Posts Tagged ‘Pegida’

Spiegel und Merkel verlieren die Mitte

Dezember 15, 2015

Deutschland hatte Mitte-Rechts gewählt.

Die Gewählte hält jedoch den linken Unsinn, den die Leitmedien verbreiten für die Mitte.

Merkels Kurs wird zwar von jenen Medien bejubelt.

Gleichzeitig beklagen sie sich scheinheilig, dass Deutschland seine Mitte verliere:

Titelbild

Wenn Mitte-Rechts gewählt wird, aber dafür linksgrüne Politik geboten wird, braucht man sich nicht zu wundern, dass die Menschen ihr Vertrauen in die Demokratie verlieren und zu AfD, Pegida und auch noch wesentlich schlimmeren Rattenfängern abwandern.

Bei Jürgen Elsässer und Konsorten ist nicht Merkel an Merkel schuld oder der Islam am Islam:

Asyl; Immigration; Zuwanderung; Einwanderung; Flucht; Fluechtlinge; Syrien; IS; ISIS; Terror; ISIL; Finanzierung; Ausruestung; USA; Obama; US-Praesident; Assad; stuerzen; Geopolitik; Schachbrett; Bodenschaetze; Angela; Merkel; Bundeskanzlerin; offen; Grenze; grenzenlos; Rechtsbruch; Rechtsbeugung; Verfassungshochverrat; Marionette; Sockenpuppe; Galionsfigur; Manipulation; Karikatur; Regierungskriminalitaet; Staatskriminalitaet; Staatsversagen; Wiedenroth; Karikatur; cartoon; Germany; Allemagne

Merkel und der IS sind nach jener Weltsicht nur Marionetten einer großen Weltverschwörung, welche nur durch Putinismus und die Abschaffung der westlichen Demokratie abgewandt werden kann.

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Der Spiegel bläst zur Hexenjagd

Oktober 19, 2015

Ein Jahr Pegida und die Folgen: In Köln ereignet sich ein Akt des politischen Terrors, wie ihn Deutschland seit der RAF nicht gesehen hat. Damals kam der Terror von links, und das Land wurde umgekrempelt, als habe der Polizeiapparat nur darauf gewartet: Rasterfahndung, Radikalenerlass, Gesinnungsjustiz, Einzelhaft, Stammheim.

Die geistige Verbindung zwischen den Pöblern und Perlenkettenfrauen der Pegida und dem Anschlag auf die Kölner OB-Kandidatin Henriette Reker ist evident – und wer jetzt reflexhaft von einem „Einzeltäter“ spricht oder einem „psychisch kranken Täter“, reiht sich ein bei den Verharmlosern.

(Georg Diez – Spiegel)

Praktisch die gesamte Intelligenzija sympathisierte völlig offen mit der radikalen Ideologie der RAF, auch wenn nur ein Teil die konkreten Gewalttaten gut hieß.

Die RAF stand auch nicht für ihre Gesinnung vor Gericht, sondern die Anwälte der RAF wollten die Verbrechen der RAF mit ihrer Gesinnung rechtfertigen.

Schlimmstenfalls steht Pegida in einem Verhältnis zum Kölner Attentäter wie die APO zur RAF.

Auch wenn man ähnliche Meinungen zum Islam und zu Merkels Asylpolitik wie der Attentäter vertritt, so wird die Gewalt weder unterstützt noch gerechtfertigt.

Einen Einzeltäter, dessen Schuldfähigkeit noch gar nicht festgestellt wurde (das kann nur ein Gericht nach einem Verfahren und nicht der Spiegel nach 2 Tagen) mit einer Terrororganisation wie der RAF zu vergleichen, ist allerdings ohnehin jenseitig.

Auch wenn Einzeltäter politische Motive angeben, ist bei deren Gewalttaten meistens die eigene Psyche der entscheidende Faktor.

Der Mörder von John F. Kennedy war Kommunist. Nach der McCarthy-Ära verzichtete man jedoch darauf, deswegen eine geistige Verbindung zwischen allen Linken und dem Kennedy-Mörder zu ziehen.

Gegen die Tea-Party oder Pegida sind solche „Hexenjagden“ hingegen salonfähig.

Demokratie statt Pegida

Oktober 18, 2015

Bei islamischen Terroranschlägen wird stets vor Generalverdacht gegen die zu 99 % friedlichen Muslime gewarnt.

Umgekehrt wird jedoch die Wahnsinnstat eines Einzelnen umgehend genützt, um mit allen Islamkritikern abzurechnen.

Pegida hat in Köln mitgestochen

Die OB-Kandidatin Henriette Reker wird am Wahlkampfstand schwer verletzt. Das ist auch das Ergebnis der Hetze fremdenfeindlicher Gruppen.

(Martin Niewendick – Tagesspiegel)

Merkel wurde gewählt, weil die Menschen sich von ihr Stabilität versprachen.

Die Politik Merkels in der aktuellen Flüchtlingskrise erfreut zwar großbürgerliche Linke wie Jakob Augstein, jedoch nicht ihre eigenen kleinen konservativen Wähler.

Pegida ist ein Symptom der scheinbaren Alternativlosigkeit der deutschen Politik.

Wo man hingegen die Möglichkeit hat, die Politik seines Landes durch eine demokratische Wahl mitzubestimmen, gibt es Symptome wie Pegida kaum:

SVP-Sieg in der Schweiz: Die erfolgreichsten Rechtspopulisten Europas

(Spiegel)

Die obligate „Rechtspopulismus“-Etikette des Spiegels wird die Schweizer Volkspartei nicht sehr hart treffen.

Populismus ist schließlich nur das lateinische Wort für Demokratie.

Der Judenstaat als Sündenbock für das deutsche Asyl-Chaos

September 20, 2015

Fast alle Flüchtlinge kommen aus der Islamischen Welt.

Wäre der Islam an den Problemen der Islamischen Welt schuld, wären die Anliegen von Pegida wohl nicht ganz unberechtigt, zumal der Islam immer stärker auch zum Teil unserer Welt wird.

Daher müssen Politiker, die den Islam in Deutschland Willkommen heißen, einen anderen Schuldigen für die Probleme der Islamischen Welt finden:

Jenas OB: „Deutschland muss Zurückhaltung gegenüber Israel aufgeben“

„Die islamfeindliche US-Politik der vergangenen Jahrzehnte trägt ihre Früchte“, sagte Schröter in Jena mit Blick auf den Zustrom Hunderttausender Flüchtlinge allein nach Deutschland. Eine gravierende Änderung der Politik sei nötig, um die Konflikte im Nahen und Mittleren Osten zu entschärfen.

Auch seinen Parteikollegen und Außenminister Frank-Walter Steinmeier sieht Schröter in der Pflicht. „Deutschland muss seine Rolle im Nahost-Konflikt ändern“, betonte der Sozialdemokrat. „Es muss aus seiner vornehmen Zurückhaltung gegenüber Israel als Besatzerstaat heraustreten.“

(Thüringische Landeszeitung)

Islam bedeutet Unterwerfung.

Muslimbrüder, Salafisten, Mullahs, Scheichs, Emire und Kalifen versuchen einander mit ihrer Form von Islam zu unterwerfen.

Von Nigeria bis Pakistan treiben islamische Konflikte Muslime in die Flucht.

Der Islam macht zwar Muslime zu Opfern, er sorgt jedoch damit auch für seine Weiterverbreitung.

Denn Asylschutz wird zwar bei der westlichen Zivilisation gesucht, der Islam wird jedoch trotzdem nicht aufgegeben, denn schuld an den eigenen Problemen ist natürlich nicht der eigene Islam, sondern der Westen und Israel.

Diese islamische Sicht der Dinge wird auch von den Aufnahmegesellschaften übernommen, zumal man so einer ernsthaften Auseinandersetzung mit dem Islam aus dem Weg gehen kann.

Dass biedere SPD-Politiker, die Muslime gerne als die neuen Juden darstellen, die Schuldzuweisungen gegen den Judenstaat so bereitwillig übernehmen, zeigt wie wichtig Israel für Europas echte Juden immer noch ist.

Augsteins Pegida-Fratze

Mai 22, 2015

Die ehemalige Pegida-Fratze hat offenbar zu viel Jürgen Elsässer konsumiert:

„Die Nato-Propaganda ist sehr gefährlich, die Nato stürzt mit ihrer Propaganda Menschen in den Krieg. Dadurch kommen viele, viele Streitigkeiten auf, zum Beispiel die über den Islam und den bösen Moslem.“

Es folgen weitere Erkenntnisse Oertels, zusammenhanglos vorgetragen. Seit 9/11 schreibe die Propaganda den Moslems die Schuld zu. Über die wahren Ursachen der Flucht von Tausenden aus Afrika würden dem Volk fortwährend Lügen vorgesetzt: nämlich die unfairen Wirtschaftsbeziehungen mit Europa, das Wiesenhof-Hähnchen in Afrika zu billigeren Preisen verschleudere, als sie ein einheimischer Produzent anbieten könne. Darüber aber würde in Deutschland nie gesprochen.

Fassungslosigkeit in der Runde. Fahimi fällt das Gesicht auf den Tisch. Jakob Augstein leidet sichtlich körperliche Qualen, verzieht und knetet seinen Mund. Bei Illner stürzen Welten ein. „Irgendetwas stimmt hier nicht“, sagt Augstein mit unüberhörbarem Sarkasmus. „Sie sind nicht gegen Moslems und Herr Lucke ist nicht rechts.“

(RP-Online)

Dass das neue Feindbild der ehemaligen Pegida-Fratze sich weitgehend mit dem eigenen Feindbild deckt, war dem feinen Prinz Augstein wohl etwas peinlich.

Zwei gleiche Eier?

Januar 23, 2015

Gut 90 Prozent der neuen Montagsdemo- und Friedenswinter-Parolen decken sich mit den Pegida- und Legida-Forderungen, beide Bewegungen teilen sich mit dem verkrachten ehemaligen FAZ-Journalisten Udo Ulfkotte sogar ein und denselben Redner und mit Elsässer einen teilzeitintellektuellen Stichwortgeber. Kurzum: beide Märsche gleichen einander wie ein faules Ei dem anderen.

(Die Achse des Guten)

Elsässer hatte zwar von Anfang an versucht, auch bei Pegida mitzumischen (und dabei seine islamischen Fans im Regen stehen gelassen), wirklich gelungen ist ihm das jedoch erst jetzt in Leipzig.

Welchen Unterschied so ein Elsässer ausmacht, haben selbst sonst sehr Pegida-kritische Medien bemerkt:

Tatsächlich gibt es weitere Unterschiede zwischen Pe- und Legida, die kaum zu übersehen sind: Legida klingt schriller, undifferenzierter, weniger nach AfD mehr nach NPD.

(Spiegel)

Bei Pegida unterstellte man zwar auch eine rechtsextreme Ideologie, die sich hinter der vorgetragenen Sorge vor Islamisierung in Wahrheit verberge, bei Legida wird die Nazi-Ideologie hingegen unverschämt offen präsentiert (Elsässer als Antisemit zu bezeichnen ist allerdings gerichtlich verboten).

Der Achse-Autor irrt auch bezüglich Elsässers Ergebenheit zu Ahmadinejad.

Elsässer hat seine islamischen Fans wie Andreas Abu Bakr, Mitbegrüder von Compact, oder Yavuz Özoguz, der ihm die Audienz bei Ahmadinejad verschafft hatte, ziemlich brutal abserviert.

Besonders geschätzt wurde Elsässer von seinen islamischen Fans für seine Verschwörungstheorien.

Elsässer ist allerdings kein wirklicher Truther: Als Henryk M. Broder ihn bei einer 9/11-Veranstaltung zu seinen Theorien konkret befragte, war er sofort bereit, 90 % seiner angeblichen Erkenntnisse zu verleugnen und sich als harmloser „kritischer Fragensteller“ darzustellen.

In einem Interview zur Chemtrail-Paranoia hat Kachelmann sehr treffend festgestellt, dass die wirklich gefährlichen Chemtrail-Anhänger jene sind, die eigentlich gar nicht wirklich daran glauben.

Verschwörungstheorien sind auch für Jürgen Elsässer lediglich Mittel zum Zweck, um eine Anhängerschaft hinter sich zu scharen.

Die Links-Partei hat zwar bestimmt viele Fehler, sie ist jedoch nicht die einzige, die auf Elsässer hereingefallen ist.

Jahrelang schrieb Elsässer für die „Allgemeine Jüdische Wochenzeitung“ und war Erfinder der „Antideutschen“, einer linken Polit-Sekte mit Israel-Fetisch.

Vielleicht liegt es nur an der Gnade der späten Geburt, dass ich persönlich nie zu seinem Jünger wurde.

Ein gewöhnlicher Mord als weltweites Thema

Januar 23, 2015

“Asylant von Pegida ermordet” war für die Medien ein tolles Thema.

Und zwar weltweit.

“Asylant von Asylant ermordet” wäre normalerweise höchstens etwas für den heimischen „Boulevard“.

Nur weil vorher Pegida verdächtigt worden war, hat man es diesmal immerhin in die deutschen „Leitmedien“ geschafft.

Die arabischen Leitmedien haben bislang selbstverständlich auf eine Richtigstellung der Geschichte verzichtet.

Aber das macht nichts:

Muslime werden trotz der von Al-Jazeera stets beklagten Islamophobie der Europäer die Leistungen des europäischen Wohlfahrtsstaats auch weiterhin in Anspruch nehmen wollen.

Das Zeitfenster genützt

Januar 22, 2015

Auch die sieben Mitbewohner des Getöteten hatten in den vergangenen Tagen wiederholt die Vermutung geäußert, dass die Tat einen fremdenfeindlichen Hintergrund haben könnte. So äußerte sich auch der 26-Jährige, der Khaled nach Angaben der Ermittler vor anderthalb Wochen wohl im Streit getötet hat.

(FAZ)

Gibt man bei Google den Suchbegriff „Asylwerber erstochen“ ein, erscheint eine erstaunlich hohe Anzahl von Treffern:

http://www.heute.at/news/oesterreich/art23655,965996

Opfer: Bosnier, Täter: Afghane

http://derstandard.at/2080555

Opfer: Georgier, Täter: Georgier

http://www.noen.at/nachrichten/noe/chronik-gericht/Asylwerber-erstochen-Mordprozess-in-St-Poelten;art79520,10324

Opfer: Tschetschene, Täter: Kosovare

http://www.news.at/a/wien-favoriten-mann-mit-schere

Opfer: Tunesier, Täter: Afghane

http://www.krone.at/Oesterreich/Asylwerber_in_Oberoesterreich_erstochen-In_der_Unterkunft-Story-42598

Opfer: Ukrainer, Täter: Georgier

http://www.krone.at/Oesterreich/16-jaehriger_Asylwerber_ersticht_Kollegen-Messer-Attentat-Story-46945

Opfer: Mauretanien, Täter: Elfenbeinküste

http://www.vol.at/afghanin-in-innsbruck-auf-der-strasse-erstochen/apa-1414038306

Opfer: Afghanin, Täter: Afghane

Fast immer waren die „erstochenen Asylwerber“ Opfer von anderen Asylwerbern.

Das Zeitfenster bis zur Aufklärung der Tat wurde trotzdem ausgenützt, um Stimmung gegen Pegida zu machen.

Miersch verlässt die Achse der Vernunft

Januar 21, 2015

Es gibt viele Belege dafür, dass ein Großteil der Anhänger von AfD, Pegida und verwandten Organisationen ausländerfeindlich und antisemitisch sind, und anti-westliche Verschwörungsgerüchte verbreiten.

Im ersten Satz beklagt sich Miersch über von Pegida-Anhängern verbreitete Verschwörungsgerüchte, um im nächsten Satz gleich selbst zwei typisch verschwörungstheoretische Halbwahrheiten abzusondern:

Die Annahme, dass der Feind meines Feindes, mein Freund sei, ist einer der dümmsten politischen Trugschlüsse. Mit diesem Ungeist hat Israel einst die Hamas gefördert und Amerika die Taliban.

(Michael Miersch)

In den 70er-Jahren war die PFLP nun einmal die Terrororganisation Nummer 1 und die Sowjetunion war in Afghanistan einmarschiert, um dort eine kommunistische Diktatur zu stützen.

Hätte man die PFLP und die Sowjets einfach gewähren lassen sollen, weil man vorausahnen hätte müssen, dass in Zukunft einmal die Taliban und die Hamas in deren Machtlücke stoßen würden?

Nach derselben Logik wäre der Westen auch an der Ostblock-Diktatur schuld, weil man Hitler gemeinsam mit Stalin bekämpft hatte.

Die Politik des Westens gegenüber seinen alten Feinden mag zwar ein Faktor für das Erstarken des politischen Islam gewesen sein.

Ähnliches könnte man man jedoch auch hinsichtlich des Versailler Friedensvertrages für den Aufstieg der Nazis konstatieren.

Für die Verbrechen der Nazis waren jedoch trotzdem die Nazis selbst verantwortlich, sowie für den Terror der Islamisten ebenfalls die Islamisten verantwortlich sind.

Gerade die von Miersch genannten Beispiele zeigen, dass es wichtig ist, sich selbst den Problemen zu stellen, statt sich die Drecksarbeit von anderen abnehmen zu lassen.

Idioten wird es immer geben und selbstverständlich rennen gerade bei Pegida massenweise Idioten mit. Die Gefahr ist daher groß, dass die berechtigte Opposition gegen die Islamisierung in eine falsche Richtung laufen könnte.

Auch Hitler war ursprünglich angetreten, um das Abendland vor dem nach seiner Ansicht „jüdischen Bolschewismus“ zu retten, was zwar dazu geführt hatte, dass 6 Millionen Juden vernichtet wurden, aber halb Europa am Ende erst recht kommunistisch war.

Wenn man will, dass es in eine richtige Richtung geht, sollte man gerade die vernünftige Achse des Gute stärken, auch wenn man dabei Zulauf von so manchem Idioten erhält.

Sich nobel herauszuhalten, um zuzusehen, wie ein Kewil oder Jürgen Elsässer daraus ihr Ding zu machen, hilft der Sache der Vernunft am wenigsten.

Asylant von Pegida erstochen?

Januar 17, 2015

Die sechs Eriteer, die mit dem Getöteten zusammengelebt haben, wollen nicht wieder in die Wohnung im zweiten Stock der Plattenbausiedlung zurück. Die Stadt hatte sie darin untergebracht. „Sie haben Panik, dass auch ihnen etwas zustößt“, sagt Caritas-Sozialarbeiter Karsten Dietze, der mit den eritreischen Flüchtlingen zusammen am Mittwoch auf dem Jorge-Gomondai-Platz um Khalif getrauert hat. „Sie glauben, dass ihr Freund gezielt umgebracht wurde.“

Den Platz in der Innenstadt haben sie bewusst gewählt. Der 28-jährige Mosambikaner Jorge João Gomondai ist dort von Rechtsradikalen am 6. April 1991 getötet worden. Er wurde blutüberströmt neben der Straßenbahn gefunden. Ob er mit vorgehaltenem Messer gezwungen wurde, aus der Bahn zu springen, wie ein Zeuge aussagte, oder ob er ins Freie stürzte, konnte nie ganz geklärt werden.

(Tagesspiegel)

Dabei muss der Tagespiegel bis 1991 zurückgehen, um eine Tat mit ähnlichem Hintergrund aufzustöbern.

Doch wie schaut es in der jüngeren Vergangenheit aus?

Gibt man bei Google den Suchbegriff „Asylwerber erstochen“ ein, erscheint eine erstaunlich hohe Zahl von Treffern:

http://www.heute.at/news/oesterreich/art23655,965996

Opfer: Bosnier, Täter: Afghane

http://derstandard.at/2080555

Opfer: Georgier, Täter: Georgier

http://www.noen.at/nachrichten/noe/chronik-gericht/Asylwerber-erstochen-Mordprozess-in-St-Poelten;art79520,10324

Opfer: Tschetschene, Täter: Kosovare

http://www.news.at/a/wien-favoriten-mann-mit-schere

Opfer: Tunesier, Täter: Afghane

http://www.krone.at/Oesterreich/Asylwerber_in_Oberoesterreich_erstochen-In_der_Unterkunft-Story-42598

Opfer: Ukrainer, Täter: Georgier

http://www.krone.at/Oesterreich/16-jaehriger_Asylwerber_ersticht_Kollegen-Messer-Attentat-Story-46945

Opfer: Mauretanien, Täter: Elfenbeinküste

http://www.vol.at/afghanin-in-innsbruck-auf-der-strasse-erstochen/apa-1414038306

Opfer: Afghanin, Täter: Afghane

Fast immer waren die „erstochenen Asylwerber“ also Opfer von anderen Asylwerbern.

Das Zeitfenster bis zur Aufklärung der Tat wird trotzdem ausgenützt, um Stimmung gegen Pegida zu machen.

Falls es sich beim Täter dann doch um einen Asylanten handelt, hat man sich eben geirrt.

Falls es jedoch ein Pegida-Sympathisant war, wird man alle Pegida-Sympathisanten mit-verurteilen.

Dass man nicht alle Angehörigen einer zu 99 % friedlichen Gruppe für die Gewalt einzelner verantwortlich machen dürfe, gilt nämlich nur für den Islam, aber nicht für Islam-Gegner.