Die Rohingya als die neuen Bosnier

Die Rohingya werden in unseren Medien gerade zu den neuen Bosniern stilisiert.

Damals wurde Serbien ebenfalls stark dämonisiert, um ein militärisches Eingreifen für die verfolgten Muslime zu rechtfertigen.

Die Parteinahme des Westens gegen Serbien ist eine der Wurzeln für das immer noch stark zerrüttete Verhältnis zu Russland.

Wie schaute die Dankbarkeit der islamischen Welt für die extrem islamfreundliche Politik des Westens in den 90ern aus?

Als am 11.09.2001 der größte Terroranschlag der Geschichte gegen den Westen verübt wurde, brach zwar nur ein kleiner Teil der islamischen Welt offen in Jubel aus. Weite Teile der islamischen Welt reagierten jedoch mit stiller Genugtuung.

Bildergebnis für twin towers

45 Antworten to “Die Rohingya als die neuen Bosnier”

  1. medforth Says:

    Hat dies auf Jihad Watch Deutschland rebloggt.

  2. American Viewer Says:

    Gott sei Dank liegt Burma nicht im Einflussbereich von Russland und/oder des Westens. So kann man fast sicher davon ausgehen, dass niemand von außen eingreifen wird.

    Außer großer Sonntagsreden und Sprüche wird wohl nichts Relevantes geschehen. Ein Eingreifen wie in Jugoslawien wird es jedenfalls nicht geben. Selbst dort hat es viele Jahre gedauert, bis dahin ist der Kuchen schon lange gegessen.

    Die MSM erwähnen auch mit keinem Wort, dass Burma ein „Vielvölkerstaat“ ist. Neben den Birmanen gibt es angeblich noch 134 weitere Ethnien in diesem Staat. Und mit welcher einen Kultur gibt es noch mal Probleme? Rainer Zufall richtet seine Grüße aus.

    • Eloman Says:

      Hat nicht China dort nen Marinestützpunkt?

      • American Viewer Says:

        Die Beziehungen zwischen Burma und China sind nicht mehr so gut wie sie mal waren, seitdem China wohl mal Aufstände im Norden unterstützt hat. Ob China dort noch Stützpunkte hat, weiß ich nicht, glaube aber eher nicht.

        Burma liegt allerdings ausschließlich in der Einflusszone Chinas, was in diesem Fall praktisch ist. Besonders kritisch scheint es nämlich immer dann zu werden, wenn ein Land an der Grenze zweier Einflusszonen liegt, siehe zum Beispiel Ukraine oder Ex-Yugoslavia.

        Noch schlimmer scheint es zu sein, wenn es sogar mehr als zwei Einflussmächte gibt, siehe zum Beispiel Irak und Syrien.

    • arprin Says:

      Naja, es gab und gibt schon einen Haufen Konflikte mit anderen, nicht-muslimischen Völkern in Burma, und das schon seit 1948:
      https://de.wikipedia.org/wiki/Bewaffnete_Konflikte_in_Myanmar

      Karen, Shan, Chin, Mon … die bekämpfen sich schon länger als Israelis und Palästinenser, und zwar um einen Monat (in Burma begann es April 1948, in Israel Mai 1948).

  3. aron2201sperber Says:

    hier gibt der Spiegel den Saudi-Barbaren die Hauptschuld am Jemen-Krieg:

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/jemen-krieg-die-schlimmste-aller-krisen-a-1165255.html

    obwohl gleich am Anfang eingeräumt wird, dass die Mullahs begonnen haben und auch die Muslimbrüder und ihr Hauptförderer Katar kräftig mitgemischt haben.

    Warum sind trotzdem die Saudi-Barbaren schuld?

    https://aron2201sperber.wordpress.com/2017/02/21/barbaren-aber-unsere-barbaren/

    Weil die Saudis unsere Barbaren sind. Und damit unsere Schuld. Wäre es nicht unsere Schuld, wäre es womöglich – wie die bösen Islamophoben behaupten – die Schuld der üblichen Islamisten-Banden, die von Nigeria bis zu den Philippinen die Welt mit ihrem Dschihad überziehen, sich abwechselnd gegenseitig bekämpfen und dann wieder verbünden wie z.B. Erdogan und Qatar mit Assad und den Mullahs in Syrien.

    • Topfen Says:

      Keine Ahnung seit wann Verantwortung dieselbe Bedeutung hat wie Schuld. Dass sie Verantwottung für die Stabilität im Jemen haben, haben die Saudis selber gesagt. Und wer soll die Hauptverantwortung übernehmen, wenn nicht derjenige der bereit ist die meisten militärischen Ressourcen im Konflikt zu investieren. Und das ist nun mal Saudi-Arabien (im Ggs zu ihrem Vasallen Assad scheint die Unterstützung Irans für die Huthis eher gering zu sein)

      • aron2201sperber Says:

        @Topfen
        Verantwortung klingt ein wenig seriöser als Schuld. Aber gemeint ist wohl das Gleiche.

      • Topfen Says:

        Also wenn die Saudis sagen, dass sie Verantwortung für die Situation in Jemen haben, meinen sie eigentlich dass sie Schuld an der Situation sind?

      • American Viewer Says:

        Topfen, was ist nochmal dein Argument???

      • aron2201sperber Says:

        Die Saudis fühlen sich für ihre Fraktion verantwortlich. Der Spiegel gesteht den Saudis nicht jene Verantwortung zu, sondern prangert sie als Hauptverantwortlich für das Gemetzel zwischen Schiiten und Sunniten om Jemen an.

      • Topfen Says:

        Die Saudis haben im Jemen drei Interessen, denen man auch zustimmen kann. Zu Verhindern das es im Jemen zu einem weiteren Outlet der Revolutionsgarden kommt, das der IS und AQ im Jemen geschlagen werden (jedenfalls hoffentlich) und das Im Jemen eine halbwegs funktionierender Staat zurückehrt.
        Darauf zu hoffen, dass die Fraktionen im Jemen das alleine Hinbekommen ist meines Erachtens illusorisch. Andererseits werden sich die Saudis mit Händen und Füßen dagegen wehren, dass irgend jemand anders diese Aufgabe auf der arabischen Halbinsel übernimmt. Also bleibt der schwarze Peter der Hauptverantwortung bei ihnen. Warum sie bis jetzt komplett gescheiter sind, lässt sich von außen schwer beurteilen, aber insbesondere für den ersten Punkt (keine Huthi-Hisbollah) schließt sich das Zeitfenster mit der Niederlage des IS im Irak und dem Sieg Assads in Syrien rapide.

    • besucher Says:

      och nööö…. versuch doch nicht schon wieder die Wahabiten reinzuwaschen.

      • aron2201sperber Says:

        die Wahabiten sind in Saudi-Barbarien noch nicht an der weltlichen Macht.

        aber wenn es nach unseren linken Besuchern ginge, wären sie es wohl bald.

        die Leute, die bei Saddam & Co. (nicht ganz zu Unrecht) auf Realos machen, wollen bei den Saudis die totale Moral, auch wenn die Alternative wie bei Saddam & Co. Al-Qaida wäre

      • American Viewer Says:

        Genau richtig, wie immer. 10/10.

      • besucher Says:

        aber wenn es nach unseren linken Besuchern ginge, wären sie es wohl bald

        Bitte um Belege wo ich das gefordert habe, ansonsten ist es nur eine Unterstellung.

      • Topfen Says:

        die Wahabiten sind in Saudi-Barbarien noch nicht an der weltlichen Macht.

        Ja, wenn man die wahabitische Interpretation zugrundelegt, was weltliche Macht und was der Aufgabenbereich des Klerus ist, sind die Wahabiten in der Tat nicht an der weltlichen Macht. Glücklicherweise ist die Aussenpolitik in der Sphäre des Königs, also kann man darauf hoffen, dass sie nicht vollkommen bekloppt ist.
        Was den Vergleich mit Saddam angeht: Es sind doch vollkommen unterschiedliche Fragen. Bei Saddam war es die ob man ihn überhaupt noch tolerieren kann, bei den Saudis ob sie zuverlässige Partner im Kampf gegen Extremismus und Terrorismus sowie für eine regionale Stabilität sein können –
        der Zug war für Saddam schon nach Kuwait abgefahren. Das man für die unterschiedlichen Fragen unterschiedliche Maßstäbe ansetzt, erscheint mit vernünftig.

  4. arprin Says:

    Nach dem was nach außen durchdringt gibt es sehr wohl ethnisch motivierte Massaker an den Rohingya, auch wenn die aktuellen Kämpfe von einer Rohingya-Miliz (ARSA) gestartet wurden. Dass als Reaktion darauf das Militär eine Kollektivstrafe durchführt, ist nicht ungewöhnlich, sowas gab es z.B. in Sri Lanka, als das Militär den von den Tamilen begonnenen Aufstand mit Massakern an der Zivilbevölkerung niederschlug.

    Auch wenn die Medien die Lage nicht völlig richtig wiedergeben und man nicht den ARSA helfen sollte, finde ich die Kritik am Vorgehen des burmesischen Militär gerechtfertigt. Es läuft offenbar eine „Politik der verbrannten Erde.“

    • aron2201sperber Says:

      unsere Medien stellen sich total einseitig hinter die ach so armen Muslime und Buddhisten werden zu Bin Ladens:

      https://daily.spiegel.de/news/burma-und-die-rohingya-wie-buddhistische-moenche-in-asien-die-gewalt-gegen-muslime-schueren-a-34085

      dabei erleben wir islamische Konflikte wie jenen in Myanmar auch an allen möglichen anderen Schauplätzen

      • aron2201sperber Says:

        fast nie sind die Muslime dabei unschuldig, zumal ihre Ideologie nun einmal gewalttätig und auf Angriff gerichtet ist. Oft sind es ja Muslime gegen Muslime, die sich bekriegen: siehe Jemen, siehe Syrien

    • American Viewer Says:

      Wie schlägt man denn sonst einen Volksaufstand nieder???

      Wir halten mal fest, was die dominante Elite und die dominanten Medien gerade in Europa machen:

      Beim Brexit fährt man die ganz harte Linie und will den Briten keinen Millimeter entgegen kommen.

      Das gleiche Spielchen bei den Katalanen, auch dieser Gruppe kommt man keinen Millimeter entgegen.

      Oder die ganzen „rechten“ (aber friedlichen) Parteien in Europa. Mit denen will die Elite noch nicht einmal sprechen.

      Und das sind nur die letzten Wochen.

      Und diese arrogante Gruppe Mensch stolziert ernsthaft in der Welt umher und will Volksgruppen wie die Burmesen belehren, dass sie gefälligst sofort mit Terroristen Frieden zu schließen hätten.

      Dieser Typus Westler ist aus meiner Sicht KOMPLETT durchgeknallt.

      • salamshalom Says:

        Bei allen Griechen: Heureka!!

        „Und diese arrogante Gruppe Mensch stolziert ernsthaft in der Welt umher und will Volksgruppen wie die Burmesen belehren, dass sie gefälligst sofort mit Terroristen Frieden zu schließen hätten.“
        …oder Iraqis belehren, welches politische System für sie das Beste ist, oder den Libyern zeigen, welcher Führer der prowestlichste und somit der geeignetste, oder den Syrern aufdrücken, dass sie ihren Präsidenten erst wählen dürfen, wenn sie die Wahlliste selbst bestimmt haben, oder den Afghanis…

        Meine Rede, seit Jahren. Endlich kommt diese Einsicht auch hier an.

      • American Viewer Says:

        Wenn du DAS all die Jahre gemeint hast, ist es ja okay. Aber ich bezweifele es.

        Fairerweise muss man zudem erwähnen, dass Länder wie Syrien, Irak, Ukraine nun mal im Einflussbereich des Westens liegen. Der Westen kann in diesen Fällen NICHT NICHT mitreden. Er nimmt letztendlich immer Einfluss, ob er nun schweigt oder nicht.

        Punkt zwei ist außerdem immer noch, dass Assad große Teile der Einwohner Syriens gegen sich hat. Ob du es nun wahrhaben willst oder nicht. Moral will ich hier gar nicht ins Feld führen, es ist allein schon machtpolitisch nicht gut, wenn man so viele Menschen gegen sich hat.

        Wenn ich Assad wäre, hätte ich mich schon längst mit ein paar Milliarden ins Ausland abgesetzt.

      • besucher Says:

        Warum vermischst Du alle möglichen Themen?
        Weil Du eine bestimmte Weltsicht bestätigt haben willst?

        Beim Brexit fährt man die ganz harte Linie und will den Briten keinen Millimeter entgegen kommen.

        Warum sollte man das tun? Die Briten wollen austreten also sollen sie auch die Konsequenzen ertragen und endlich mal ein vernünftiges Verhandlungskonzept vorlegen.

        Das gleiche Spielchen bei den Katalanen, auch dieser Gruppe kommt man keinen Millimeter entgegen.

        Soweit ich weiß wollen die Katalanen in der EU bleiben. Ein vollkommen anderer Verhandlungsansatz.

        Und diese arrogante Gruppe Mensch stolziert ernsthaft in der Welt umher und will Volksgruppen wie die Burmesen belehren, dass sie gefälligst sofort mit Terroristen Frieden zu schließen hätten.

        Diesbezüglich herrscht hier Konsens. Es sollte sich mittlerweile herumgesprochen haben dass diese Rohingya-Geschichte nicht so stimmen kann:
        https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/spahns-spitzwege/myanmar-medien-und-die-propagandaluege/

      • American Viewer Says:

        Warum vermischst Du alle möglichen Themen?

        Warum auch nicht??? Du hast meinen Punkt nicht verstanden. Das ist dann natürlich keine gute Basis für deine weiteren Aussagen. Lies meine Aussagen doch mal ohne Schnappatmung durch und überlege, was eigentlich mein Argument gewesen ist.

      • salamshalom Says:

        „Wenn du DAS all die Jahre gemeint hast, ist es ja okay. Aber ich bezweifele es.“
        Nichts anderes habe ich je behauptet. Dazu muss man Texte aber nicht nur lesen sondern auch verstehen wollen. Und dann wirst du nicht mehr zweifeln sondern ganz fest glauben.
        Das Netz vergisst ja nicht und so hast du jetzt die Möglichkeit, alles zu überprüfen…

        „Fairerweise muss man zudem erwähnen, dass Länder wie Syrien, Irak, Ukraine nun mal im Einflussbereich des Westens liegen“
        So what? Genau damit relativierst du wieder die Erkenntnis von der „arroganten Gruppe Mensch“. KEINE Einmischung in innerer Angelegenheiten souveräner Staaten. Das ist – nun noch mal ganz konkret für dich – mein ewiges Credo. Und damit ist keine willkürliche Selektion gemeint, sondern eine globale Marschroute. Keine Rasse, kein Land hat das Recht, „arroganter“ zu sein als ein(e) andere(s).

        „Punkt zwei ist außerdem immer noch, dass Assad große Teile der Einwohner Syriens gegen sich hat. Ob du es nun wahrhaben willst oder nicht“
        Ich würde es ja wahrhaben wollen, wenn es wahr wäre… aber dazu brauche ich ein wenig mehr Futter als deinen ewigen Pawlow`schen Reflex bezüglich Assad und Bürgerkrieg. Ich warte immer noch – bei dieser deiner Unterstellung – auf Belege.

        „Wenn ich Assad wäre, hätte ich mich schon längst mit ein paar Milliarden ins Ausland abgesetzt.“
        Ja, so wie der Schah, Mansur Hadi oder – komischerweise – etliche andere prowestliche Marionetten. Assad garantierte mit seinem Widerstand die Einheit des Landes. Wäre Assad AV, wäre Syrien verloren. Der Syrer an und für sich ist relativ froh, dass du in Syrien keine Aktien hast 😉

      • Topfen Says:

        KEINE Einmischung in innerer Angelegenheiten souveräner Staaten. Das ist – nun noch mal ganz konkret für dich – mein ewiges Credo.

        So ganz absolut gilt Ihr Credo nun ja auch nicht. So halten Sie die Intervention von Russland , des Irans nd der Hisbollah in Syrien für gerechtfertigt, da sie auf Einladung der Regierung geschah. Hadi ist immer noch der international anerkannte Regierungschef vom Jemen und beherrscht noch Teile des Landes. Warum ist die Intervention SAs Ihrer Meinung nach nicht gerechtfertigt? Ebenso in der Ukraine. Dort würde eine westliche Intervention auf Bitten der Regierung (zumindest seit 2014 die eindeutig legitime) zustande kommen.
        Ad hoc, für jeden einzelnen der drei Fälle Argumente zu finden, ist eher nicht schwer, eine konsistente Argumentation die alle drei abdenkt sehe ich aber nicht.

      • Topfen Says:

        Punkt zwei ist außerdem immer noch, dass Assad große Teile der Einwohner Syriens gegen sich hat. Ob du es nun wahrhaben willst oder nicht. Moral will ich hier gar nicht ins Feld führen, es ist allein schon machtpolitisch nicht gut, wenn man so viele Menschen gegen sich hat.

        Falls das ein großes Problem für Assad sein sollte, hätte er seinen Job als arabischer Potentat eindeutig verfehlt. Wer ihn nicht liebt muss ihn eben fürchten. Brutale Kollektivstrafen sind da effektiv.
        Oder anders gesagt, wenn man glaubt dass bei Unterstützung rebellischer Umtriebe das eigen Dorf mit Sarin beschossen wird, senkt das die Motivation deutlich.

      • salamshalom Says:

        „So ganz absolut gilt Ihr Credo nun ja auch nicht. So halten Sie die Intervention von Russland , des Irans nd der Hisbollah in Syrien für gerechtfertigt, da sie auf Einladung der Regierung geschah.“
        Mein Credo ist absolut. Keine EINMISCHUNG in innere Angelegenheiten souveräner Staaten.
        Die ERFÜLLUNG eines Beistandspaktes ist keine Einmischung (!). Zwischen beiden Aktionsverben besteht ein Unterschied wie zwischen „klauen“ und „kaufen“..

      • Topfen Says:

        Mein Credo ist absolut. Keine EINMISCHUNG in innere Angelegenheiten souveräner Staaten.

        Mir geht es nicht um die Semantik von Einmischen, sondern um die Frage, wann ein militärischer Einsatz in einem anderen Staat (nenne ich es eben möglichst wertneutral Intervention, wenn sie ein anderes Wort bevorzugen, ist das auch ok) keine Einmischung ist. Ihr Standpunkt scheint ja mit dem Völkerrecht nach UN-Gründung nicht übereinzustimmen, auch nicht mit beispielsweise der russischen Interpretation, also verzeihen Sie mir hoffentlich das mein Verständis etwas lahm ist.
        Insbesondere die Intervention von Saudis und Verbünden im Jemen und eine (hypothetische) Intervention des Westens auf Seiten Poroschenkos Im Vgl. der russischen/iranischen Intervention auf Seiten Assads.

      • salamshalom Says:

        „Mir geht es nicht um die Semantik von Einmischen, sondern um die Frage.(…)“
        Im Grunde ist eine Unterscheidung zwischen Einmischung/Intervention und militärischer Einsatz auf fremdem souveränem Boden recht simpel.
        Oberste Priorität geniesst die Haltung der souveränen Regierung zur „Intervention“.
        Zweites Merkmal bezieht sich auf den Status quo der souveränen Regierung innerhalb des eigenen States.
        Viel mehr muss nicht berücksichtigt werden.

        Konkret:
        – Assad, als Staatsführer und Militärbefehlshaber, lud weder Franzosen, noch Amerikaner, Türken, Tschetschenen, Tunesier, Deutsche, Israelis, Marrokaner, Lybier, Jordanier, Saudis, Qataris, Uiguren uva. dazu ein, ins Land einzusickern und/oder militärisch-strategische Unterstützung der „Rebellen“ im großen Stile zu gewährleisten.
        Das nennt sich Einmischung…
        – Assad hat im Zuge der bald sichtbaren Ausmaße dieser Invasion den Beistandspakt mit seinen langjährigen Partnern aktiviert… das ist keine Einmischung.
        .
        .
        – Im Jemen war der ehemalig-legitimierte Stattsführer nicht mehr im Amt und schon gar nicht mehr im Land überhaupt. Die Armee gab es nicht mehr oder sie war auf die andere Seite gewechselt, die Huthis (Jemeniten) hatten die Revolte offensichtlich zahlenmäßig so gut aufgestellt, dass sie die Führung des Landes aushebelten.
        – Die Unterstützung der Anti-Huthi-Koalition erfolgte dann im Namen des „jemenitischen Vokes“ und auf Bitten des Hadi aus dem Exil heraus.
        .
        .
        Was in der Ukraine passiert, ist zwar nicht in meinem Sinne (Extreme Rechte werden in die Regierung eingebunden und vom Westen supportet), aber das ukrainische Volk ist wie jedes andere Volk für seine eignen Belange verantwortlich.
        Daher verurteile ich das Wirken Moskaus im Osten des Landes und bewerte es als Einmischung.

  5. salamshalom Says:

    „Oder anders gesagt, wenn man glaubt dass bei Unterstützung rebellischer Umtriebe das eigen Dorf mit Sarin beschossen wird, senkt das die Motivation deutlich.“
    Komisch. In vielen anderen Quellen wurde der Sarineinsatz den „demokratischen Rebellen“ in die Schuhe geschoben. Blöd, wenn ausser viel Blabla keinerlei Beweise vorgelegt werden können. Nur Indizien und Mutmaßungen, Mal eine russischen Chemiebombe da, mal ein LKW voller Giftgas dort… schon mutig, sich aus so wenig Material ein so feste Meinung zu bilden.

    „alls das ein großes Problem für Assad sein sollte, hätte er seinen Job als arabischer Potentat eindeutig verfehlt. Wer ihn nicht liebt muss ihn eben fürchten. Brutale Kollektivstrafen sind da effektiv.“
    Machen lassen… wird der Leidensdruck zu hoch, gibt es eine (echte !!) Revolte. Mein Reden. Keine Einmischung.

    • DerLeopard24 Says:

      „Komisch. In vielen anderen Quellen wurde der Sarineinsatz den „demokratischen Rebellen“ in die Schuhe geschoben. Blöd, wenn ausser viel Blabla keinerlei Beweise vorgelegt werden können. Nur Indizien und Mutmaßungen, Mal eine russischen Chemiebombe da, mal ein LKW voller Giftgas dort… schon mutig, sich aus so wenig Material ein so feste Meinung zu bilden.“

      @ salamshalom:

      Bezüglich der Behauptung das Assads Truppen Giftgas eingesetzt haben:

      http://edition.cnn.com/2017/04/26/europe/france-syria-chemical-weapons/index.html

      https://www.welt.de/politik/deutschland/article164531592/BND-sieht-Assads-Luftwaffe-hinter-Giftgas-Angriff.html

      https://www.welt.de/politik/video168370863/UN-Ermittler-machen-syrische-Regierung-verantwortlich.html

      http://www.dailymail.co.uk/news/article-4408292/US-intercepted-Syrian-communications-gas-attack.html

      Die Geheimdienste Frankreichs, Deutschlands, der USA und Ermittler der UN kommen also übereinstimmend zu dem Ergebnis, dass das syrische Regime hinter den Giftgasangriffen steckt. Mich würde mal interessieren, wie Sie dies so einfach ausblenden können. Müssten angesichts dieser Tatsachenlage nicht eher SIE beweisen, warum das Assad-Regime NICHT dahinter steckt?

      (PS: Ich ahne natürlich, welche Argumente jetzt gleich kommen werden. Nur zu, ich bin gerne bereit das mit Ganze mit Ihnen mal durchzugehen).

      • salamshalom Says:

        Dazu nur eine einzige Frage:
        Wie kamen die von dir genannten Länderberichte – im übrigen alle aufbauend auf die ein und der selben „Studie“ – zu den Proben?

        Danke!

      • Topfen Says:

        Wie kamen die von dir genannten Länderberichte – im übrigen alle aufbauend auf die ein und der selben „Studie“ – zu den Proben?

        Die OPCW, die in Syrien mit der Sicherstellung von Proben betraut war, hatte drei Quellen: Autopsien, denen sie selbst beiwohnten, Umgebungsproben von „Augenzeugen“ und Proben die sie von der syrischen Regierung erhielten und die diese aus der Umgebung beschafft haben will.

      • salamshalom Says:

        „Die OPCW, die in Syrien mit der Sicherstellung von Proben betraut war, hatte drei Quellen: Autopsien, denen sie selbst beiwohnten, Umgebungsproben von „Augenzeugen“ und Proben die sie von der syrischen Regierung erhielten und die diese aus der Umgebung beschafft haben will.“
        Also: Die ermittelnden Institutionen erhielten auf türkischem Boden (!) von opposotioneller Seite (!) die „Beweismittel“ ausgehändigt. Eine Entnahme von Proben am Originalschauplatz Chan Sheichun haben weder die Ermittler der OPCW noch Assads-Seite machen dürfen.
        Schon alleine diese Tatsache sollte die Objektivität und Unabhängigkeit einer Untersuchung als nicht gegeben ausweisen.
        Wenn nur der Kläger selbst für die Beweisaufnahme sorgt…

    • Topfen Says:

      Komisch. In vielen anderen Quellen wurde der Sarineinsatz den „demokratischen Rebellen“ in die Schuhe geschoben. Blöd, wenn ausser viel Blabla keinerlei Beweise vorgelegt werden können. Nur Indizien und Mutmaßungen, Mal eine russischen Chemiebombe da, mal ein LKW voller Giftgas dort… schon mutig, sich aus so wenig Material ein so feste Meinung zu bilden.

      Eigentlich habe ich gar keine Meinung geäußert, wer was getan hat. Oder anders, für sie eine mögliche Spezialisierung meiner Aussage:

      Wenn man glaubt dass bei Unterstützung rebellischer Umtriebe das eigen Dorf von Rebellen mit Sarin beschossen wird, senkt das die Motivation deutlich.

      • salamshalom Says:


        Wer sich die zuckenden Kinder und diese perverse Trainigseinheit anschaut, muss unweigerlich über die Motive dieser Lehrstunde sinieren…
        Merke: Warum faken und Schauspielern, wenn doch der böse Scherge und Kindermörder land auf, land ab, solche Szenarien im Original produziert?

        Nein, zieht man alle zur Verfügung stehenden Fakten zusammen, lässt sich eine Urheberschaft Assads nur sehr schwer halten. Und eine Rehabiltation der „Opferseite“ (nicht der Toten, sondern der Islamisten) ebenso.

      • American Viewer Says:

        Das ist offensichtlich eine Katastrophenübung.

      • salamshalom Says:

        Du bist doch angeblich Arzt… eine Katastrophenübung also… mit umherhüpfenden, maskentragende Weißkittel, ohne Handschuhe. Und mit einer mittleren Verweildauer am beatmeten „Opfer“ von ca. 2 Sekunden…
        Ich weiß ja nicht, was du für Katastrophenübungen gewohnt bist, aber mich erinnern diese Bilder sehr an die Bilder der „demokratischen Rebellen“ direkt nach „Sarin-Giftgasangriffen der syrischen Luftwaffe“… auch ohne Handschhe und Schutzkleidung unterwegs, ohne dass es unter den Samaritern selbst auch nur einen Toten gab.
        Die müssen sich aufgrund intensiver Vorbereitung und Katastrophenübungen eine gewisse Immunität gegen Sarin angeeignet haben. Beneidenswert.

  6. DerLeopard24 Says:

    @ salamshalom:

    5 Punkte

    1. Wir können nicht ausschließen, dass etwa Frankreich oder die USA, welche sowieso in den Kampf gegen ISIS in Syrien verwickelt sind, etwa durch Spezialkräfte eigene Bodenproben entnommen haben.

    2. Es geht eben NICHT NUR um die Bodenproben sondern die Rede ist auch ganz klar von „intercepted communications“ (Artikel in der Daily Mail), also abgefangenen Gesprächen. Speziell die enormen Kapazitäten der Amerikaner in diesem Bereich sind ja kein Geheimnis. Und hier wurde ganz klar von abgefangenen Gesprächen berichtet, in denen syrische Soldaten sich auf den Giftgasangriff vorbereiteten.

    3. Assad musste bereits 2013 damit rechnen, dass ein Giftgasangriff Probleme in Form von erhöhtem internationalen Druck und eventuell sogar einem Militärschlag mit sich bringt. Seine Seite hat also auch kein Interesse, „so zu tun“, als ob er es mit dem Giftgas ernst meint. Die abgefangen Gespräche dürften daher authentisch sein.

    4. Interessant ist außerdem, wie sicher man sich der ganzen Sache zu sein scheint:
    Da ist die Rede von „definite sources“ und „no doubt“. Glauben sie ernsthaft, dass die Geheimdienste, welche mit viel Steuergeld finanziert werden und gerade nach dem Debakel mit den angeblichen WMD im Irak (zumindestens die Amerikaner) eine solche Information nicht ein paar mal durchgehen um eben NICHT so dumm dazustehen wie beim Irak-Debakel? Trotzdem ist man sich hier übereinstimmend sicher. Das spricht m. E. nach für mehr als nur eine Quelle: Bodenproben, abgehörte Gespräche und eventuell auch angeworbene menschliche Quellen, über die wir nichts wissen.

    5. Vielleicht sollte ich dazu sagen, dass mir bewusst ist, dass die Opposition im syrischen Bürgerkrieg nicht immer ganz „koscher ist“. Hier geht es allein um den Giftgasangriff.

    • salamshalom Says:

      @DerLeopard

      Sorry, aber Beweismittel jedweder Coleur finden sich in keinem der von dir erwähnten Punkte.
      Allein, wie bereits erwähnt, die Tatsache, dass kein unanhängiges Prüfkommando am Originalschauplatz Untersuchungen und Beweismittel anstellen bzw. sicherstellen durfte (konnte), konterkariert jede „offizielles“ Untersuchungsergebnis.
      Oder, wie Prof. G. Meyer im Rundfunk sagte, „anhand der absurden Beweissicherstellung kann maximal ausgesagt werden, dass die Leichname, welche in der Türkei untersucht wurden, Sarinspuren aufweisen. Was in Chan Sheichun passiert ist, kann aber nicht gesagt werden. Weil keiner dort war“!
      Die Syrer (inklusive Russen und Chinesen) haben seit dem Ghouta-Massaker mehr als 15 Proben – teilweise unter Mithilfe der OPCW – aus verschiedenen Lokalisationen des Landes an die UN verschickt… wo sind deren Ergebnisse?

      • DerLeopard24 Says:

        Mir scheint du neigst dazu die Wichtigkeit der abgefangenen Gespräche zu unterschätzen. Gerade das Abhören von Telefonaten/Funksprüchen kann oftmals sogar als genauere Information als das Anwerben menschlicher Quellen gesehen werden, da man so Einblicke bekommt was bestimmte Personengruppen „untereinander“ so bereden. Natürlich ist das ein starkes Indiz dafür, dass das Regime dafür verantwortlich ist, wenn es solche aufgezeichneten Gespräche gibt (und sie zeitlich und etwa bezüglich der genannten Orte oder Mittel mit dem tatsächlich geschehenen Giftgasangriff ein stimmiges Bild ergeben).

        Bezüglich der syrischen Bodenproben würde mich interessieren, warum die auf einmal glaubwürdiger sein sollen.

      • salamshalom Says:

        „Mir scheint du neigst dazu die Wichtigkeit der abgefangenen Gespräche zu unterschätzen“
        Ich unterschätze in diesem beispiellosem Konflikt schon lange gar nichts mehr.
        Eine US-Regierungsquelle wird von Hersh bezüglich der „abgefangenen Telefonaten“ zitiert: „Haben die Syrer einen Angriff auf Chan Scheichun geplant? Unbedingt. Haben wir Mitschnitte, um das zu beweisen? Unbedingt. Planten sie den Einsatz von Sarin? Nein.“
        Die Syrer haben nie und zu keiner Zeit den Luftangriff auf Chan Sheichun geleugnet. Sie distanzieren sich nur von einem Giftgas-Einsatz.
        Und dann gibt es noch einen UN-Mitarbeiter, der es wissen müsste: Den UN-Chemiewaffen-Inspekteur Scott Ritter a.D..
        Der sagte zu Chan Sheichun aus: „Der Mangel an brauchbarer Schutzkleidung bei der Handhabung der Opfer durch das „weiße Helme“ tragende Hilfspersonal, ist ein weiterer Hinweis darauf, dass es sich bei der fraglichen Chemikalie nicht um militärische Sorten von Sarin gehandelt hat. Wenn es so gewesen wäre, wären die Retter selbst zu Opfern geworden.“
        Und und und…
        .

        „Bezüglich der syrischen Bodenproben würde mich interessieren, warum die auf einmal glaubwürdiger sein sollen.“
        Na vielleicht aufgrund der Tatsache, dass bei einigen dieser Probeentnehmen Mitarbeiter der OPCW mit am Ort waren…

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