Die „Realpolitik“ der „Friedens-Präsidenten“

Wie es sich für einen Friedensnobelpreisträger geziemt, wird Obama nicht in den libyschen Bürgerkrieg militärisch eingreifen.

Stattdessen wird er die Rebellen mit schönen Worten und wohl auch mit Waffen unterstützen.

Genauso hatte es auch sein Vorgänger als Präsident und Friedensnobelpreis-Gewinner gehalten:

Unter Jimmy Carter wurden die Mudschaheddin im Kampf gegen die Sowjetunion gefördert.

Ohne sich selbst die Hände schmutzig zu machen, wollte man den Sowjets ein eigenes Vietnam bescheren.

Obwohl es sich hierbei um Realpolitik in Reinkultur handelte (unter demokratischer Federführung), wurde die Aufzucht der Mudschaheddin später den Neocons angekreidet.

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11 Antworten to “Die „Realpolitik“ der „Friedens-Präsidenten“”

  1. king kong Says:

    auch die iranische Revolution und Saddams Einmarsch in den Iran fanden in der Carter-Ära statt

  2. aron2201sperber Says:

    hier kann man auch nachlesen, woher Gaddafi in den 70ern seinen Sprengstoff bezog, mit dem in den 80ern wohl viele seiner Terroranschläge verübt wurden:

    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-14341441.html

    das ganze passierte natürlich in der Ära des amerikanischen Friedensnobelpreis-Präsidenten, dessen mißratener Bruder sogar direkt beteiligt gewesen sein könnte:

    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-14320905.html

  3. Sherlock Edel Says:

    „stets den Neocons angekreidet.“
    Ühm, schreib doch bitte stattdessen Konservative…

  4. Sherlock Edel Says:

    „Teile der Republikaner wie z.B. Ron Paul waren immer schon eher für eine „isolationistische Politik“

    finde daher schon, dass „Neocons“ passt…..“
    Als Beleidigung gegen Ron Paul passt es wirklich, wobei er unwichtigst ist…

  5. Ein eigenartiges Geschichtsbild | Aron Speiber Says:

    […] Argumente oder Kausalketten zur Untermauerung von eigenen Thesen finden sich ja kaum, mit seinem aktuellsten Werk scheint aber suggerieren zu wollen, dass Carter eigentlich ein „Böser“ wäre, und die […]

    • aron2201sperber Says:

      selbstverständlich gab es auch bei Reagan eine Kontinuität der Außenpolitik und NACHDEM Brzezinski erfolgreich den Einmarsch der Sowjet-Armee nach Afghanistan provoziert hatte, unterstützte man die „antikommunistischen“ Rebellen natürlich weiter…

      genauso wie Obama Bushs Krieg in Afghanistan weitergeführt hat – und jetzt sogar mit mehr Truppen denn je in Afghanistan steht…

      • aronspeiber Says:

        *lol* „Provokation“ – die Sowjets waren schon seit April 1979 in Afghanistan, der Entschluss, die antisowjetischen Kräfte in Afghanistan zu unterstützen, kam erst im Juli 1979. Da du diese Fakten auslässt, sieht es so aus, als würdest du darzustellen versuchen, die Amerikaner hätten den Sowjets den Krieg in Afghanistan „aufgezwungen“, was ein grob geschichtsrevisionistische Position wäre.

        Und: was du Kontinuität nennst, war in Wirklichkeit eine völlig neue Qualität, wir sprechen hier von Größenordnungen mehr Geld sowie hochtechnologische Waffensysteme und logistische Unterstützung, die Reagan da reingepumpt hat. Das ist keine Kontinuität, das ist ein krasser Bruch mit dem Carter-Vorgehen „geben wir ihnen Geld“. Dass du das mit den vergleichsweise bescheidenen Truppenaufstockungen Obamas vergleichst, ist einfach vollkommen absurd. Es gibt eben einen Riesenunterschied, ob man (Hausnummer) 10 % mehr Ressourcen in etwas steckt (so wie Obama das macht), oder 1000 % mehr (wie Reagan das gemacht hat).

        Was willst du eigentlich erreichen mit deinem Revisionismus? Die Demokraten anpissen, und die Reaganites als die „Guten“ und eigentlich Unschuldigen in diesem Konflikt präsentieren?

  6. aron2201sperber Says:

    Brzezinski selbst sieht das allerdings etwas anders:

    http://www.globalresearch.ca/articles/BRZ110A.html

    für dich wird aber natürlich trotzdem immer Reagan „böse“ bleiben, da mache ich mir keine Illusionen 😉

  7. aron2201sperber Says:

    auch auf Wikipedia kannst du es nachlesen:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Sowjetisch-Afghanischer_Krieg

    der sowjetische Einmarsch erfolgte demnach ab 27. Dezember 1979

    aber wenn du eine bessere Quelle hast, nehme ich das gerne zur Kenntnis…

  8. Rückkehr der “Realpolitk” « Aron Sperber Says:

    […] https://aron2201sperber.wordpress.com/2011/03/04/die-friedens-prasidenten-und-ihre-realpolitik/ […]

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