erörtert: Warum nämlich die Boeing 777-200 nach Abbruch des Funkkontakts umkehren, malaysisches Gebiet überfliegen und dabei vom Radar des Militärs erfasst werden konnte – und trotzdem nichts geschah.

Die gängige Reaktion nämlich auf das Eindringen eines nicht identifizierten Flugzeugs, wie es Flug MH370 nach Abschalten des Transponders und des ACARS war, ist massiv: In der Regel steigen binnen Minuten Kampfjets auf, um den Eindringling abzufangen.

(Spiegel)

Solche Ereignisse sind nun einmal nicht die Regel.

Selbst das Pentagon konnte trotz höchster Alarmbereitschaft nicht geschützt werden.

Dem Militär ein Fehlverhalten vorzuwerfen, ist natürlich immer das Leichteste.

Inkompetente Journalisten werden dann auf einmal zu großen Experten für Radar und Kampfjets.

Bleibt zu hoffen, dass Malaysias Luftwaffe nicht dasselbe Schicksal wie Italiens „Aeronautica Militare“ erleidet.

Jahrzehntelang prozessierte Italiens Justiz gegen die Generäle der italienischen Luftwaffe, denen man vorwarf, einen angeblichen Nato-Luftkrieg verschleiert zu haben, der zum Absturz einer italienischen Passagier-Maschine über der Mittelmeerinsel Ustica geführt haben solle.