Merkels Hybris und Europas Nemesis

Nichts ist eines Kulturvolkes unwürdiger, als sich ohne Widerstand von einer verantwortungslosen und dunklen Trieben ergebenen Herrscherclique „regieren“ zu lassen.

Wenn das deutsche Volk schon so in seinem tiefsten Wesen korrumpiert und zerfallen ist, daß es, ohne eine Hand zu regen, im leichtsinnigen Vertrauen auf eine fragwürdige Gesetzmäßigkeit der Geschichte das Höchste, das ein Mensch besitzt und das ihn über jede andere Kreatur erhöht, nämlich den freien Willen, preisgibt, die Freiheit des Menschen preisgibt, selbst mit einzugreifen in das Rad der Geschichte und es seiner vernünftigen Entscheidung unterzuordnen – wenn die Deutschen, so jeder Individualität bar, schon so sehr zur geistlosen und feigen Masse geworden sind, dann, ja dann verdienen sie den Untergang.

Wenn jeder wartet, bis der andere anfängt, werden die Boten der rächenden Nemesis unaufhaltsam näher und näher rücken, dann wird auch das letzte Opfer sinnlos in den Rachen des unersättlichen Dämons geworfen sein. Daher muß jeder einzelne seiner Verantwortung als Mitglied der christlichen und abendländischen Kultur bewußt in dieser letzten Stunde sich wehren, soviel er kann, arbeiten wider die Geißel der Menschheit, wider den Faschismus und jedes ihm ähnliche System des absoluten Staates. Leistet passiven Widerstand – Widerstand -, wo immer Ihr auch seid, verhindert das Weiterlaufen dieser atheistischen Kriegsmaschine, ehe es zu spät ist, ehe die letzten Städte ein Trümmerhaufen sind, gleich Köln, und ehe die letzte Jugend des Volkes irgendwo für die Hybris eines Untermenschen verblutet ist. Vergeßt nicht, daß ein jedes Volk diejenige Regierung verdient, die es erträgt!

(Flugblatt der Weißen Rose – gefunden bei Freie Zeiten)

Merkel ist nicht Hitler.

Sie wird nicht von „dunklen Trieben“ geleitet. Sich bei der Entscheidung über die Zuwanderungspolitik von einem weinenden Palästinenser-Mädchen beeinflussen zu lassen, ist wohl moralisch sogar ein sehr heller Trieb.

Die ganze Welt unbegrenzt aufnehmen und integrieren zu wollen, ist nicht die „Hybris eines Untermenschen“, aber es ist eine Hybris, die wieder zur Nemesis führt.

Im Gegensatz zur Weißen Rose riskieren die Kritiker jenes hellen, aber falschen Wegs heute nicht ihr Leben.

Die Ausrede, wie die Weiße Rose zu enden, wenn wir nicht mitlaufen, haben wir diesmal nicht mehr.

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