Posts Tagged ‘Spiegel’

Ein Spiegel voller Hass

Mai 4, 2015

In den USA wollten Anhänger der “Religion des Friedens” die “kulturell arrogante” Meinungsfreiheit (so ähnlich drückten es Mitglieder des PEN-Clubs, die mit der Preisverleihung an Charlie Hebdo nicht einverstanden waren, aus) wieder einmal zurecht stutzen bzw. schießen.

Zumal der Anschlag scheiterte, und die Attentäter selbst erschossen wurden, kann sich der Spiegel voll der schuldigen Provokateurin widmen:

Pam

Anti-Islam-Aktivistin Pamela Geller: Voll auf Hass

Man spürt förmlich das Bedauern des Spiegels, dass diesmal nicht die anti-islamische Provokateurin, sondern die armen provozierten Attentäter erschossen wurden.

Ein wenig Erleichterung ist natürlich auch dabei:

Schlimm genug, dass wir alle “Charlie” waren.

Nicht vorzustellen, wenn wir jetzt alle “Pamela” wären.

Le Pen als einzige Chance für Frankreichs Linke

März 22, 2015

Départementswahlen in Frankreich: Marine Le Pens Front National wird zweitstärkste Kraft

Le Pen

Die Konservativen vorn, die Rechtsextremen auf dem zweiten Platz, die regierenden Sozialisten abgeschlagen: Die erste Runde der französischen Départementswahlen hat die UMP von Ex-Präsident Sarkozy klar gewonnen.

(Spiegel)

Marine Le Pen bleibt deutlich hinter den Erwartungen zurück, doch die üblichen Mahner gegen die “Rechte Gefahr” wirken fast enttäuscht.

Der “Kampf gegen Rechts” wird nur dann vehement eingefordert, wenn man der politischen Mitte ein schlechtes Gewissen einreden will.

Die Wahlen haben gezeigt, dass die klare Mehrheit der Franzosen keine linke Politik will.

Frankreichs Sozialisten (und dem Spiegel) wäre ein Wahlsieg Le Pens wohl lieber gewesen, da eine Polarisierung gegen das rechte Schreckgespenst Le Pen die einzige Chance für eine Wiederwahl Hollandes darstellt.

Spiegel missbraucht Bellingcats Reputation

Januar 13, 2015

Ein Team von Spiegel, Algemeen Dagblad und Correctiv hat mit Unterstützung der internationalen Investigativplattform Bellingcat nach den Schuldigen für den Abschuss von Flug MH17 am 17. Juli über der Ukraine gesucht. Diese Investigativjournalisten und Rechercheure kommen zu dem Schluss, dass womöglich beide Seiten, also Russen und Amerikaner, die die Ukrainer decken, ein Interesse daran haben könnten, “die Geschichte von MH17 nicht zu Ende zu erzählen”.

Die Rechercheure schließen aus, dass die Boeing 777 von einer Luft-Luft-Rakete abgeschossen wurde, denn da hätte es weniger Einschusslöcher gegeben.

Was sie nicht ausschließen ist jedoch, dass sich ein ukrainischer Kampfjet in der Nähe der Maschine, vermutlich sogar unterhalb der Malaysian Airlines versteckt haben könnte. Dann hätten die Ukrainer die Passagiere eines zivilen Flugzeugs quasi zu Geiseln gemacht.

(Kurier)

Was für eine komplett an den Haaren herbeigezogene Geschichte, bei der Bellingcats gute Reputation vom Spiegel schamlos missbraucht wird.

Dass sich ein ukrainischer Jet hinter dem Passagierflugzeug versteckt hätte, wurde vom russischen Verteidigungsministerium bereits im August 2014 behauptet:

“Where is the transcript of the recordings of conversations between the pilot of this plane and his command? How did a military aircraft come to be alongside a civilian one?

“If people are saying today that a rocket was fired from the ground towards that military plane, then I’d like to look that military pilot in the eye who used a civilian plane as cover, if of course that’s what happened,” Antonov said.

Was Bellingcat von jener These der “Geiselnahme durch die Ukrainer” tatsächlich hält, kann man bei Bellingcat nachlesen:

Now, instead of a jet appearing in front of MH17 it’s appearing alongside it, maybe even using it as cover from a surfaced launched missile. This would be an impressive feat of piloting considering the speed and flight ceiling of a SU-25 are both much lower than that of MH17

(Bellingcat)

Dass sich Militärjets hinter Passagierflugzeugen verstecken können, die dann statt ihnen abgeschossen werden, ist eine faszinierende Theorie.

Über ein derartiges Szenario wurde nach dem Absturz einer italienischen Passagiermaschine vor Sizilien jahrzehntelang spekuliert.

In der Realität dürfte ein derartiges Manöver wohl trotzdem noch nie stattgefunden haben.

Ein französisches Problem?

Januar 10, 2015

Die Täter und Opfer waren Franzosen. Das sticht bei den Anschlägen von Paris besonders heraus: Anders als bei den Qaida-Anschlägen vom 11. September 2001, von Madrid 2004 oder von London 2005 wurden auch nicht pauschal die Staatsbürger eines Landes ins Visier genommen. Die Täter konzentrierten sich auf bestimmte Personengruppen: Juden sowie Menschen, die sie als feindliche Vertreter des französischen Staates wahrnahmen: Journalisten und Polizisten. Die Attentate sind ein französisches Problem.

In ganz Europa lassen sich zunehmender Antisemitismus und eine wachsende Dschihad-Begeisterung feststellen. Allerdings ist diese Tendenz in keinem Land so ausgeprägt wie in Frankreich. Aus keinem europäischen Land sind mehr Bürger in das Kriegsland Syrien ausgereist – mindestens tausend, nach manchen Schätzungen sogar bis zu 2000 Franzosen. Der erste und bisher einzige Anschlag in Europa, der von Syrien-Heimkehrern verübt wurde, war die Attacke von Brüssel. Der Täter? Ein Franzose. Was läuft schief in Frankreich?

(Spiegel)

Frankreich hat von allen westeuropäischen Ländern den größten Anteil an islamischen Staatsbürgern.

Das ist auch wohl auch das ganze Geheimnis des “französischen Problems”.

Diese einfachen Zusammenhänge zu benennen, würde jedoch womöglich Pegida oder anderen bösen Rechten in die Hände spielen.

Als wundert man sich beim Spiegel lieber über die Franzosen.

Nicht die Tat für Hetze missbrauchen?

Januar 6, 2015

Hamburg – Ein antisemitischer Übergriff auf einen aus Israel stammenden Mann in Berlin-Mitte hatte in den vergangenen Tagen bundesweit Entsetzen ausgelöst: Der 26-Jährige war in der Neujahrsnacht am U-Bahnhof Friedrichstraße von mehreren Männern mit Fausthieben und Tritten malträtiert worden. Medien hatten berichtet, die Täter seien “südländisch”, “türkisch- oder arabischstämmig”.

Nun hat sich Shahak Shapira, das Opfer, selbst zu Wort gemeldet. In einem Interview mit der “Süddeutschen Zeitung” warnt er davor, dass die Tat instrumentalisiert werde. “Der Vorfall darf nicht missbraucht werden, um Hass auf Muslime zu schüren”, sagte Shapira. “Die Angreifer hätten genauso gut Neonazis sein können und der Geschlagene ein Araber.”

(Spiegel)

Wäre das Opfer ein Araber und die Täter Neonazis gewesen, hätten wir in sämtlichen Medien darüber erfahren.

So stand im Spiegel oder in der Süddeutschen zunächst kein Wort zur Herkunft der Täter.

Erst als das Opfer sich dazu entschloss, den von Muslimen verübten Angriff zu einer Abrechnung gegen Pegida zu nützen, durften die Leser über die näheren Umstände der Tat erfahren:

Er fühle sich weitgehend sicher in Deutschland, erklärte der seit zwölf Jahren in Deutschland lebende Mann weiter. In Frankreich oder anderen europäischen Ländern gebe es mehr Antisemitismus. Sorgen bereiteten ihm weniger die “Szene-Nazis” – die “gehören zu dem dümmsten Bevölkerungsanteil” – als vielmehr die Pegida-Demonstrationen. “Die gebildeten Leute, die Menschen aus dem Bürgertum, die sich bei den antimuslimischen Demonstrationen mit den Nazis mischen, sind gefährlich”, so der 26-Jährige.

Wer mit 20 nicht links ist, hat kein Herz. Wer mit 40 noch links ist, hat kein Hirn.

So erklärt es sich, dass ein junger Mann seine Täter zu Opfern erklärt, um nicht mit seiner eigenen Ideologie in Konflikt zu geraten.

Die Hirnlosigkeit eines 26jährigen zu missbrauchen, ist jedoch ebenfalls ziemlich herzlos.

Ein Möchtegern-Snowden?

Juli 7, 2014

Ein BND-Mitarbeiter wurde dabei erwischt, als er versuchte, Interna an die Russen weiterzugeben (genau wie Snowden).

Im Zuge seiner Einvernahme eröffnete er den Ermittlern von sich aus eine angebliche Spionage-Tätigkeit für die USA.

Warum belastete sich der Möchtegern-Snowden selbst, indem er neben der versuchten Spionage für die Russen eine bereits erfolgte Spionage für die USA zugab?

Wie bei Snowden ist wohl von einer starken Geltungssucht auszugehen.

Wenn schon die Zusammenarbeit mit den Russen nicht wie bei Snowden klappte, so konnte er doch wenigstens als Enthüller eines NSA-Skandals für Furore sorgen, auch wenn er sich dabei selbst belastete.

Selbst wenn sich in ein paar Wochen herausstellen sollte, dass es sich um einen typischen Histrioniker handelte, wird er seine Bühne gehabt haben.

Zu verdanken hat er dies einem Umfeld, das nur allzu bereitwillig jegliche Skepsis beiseite schiebt, wenn es darum geht die nächste NSA-Skandal-Sensation zu präsentieren.

Das Gegenteil von Atombomben

Juli 6, 2014

Die Waffensysteme sind höchst umstritten. In der öffentlichen Diskussion haftet den Drohnen das Image als Exekutionsmaschinen an. Hundertfach hat US-Präsident Barack Obama sie eingesetzt, vor allem in Pakistan, im Jemen oder in Somalia. Immer galt der Einsatz Terrorführern, häufig gab es dabei viele zivile Opfer.

(Spiegel)

Bei Waffen handelt es sich nun einmal um “Exekutionsmaschinen”.

Drohnen lassen sich im Gegensatz zu anderen Waffen sehr gezielt einsetzen, wodurch der Kollateralschaden an eigenen Soldaten und Zivilisten minimiert werden kann.

Dass das Image in der öffentlichen Diskussion so schlecht ist, liegt an Medien, wie dem Spiegel, die keinen rationalen Zugang zu dem Thema haben.

Die Schlagzeile und das Kleingedruckte

Juni 18, 2014

Die fette Schlagzeile im Spiegel:

Fremdenfeindliche Gewalt in Deutschland nimmt rasant zu

Und nun zum Kleingedruckten:

Die Zahl der Gewalttaten gegen Fremde stieg demnach im Jahresvergleich um 20,4 Prozent auf 473, bei den linksextremen Taten verzeichneten die Verfassungsschützer ein Plus von 26,7 Prozent auf 1110 Taten.

Schwindende Panikmacher

Mai 9, 2014

Starker Tobak – und doch im Trend: Amerikas schwindende weiße Mehrheit begehrt auf gegen die gesellschaftlichen Umwälzungen, die sich nicht zuletzt in den Ergebnissen der vergangenen Präsidentschaftswahlen offenbart haben.

(Spiegel)

Wer behauptet, dass die europäische Mehrheit schwinde, wird von Pitzke & Co. gerne als “rassistischer Panikmacher” hingestellt.

Sobald die “gesellschaftlichen Umwälzungen” wie in den USA zur Realität geworden sind, werden die ehemaligen “Panikmacher” für ihr “Schwinden” auch noch verhöhnt.

Egal wen die Amerikaner zum Präsidenten wählen, sie bleiben im “Alltag” immer die schlimmsten “Rassisten”:

Auch ignoriert Fortgang den oft noch fest institutionalisierten Rassismus in Wirtschaft, Gesellschaft und Justiz. “Ertappte” oder offene Rassisten dienen da nur als groteske Medien-Sideshows: NBA-Teamchef Donald Sterling, Südstaaten-Starköchin Paula Deen, der von “Negern” faselnde Rancher Cliven Bundy.

Im Alltag zeigt sich Rassismus überall.

Hat irgendeine Privatperson in irgendeinem Privatgespräch irgendetwas Politisch Unkorrektes gesagt, wird es gleich als Beweis für den Alltags-Rassismus einer ganzen Bevölkerungsgruppe gewertet.

Wenn es um “Rassismus” geht, werden auch private Gedanken und Gespräche zu Verbrechen, die entsprechend geahndet werden müssen.

Allerdings nur wenn es sich bei den Tätern um “Weiße”, am besten “Rancher” oder “Starköchinnen aus den Südstaaten” handelt.

Kein Abhörskandal

März 26, 2014

Seit einem halben Jahr empört sich der Spiegel täglich über die Eingriffe in die Privatsphäre durch die NSA.

Wenn es jedoch um von Russland abgehörte Gespräche geht, echauffiert man sich auf einmal nicht mehr übers Abhören, sondern über die Abgehörte:

Die ukrainische Politikerin Julija Timoschenko hat in einem Telefongespräch ihrem Hass auf Putin und Russland freien Lauf gelassen. Solche Töne sind in der jetzigen Lage brandgefährlich.

(Spiegel)

Auch bei Berlusconis “Rubygate” hatte sich schon jene Doppelmoral der Medien gezeigt.

Dass Italiens Justiz das Handy eines unliebsamen Politikers offenbar permanent abhören ließ, war für Spiegel & Co. ebenfalls kein Abhörskandal.


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