Posts Tagged ‘Schuldenkrise’

Zahlen sollen nur die „Reicheren“

März 3, 2012

Gestern diskutierte ich bei einem Familientreffen mit „reichen Onkeln“, die als Unternehmer tätig gewesen waren, über die Schuldenkrise.

Der eine steht politisch weit links, der andere entschieden rechts.

Was die „Einnahmenseite“ angeht, waren sich jedoch beide einig.

Der Mittelstand, zu dem sich beide trotz ihrer beachtlichen Vermögen selbst zählen, zahle viel zuviel Steuern.

Das Geld müsse man stattdessen von den Konzernen und den „wirklich Reichen“ auftreiben.

Ausgerechnet der rechte reiche Onkel betete die linke Propaganda von den 1 %, die angeblich 99 % besäßen, nach.

Beide waren sich darüber einig, dass diese 1 % alle Medien beherrschen und vom „CIA-Attentat auf Kennedy“ bis zur „Kampage gegen Wulff“ alles steuern.

Daran sieht man, wie erfolgreich der Occupy-Populismus ist.

Wahrscheinlich zählt sich sogar Piech zu den unterdrückten 99 %, weil Bill Gates, George Soros oder ein paar Scheichs noch reicher als er seien.

Was die „Ausgabenseite“ angeht, gingen die Meinungen jedoch stark auseinander.

Während der rechte Onkel die Macht der Gewerkschaften beklagte und alle Transferleistungen zusammenkürzen wollte, betrachtete der linke Onkel selbst die Unfinanzierbarkeit des Gesundsheitswesens und des Pensionssystems aufgrund der demographischen Entwicklung als „künstlich gesteuert“, um „amerikanische Verhältnisse“ herbeizuführen.

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Die Grenzen der Demokratie

November 10, 2011

Die Schuldenmacherei wurde in ganz Europa hochdemokratisch abgesegnet.

Über die Existenz von Schulden demokratisch abzustimmen, übersteigt jedoch die Möglichkeiten der Demokratie.

Denn die Schulden existieren im Gegensatz zur Schuldenmacherei leider völlig losgelöst davon, ob die Mehrheit dies wünscht oder nicht.