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Obama vollendet Carters Werk

Mai 17, 2015

Die Golfstaaten – das sind die sechs Länder des Golf-Kooperationsrats (GCC): Saudi-Arabien, Kuwait, Katar, Bahrain, Oman, Vereinigte Arabische Emirate. Allesamt Erzfeinde Irans. Schon haben etwa die Saudis mit atomarer Aufrüstung gedroht. Obamas Atom-Deal werten sie nicht als Verhinderung der iranischen Bombe, sondern als deren Ermöglichung.

(Spiegel)

Dank Obama dürfte das atomare Wettrüsten zwischen den Ölscheichs und den Gas-Mullahs endgültig begonnen haben.

An den Ölscheichs gibt es vieles auszusetzen.

Sie verbreiten mit ihren Moscheen und Dialügzentren den wahabistisch geprägten Islam in der Welt, halten sich jedoch im eigenen Land islamische Flüchtlinge vom Leibe.

Die Saudis stehen daher zu Recht oft im Zentrum der Kritik.

Trotzdem kann man die Saudis nicht einfach mit Al-Qaida und dem IS gleichsetzen.

Die sunnitischen Golfstaaten gehören sogar zu den unmittelbar vom sunnitischen IS bedrohten Staaten.

Ausgerechnet diejenigen, die dem Westen mangelnden Realismus im Umgang mit arabischen Despoten wie Saddam oder Assad vorhalten, spielen bei den Saudis die Moralaposteln.

Obama scheint wirklich in die Fußstapfen von Jimmy Carter treten zu wollen, der auf Zuruf der Intelligenzija den bösen Schah fallen ließ und die Mullahs erntete.

Wie die Dankbarkeit für den amerikanischen Verrat aussah, konnte man bald sehen.

Obama will jedoch trotzdem Carter nacheifern, indem er die Mullahs rehabilitiert und dafür die Scheichs wie den Schah fallen lässt.

Man darf gespannt sein, wie diesmal die Dankbarkeit der nunmehr zwei Islamischen Staaten (IS und Iran) diesmal aussehen wird.

Carter Obama

Antiamerikanisch wegen Bush?

Mai 15, 2015

Eine Woche lang sah sich der mögliche republikanische Präsidentschaftskandidat herber Kritik ausgesetzt, jetzt ergreift er die Flucht nach vorn: “Aus heutiger Sicht hätte ich den Befehl zum Einmarsch in den Irak nicht gegeben”, sagte Jeb Bush am Donnerstag bei einer Bürgerveranstaltung in Tempe, Arizona.

(Spiegel)

Bushs überambitioniertes Demokratie-Projekt im Irak mag ein strategischer Fehler gewesen sein.

Warum die Absetzung eines miesen arabischen Diktators von den Europäern als unmoralische Sünde verurteilt wurde, ist angesichts der europäischen Geschichte allerdings nicht ganz nachvollziehbar.

Dass die Welt unter einem amerikanischen Friedens-Präsidenten sicherer geworden wäre, kann man wohl auch nicht behaupten.

Am Ende der Bush-Ära waren die Flüchtlingsströme nach Europa so niedrig wie schon lange nicht, am Ende der Obama-Ära sind sie so hoch wie schon lange nicht.

Europa hat sich zwar eine Welt ohne Sheriff gewünscht – eine Alternative zu ihm hat man jedoch nach wie vor nicht.

Bush

Von Bushs Politik wurde stets behauptet, sie mache die USA rassistischer und islamophober.

Dass die Amerikaner nur wenige Jahre nach 9/11 einen Mann mit afrikanischem Vater und einem arabischen Namen zu ihrem Häuptling gewählt haben, beweist, wie ungerecht und falsch die Vorwürfe gegen die amerikanische Politik der Bush-Ära waren.

Die Behauptung, man sei gar nicht “antiamerikanisch”, sondern kritisiere lediglich die Politik der Bush-Administration, wurde von den USA-Hassern während der Obama-Ära permanent widerlegt.

Deutschlands Asylzahlen unter Bush und Obama

April 20, 2015

Europa hatte sich einen amerikanischen Präsidenten wie Obama gewünscht, der nicht den “Sheriff spielen” sollte.

Subjektiv befand sich die Welt in der Bush-Ära im Kriegs-Chaos.

Objektiv war es jedoch eine Ära der Stabilität, was man an den rückläufigen Flüchtlingsströmen messen konnte:

2001___________118.306

2002_________91.471

2003______67.848

2004_____50.152

2005____42.908

2006___30.100

2007___30.303

2008__28.018

Ab Obamas Amtsantritt verlief die Entwicklung genau in die entgegengesetzte Richtung:

2009___33.033

2010____48.589

2011_____53.347

2012_______77.651

Und seit Putin laut Forbes-Liste endlich „mächtigster Mann der Welt“ wurde, schossen die Asylzahlen endgültig durch die Decke:

2013____________127.023

2014____________________202.834

Putins Stärke und Obamas Schwäche haben zu einem jahrelangen Bürgerkrieg in Syrien geführt, der mittlerweile auch auf den Irak übergeschwappt ist und zur Etablierung eines neuen Terrorstaates beigetragen hat.

Die endgültigen Sieger dieses Konflikts stehen noch nicht fest, die Verlierer allerdings schon.

Nämlich die Syrer und Iraker, die vor der Gewalt flüchten müssen, und wir Europäer, die für die Versorgung der Flüchtlinge aufkommen sollen.

Obama

Augsteins Anomalien

April 9, 2015

Der berühmte amerikanische Politologe Kenneth Waltz, 2013 gestorben, hätte Lausanne als Schritt zur Normalität begrüßt. Als Anfang vom Ende einer Anomalie: Israel wird in absehbarer Zeit nicht mehr die einzige Atommacht im Nahen Osten sein.

Wo Misstrauen herrscht, sorgt die Bombe für Sicherheit. Soll sich nun jeder nuklear bewaffnen? Ägypten? Saudi-Arabien,Feind der Iraner? Die Frage ist berechtigt – aber in Lausanne stellte sie sich nicht. Iran besaß bereits die Fähigkeit, die Bombe zu bauen. Keine Sanktion der Welt hätte sie dem Land mehr nehmen können.

(Augstein)

Wenn die Frage berechtigt ist, wie lautet die Antwort?

Sollte sich auch die Ukraine eine Atombombe zulegen, damit die “Anomalie einer einzigen Atommacht” in Osteuropa endlich beendet wird?

Natürlich kann sich jede Nation die Fähigkeit zum Bau einer Atombombe zulegen – sogar die zur Ernährung ihrer Untertanen unfähigen Nordkoreaner.

Entschiedene Sanktionen hätten die Mullahs vielleicht trotzdem davon abgehalten, zumal die Iraner trotz Misswirtschaft der Mullahs doch etwas mehr zu verlieren haben als die Nordkoreaner nach 70 Jahren Kommunismus.

Doch leider sitzt im Weißen Haus gerade ein Mann mit ähnlichen Anomalien wie Augstein.

Obama buckelt

Was Israel aus Obamas Wahl lernen sollte

März 17, 2015

Von Augstein bis Todenhöfer hoffen sämtliche Israelhasser auf die Abwahl Netanjahus:

Netanyahu

Und auch die salonfähigeren “Israelkritiker” von BBC bis ZDF haben die gleichen Präferenzen.

Aus Obamas Wahl können die Israelis allerdings einiges lernen:

Nie wurde in Europa die Wahl eines amerikanischen Präsident begeisterter aufgenommen als bei Obama.

Trotzdem ist Amerika heute sogar noch unbeliebter als unter Bush.

Antiamerikaner bleiben Antiamerikaner, aber unter Obama verliert Amerika auch die Proamerikaner.

Für diejenigen, die angesichts der Probleme wie Islamisierung und Terror eine starke Leadership wollen, hat die USA mit Obama stark an Attraktivität eingebüßt.

War PI-NEWS in den Bush-Jahren noch “proamerikanisch”, wird heute Putinismus gepredigt.

Dass Putin auch andere alte PI-NEWS-Ideale wie “Grundgesetz” und “Menschenrechte” nicht im Programm hat, kommt den Kewilisten ohnehin sehr gelegen.

Putin hat zwar bei den Mainstream-Medien etwas von der Bösewicht-Rolle der USA abbekommen, gleichzeitig wird er jedoch als Mann der Tat ernst genommen.

Tatsächlich ist es heute so, dass man sich besser an Putin hält, wenn man wie Israel Probleme in der Nachbarschaft hat.

Friedlicher ist die Welt unter einem schwachen Obama und einem starken Putin keineswegs geworden.

Je schwächer Obama sich zeigt, desto mehr stachelt er Putin dazu an, alle “roten Linien” zu überschreiten.

Genauso würde ein schwacher israelischer Premier mit Sicherheit sämtliche Feinde dazu animieren, sich durch Schläge gegen Israel zu profilieren.

Deutschlands Asylzahlen unter Bush und Obama

März 11, 2015

Europa hatte sich einen amerikanischen Präsidenten wie Obama gewünscht, der “nicht den Sheriff spielen” sollte:

Sheriff Bush

Subjektiv befand sich die Welt in der Bush-Ära im Kriegs-Chaos.

Objektiv war es jedoch eine Ära der Stabilität, was man an den rückläufigen Flüchtlingsströmen messen konnte:

2001___________118.306

2002_________91.471

2003______67.848

2004_____50.152

2005____42.908

2006___30.100

2007___30.303

2008__28.018

Ab Obamas Amtsantritt verlief die Entwicklung genau in die entgegengesetzte Richtung:

2009___33.033

2010____48.589

2011_____53.347

2012_______77.651

Und seit Putin laut Forbes-Liste endlich „mächtigster Mann der Welt“ wurde, schossen die Asylzahlen endgültig durch die Decke:

2013____________127.023

2014____________________202.834

Putins Stärke und Obamas Schwäche haben zu einem jahrelangen Bürgerkrieg in Syrien geführt, der mittlerweile auch auf den Irak übergeschwappt ist und zur Etablierung eines neuen Terrorstaates beigetragen hat.

Die endgültigen Sieger dieses Konflikts stehen noch nicht fest, die Verlierer allerdings schon.

Nämlich die Syrer und Iraker, die vor der Gewalt flüchten mussten, und wir Europäer, die für die Versorgung der Flüchtlinge aufkommen müssen.

Sisi statt ISIS

März 2, 2015

Tobruk – Das international anerkannte Parlament Libyens hat den pensionierten General Khalifa Haftar zum neuen Armeechef ernannt. Der General pflegt enge Beziehungen zu Ägypten und geht seit Monaten gegen militante Islamisten in dem nordafrikanischen Land vor.

General Haftar macht, was notwendig ist:

Bevor eine Demokratie funktionieren kann, muss Libyen erst die im Bürgerkrieg eingesickerten islamistischen Terroristen kaltstellen.

Wie Sisi sollte er sich den Segen für die Säuberungen besser gleich bei Putin holen.

Obama würde ihm bestimmt sämtliche wirkungsvollen Maßnahmen gegen die islamistischen Extremisten verbieten und ihn im Falle des Falles dann trotzdem erst recht fallenlassen.

Während der weltfremde Obama sich an seinem Feindbild Netanyahu abarbeitet, erkennt Sisi, wer im Nahen Osten das Problem ist:

In a big move, that nevertheless should not surprise those paying attention, Egypt has ruled Hamas to be a terrorist organization. The BBC:

“It has been proven without any doubt that the movement has committed acts of sabotage, assassinations and the killing of innocent civilians and members of the armed forces and police in Egypt,” Judge Mohamed el-Sayed said, according to state news agency Mena.

Besides Hamas, which is now entirely cut off and surrounded by enemies, the biggest losers from this verdict are Turkey and the Obama Administration.

(Achse des Guten)

Lieblings-Feind

Dezember 9, 2014

Endlich erhält der Spiegel wieder einmal die Gelegenheit, eine tendenziöse Schlagzeile gegen sein altes Lieblings-Feinbild zu produzieren:

Bericht zu US-Verhörmethoden: Bush dankt CIA-Mitarbeitern für ihre Folterarbeit

Hätte Obama ein 9/11 zu stemmen gehabt, hätte er sich seine Hände wohl auch etwas dreckiger machen müssen.

Im Gegensatz zu Obama stellt sich Bush vor die Leute, die für ihn die besonders schmutzige Arbeit erledigen mussten.

Von Bushs Politik wurde stets behauptet, sie mache die USA rassistischer und islamophober.

Dass die Amerikaner nur wenige Jahre nach 9/11 einen Mann mit afrikanischem Vater und einem arabischen Namen zu ihrem Häuptling gewählt haben, zeigt, wie ungerecht und falsch die Vorwürfe gegen die amerikanische Politik der Bush-Ära waren.

Bushs überambitioniertes Demokratie-Projekt im Irak mag ein Fehler gewesen sein, Obamas verantwortungsloses Nichthandeln in Syrien hat jedoch bereits wesentlich mehr Menschen das Leben gekostet.

Am Ende der Bush-Ära waren die Flüchtlingsströme nach Europa so niedrig wie schon lange nicht, am Ende der Obama-Ära sind sie so hoch wie schon lange nicht.

Europa hat sich eine Welt ohne Sheriff gewünscht – eine Alternative zu ihm hat man jedoch nach wie vor nicht.

Eine Welt ohne Sheriff

Oktober 9, 2014

Im Kabinett Barack Obamas war Leon Panetta die personifizierte Loyalität, erst als CIA-Direktor, später als Chef des Pentagon.

20 Monate nach seinem Abschied hat er sich mit einem Paukenschlag zurückgemeldet. Seine Memoiren werfen ein grelles Licht auf das Innenleben des Weißen Hauses, an dessen Spitze ein Präsident steht, der nach Panettas Charakterstudie zu selten in den Ring steigt, um zu kämpfen.

Obama besitze eine überragende Intelligenz, schreibt der 76-Jährige. “Aber manchmal fehlt ihm das Feuer”, zu oft baue er auf die Logik eines Rechtsprofessors statt auf die Leidenschaft eines Anführers.

Genauso einen amerikanischen Präsidenten hatte man sich in Europa gewünscht.

Trotzdem ist Amerika heute unbeliebter denn je.

Auch wenn man die Polizei gerne kritisiert, erwartet man sich doch, im Ernstfall von ihr beschützt zu werden.

Amerika ist nun einmal der einzige Welt-Sheriff – selbst wenn sein Präsident diese Rolle nicht annehmen will, wird Amerika für die Welt-Kriminalität stets verantwortlich gemacht werden.

Eine Welt ohne Sheriff

Oktober 5, 2014

Subjektiv befand sich die Welt in der Bush-Ära im Kriegs-Chaos.

Objektiv war es jedoch eine Ära der Stabilität, was man nicht zuletzt an den rückläufigen Flüchtlingsströmen nach Europa messen konnte:

http://de.statista.com/statistik/daten/studie/76095/umfrage/asylantraege-insgesamt-in-deutschland-seit-1995/

In Österreich waren die Asylzahlen zu Beginn seiner Präsidentschaft zwar sehr hoch.

Dies lag jedoch am Krieg in Tschetschenien und der Taliban-Herrschaft in Afghanistan.

Ab 2003 waren die Zahlen stets rückläufig. Nicht einmal die blutigeren Jahre im Irak führten zu einer Trendumkehr.

Die ach so friedliche Clinton-Ära war von einem jahrelangen Konflikt am Balkan geprägt, bei dem Hunderttausende Muslime nach Mitteleuropa flüchteten.

Die mangelnde Bereitschaft Clintons und Europas, eine schnelle Lösung durchzusetzen, führte dazu, dass einerseits Dschihadisten nach Europa einsickern konnten (und sich dort auch dauerhaft festsetzten), andererseits musste man letztlich trotzdem für die “armen Muslime” in den post-jugoslawischen Bürgerkrieg eingreifen.

Am Ende waren alle böse:

Die Russen, weil man ihre Serben um den Sieg betrogen hatte.

Die Muslime, weil man erst so spät eingegriffen hatte.

Obama übernahm von Bush zwar Irak und Afghanistan.

Ein 9/11 – nicht einmal ein Jahr nach Beginn seiner Amtszeit – musste Obama nicht stemmen.

Am Ende der Bush-Ära waren die Flüchtlingsströme nach Europa so niedrig wie schon lange nicht, am Ende der Obama-Ära sind sie so hoch wie schon lange nicht.

Europa hat sich eine Welt ohne Sheriff gewünscht – eine Alternative zu ihm hat man jedoch nach wie vor nicht.


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