Archive for the ‘USA’ Category

Pathetisch, pathologisch, putinistisch

September 23, 2016

Der Film, den Oliver Stone über Edward Snowden gedreht hat und der jetzt in die Kinos kommt, ist pathetisch. Gut so. Pathos ist das Fach von Hollywood. Aber auch die Geschichte von Snowden ist pathetisch. Edward Snowden hat sich geopfert. Für uns alle. Buchstäblich für jeden einzelnen von uns.

Denn jeder einzelne ist ein Objekt des amerikanischen Daten-Imperialismus.

(Augstein – SPON)

Stone ist pathetisch, Augstein ist pathologisch und Snowden ist beim Putin.

Deutsche Antiimperialisten würden mit der Wahl Trumps allerdings ein schlimmes Dilemma beschert bekommen.

Wenn auch die USA von einem Putinisten regiert werden, kann man dann noch zu Putin halten?

Schon allein deswegen drücke ich für Trump die Daumen. Mal sehen, ob er dann seine Ankündigungen umsetzt und gegen Snowden Putin-Methoden anwendet. Assange sollte ebenfalls aufpassen, was er sich wünscht, denn es könnte auch bei ihm in Erfüllung gehen.

Putin würde wohl vollstes Verständnis für Trump haben. Wenn im Weißen Haus ohnehin ein Putinist sitzt, braucht er Verräter wie Snowden oder Assange nicht mehr.

Was geschieht, wenn diese Macht in die „falschen“ Händen gerät? Gibt es „richtige“ Hände für eine solche Macht? Jeder mag sich überlegen, was aus der Demokratie wird, wenn Leute wie Donald Trump oder Marine Le Pen über die Instrumente der totalen digitalen Kontrolle verfügen.

Wenn man die Demokratie abschaffen will und einen totalitären Staat einführen will, braucht man nur die Methoden der real existierenden sozialistischen Diktaturen anwenden. In Kuba oder Nordkorea gibt es kein Internet, in China ist es stark eingeschränkt.

Justizminister Maas betätigt sich allerdings auch schon jetzt als Säuberer der sozialen Medien, und Augstein denunziert in seinen Kolumnen regelmäßig die „Nazis“, die man ausschalten muss.

Dumm und dümmer

September 18, 2016

Jeder Idiot kann auf der aktuellen Karte des syrischen Bürgerkriegs von Wikipedia sehen, dass Deir ez-Zor nicht vom IS, sondern vom Assad-Regime gehalten wird. Es gibt in der Gegend auch keine Verbündete der USA, denen man mit Luftangriffen helfen könnte:

Syrian Civil War map.svg

Es konnte also nicht sein, dass die USA so dumm waren, Assads Truppen versehentlich zu bombardieren. Daher hielt ich die Meldungen über den Luftangriff zunächst für den üblichen Propaganda-Blödsinn der russischen Medien.

Aber diese US-Regierung scheint wirklich so dämlich zu sein, dass sie den IS mit ihren Angriffen unterstützen will.

Die intriganten Muslimbrüder von der „Beobachtungsstelle für Menschenrechte“ freuen sich natürlich über den Schaden für die gemeinsamen Feinde und versuchen die Opferzahlen entsprechend hochzuschrauben (von 60 auf 83).

Intelligent, hübsch, gebildet, indoktriniert, tot

Februar 8, 2016

Sie war intelligent, hübsch, gebildet. Und besonders warmherzig. Die amerikanische Studentin Lauren M. (25) wollte einfach nur an das Gute glauben. Dann wurde sie in ihrer Wiener Wohnung ermordet.

(Kronen Zeitung)

Statt im jungen Gambier einen Mann aus völlig anderen, viel brutaleren Verhältnissen zu erkennen, sah sie in ihm den reinherzigen, edlen Wilden, den sie schon aufgrund ihrer „weißen Schuld“ unbedingt retten musste.

Einen weißen ungebildeten Lümmel aus irgendeinem Hinterwald-Kaff hätte sie wohl nie so bedenkenlos in ihre Wohnung gelassen.

In jedem Afrikaner soll man jedoch als gute Amerikanerin gleich Obamas Dad erkennen, der schließlich auch aus Afrika stammte.

Dass es sich bei Obamas Vater um einen intelligenten, gebildeten Studenten aus bester Familie handelte, wird dabei übersehen.

Aber was soll man sich von einer jungen, naiven Frau erwarten, wenn auch der weise Obama behauptet, in jedem kleinen schwarzen Gangster den Sohn, den er leider nie hatte, zu erkennen, auch wenn er außer der Hautfarbe nichts mit ihm gemeinsam hat:

If I had a son, he’d look like Trayvon

Die „gut gemeinte“ Ungleichbehandlung von Menschen aufgrund der Hautfarbe ist nicht nur rassistisch, leider kann sie wie im Fall der intelligenten, hübschen, gebildeten Studentin aus Colorado sogar tödlich enden.

 

Amerikas Hodentöter

Februar 4, 2016

Obama geht mit Todenhöfers Lieblingssure hausieren:

Obama said: “The Qur’an says whoever kills an innocent, it is as if he has killed all mankind.”

(Jihad Watch)

Zu dumm, dass Muslime nicht Obamas und Todenhöfers selektive Wahrnehmung des Islam teilen und daher leider nicht nur die netten Suren, die Mohammed vom Talmud abgekupfert hatte, und die eigentlich an die Juden gerichtet waren, befolgen:

In seiner Vollständigkeit richtet sich Vers 32 explizit an die Juden, nicht an die Muslime. Es ist eine «Verordnung» für die «Kinder Israels», was umso paradoxer erscheint, da die Kernaussage des Verses (Tod und Lebensrettung) ursprünglich aus dem jüdischen Talmud stammt, der einiges älter ist als der Koran: «Aus diesem Grund (Kains Mord an Abel) haben wir den Kindern Israels verordnet, dass wer eine Seele ermordet, ohne dass dieser einen Mord oder eine Gewalttat im Lande ­begangen hat, soll sein wie einer, der die ganze Menschheit ermordet hat.»

…sondern auch jene Suren, die Mohammed sich selbst ausgedacht hatte, und die an die Muslime gerichtet sind:

Die kursiv gedruckte Ausnahme des Tötungsverbots wird üblicherweise genauso unter­schlagen, wie der darauffolgende Vers 33, der sich an die Muslime richtet und das Tötungsverbot aufhebt: «Diejenigen, die gegen Allah und seinen Gesandten kämpfen und auf Erden Unheil stiften, sollen getötet oder gekreuzigt werden, oder es soll ihnen wechselweise Hand und Fuss abgeschlagen werden, oder sie sollen aus dem Lande vertrieben werden. Das ist für sie eine schmachvolle ­Erniedrigung im Diesseits und im Jenseits haben sie überdies eine gewaltige Strafe zu erwarten.»

(Basler Zeitung)

Deutsche Asylzahlen unter Bush und Obama

Januar 3, 2016

Europa hatte sich einen amerikanischen Präsidenten wie Obama gewünscht, der nicht den “Sheriff spielen” sollte.

Subjektiv befand sich die Welt in der Bush-Ära im Kriegs-Chaos.

Objektiv war es jedoch eine Ära der Stabilität, was man an den rückläufigen Flüchtlingsströmen messen konnte:

2001___________118.306

2002_________91.471

2003______67.848

2004_____50.152

2005____42.908

2006___30.100

2007___30.303

2008__28.018

Ab Obamas Amtsantritt verlief die Entwicklung genau in die entgegengesetzte Richtung:

2009___33.033

2010____48.589

2011_____53.347

2012_______77.651

Und seit Putin laut Forbes-Liste endlich „mächtigster Mann der Welt“ wurde, schossen die Asylzahlen endgültig durch die Decke:

2013____________127.023

2014____________________202.834

2015_________________________________1.000.000+

Putins Stärke und Obamas Schwäche haben zu einem jahrelangen Bürgerkrieg in Syrien geführt, der mittlerweile auch auf den Irak übergeschwappt ist und zur Etablierung eines neuen Terror-Staates beigetragen hat.

Die endgültigen Sieger jenes Konflikts stehen noch nicht fest, die Verlierer allerdings schon.

Nämlich die Syrer und Iraker, die vor der Gewalt flüchten müssen, und wir Europäer, die für die Versorgung der Flüchtlinge aufkommen sollen.

Bombenattrappe oder coole Flugzeuguhr?

Dezember 21, 2015

Im Zusammenhang mit einer in einer Air-France-Maschine entdeckten Bombenattrappe ist ein Passagier des Flugs festgenommen worden. Er sei am Morgen bei seiner Ankunft am Flughafen „Charles de Gaulle“ von der Grenzpolizei in Gewahrsam genommen worden, teilte die französische Staatsanwaltschaft mit.

(Tagesschau)

Vielleicht stellt sich das Ganze jedoch wieder als islamophobe Unterstellung heraus.

Erinnern wir uns an die islamophoben Anschuldigungen, die ein junges islamisches Technik-Genie zu erdulden hatte, nachdem er seine Lehrer mit einer selbst gebastelten Koffer-Uhr erfreuen wollte.

Dazu besorgte er eine Uhr, schraubte das Gehäuse ab, und packte sie in einen Koffer.

Fertig war seine geniale Koffer-Uhr:

Uhr

Wie wir mittlerweile alle wissen, wurde der 14jährige Ahmed Mohamed völlig zu Unrecht und aus purer Islamophobie für einen Bombenbauer gehalten, als er seine selbstgemachte Uhr in die Schule mitbrachte.

Selbst Obamas ur-cooler Uhren-Tweet konnte das junge Genie nicht mehr trösten und vor einer Abwanderung nach Katar abhalten:

Cool clock, Ahmed. Want to bring it to the White House? We should inspire more kids like you to like science. It’s what makes America great.

(Twitter – President Obama)

Voreilige Wut

Dezember 3, 2015

Wut auf die Republikaner: „Gott wird es richten!“

Der Ablauf ist stets der gleiche: In den USA sterben Menschen durch Schusswaffen – und die Republikaner beten für die Opfer. Diesmal erhebt sich ein Proteststurm. Der Vorwurf: Scheinheiligkeit.

(SPON)

Das Zeitfenster bis zum Bekanntwerden der „mutmaßlichen Täter“ wurde wieder einmal optimal genützt, um mit den US-republikanischen Feinden der progressiven Spiegel-Welt abzurechnen.

Auch wenn es am Ende leider kein rechter Waffennarr war, so war „offenbar mindestens“ eine Waffe „legal“ – die hat bestimmt den Unterschied ausgemacht – daher braucht man auch nicht zurückzurudern:

Das mutmaßliche Todesschützen-Paar von San Bernardino hat offenbar mindestens eine Waffe legal besessen.

(SPON)

Über das Motiv der „mutmaßlichen Täter“ (ein Saudi-Barbarien-Urlauber und seine aus Pakistan importierte Gattin) wird jedoch noch heftig gerätselt:

Konkrete Hinweise auf ein politisches Motiv gibt es bislang nicht, und auch keine Erkenntnisse zu einer radikalen Gesinnung der Täter. „Er erschien mir nie als fanatisch, er erschien mir nie als verdächtig“, sagte eine frühere Arbeitskollegin von Syed F. der „Los Angeles Times“. Farhan Khan, der Schwager des Hauptverdächtigen, sagte auf einer Pressekonferenz im kalifornischen Anaheim: „Ich habe keine Ahnung, warum er so etwas tun sollte.“

Als sich herausstellt hatte, dass die Attentäter von Paris entgegen der vom Spiegel postulierten Logik die Flüchtlings-Route genützt hatten, um unregistriert aus dem IS nach Europa einzureisen, hatte der Spiegel eine originelle Erklärung für das vermeintlich irrationale Verhalten der Attentäter parat: die Attentäter hätten die gefälschten syrischen Pässe nur benützt, um den Ruf der Flüchtlinge zu schädigen.

Nach jener Spiegel-Logik könnten die Attentäter von Kalifornien die legale Waffe auch nur eingesetzt haben, um der Agenda der Waffenlobby zu schaden.

Antiamerikanisch wegen Bush?

Mai 15, 2015

Eine Woche lang sah sich der mögliche republikanische Präsidentschaftskandidat herber Kritik ausgesetzt, jetzt ergreift er die Flucht nach vorn: „Aus heutiger Sicht hätte ich den Befehl zum Einmarsch in den Irak nicht gegeben“, sagte Jeb Bush am Donnerstag bei einer Bürgerveranstaltung in Tempe, Arizona.

(Spiegel)

Bushs überambitioniertes Demokratie-Projekt im Irak mag ein strategischer Fehler gewesen sein.

Warum die Absetzung eines miesen arabischen Diktators von den Europäern als unmoralische Sünde verurteilt wurde, ist angesichts der europäischen Geschichte allerdings nicht ganz nachvollziehbar.

Dass die Welt unter einem amerikanischen Friedens-Präsidenten sicherer geworden wäre, kann man wohl auch nicht behaupten.

Am Ende der Bush-Ära waren die Flüchtlingsströme nach Europa so niedrig wie schon lange nicht, am Ende der Obama-Ära sind sie so hoch wie schon lange nicht.

Europa hat sich zwar eine Welt ohne Sheriff gewünscht – eine Alternative zu ihm hat man jedoch nach wie vor nicht.

Bush

Von Bushs Politik wurde stets behauptet, sie mache die USA rassistischer und islamophober.

Dass die Amerikaner nur wenige Jahre nach 9/11 einen Mann mit afrikanischem Vater und einem arabischen Namen zu ihrem Häuptling gewählt haben, beweist, wie ungerecht und falsch die Vorwürfe gegen die amerikanische Politik der Bush-Ära waren.

Die Behauptung, man sei gar nicht „antiamerikanisch“, sondern kritisiere lediglich die Politik der Bush-Administration, wurde von den USA-Hassern während der Obama-Ära permanent widerlegt.

Lieblings-Feind

Dezember 9, 2014

Endlich erhält der Spiegel wieder einmal die Gelegenheit, eine tendenziöse Schlagzeile gegen sein altes Lieblings-Feinbild zu produzieren:

Bericht zu US-Verhörmethoden: Bush dankt CIA-Mitarbeitern für ihre Folterarbeit

Hätte Obama ein 9/11 zu stemmen gehabt, hätte er sich seine Hände wohl auch etwas dreckiger machen müssen.

Im Gegensatz zu Obama stellt sich Bush vor die Leute, die für ihn die besonders schmutzige Arbeit erledigen mussten.

Von Bushs Politik wurde stets behauptet, sie mache die USA rassistischer und islamophober.

Dass die Amerikaner nur wenige Jahre nach 9/11 einen Mann mit afrikanischem Vater und einem arabischen Namen zu ihrem Häuptling gewählt haben, zeigt, wie ungerecht und falsch die Vorwürfe gegen die amerikanische Politik der Bush-Ära waren.

Bushs überambitioniertes Demokratie-Projekt im Irak mag ein Fehler gewesen sein, Obamas verantwortungsloses Nichthandeln in Syrien hat jedoch bereits wesentlich mehr Menschen das Leben gekostet.

Am Ende der Bush-Ära waren die Flüchtlingsströme nach Europa so niedrig wie schon lange nicht, am Ende der Obama-Ära sind sie so hoch wie schon lange nicht.

Europa hat sich eine Welt ohne Sheriff gewünscht – eine Alternative zu ihm hat man jedoch nach wie vor nicht.

Die Weltbösewichtee

November 4, 2014

Dass es in den USA keine staatliche Krankenversicherung gibt, weiß die Reporterin nicht. Auch weiß sie nicht, dass mit „being out of control“ in den USA die Bürokratie, der Staatsapparat gemeint ist, den man zurückdrängen will. Dass Obama keine Arbeitslosigkeit von „über zehn Prozent geerbt“ hat, sondern von unter acht Prozent, ist ihr auch nicht bekannt.

Was sie allerdings weiß, ist, dass die Tea Party „radikal” ist. Und sie weiß, dass es die Republikaner sind, die eine „Blockadepolitik“ betreiben. Genauer gesagt weiß sie dies nicht, sie wiederholt nur die Slogans, die in ihrem Milieu verbreitet werden, und gibt dies an den deutschen Demokratieabgaleister weiter, der dies, wenn er es nur allzu oft hört, auch glaubt.

(Die Achse des Guten)

Die Pharisäer von der Tea-Party erpressen Jesus Obama und stürzen dabei die ganze Welt ins Unglück.

So erzählen es uns zumindest die meisten Leitmedien.

Andere Sichtweisen grenzen im frommen Europa schon an Ketzerei.