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Sieg der urbanen Weltoffenheit?

November 7, 2008

 

New York und Los Angeles haben sich diesmal gegen Texas und Alaska durchgesetzt.

Doch wofür steht das blaue Amerika eigentlich?

Kultur, Mobilität und Weltoffenheit – lauter Dinge, die mir auch sehr sympathisch sind.

Aufgeklärte Europäer identifizieren sich scheinbar besonders gerne mit diesen Werten.

George W. Bush, der schießwütige und stinkreligiöse Cowboy aus Texas schien das komplette Gegenteil davon darzustellen.

Nur wird Amerika von Osama Bin Laden nicht wegen seiner Religiosität, seiner SUVs, seiner Country Music oder seiner Waffengesetze gehasst.

Auch Ölscheichs und Ölmullahs benutzen gerne Waffen und fahren fette Autos.

Der Westen wird nicht wegen seiner Konsumlust abgelehnt, sondern wegen seiner Gottlosigkeit.

Das rote Amerika mit seinen traditionellen Werten müsste sowohl den Ölmullahs als auch Osama Bin Laden wesentlich näher stehen als das blaue Amerika.

Es ist wohl kein Zufall, dass die Anschläge von 9/11 nicht in Texas, sondern in Manhattan stattgefunden haben.

Das rote Amerika ist jedoch wesentlich bereiter, für die amerikanischen Werte einzutreten als das blaue Amerika.

Zumindest im Moment noch.

Bei den Republikanern hat es immer auch starke Tendenzen gegeben, sich gegenüber der Welt zu isolieren. Geostrategisch wäre das für die Amerikaner auch wesentlich leichter möglich als für uns Europäer. Der Präsidentschaftskandidat Ron Paul war ein überzeugter Gegner des Irakkriegs. Er hat einen Ausblick gegeben, wofür die Republikaner in Zukunft wieder stehen könnten.

Wer könnte in so einem Fall die Amerikaner beim Eintreten für unsere universellen Werte ersetzen?

Mit Sicherheit nicht wir Europäer.

Am Balkan haben wir sofort nach dem Sheriff gerufen.

Wir sind nicht einmal bereit, die säkulare Türkei zu unterstützen (auch wenn wir einer Kopftuch-Türkei niemals erlauben würden, der EU beizutreten)

Von einer starken Rolle im Nahostkonflikt und einer klaren Position gegenüber dem Iran ganz zu schweigen

Im Vorhinein gewonnene Wahlen

Juli 17, 2008

Schriftsteller John Grisham glaubt nicht an einen Sieg Obamas.

„Republikaner werden Rassismuskarte ausspielen und gewinnen“

…und was wenn Obama dann doch gewinnt?

Hollywoods Lieblingsautor hat die Wahlen schon im Vorhinein gewonnen. Verliert sein Favorit, sind die Amerikaner Rassisten, gewinnt er – na um so besser!

John Grisham hält seine Romane offensichtlich für die Realität. Ebenso wie seine (amerikanischen und europäischen) Fans, die zwar normalerweise über das dumme Hollywood die Nase rümpfen, aber angesichts paranoider Polemiken a la Michael Moore in Extase geraten.