Grass und die deutsche Wiedervereinigung

Grass war ein Gegner der deutschen Wiedervereinigung.

Zur Wiedervereinigung von Deutschlands rechten und linken Antisemiten hat er jedoch viel beigetragen.

Die vereinigten Antisemiten des deutschen Internets feiern den „Tabubrecher“ Grass als ihren Helden:

http://nocheinparteibuch.wordpress.com/2012/04/09/tabubruche/

http://stopbilderberger.wordpress.com/2012/04/09/wo-bleibt-die-stellungnahme-von-gauck-und-merkel-im-causa-grass/

http://le-bohemien.net/2012/04/08/causa-grass/

Schlagwörter:

6 Antworten to “Grass und die deutsche Wiedervereinigung”

  1. besucher Says:

    Was kommt dazu aus Israel?
    Gottseidank war GraSS in der Waffen-SS:

    Da es in der pluralistischen Demokratie Israel nicht möglich ist, nur aufgrund eines Gedichts einen Schriftsteller zur „Persona non grata“ zu erklären, darf Grass offiziell wegen seiner Nazi-Vergangenheit nicht mehr nach Israel einreisen. Für die Verbreitung seiner „verdrehten und lügnerischen Werke“ könne Grass im Iran gewiss ein begeistertes Publikum finden, sagte Jischai weiter, der der sephardisch-orthodoxen Schas-Partei angehört.

    Was sagt der moldawische Türsteher dazu?

    Außenminister Awigdor Lieberman von der rechten Partei „Unser Haus Israel“ wollte dem nicht nachstehen und bezeichnete das Gedicht als „Beleg für den Zynismus der westlichen Intellektuellen“. Grass wolle wohl nur mehr Bücher verkaufen und sei bereit, das jüdische Volk dafür ein zweites Mal „auf dem Altar wahnsinniger Antisemiten“ zu opfern.

    Im Gehirn des Türstehers geht es natürlich nur darum einem 85-jährigen zu unterstellen dass er noch einmal fett Kasse machen will.
    Schließlich will Günni nochmal wie Hugh Hefner die Playboy-Bunnies tanzen lassen.
    Die Politiker dort scheinen auch nicht viel gekonnter zu argumentieren als hier.

    • American Viewer Says:

      Im Gehirn des Türstehers geht es natürlich nur darum einem 85-jährigen zu unterstellen dass er noch einmal fett Kasse machen will.

      Diese antijüdische Anspielung finden sie wohl sehr geil. Aber das ist ihre Projektion. Lieberman hat laut ihrem eigenen Zitat nur gesagt, Grass wolle mehr Bücher verkaufen. Bücher verkauft man nun einmal, ihr Druck kostet Geld. Lieberman hat offensichtlich nicht gesagt, das es Grass darum geht „fett Kasse“ zu machen. Genauso gut könnte Lieberman auch einfach die Verbreitung, die Aufmerksamkeit, die Macht, den Ruhm, das Sonnenbad gemeint haben. Das alles geht mit dem Verkauf vieler Bücher einher. Die Reduzierung aufs Geld kommt von ihnen, nicht von Lieberman.

      • besucher Says:

        Ihre Argumentation läuft leider ins Leere:
        Wenn es Grass nur um Ruhmsucht ginge dann reicht die Verbreitung seines Gedichtes vollkommen aus, dann braucht er nach Liebermans Argumentation nicht noch extra noch mehr Bücher verkaufen.
        Es ist Lieberman der sich hier auf die Intention des Geldverdienens von Grass fokussiert.

        Ich finde es aber amüsant dass sie schon wieder nach dem Droste-Diktum verfahren. Dabei habe ich mich gar nicht auf die ethnische Abstammung von Lieberman bezogen sondern auf seinen Habitus. Unterstellungen von Rassismus können sehr schnell auf das Weltbild des Unterstellers zurückfallen.

  2. American Viewer Says:

    Wenn es Grass nur um Ruhmsucht ginge dann reicht die Verbreitung seines Gedichtes vollkommen aus.

    Blödsinn. Selbst die größten Grass-Fans geben zu, dass sein Gedicht literarisch wertlos ist. Aber man katapultiert sich durch so einen Tabubruch natürlich wieder in das Gedächtnis der Leute. Grass? War da was? Vielleicht sollte man mal wieder eines seiner Bücher lesen? Mehr Werbung geht nicht. Außer der Tod selbst. Das katapultiert die Verkaufszahlen auch immer nach oben. Siehe Whitney Houston, Michael Jackson, George Harrison, Steve Jobs und so weiter. Der Tod geschah allerdings in all diesen Fällen natürlich nicht aus Geltungssucht, das ist klar. Ganz im Gegensatz zu den immer wieder bewusst lancierten „Skandalen“ einiger Künstler. Die sind einfach erbost, dass sie und ihre Werke immer weniger interessieren. Also schreibt man halt ein „Gedicht“ oder läuft nackig durch den Central Park.

  3. stopbilderberger Says:

    Auch von Euch lassen wir uns nicht in die Schublade des Antisemitismus stecken, Grass aeusserte Regierungskritik und mehr nicht, und die, die am meisten aufheulen, outen sich selbst.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s


<span>%d</span> Bloggern gefällt das: