Fake News oder UNO-Trick?

Abschiebungen nach Afghanistan sind wegen der schlechten Sicherheits- und Menschenrechtslage in dem Land umstritten. Laut einem aktuellen Bericht der Vereinten Nationen wurden dort im vergangenen Jahr mehr als 10.000 Zivilisten getötet.

(FAZ)

Tatsächlich wurden laut jenem UNO-Bericht nur 3.438  Zivilisten getötet (inkl. Taliban und IS-Terroristen, die auch als Zivilisten gewertet wurden).

(Unama Report 2017)

Die FAZ hat jedoch wohl nicht absichtlich Fake News verbreitet. Der Bericht der UNO war so formuliert, dass in der Überschrift von 10.000 zivilen Opfern die Rede war. Die UNO möchte das Narrativ unterstützen, dass die Zahlen immer schlimmer werden, auch wenn bei den Todesopfern in den letzten Jahren die Zahlen stets (leicht) rückläufig waren.

Also spricht man in der Überschrift von den „zivilen Opfern“ statt von den „Todesopfern“ und kann so statt von einem wenig hilfreichen Rückgang der Todesopfer von einer Steigerung der Opferzahlen berichten.

Der billige Trick der UNO bei der Präsentation der Opferzahlen geht voll auf, wie man an der FAZ sieht, die in ihrem Artikel die Opferzahlen aus der Überschrift als „getötete Zivilisten“ in ihrem Artikel einbaut.

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15 Antworten to “Fake News oder UNO-Trick?”

  1. Benjamin Goldstein Says:

    Das ist immer noch eine irre Zahl. Die Kultur dort macht halt alles richtig. Gottseidank sind diese Stämme dort auch schier gar nicht rassistisch.

    • aron2201sperber Says:

      3.500 Tote sind viel, ist aber bei 35.000.000 Einwohnern in Afghanistan nur einer von 10.000 der letztes Jahr getötet wurde, wobei wie gesagt Taliban und IS-Terroristen ebenfalls als zivile Opfer mitgezählt werden.

      • Benjamin Goldstein Says:

        *g* Das ist schon sau viel für ein Jahr. Und ganz ehrlich an dem Punkt würde ich mich vielleicht auch eher den Taliban anschließen als der Drogenmafia-Mischpoke in Kabul. Die wird eh verschwinden, wenn die Nato geht.

      • aron2201sperber Says:

        die afghanische Armee muss in der Lage sein, die Taliban selbst zu bekämpfen:

        https://aron2201sperber.wordpress.com/2015/10/30/afghanistan-schickt-seine-soldaten-weg/

        Dafür sollte sie jedoch nicht auf ihre jungen Männer verzichten, die hier in Europa stets ihre Wehrfähigkeit unter Beweis stellen.

      • Benjamin Goldstein Says:

        Die afghanische Regierung ist den Taliban nicht moralisch überlegen. Auch Kabul regiert mit der Scharia. Auch Kabul verurteilt Homosexuelle zum Tod. Der einzige Unterschied ist, dass Mädchen lesen lernen (dazu aber später im Leben eh nicht kommen) und Drogen angepflanzt und vermarktet werden. Es ist egal, ob man auf der Seite der Taliban oder der Nato steht.

        Pakistan unterstützt die Taliban heimlich. Aber auch Indien und Afghanistan scheinen die terroristischen Balochen in Pakistan zu unterstützen. Normaldenkende Menschen erkennen, dass man sich einfach da raushält.

        Flüchtlinge brauchen wir nach Genfer Konvention eh keine aufnehmen, weil das Land zu weit weg ist. Ich wäre für Asyl, also die Aufnahme von Menschen, die nachweislich wegen ihrer politischen Tätigkeit in Bedrohung geraten sind. Nur die brauchen Exil, damit sich die Regime bessern. Gerade sie werden aber im Stich gelassen.

  2. besucher Says:

    Die prozenztualen Todesraten sind in Mexiko, Honduras, El Salvador und Venezuela z.B. sehr viel höher.

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