Reizwort Silberstein

Antisemitismus hat in Österreich eine lange Geschichte. Wiener Antisemiten hatten den jungen Hitler geprägt. Antisemitische Ressentiments waren in der österreichischen Politik und Gesellschaft zumindest bis zum Ende des letzten Jahrhunderts noch sehr präsent.

Der einheimische Antisemitismus hat sich in Österreich (im Gegensatz zum importierten Judenhass) allerdings stetig gebessert.

Juden gibt es heute in allen österreichischen Parteien. Dass ein jüdischer Name in Österreich wieder zu einem Reizwort wurde, ist weder die Schuld der Österreicher noch der Juden.

Es ist die Schuld eines israelischen Mannes und einer österreichischen Partei.

Als Jude in einem Land mit der Geschichte Österreichs mit antisemitischen Verschwörungstheorien herumzuspielen, nur damit irgendwelche Genossen vielleicht doch eine vorprogrammierte Niederlage abwenden können, ist unfassbar:

Noch perfider ist die Seite „Die Wahrheit über Sebastian Kurz“, die den Eindruck erwecken sollte, von Freiheitlichen gestaltet worden zu sein. Weil sich Dirty Campaigning auch immer negativ auf den Absender auswirkt, versuchte man hier, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: Kurz wird in ein schlechtes Licht gerückt – und die FPÖ soll verlieren, weil potenzielle Wähler das Anpatzen des anderen Kandidaten nicht goutieren. Auf dieser Facebook-Seite wird mit harten Bandagen gearbeitet. So wurde etwa die Behauptung verbreitet, dass der US-Investor George Soros mit Millionen hinter der Liste Kurz stehe. Soros ist Feindbild der extremen Rechten, die glaubt, dass Soros ein Anführer der jüdischen Weltverschwörung sei.

(Die Presse)

Bildergebnis für kern israelische firma

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