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Idiot oder Agent?

März 8, 2015

„Zerschlagt die NATO!“ Zum 75. Geburtstag von Rudi Dutschke

Rudi Dutsche hätte heute, am 07. März, seinen 75. Geburtstag begangen. COMPACT ehrt Dutschke mit einem Porträt, das ihn als Kämpfer für die nationale und soziale Befreiung des Volkes zeigt. Als linken Patrioten, der zum Hauptfeind der US-Besatzer wurde.

(COMPACT)

Im Gegensatz zu den Morden an heutigen russischen Oppositionellen führte der Anschlag auf Dutschke gleich einmal zu einem Pogrom gegen die Springer Medien, was voll den Wünschen der DDR entsprach.

Wäre Dutschke bei dem Anschlag gestorben, wäre er wohl endgültig zum Jesus der deutschen Revoluzzer geworden.

So behielt jedoch Benno Ohnesorg seine Rolle als oberster Märtyrer. Mittlerweile weiß man, für wen Ohnesorgs Mörder wirklich arbeitete.

Der DDR-Flüchtling Dutschke wollte ausgerechnet im vom Ostblock umzingelten West-Berlin eine freie Räte-Republik gründen.

Wie lange die dann tatsächlich frei geblieben wäre, kann man sich leicht ausrechnen, wenn man auf die Ereignisse des Prager Frühlings von 1968 blickt.

Dutschke war also entweder ein Vollidiot oder ein Agent.

Vermutlich war er zwar für seine Aufgabe von der Stasi geschult und geführt worden – ich glaube aber auch, dass man ihm eine gewisse Freiheit und damit die Illusion der Unabhängigkeit ließ – als reiner Agent hätte er sich nie so ins Zeug gelegt, und der Cheguevarismus-Zauber hätte nicht funktioniert.

Dutschke Stasi

Die Stasi und der Startschuss zum Terror

Februar 18, 2015

Berlin – 47 Jahre nach dem gewaltsamen Tod des Berliner Studenten Benno Ohnesorg durch eine Polizeikugel ist dessen Todesschütze, Karl-Heinz Kurras, gestorben.

2009 kam dann heraus, dass Kurras neben seinem Polizeijob jahrelang für das DDR-Ministerium für Staatssicherheit spioniert hatte: Als Inoffizieller Mitarbeiter (IM) „Otto Bohl“ lieferte er Interna aus dem Westberliner Polizeiapparat an seine Führungsoffiziere im Osten.

Der damals aufgekommene Verdacht, Kurras könne den Studenten Ohnesorg womöglich im Auftrag Ostberlins getötet haben, um die Bundesrepublik zu destabilisieren, konnte bis heute nicht erhärtet werden.

(Spiegel)

Ob die Stasi einen expliziten Auftrag gegeben hatte, ließ sich zwar aus der Aktenlage nachträglich nicht mehr nachweisen.

Dass sie Ohnesorgs Tod für eine die westdeutschen Studenten radikalisierende Kampagne genutzt hatte, steht außer Zweifel:

Bei vollem Bewußtsein, dass es sich bei Kurras um ihren eigenen Mann gehandelt hatte, verfolgte die Stasi höchst erfolgreich eine “Strategie der Spannung”.

Kein Wunder, dass man bei der Anprangerung einer angeblichen “Strategie der Spannung” durch westliche Geheimdienste stets so viel Phantasie zeigte:

Offenbar hatte man damit genug “praktische Erfahrungen”.