Augsteins „Nazi“-Väter

Björn Höcke ist ein Nazi. Und in Dresden jubelt ihm ein Saal zu. Mehr als 70 Jahre nach dem Ende des von Deutschland begonnenen Zweiten Weltkriegs hält ein Nazi eine Nazirede und andere Nazis jubeln. Was ist die AfD? Sie ist eine Partei, die Nazis eine politische Heimat bietet.

(Jakob Augstein – SPON)

Statt im Spiegel andere anzuprangern, würde ein Blick in den eigenen Spiegel nicht schaden.

Beide Väter Augsteins wären nach Augsteins Standards für Höcke ebenfalls Nazis:

Dabei hat Martin Walser bei der Verleihung des „Friedenspreises des Deutschen Buchhandels“ im Oktober 1998 ion seiner Dankesrede ganz ähnlich, vielleicht noch schärfer argumentiert. Walser wörtlich: „In der Diskussion um das Holocaustdenkmal in Berlin kann die Nachwelt einmal nachlesen, was Leute anrichteten, die sich für das Gewissen von anderen verantwortlich fühlten. Die Betonierung des Zentrums der Hauptstadt mit einem fußballfeldgroßen Alptraum. Die Monumentalisierung der Schande.“ Walser sprach gegen die „Instrumentalisierung des Holocausts“, Auschwitz dürfe nicht zur „Moralkeule“ verkommen, die „Dauerpräsentation unserer Schande“ werde dazu instrumentalisiert, den Deutschen wehzutun oder gar politische Forderungen daraus abzuleiten.

Auch Spiegel-Gründer und – Herausgeber Rudolf Augstein formulierte damals ganz ähnlich: Dieses „Schandmal“ sei „gegen die Hauptstadt und das in Berlin sich neu formierende Deutschland“ gerichtet. Augstein bedauerte die Rückgratlosigkeit der Regierenden: „Man wird es aber nicht wagen, so sehr die Muskeln auch schwellen, mit Rücksicht auf die New Yorker Presse und die Haifische im Anwaltsgewand, die Mitte Berlins freizuhalten von solch einer Monstrosität“.

(Jürgen Elsässer)

Höcke, Bismarck, Elsässer beim COMPACT-Interview (erschien in COMPACT-Magazin 2/2015).

Jürgen Elsässer, der heute mit Höcke den rechten Rand der AfD abdeckt, war einst der Lieblings-Jürgen der deutschen Muslime.

Der neue Lieblings-Jürgen der deutschen Muslime ist heute Jürgen Todenhöfer, den Augstein als Herausgeber für seinen Freitag gewinnen konnte.

Jürgen Todenhöfer stand einst am rechten Rand der CDU.

Die Gemeinsamkeit zwischen Elsässer, Todenhöfer, Augstein und Walser dürfte ein tief sitzender Antisemitismus sein.

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17 Antworten to “Augsteins „Nazi“-Väter”

  1. American Viewer Says:

    Die Details über Augstein senior und Walser wusste ich so nicht. Das erklärt gut, warum Augstein jun. ist, wie er ist. Er tut immer gerne so revolutionär und emanzipiert, dabei ist er einfach nur exakt so wie seine beiden Papis. Wie langweilig.

    • aron2201sperber Says:

      mit dem geforderten Verbot der Auschwitz-Keule meinten beide, dass
      nur noch sie (und ihre Kinder) das Monopol zum Nazi-Vorwurf haben dürften.

      Als Pro-Amerikaner oder Pro-Israeli dürfe man Auschwitz nicht mehr erwähnen, für Linke müsse das Dritte Reich hingegen natürlich schon noch zur Verfügung stehen

      keiner darf daher die Nazi-Keule so oft schwingen wie ihr eigener Sohn Jakob Augstein, aber wehe man weist auf seinen eigenen Antisemitismus hin.

      aber da ist auch Jürgen Elsässer nicht viel anders – er verzichtet selbst nie darauf seine Gegner von Netanjahu bis Merkel als Hitler darzustellen, ist aber selbst total eingeschnappt, wenn man ihm seinen Antisemitismus vorhält

    • besucher Says:

      Der alte Augstein hat es die Schande schon als solche betitelt, einfach mal seinen kompletten Bericht lesen. Er hatte aber andere Gründe das Denkmal als Schande zu bezeichnen als Höcke.

      • aron2201sperber Says:

        Höcke hat auch mehr als nur einen Satz gesagt – die Gründe mögen nicht die selben sein, aber es sind fast die gleichen

      • Gutartiges Geschwulst Says:

        @besucher: „Er hatte aber andere Gründe das Denkmal als Schande zu bezeichnen als Höcke.“

        Können Sie diese anderen Gründe konkret benennen oder sind wir Ihrer Weisheit nicht würdig?

      • besucher Says:

        Lies den Kommentar von Augstein damals. Ich hab mir die Rede von Höcke noch mal genau durchgelesen. Das unterdrückte und geknechtete Deutschland, eines der reichsten Länder der Welt. Der Typ muss irgendwie ne Macke haben. Wahrscheinlich hat der in Dresden auch 50.000 Zuhörer gesehen statt 500. So wie in Washington laut gewissen Leuten mehr als 1,5 Millionen der Inauguration von Stampfi beigewohnt haben sollen 😉

      • Gutartiges Geschwulst Says:

        @besucher: „Lies den Kommentar von Augstein damals.“

        Haben Sie es getan? Augstein sieht bestätigt, dass Auschwitz instrumentalisiert wird, was Höcke indirekt auch sagt.
        Als Kräfte hinter dieser Instrumentalisierung sieht Augstein u.a. die „New Yorker Presse“ und die („New Yorker“) „Haifische im Anwaltsgewand“.
        Inwiefern unterscheidet sich das wesentlich von Höckes Aussage, die doch ebenfalls us-amerikanische Mächte hinter der Vergangenheitsbewältigung vermutet?

      • besucher Says:

        Augstein sieht hier das Problem dass die sogenannte „Steinwüste“ dem lebendigen Gedenken eher kontraproduktiv erscheint, desweiteren kritisiert er die fehlenden Möglichkeiten einer Alternative.
        Höcke lehnte es aus ganz anderen Gründen ab…

      • Salamshalom Says:

        „Zentralratspräsident Josef Schuster hat die Rede des Thüringer AfD-Chefs Björn Höcke in Dresden scharf verurteilt. »Das Berliner Holocaust-Denkmal als ›Denkmal der Schande‹ zu bezeichnen, wie es Björn Höcke getan hat, ist zutiefst empörend und völlig inakzeptabel«, sagte Schuster am Mittwoch.

        »Damit tritt Björn Höcke das Andenken an die sechs Millionen ermordeten Juden mit Füßen und relativiert das schwerste und in diesem Ausmaß einzigartige Menschheitsverbrechen der Geschichte. Die AfD zeigt mit diesen antisemitischen und in höchstem Maße menschenfeindlichen Worten ihr wahres Gesicht«, sagte der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland weiter: »Dass 70 Jahre nach der Schoa solche Aussagen eines Politikers in Deutschland möglich sind, hätte ich nicht zu glauben gewagt.«“

        Habe ich doch gesagt.
        Und jetzt bitte die gleiche Kritik nochmal an Hrn. Schuster richten…

  2. Olaf Says:

    Interessante Nazi-Definition von Augstein und den Linken.
    Judenhasser sind keine Nazi, nur Patrioten sind Nazi.
    Das ist natürlich Blödsinn, entspricht aber der linken Wortverdrehung. Die linke Definition von Freiheit und Gerechtigkeit ist ja genauso absurd und pervers.

    • aron2201sperber Says:

      und Muslime sind die neuen Juden – auch wenn es tatsächlich oft die schlimmsten Antisemiten sind

      • heinzelmann Says:

        Aron; „ihr“ habt jetzt Israel, also, niemand muss in Europa leben! Vor lauter Moslems und Juden und deren „Probleme“ kommt mir die europäisch-christliche Mehrheit in Europa einfach zu kurz! Juden sind nicht für alles verantwortlich, wieso auch, aber sie interssieren mich auch nicht jeden Tag!Es gibt weder Täter-noch-Opfervölker, wenigstens nicht für die Ewigkeit!!

  3. zrwd Says:

    der uneheliche Walsersohn mit der primitiven breiten Hackfresse wurde vom Simon Wiesenthal Center bereits auf seine jährliche Rangliste der „Top Ten Anti-Semitic/Anti-Israel Slurs“ gesetzt. Dieser Antisemit brüllt ‚Haltet den Dieb‘ und ist selbst der Dieb.

    • aron2201sperber Says:

      Augsteins Karriere erinnert an den Terror-Milliardär Feltrinelli.

      Feltrinelli war zwar auch erst in Augsteins Alter endgültig durchgedreht und vom linken Verleger zum Organisator des linken Terrors geworden.

      Was Augstein jedoch zu einem echten Feltrinelli fehlt, ist ein Ostblock.

      Mit Geld allein lässt sich das, was Feltrinelli schuf, nicht wiederholen.

      Dazu brauchte es schon die logistische Unterstützung von KGB & Co, die dem vertrottelten Milliardär-Söhnchen gern bei seinem Irrsinn behilflich waren.

  4. besucher Says:

    http://amp.businessinsider.com/trump-quoted-bane-in-inauguration-speech-2017-1

    • Gutartiges Geschwulst Says:

      @besucher

      Haben Sie selbst so wenig Hirn, dass Sie nicht einmal Ihre eigenen Verlinkungen mit einem begleitenden Kommentar versehen können?

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