Ist Al-Qaida kein Terror zuzutrauen?

Hitler hatte im Krieg keine Chemiewaffen eingesetzt, weil sie ihm militärisch kaum Vorteile verschafft hätten.

Und diese Vorteile hätte auch Assad nicht gehabt.

Hitler hatte sie allerdings genützt, um eine bestimmte Gruppe von Zivilisten heimlich massenhaft zu ermorden.  Anders als Hitler verfolgt Assad jedoch keine bestimmte Bevölkerungsgruppe in Syrien. Assads politische Gegner gehören der Mehrheit der sunnitischen Araber an. Unter jener Bevölkerungsgruppe befinden sich jedoch genauso Assad-Befürworter.

Ein Einsatz zur Vernichtung einer Bevölkerungsgruppe wie bei Hitler ist daher ebenfalls auszuschließen.

Ich halte Assad für einen ganz miesen Diktator. Ich halte ihn jedoch nicht für skrupelloser als Hitler.

Wem ich Terror gegen die eigene Bevölkerung allerdings sehr wohl zutraue, sind die Al-Qaida-Terroristen, die sich in Duma zwischen Zivilisten verschanzt haben.

Bin ich ein Verschwörungstheoretiker, weil ich nicht die syrische Regierung, sondern die Al-Qaida Terroristen für die Schuldigen am Giftgas-Terror halte?

Bei 9/11 waren nach meiner Ansicht Al-Qaida-Terroristen und nicht die Regierung des betroffenen Landes die Urheber des Terrors. Nichts Anderes behaupte ich vom aktuellen Terror mit chemischen Waffen.

Die Oppositionellen, die Assad heute militärisch bekämpfen, sind mittlerweile ausschließlich Jihadisten. Putin und Assad tragen zwar viel Verantwortung dafür, dass nur noch Islamisten als Opposition übrig geblieben sind.

Putins Mitschuld an der Züchtung des syrischen Jihad-Monsters ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass es sich bei den Jihadisten und gefährliche Monster handelt, die man mit allen Mitteln und zur Not auch mit Putin und Assad bekämpfen muss, statt sich gegenseitig die Schuld dafür zuzuweisen.

Wie konnte es kommen, dass ein Putin-Kritiker und Bush-Verteidiger wie ich heute Verständnis für Putin und Assad hat?

Saddam war zweifellos ein gefährlicher Diktator, der Giftgas sowohl im Krieg gegen den Iran als auch gegen die eigene kurdische Bevölkerung eingesetzt hatte, auch wenn man ihm später kein aktuelles Waffenprogramm nachweisen konnte. Die Hoffnung, durch den Sturz des Diktators die gesamte Region nach deutschem und japanischem Vorbild zu demokratisieren, war aus damaliger Sicht sicher auch schon gewagt, aber vertretbar.

Heute wissen wir jedoch endgültig, wie schwierig und undankbar eine derartige Aufgabe ist, an der Bush und Blair trotz ihrer (meiner Ansicht nach) guten Absichten letztlich gescheitert waren.

Assad zu stürzen, würde bedeuten, Islamisten wie die Muslimbrüder und Al-Qaida in Syrien an die Macht zu hieven. Für solchen Abschaum sollte man keinen Konflikt mit Putin riskieren.

Bildergebnis für giftgas erster weltkrieg

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7 Antworten to “Ist Al-Qaida kein Terror zuzutrauen?”

  1. salamshalom Says:

    Es gibt diverse Berichte von Ghouta-Überläufern, die bereits vor Tagen von einem geplanten Fals-Flag-Giftgasanschlag berichteten.
    Die Russen und die Syrer haben diese Informationen damals zeitnah an die UN weitergereicht.
    Di Mistura erkläre gestern, „die UN könne eine Beteiligung der syrischen Regierung weder bestätigen noch dementieren“.
    Die syrische Regierung hat gestern angeboten, für die Sicherheit von UN-Sonderermittlern in Douma zu sorgen, wenn sie sich denn endlich zur Ermittlungen und Bodenproben/Tatort-Begehung entschließen würden.
    Die Videos der „verfügbaren Quellen (aka Weißhelme und Jaish Al Islam)“ zeigen ausnahmslos Frauen und Kinder. In verschiedenen Foren (selbst der Welt) wird gefragt, ob die Syrer nun ein Gas entwickelt hätten, welches nur die DNA von Kindern und Frauen angreift, aber kampffähige Männer verschone… ich schließe mich dieser Frage an!
    Die SAA hatte bis zum „Giftgasanschlag“ nahezu 80% von Ghouta befreit. Mit den Terroristen aus Douma lief bereits eine mehrtägige Kapitulationsverhandlung. Was nützt da noch so ein Anschlag, außer dass die USA wieder auf den Plan gerufen wird?

    Trotz all` dieser offenen Frage und Hinweise, kommt aus Washington und Paris nur die Ankündigung, es dem Tier Assad zeigen zu wollen. Eine deeskalierende diplomatische Note ist nicht zu erkennen. Warum??
    Die Russen werden nach all` den Jahren der Kooperation und des Beistandes sicher keinen Millimeter zurückweichen. Eine Eskalation trifft sicherlich primär Syrien. Die Menschen dort sind aber seit 8 Jahren im Krieg und bereits einiges gewohnt. Aber wer wettet gegen eine Ausweitung der Kämpfe über Syrien hinaus?
    Man stelle sich mal bitte die Folgen von direkten Kämpfen zwischen den Blöcken USA/F/GB/Israel und Russland/Syrien/Iran/Irak vor… wofür diese Eskalationsspirale? Um „Rebellen“ zu rächen, die hierzu Lande als Gefährder eingestuft und juristisch verfolgt werden? Obendrein mittels einer absolut unklaren Aktion in der Nähe von Damaskus?
    Wir werden es nicht nur sehen. Wenn es passiert, dass ist Syrien viel näher an Europa dran als sich das mancher gedacht hätte…

  2. American Viewer Says:

    Die Hysterie um Giftgas folgt keiner nachvollziehbaren Logik. Putin und Assad schlachten 99,9999% der Menschen mit „konventionellen“ Waffen ab. Das kratzt die westlichen Politiker aber nicht.

    Nur wenn die beiden eventuell ein bisschen Gas einsetzen, proben diese Amoralisten den Affenaufstand. Mit Bomben zerfetzen und lebendig begraben, ist kein Problem. Aber bei Gas soll der „Spaß“ plötzlich aufhören??? Heuchlerischer geht es nicht mehr.

    • salamshalom Says:

      „Putin und Assad schlachten 99,9999% der Menschen mit „konventionellen“ Waffen ab. Das kratzt die westlichen Politiker aber nicht.“
      Naja, so wie der Westen halt in Tripolis, Bagdad, Mossul, Raqqa oder im Jemen „schlachtet“. Warum soll es ihn denn auf einmal bei Putin und Assad kratzen?

      Aber bei deinem Vorwurf der Heuchelei bin zu 100% bei dir.

  3. aron2201sperber Says:

    Die USA haben uns von den Nazis befreit und später vor den Kommunisten geschützt.

    da ich Undankbarkeit nicht ausstehen kann, war ich immer auf Seiten der USA, selbst wenn ich sehr gegen die Parteinahme gegen Serbien und auch nicht begeistert über die Intervention im Irak war.

    wegen ein paar Al-Qaida-Terroristen, die mit ein paar Muslimbrüder-Medienprofis ein Giftgas-Theater inszenieren, einen schweren Konflikt mit Putin zu riskieren – da ist ein Punkt erreicht, bei dem ich nicht mehr treu folgen kann.

    Ich verstehe das Ganze auch nicht, da ja Trump angetreten war, sich mit Putin zu vertragen.

    ich kann es mir nur noch so erklären, dass er sich wegen seiner von den Medien aufgebauschten Skandälchen von McCain unter Druck setzen lässt.

    McCain hat zwar recht, wenn er Putin für einen miesen Kerl hält. Im Moment gibt es jedoch wichtigere Prioritäten, als mit Putin zu streiten.

    erst wenn der Islamismus eingedämmt ist, kann man sich wieder dem Kalten Krieg mit den miesen Sowjet-Erben widmen.

  4. Anton Wagner Says:

    aron: danke für den text! Damit ist alles gesagt!

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