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Die Unterdrückung der islamischen Frau als Asyl-Ticket für islamische Unterdrücker

Mai 15, 2016

Maghreb-Staaten: Sichere Herkunftsländer? Sicher nicht.

(SPON)

Tunesien ist wohl eines der zivilisiertesten Länder der islamischen Welt.

Es ist das einzige Land, in dem der arabische Frühling nicht in einen blutigen Bürgerkrieg (Syrien, Libyen) mündete bzw. zur raschen Rückkehr einer klassischen arabischen Diktatur (Ägypten) führte:

Dafür erhielt das sogenannte tunesische Dialogquartett im vergangenen Jahr den Friedensnobelpreis, ein Bündnis von Gewerkschaften, Wirtschaftsverbänden, Menschenrechtlern und Juristen, das seit der Revolution die Demokratisierung fördert.

Die 2014 verabschiedete Verfassung garantiert Glaubens- und Gewissensfreiheit, eine Justizreform soll die Bürger vor Behördenwillkür und Polizeiübergriffen schützen.

Trotz aller Fortschritte bleibt Tunesien allerdings ein islamisches Land mit den typischen Islam-Problemen, die man überall in der islamischen Welt finden kann.

Auf solche Zustände hinzuweisen, gilt beim Spiegel normalerweise als islamophober Rassismus.

Wenn es jedoch darum geht, für Tunesier weiterhin die Asylschiene offen zu halten, greift der Spiegel auf Formulierungen zurück, die auch locker von der AfD stammen könnten:

Frauen werden aber noch immer kaum gegen sexuelle Gewalt geschützt. So können Männer, die Minderjährige vergewaltigen, einer Strafe entgehen, wenn sie ihr Opfer heiraten. Lesben, Schwule und Bisexuelle werden diskriminiert. Homosexuelle Beziehungen werden mit bis zu drei Jahren Gefängnis bestraft.

Weil islamische Männer ihre Frauen unterdrücken, darf Tunesien kein „sicheres Herkunftsland“ sein, und alle Tunesier brauchen daher weiter Zugang zum Asyl-Mekka.

Zumal das Asyl-Mekka jedoch im sündigen Westen liegt, schicken die Tunesier lieber ihre Jungs statt ihre Mädels zu uns rüber.

Die islamischen Jungs machen dann bei uns das, was sie daheim über Frauen (Unverschleierte=Hure) gelernt haben.

Dieses Verhalten zu kritisieren, wäre jedoch wiederum „rassistisch und islamophob“.

Werden dann später doch auch die Mädels nachgeholt, werden sie mindestens genauso streng unterdrückt wie daheim in der islamischen Welt – tunesische Frauen werden bei uns sogar öfter verschleiert als in Tunesien.

Obwohl die Unterdrückung der Frau zuvor als Argument für die „Unsicherheit“ Tunesiens angeführt worden war, werden nicht die unterdrückten verschleierten Frauen, sondern die männlichen Unterdrücker geschützt.

Die meisten deutschen Feministinnen spielen bei diesem Spiel, welches die Unterdrückung der Frau in der islamischen Welt nicht beendet, sondern in unsere Welt einschleppt, aufgrund ihrer linken Verblendung willig mit.

Alice Schwarzer ist eine der wenigen Feministinnen, die sich über die Natur des nach Deutschland importierten Islam nicht in den Sack lügt.

Schwarzer kritisiert wiederholt das Frauenbild in der muslimischen Welt. (Bild: APA/dpa)

 

Vor 25 Jahren waren noch alle Barbaren

Dezember 10, 2015

Unglaublich wie „barbarisch“ der Spiegel vor 25 Jahren noch war:

Titelbild

Heute wäre nicht nur das Z-Wort streng verboten, auch das Foto und die Frage, ob eine ethnische Minderheit aus wirtschaftlichen Gründen unser System ausnütze, würden schon als schwerster Rassismus gewertet werden.

Voreilige Wut

Dezember 3, 2015

Wut auf die Republikaner: „Gott wird es richten!“

Der Ablauf ist stets der gleiche: In den USA sterben Menschen durch Schusswaffen – und die Republikaner beten für die Opfer. Diesmal erhebt sich ein Proteststurm. Der Vorwurf: Scheinheiligkeit.

(SPON)

Das Zeitfenster bis zum Bekanntwerden der „mutmaßlichen Täter“ wurde wieder einmal optimal genützt, um mit den US-republikanischen Feinden der progressiven Spiegel-Welt abzurechnen.

Auch wenn es am Ende leider kein rechter Waffennarr war, so war „offenbar mindestens“ eine Waffe „legal“ – die hat bestimmt den Unterschied ausgemacht – daher braucht man auch nicht zurückzurudern:

Das mutmaßliche Todesschützen-Paar von San Bernardino hat offenbar mindestens eine Waffe legal besessen.

(SPON)

Über das Motiv der „mutmaßlichen Täter“ (ein Saudi-Barbarien-Urlauber und seine aus Pakistan importierte Gattin) wird jedoch noch heftig gerätselt:

Konkrete Hinweise auf ein politisches Motiv gibt es bislang nicht, und auch keine Erkenntnisse zu einer radikalen Gesinnung der Täter. „Er erschien mir nie als fanatisch, er erschien mir nie als verdächtig“, sagte eine frühere Arbeitskollegin von Syed F. der „Los Angeles Times“. Farhan Khan, der Schwager des Hauptverdächtigen, sagte auf einer Pressekonferenz im kalifornischen Anaheim: „Ich habe keine Ahnung, warum er so etwas tun sollte.“

Als sich herausstellt hatte, dass die Attentäter von Paris entgegen der vom Spiegel postulierten Logik die Flüchtlings-Route genützt hatten, um unregistriert aus dem IS nach Europa einzureisen, hatte der Spiegel eine originelle Erklärung für das vermeintlich irrationale Verhalten der Attentäter parat: die Attentäter hätten die gefälschten syrischen Pässe nur benützt, um den Ruf der Flüchtlinge zu schädigen.

Nach jener Spiegel-Logik könnten die Attentäter von Kalifornien die legale Waffe auch nur eingesetzt haben, um der Agenda der Waffenlobby zu schaden.

Virtuelle Helden

November 18, 2015

Erst hat man alles getan, um den Staat aus dem Internet fernzuhalten.

Jetzt möchte man dort selbst Polizei spielen:

Paris-Terror: Anonymous greift IS im Netz an

Doch wenn sich der IS gegen die virtuellen Polizisten in der realen Welt zur Wehr setzt, werden diese virtuellen Helden weinend zur realen Polizei laufen.

Niemand verkörpert die Figur des infantilen Internet-Helden besser als der Cyber-Punk Sascha Lobo:

Sasch Lobo

In Europa und den USA ist man mit unseren Regierungen, die uns nicht die totale digitale Freiheit garantieren, zwar furchtbar unzufrieden – wirkliche Angst vor einer realen Verfolgung hat man natürlich nicht.

Trotz aller Empörung weiß man ganz genau, dass bei uns wohl kaum irgendwelche Wichtigtuer mit bunten Haaren im Visier der Sicherheitsapparate stehen.

Trotzdem ist es ein großes Anliegen, den Staat bei der Überwachung des Internets zu behindern.

Die Freiheit, die eigene Meinung zu äußern und die eigene Regierung harsch zu kritisieren, war noch sie so groß wie heute.

Wenn es  Einschränkungen gibt, so kommen sie nicht vom Staat, sondern von einer über-politisch-korrekten Öffentlichkeit, die allzu rasch die Nazi-Keule gegen fremde Meinungen schwingt:

Deshalb plädiere ich hiermit für die gezielte Verwendung der Nazikeule (und damit implizit für eine Umdeutung des Begriffs).

(Sascha Lobo – SPON)

Der Staat hält sich hingegen (noch) weitgehend raus, wie es in unserer Verfassung auch vorgesehen ist.

Dass die Selbstverständlichkeit der Meinungsfreiheit lediglich für die westlichen Demokratien gilt, wird von Lobo & Co. gerne ausgeblendet.

Bereits in der Türkei wird man als Regierungskritiker ganz real eingesperrt und in Russland, wohin sich der Jesus der virtuellen Rebellen verkrochen hat, wird man sogar ganz real ermordet.

Lügenpresse oder ehrlich blöd?

November 15, 2015

Zwei Attentäter von Paris hielten sich vor den Anschlägen offenbar in Syrien auf. Einer soll mit syrischem Pass nach Europa eingereist sein. Ermittlern zufolge war das Dokument gefälscht – dass es gefunden wurde, gehörte zum Plan.

(Spiegel, 15.11.2015)

Dass es zum Plan gehört haben soll, ist reine Spekulation.

Eine viel einfachere und wahrscheinlichere Erklärung bestünde darin, dass er das Dokument brauchte, um sich bis zur Ausführung des Anschlags bei Kontrollen ausweisen zu können.

Vor nicht einmal zwei Wochen hatte uns übrigens ein Spiegel-Chefreporter noch darüber aufgeklärt, wie gering das Risiko eines Anschlags durch als syrische Flüchtlinge getarnte IS-Terroristen wäre:

Es geht derzeit also um höchstens zehn mutmaßliche Terroristen. Zehn unter Hunderttausenden, die in den vergangenen Monaten nach Deutschland gekommen sind. Und selbst diese zehn sind nicht etwa rechtskräftig verurteilte IS-Milizionäre, sondern Verdachtsfälle, in denen ermittelt wird.

(Spiegel, 03.11.2015)

Hätte der Verfasser jenes Artikels so etwas wie ein Gehirn, wäre er wohl in der Lage gewesen zu erkennen, dass die wenigen Verdachtsfälle nichts über die tatsächliche Zahl an IS-Terroristen aussagen, sondern lediglich belegen, dass IS-Terroristen in den anonymen Flüchtlingsmassen für die Behörden nicht identifizierbar sind.

Um Terrorakte in Europa zu begehen, ist der IS gar nicht darauf angewiesen, Kämpfer als Flüchtlinge zu tarnen. Hunderte deutsche Islamisten und Tausende Dschihadisten aus der Europäischen Union halten sich freiwillig in dem Gebiet auf, das der IS kontrolliert. Sie können jederzeit nach Deutschland einreisen.

Würden jene EU-Bürger mit ihren echten Identitäten wieder einreisen, würden sie im Gefängnis landen.

Lassen sie sich hingegen vom IS mit syrischen Pässen ausstatten, verwandeln sie sich von gesuchten Terroristen in schutzbedürftige syrische Flüchtlinge:

Auch verfügt der IS nach Erkenntnissen der Nachrichtendienste über syrische Blankopässe und erhebliche finanzielle Mittel. Er könnte Attentäter also ausgestattet mit falschen Identitäten in Flugzeuge setzen, statt sie einer strapaziösen, mehrwöchigen Flucht auszusetzen.

Warum setzen sich wohl auch alle anderen echten und unechten Syrer mit ihren syrischen Pässen nicht einfach in Flugzeuge, sondern nehmen die strapaziöse Balkanroute in Anspruch?

Dass man für eine Flugreise nach Europa ein Visum braucht, welches im Gegensatz zu den syrischen Pässen vom IS nicht so ohne weiteres besorgt werden kann, weiß wohl selbst der dümmste Bild-Reporter.

Entweder der Spiegel-Chefreporter ist daher wirklich blöder als jeder Bild-Reporter oder er lügt bewusst.

Spiegel-Chefreporter

(Jörg Diehl ist Chefreporter von SPIEGEL ONLINE)

Mein Tipp: Es handelt sich um ehrliche Blödheit (und das hat nichts mit dem Foto zu tun).

Lügenpresse oder ehrliche Blödheit?

November 3, 2015

Es geht derzeit also um höchstens zehn mutmaßliche Terroristen. Zehn unter Hunderttausenden, die in den vergangenen Monaten nach Deutschland gekommen sind. Und selbst diese zehn sind nicht etwa rechtskräftig verurteilte IS-Milizionäre, sondern Verdachtsfälle, in denen ermittelt wird.

(Spiegel)

Hätte der Verfasser jenes Artikels so etwas wie ein Gehirn, wäre er wohl in der Lage zu erkennen, dass die Verdachtsfälle nichts über die tatsächliche Zahl an IS-Terroristen aussagen, sondern lediglich belegen, dass IS-Terroristen in den anonymen Flüchtlingsmassen für die Behörden nicht identifizierbar sind.

Um Terrorakte in Europa zu begehen, ist der IS gar nicht darauf angewiesen, Kämpfer als Flüchtlinge zu tarnen. Hunderte deutsche Islamisten und Tausende Dschihadisten aus der Europäischen Union halten sich freiwillig in dem Gebiet auf, das der IS kontrolliert. Sie können jederzeit nach Deutschland einreisen.

Würden jene EU-Bürger mit ihren echten Identitäten wieder einreisen, würden sie im Gefängnis landen.

Lassen sie sich hingegen vom IS mit syrischen Pässen ausstatten, verwandeln sie sich von gesuchten Terroristen in schutzbedürftige syrische Flüchtlinge:

Auch verfügt der IS nach Erkenntnissen der Nachrichtendienste über syrische Blankopässe und erhebliche finanzielle Mittel. Er könnte Attentäter also ausgestattet mit falschen Identitäten in Flugzeuge setzen, statt sie einer strapaziösen, mehrwöchigen Flucht auszusetzen.

Warum setzen sich wohl auch alle anderen echten und unechten Syrer mit ihren syrischen Pässen nicht einfach in Flugzeuge, sondern nehmen die strapaziöse Balkanroute in Anspruch?

Dass man für eine Flugreise nach Europa ein Visum braucht, welches im Gegensatz zu den syrischen Pässen vom IS nicht so ohne weiteres besorgt werden kann, weiß wohl selbst der dümmste Bild-Reporter.

Entweder der Spiegel-Chefreporter ist daher wirklich blöder als jeder Bild-Reporter oder er lügt bewusst.

Spiegel-Chefreporter

(Jörg Diehl ist Chefreporter von SPIEGEL ONLINE)

Mein Tipp: Es handelt sich um ehrliche Blödheit (und das hat nichts mit dem Foto zu tun).

Die Schuldunfähigkeit des Spiegels

Oktober 19, 2015

Man stelle sich vor, die Junge Freiheit würde in so einem Stil über das Opfer des Attentats von Köln schreiben:

Ministerpräsident unter dem Messer: Ein Mailänder Chirurg hat Italiens Premier Berlusconi vier Stunden lang am Kiefer operiert. Seit einem Attentat, bei dem er im Gesicht verletzt wurde, hatte der Cavaliere Probleme beim Kauen und Sprechen. Die große Klappe allerdings blieb.

(Spiegel)

Berlusconi

Wenn Einzeltäter aus politischen Gründen Verbrechen verüben, geht es tatsächlich meistens um die eigene Psyche.

Attentate unbedeutender Menschen auf bedeutende Menschen des öffentlichen Lebens hat es immer schon gegeben und wird es auch weiterhin geben. Oft sind die Opfer Politiker (z.B. Kennedy, Reagan, Schäuble, Fortuyn,…) – entscheidend ist dabei jedoch mehr die Bedeutsamkeit des Opfers (z.B. John Lennon) – je bedeutender das Opfer, desto bedeutsamer die Tat.

Auch bei Berlusconis Attentäter wurde wohl zu Recht die Schuldunfähigkeit aus psychischen Gründen festgestellt.

Das politisch Bedenkliche am Berlusconi-Attentat lag nicht in der politischen Motivation des psychisch labilen Mannes, sondern darin, dass seine kranke Tat von vielen Menschen innerhalb und außerhalb Italiens begrüßt wurde.

Sind jene Menschen auch alle schuldunfähig?

Viele Einzeltäter

Oktober 19, 2015

Einen einzelnen Täter als Einzeltäter zu bezeichnen, empfindet der Spiegel als Verharmlosung:

Die geistige Verbindung zwischen den Pöblern und Perlenkettenfrauen der Pegida und dem Anschlag auf die Kölner OB-Kandidatin Henriette Reker ist evident – und wer jetzt reflexhaft von einem „Einzeltäter“ spricht oder einem „psychisch kranken Täter“, reiht sich ein bei den Verharmlosern.

(Spiegel)

Viele Täter als Einzeltäter zu bezeichnen, ist hingegen korrekt, wenn die vielen Opfer Juden sind:

Gerade angesichts der schwer kontrollierbaren, zufälligen, von Einzeltätern spontan ausgeführten Attentate fühlen sich die Menschen besonders ohnmächtig.

(Spiegel)

Der Spiegel bläst zur Hexenjagd

Oktober 19, 2015

Ein Jahr Pegida und die Folgen: In Köln ereignet sich ein Akt des politischen Terrors, wie ihn Deutschland seit der RAF nicht gesehen hat. Damals kam der Terror von links, und das Land wurde umgekrempelt, als habe der Polizeiapparat nur darauf gewartet: Rasterfahndung, Radikalenerlass, Gesinnungsjustiz, Einzelhaft, Stammheim.

Die geistige Verbindung zwischen den Pöblern und Perlenkettenfrauen der Pegida und dem Anschlag auf die Kölner OB-Kandidatin Henriette Reker ist evident – und wer jetzt reflexhaft von einem „Einzeltäter“ spricht oder einem „psychisch kranken Täter“, reiht sich ein bei den Verharmlosern.

(Georg Diez – Spiegel)

Praktisch die gesamte Intelligenzija sympathisierte völlig offen mit der radikalen Ideologie der RAF, auch wenn nur ein Teil die konkreten Gewalttaten gut hieß.

Die RAF stand auch nicht für ihre Gesinnung vor Gericht, sondern die Anwälte der RAF wollten die Verbrechen der RAF mit ihrer Gesinnung rechtfertigen.

Schlimmstenfalls steht Pegida in einem Verhältnis zum Kölner Attentäter wie die APO zur RAF.

Auch wenn man ähnliche Meinungen zum Islam und zu Merkels Asylpolitik wie der Attentäter vertritt, so wird die Gewalt weder unterstützt noch gerechtfertigt.

Einen Einzeltäter, dessen Schuldfähigkeit noch gar nicht festgestellt wurde (das kann nur ein Gericht nach einem Verfahren und nicht der Spiegel nach 2 Tagen) mit einer Terrororganisation wie der RAF zu vergleichen, ist allerdings ohnehin jenseitig.

Auch wenn Einzeltäter politische Motive angeben, ist bei deren Gewalttaten meistens die eigene Psyche der entscheidende Faktor.

Der Mörder von John F. Kennedy war Kommunist. Nach der McCarthy-Ära verzichtete man jedoch darauf, deswegen eine geistige Verbindung zwischen allen Linken und dem Kennedy-Mörder zu ziehen.

Gegen die Tea-Party oder Pegida sind solche „Hexenjagden“ hingegen salonfähig.

Popps verlogener Kampf für Schlepper

August 30, 2015

Das Geschäft der Schlepper ist menschenverachtend. Doch die Grundlage für dieses Geschäft haben Europas Politiker selbst gelegt. Sie haben den Kontinent in eine Festung verwandelt, im Äußeren wie im Inneren, und damit für Menschen in Not überhaupt erst die Notwendigkeit geschaffen, bei der Flucht auf Schlepper zurückzugreifen.

Wer in Europa Asyl beantragen will, muss erst einmal europäisches Territorium erreichen. Genau das aber ist durch die Abschottungspolitik beinahe unmöglich geworden. Die EU-Staaten haben Soldaten an die Grenzen beordert und Zäune hochgezogen, um Flüchtlinge fernzuhalten. Für Schutzsuchende, egal ob aus Syrien oder Eritrea, existieren keine legalen, sicheren Wege nach Europa. Sie sind gezwungen, heimlich in die EU einzureisen – auf Booten oder in Lastwagen von Schleppern.

(Spiegel – Maximilian Popp, 2015)

Europa ist eben keine Festung, sondern belohnt jeden nach illegaler Einreise mit einem Asylverfahren.

Solange man diese Praxis nicht abschafft, sind alle Vorschläge zu einer neuen aktiven Asylpolitik illusorisch.

Leute wie Popp prangern zwar nicht ganz zu Unrecht die Asylpolitik der EU an, sind jedoch die Ersten, die auf den Status Quo (Asylverfahren für alle) beharren:

Gleichzeitig will Schwarz-Rot Serbien und Mazedonien als „sichere Drittländer“ einstufen. Menschen, die von dort nach Deutschland fliehen, hätten künftig keine Chance mehr auf Schutz. Dabei hat Maria Böhmer, die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, die für die Union die Verhandlungen mit der SPD bei dem Thema führte, vor kurzem selbst noch „erhebliche Diskriminierungen“ von Roma auf dem Balkan beklagt.

(Spiegel – Maximilian Popp, 2013)

Popp verweist zwar in seinem Artikel auf Syrer, für die man einen „sicheren Weg“ schaffen müsse.

Solange (wie von ihm gefordert) auch allen anderen Migranten von Nigeria bis Pakistan das Asylsystem weiterhin zur Verfügung stehen solle, würde sich trotz eines legalen Korridors für Syrer nichts am Geschäft für die Schlepper ändern.