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German „Schadenfreude“

April 2, 2012

Premier Rachid Ghannouchi schloss jede „Normalisierung“ im Verhältnis zu Israel aus, und zwar für alle Zukunft. Man habe kein Problem mit dem Judentum, sehr wohl aber mit dem Zionismus, sagte der Regierungschef. Erst am Freitag hatten hunderte Demonstranten gefordert, dass die künftige Verfassung jegliche Beziehungen mit Israel verbieten müsse.

Warum sind die „abnormalen Beziehungen zu Israel“ für die islamische Welt so wichtig?

Ohne das Feindbild Israel müssten sich islamische Gesellschaften womöglich die Frage stellen, ob ihre vielen Probleme vielleicht doch etwas mit der eigenen Religion bzw. Ideologie zu tun haben könnten.

Der Islamismus schädigt Tunesiens Tourismus-Wirtschaft und produziert so noch mehr beruflich und sexuell unbefriedigte Jungmänner.

Theoretisch stünden diese Männer zum Kampf gegen den Zionismus bereit:

https://aron2201sperber.wordpress.com/2012/03/23/an-alle-bruder/

Praktisch machen sie sich jedoch auf den Weg ins sündige Europa.

Warum ist der „Kampf gegen den Zionismus“ auch für viele Linke so wichtig?

Durch die Verurteilung Israels erhalten Linke die Gelegenheit, sich als Sprecher der unterdrückten dritten Welt aufzuspielen.

Da die Proletarier der westlichen Welt sich als unwillig erwiesen haben, den linken Vordenkern zu folgen, ist man stets auf auf der Suche nach einem passenderen Proletariat.

Normalerweise würde gerade das Proletariat der islamischen Welt das denkbar unpassendste Objekt der Begierde darstellen.

Würden die linksprogressiven Denker ihr Gesellschaftsbild der islamischen Straße predigen, müssten sie mit ihrer spontanen Steinigung rechnen.

Wenn die linken Sprecher jedoch Israel anprangern, wird ihnen sogar ihre Jüdischkeit nachgesehen.

Unter den linken Israelkritikern sind alle westlichen Nationen vertreten.

In Deutschland und Österreich gibt es im Gegensatz zu den meisten anderen Nationen jedoch auch unter Menschen, die nichts mit dem Islam oder linker Ideologie am Hut haben, besonders viele Israelkritiker.

Broder hat es so ausgedrückt: „Die Deutschen werden den Juden den Holocaust nie verzeihen“

Im Englischen wird „Schadenfreude“ als Fremdwort benutzt.

„Die Schadenfreude ist die reinste Freude“ sagt auch ein deutsches Sprichwort.

Dass der Judenstaat den Judenmörderstaat als Weltbösewicht abgelöst hat, ist für viele Deutsche und Österreicher ein Grund zu reinster Schadenfreude.