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Saigon und West-Berlin

Mai 1, 2015

Zwar erlitten die Vietcong bei ihrer Tet-Offensive derartig schwere Verluste, dass sie laut General Võ Nguyên Giáp in den nächsten 4 Jahren zu keinen größeren Operationen mehr fähig gewesen wären.

Propagandistisch konnte man die militärische Niederlage jedoch in einen Sieg umwandeln.

Als entscheidend erwies sich die Offensive in Hinblick auf die öffentliche Meinung in den USA. Durch die geschilderten Eindrücke des teilweise panikartigen Rückzuges amerikanischer Einheiten, die verlustreichen, brutalen und intensiven Kämpfe und vor allem auch den Angriff auf die amerikanische Botschaft setzte sich der Eindruck eines verlorenen und sinnlos gewordenen Krieges weiter durch.

Ab 1969 begann der Abzug der US-Truppen aus Südvietnam. 1973 hatten sämtliche Kampfverbände das Land verlassen.

Woran die kommunistischen Aggressoren in Südkorea gescheitert waren, konnten die Kommunisten Nordvietnams nun erfolgreich umsetzen.

1975 marschierte das kommunistische Nordvietnam ungestört in das (zumindest relativ freiere) Südvietnam ein.

Dass sich ausgerechnet im ebenfalls von kommunistischer Aggression bedrohten West-Berlin die Studenten mit den Aggressoren solidarisierten, zeugt von der Dummheit der 68er-Generation:

Self-fulfilling prophecies

Dezember 15, 2011

Die Tet-Offensive brachte den Umschwung im Vietnamkrieg.

Zwar erlitten die Vietcong derartig schwere Verluste, dass sie laut General Võ Nguyên Giáp in den nächsten 4 Jahren zu keinen größeren Operationen mehr fähig gewesen wären.

Propagandistisch und auf politischer Ebene war die Tet-Offensive für die Angreifer ein voller Erfolg. Als entscheidend erwies sich die Offensive in Hinblick auf die öffentliche Meinung in den USA. Durch die geschilderten Eindrücke des teilweise panikartigen Rückzuges amerikanischer Einheiten, die verlustreichen, brutalen und intensiven Kämpfe und vor allem auch den Angriff auf die amerikanische Botschaft setzte sich der Eindruck eines verlorenen und sinnlos gewordenen Krieges weiter durch.

Im Irak wäre es nach den Terrorjahren 2006 und 2007 auch fast so weit gewesen. Der Senat forderte einen bedingungslosen Abzug, der nur am Veto von Präsident Bush scheiterte.

Sobald sich die Überzeugung durchgesetzt hat, „ein Krieg sei nicht zu gewinnen“, wird diese Überzeugung zur „Self-fullfilling prophecy“.

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