Posts Tagged ‘Tariq Ramadan’

Muslimbruder geht mit Weinstein unter

Januar 31, 2018

Dass der Kronprinz des europäischen Arms der Muslimbruderschaft ausgerechnet wegen eines Hollywood-Weinstein-Skandals mit in den Untergang gerissen wird, gefällt mir als Drehbuch.

Was hatte Tariq Ramadan mit Harvey Weinstein, Dustin Hoffman und Kevin Spacey gemeinsam? Sie waren alle Lieblinge des westlichen Kultur-Establishments und konnten sich lange Zeit auf Grund ihres Sonderstatus wie „kritischer schwuler jüdischer Künstler“ oder „muslimischer Star-Professor in Oxford“ gewisse Dinge ungestraft herausnehmen.

Warum treffen Sex-Vorwürfe auf einmal plötzlich auch Juden, Homosexuelle, Schwarze und Muslime?

Weil bis jetzt die Rassismus-Karte die Sexismus-Karte ausgestochen hatte. Spät aber doch landen auch die bisher privilegierten Minderheiten-Machos in der Welt der weißen Frauen.

Dies gilt allerdings nur für Minderheiten-Machos, die in unserer Welt Erfolg haben.

Islamische Flüchtlinge werden von progressiven Feministinnen weiterhin als zu bemutternde Wesen behandelt, selbst wenn sie wie in Köln massenhaft Frauen missbrauchen, ihre Schwestern unter einer Burka verstecken oder kleine Kinder mit der islamischen Verschleierung sexualisieren.

Wer hingegen wie Tariq Ramadan in Oxford unterrichten darf, geht halt nur noch schwer als armer, schützenswerter „edler Wilder“ durch.

Bildergebnis für tariq ramadan islamophobia

Eine Schwanzlänge Abstand?

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Wortführer der islamischen Gesellschaft

Januar 12, 2009

Omar Al Rawi hat zum wie erwartet widerlichen Standard-Kommentar von Fritz Edlinger einen Leserbrief verfasst. Darin greift er Efgani Dönmez an, dem es als Alevit nicht zustehen soll, Muslime zu kritisieren:

1.: Dönmez ist laut eigenem Bekunden alevitischer Herkunft und ohne Bekenntnis. 2.: Würde ein Politiker afrikanischen Pfarrern in Österreich mit den Worten „Pfarrer brauchen eine Ausbildung und dürfen keine Bloßhapperten aus dem Busch sein“ begegnen, würde wohl jedem der plumpe Rassismus ins Auge stechen – und sicher niemand auf die Idee kommen, dieses Statement als Selbstkritik eines Vertreters der christlichen Mehrheitsgesellschaft zu werten.

Wenn ein Afrikaner Mißstände in siner Community aufdeckt, und er dabei drastischere Ausdrücke verwendet als es nach unserer Political Correctness üblich ist, wird kein vernünftiger Mensch ihn als einen Rassisten bezeichnen.

Doch offensichtlich traut er Selbstkritikfähigkeit nur Nicht-Muslimen zu.

Damit würdigt er Muslime herab, und disqualifiziert sich selbst als Sprecher dieser Menschen.

Es gibt genug gläubige Muslime, die in der Lage sind, Probleme der islamischen Gesellschaft offen anzusprechen. Leider sind es meistens ganz andere, die es schaffen, sich zu deren Wortführer aufzuschwingen.