Schwule Fußballer und straighte Balletttänzer

Putins Gesetz gegen die Homosexuellen-Propaganda richtet sich an die niederen Instinkte seiner Landsleute.

Wenn man mit leicht widerlegbaren Behauptungen argumentiert, macht man es Leuten wie Putin allerdings leicht:

Jeder Zehnte ist homosexuell, das belegt die Statistik. In der Politik, im Fernsehen – überall ist „schwul sein“ mittlerweile gesellschaftlich anerkannt. Beim Fußball nicht. „Einer von elf ist schwul“, lautete das Motto eines Themenabends, zu dem schwule Fußballer und Schiedsrichter geladen waren.

(Deutsche Welle)

Nach dieser Logik dürfte auch nur jeder zehnte Balletttänzer oder Friseur schwul sein.

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3 Antworten to “Schwule Fußballer und straighte Balletttänzer”

  1. dieter Says:

    Ein Doppelleben, das viele Fußballer führen, vor allem in den oberen Ligen. Laut Statistik sind 10 Prozent der Bevölkerung homosexuell. Das hieße überspitzt: Einer von elf Spielern ist schwul.

    Olivia Fritz zitiert nicht nur aus erfundenen Statistiken, sie kann auch nicht Prozentrechnen. Denn 10% sind ein Zehntel und nicht ein Elftel.

    Eine Reihe von prominenten Eiskunstläufern sind an AIDS gestorben. Per Google findet man einiges dazu:

    Aids Grips Skating World; More Awareness Needed.

    „I could name close to 30 people in skating who have died from AIDS,“ Randy Gardner, former U.S. and world champion pairs skater, is quoted as saying“

    Mit einer Suche nach „AIDS“ und soccer/football champion findet man hingegen nur Vorfälle in Südafrika. Dabei gibt es ungemein mehr Fußballspieler als Eiskunstläufer.

    Falls sich die Erkenntnis durchsetzt, dass es im Fußball tatsächlich kaum Homosexuelle gibt, wird das diesen Aktivismus aber nicht stoppen. Im Gegenteil, es würde dann einfach unterstellt, dass die Fußballer homophob seien und Homosexuelle vom Fußballspielen ausschließen würden. Als Lösungsansatz liegt eine 10%-Quote auf der Hand.

    • aron2201sperber Says:

      AIDS ist wirklich ein gutes Beispiel.

      Mit gut gemeinten Falschinformationen ist niemandem geholfen.

      Einerseits wird die Krankheit extrem dämonisiert (siehe Hitler-Virus-Clip) – anderseits wird von den AIDS-Hilfen aus politischer Korrektheit möglichst darauf geachtet, sich nicht an Risiko-Gruppen zu wenden, da man fürchtet, sie dadurch zu stigmatisieren.

      Die nicht-diskriminierenden österreichischen Statistiken über HIV-Neuinfektionen, die von der Aidshilfe Wien herausgebracht werden, stehen im krassen Widerspruch zu den deutschen Statistiken vom Robert Koch Institut.

      AIDS wird gerne als grausame Heimsuchung, die jeden, der einen Fehler macht, treffen kann, dargestellt – AIDS kann zwar tatsächlich alle treffen – manche jedoch mit einer viel höheren statistischen Wahrscheinlichkeit.

      Spezifische, sachliche Aufklärung ohne Verschleierung – aber auch ohne bigotte Anklage des Risiko-Lebensstils – wäre dringend angebracht.

      Letztlich fällt die Dämonisierung doch wieder auf die Risikogruppen, die man vor Stigmatisierung schützen will, zurück.

      Die Betroffenen (und in Europa sind dies nun einmal zu einem großen Teil homosexuelle Männer) müssen dann anstatt mit einer normalen Krankheit mit einer diabolischen Heimsuchung, die sie selbst zu potenziellen Monstern macht, leben.

  2. Maiers Meinungsfreiheit | Aron Sperber Says:

    […] ist gezwungen, Schwule zu lieben oder deren Meinungen gut zu […]

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