Mafioso als Politblogger?

Martin B. wurde unter anderem wegen Schlepperei, Vortäuschung einer mit Strafe bedrohten Handlung und falscher Zeugenaussage verurteilt.

Als auf der Donauinsel 22 Tschetschenen mit einer Maschinenpistole und anderen Waffen festgenommen wurden, war Martin B. darunter. Im Zuge von Erpressungen und eines Versicherungsbetrugs wurde damals in Hollabrunn eine Pizzeria in die Luft gejagt. Martin B. soll den Kontakt zu einem ägyptischen Arzt hergestellt haben, der das Brandopfer versorgte.

(Kurier)

Warum wurde wohl aus einem gewöhnlichen Mafioso plötzlich ein politischer Youtube-Blogger?

Aufgrund der Karriere als Mafioso war wohl unter der letzten Regierung der Asylstatus mit den damit verbundenen Privilegien aberkannt worden.

Es wäre nicht das erste Mal, dass versucht wurde, mit Beschimpfungen gegen Kadyrow auf Youtube neue Asylgründe zu kreieren. Der gute Mann dürfte jedoch wohl übers Ziel hinausgeschossen sein, indem er gleich 29 Videos in Netz gestellt hatte und sie nicht wie sein Kollege gleich wieder vom Verfassungsschutz löschen ließ.

Der Großteil der Tschetschenen ist in der eigenen Ehrenkultur gefangen, die nicht nur für den Diktator gilt. Tschetschenische Ehrenmänner  würden ihren Status sofort verlieren, wenn sie eine Beleidigung der Mutter ungesühnt ließen.

Die tschetschenischen Demokraten wissen in Wahrheit ganz genau, dass der Getötete keiner von ihnen war und er nicht wegen Politik, sondern wegen der Ehrverletzung gegen Kadyrows Mutter getötet wurde.

Der Ehrenmord wegen der Beschimpfung durch einen Mafioso, der rasch einen neuen Asylgrund brauchte, gibt ihnen jedoch das Gewicht und die Bedeutung, welche sie sonst nie hätten. Daher erklären sie wider besseren Wissens den Ermordeten zu einem „Regime-Kritiker“ und rufen scheinheilig zur Demonstration vor der russischen Botschaft auf.

Freiheit für das tschetschenische Volk! Nieder mit Putin und ...

 

Eine Antwort to “Mafioso als Politblogger?”

  1. aron2201sperber Says:

    Russland wird als „Terrorist“ angeprangert, obwohl beide Täter Tschetschenen waren.

    https://wien.orf.at/stories/3056846/

    dazu passend die Foderung, dass kein Tschetschene nach Russland abgeschoben werden dürfe:

    „Darüber hinaus appellierten die Kundgebungsteilnehmer, die Abschiebung von Tschetschenen in ihre ursprüngliche Heimat müsse beendet werden, weil sie dort nicht sicher seien.“

    https://www.vienna.at/demonstration-vor-russischer-botschaft-in-wien-nach-bluttat-in-gerasdorf/6670287

    …also auch nicht die Kadyrow-Getreuen.

    Österreich müsse den verschiedenen Tschetschenen-Fraktionen als Schauplatz für ihre Kämpfe erhalten bleiben und alle Seiten weiter üppig mit Asyl-Sozialhilfe alimentiert werden.

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