Sprungbrett Malaysia

Wäre das Flugzeug in Richtung Südpol unterwegs gewesen, wie die ursprünglich angenommene Absturzstelle vermuten ließ, wäre ein technisches Problem die wahrscheinlichste Ursache gewesen.

Nun verdichten sich jedoch gerade die Hinweise, dass das Flugzeug Richtung Australien unterwegs war.

Jenes Ziel spräche für eine Entführung.

Immer wieder wurden Flugzeuge von den eigenen Piloten entführt:

Eine Boeing 767-300 der Ethiopian Airlines ist heute Morgen entführt worden. Die Maschine musste um 6.05 Uhr auf dem Flughafen Genf landen. Wie die Genfer Behörden an einer Medienkonferenz mitteilen, handelt es sich beim Luftpiraten um den Co-Piloten der Maschine. Der Äthiopier mit Jahrgang 1983 soll in der Schweiz um politisches Asyl ersucht haben.

(Tagesanzeiger)

Wäre auch dieses Mal einer der Piloten der Entführer gewesen, wäre die Entführung wahrscheinlich wie in ähnlichen Fällen glimpflich verlaufen.

Dass die Entführung mit einem Absturz endete, deutet daraufhin, dass nicht die Piloten, sondern Glücksritter die Regie führten.

In der Maschine befanden sich zwei Iraner, die mit gestohlenen Pässen auf Asylsuche waren.

Über Malaysia und China nach Europa zu gelangen, hätte für Iraner, die visumsfrei in die Türkei reisen können, wenig Sinn ergeben.

Was die Türkei für Europa ist, ist Malaysia für Australien: ein ideales Sprungbrett für die illegale Einreise.

Natürlich ist es ziemlich irrational, ein Flugzeug zu entführen, wenn eine jahrelange Haftstrafe oder gar der Absturz droht.

Glücksritter sind jedoch oft bereit, ein völlig unverhältnismäßig hohes Risiko einzugehen, um ins El Dorado zu gelangen.

 

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6 Antworten to “Sprungbrett Malaysia”

  1. pbiel Says:

    Nach Aussage der BBC haben die beiden Flüchtlinge aber schon eine Route via China geplant gehabt (von dort nach Frankfurt, wo die Mutter des Einen am Flughafen wartete); Mir erscheint das unlogisch, dass die dann den Flieger entführt haben sollen…

  2. American Viewer Says:

    Ich fand die Unfalltheorie bisher am plausibelsten.

    Dass Passagiere nach 9-11 noch ins Cockpit gelangen und Einfluss auf den Kurs nehmen sollte eigentlich nicht mehr vorkommen. (Gleichzeitig solle man nicht mehr so einfach mit gestohlenen Pässen reisen könnte, was auch nicht verhindert wurde, die Entführungstheorie also wieder möglicher erscheinen lässt.)

    Ein Motiv der Piloten für eine Entführung ist bisher nicht erkennbar.

    Bleibt noch der Unfall. Ein Kabelbrand zum Beispiel. Die Piloten versuchten den Kurs zum nächsten Flughafen zu setzen, dann wurden sie bewusstlos. Schließlich erstickten sie innerhalb von Sekunden bis Minuten an den giftigen Brandgasen. Das Flugzeug flog weiter bis der Sprit zu Ende ging und das war es dann. Das klang für mich bisher am plausibelsten.

  3. aron2201sperber Says:

    bei dem jungen Iraner, der nach Deutschland wollte, hieß es, dass seine Mutter am Flughafen auf ihn wartete.

    dies halte ich für völlig unrealistisch.

    spätestens bei der Einreise in die EU wären die gestohlenen Dokumente aufgeflogen.

    wäre die Mutter am Flughafen gewesen, hätte sie wohl mit einem Schlepperei-Verfahren zu rechnen gehabt.

    was mich zusätzlich stutzig macht: bis zu seinem 18. Lebensjahr hätte der 19jährige Iraner völlig legal als Familienmitglied zu seiner Mutter reisen können.

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